Tibidabo: Im Freizeitpark am Hausberg von Barcelona

Einen solchen Ausblick über Barcelona gibt es kein zweites Mal! Ich sitze in einem kleinen Waggon, der über mir in einer Schiene eingehängt ist, und schwebe in luftiger Höhe über die zweitgrößte Stadt Spaniens. In der Ferne sehe ich das Meer glitzern. Während die freihängende Schwebebahn ruhig ihre Runden zieht, rauscht daneben eine spektakuläre Achterbahn mit 80 km/h vorbei. Am Tibidabo, dem Hausberg Barcelonas, kann man sich kaum entscheiden, ob man lieber die Aussicht genießen oder sich nach dem nächsten Fahrgeschäft umsehen soll.

Lohnt sich der Ausflug zum Tibidabo in Barcelona?

Die Millionenstadt Barcelona liegt im Nordosten Spaniens direkt am Mittelmeer und ist bekannt für Sehenswürdigkeiten wie die Sagrada Familia, ihre lebendige Kultur und natürlich den Fußball. Das Stadtbild prägen zwei Hausberge: Tibidabo und Montjuïc. Der Tibidabo ist mit 512 Metern der höchste Punkt und bietet einen der besten Ausblicke über Barcelona.

Direkt am Gipfel steht die weithin sichtbare, markante Sagrat Cor-Kirche als spirituelles Wahrzeichen. Ein besonderes Highlight ist der historische Freizeitpark mit mehr als 30 Attraktionen, vom Kinderkarussell über eine rasendschnelle Achterbahn bis hin zum Geisterhaus. Die Besonderheit des Tibidabo ist die Kombination aus Nervenkitzel und Aussicht über die gesamte Stadt bis zum Meer.

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Fototipp: Wenn ihr eine Action-Cam mit Stab dabeihabt, könnt ihr in der freihängenden Schwebebahn tolle, luftige Aufnahmen machen. Für die beste Aussicht lohnen sich die Abendstunden, wenn die Sonne hinter den Bergen verschwindet und die Sagrat Cor-Kirche sowie die Fahrgeschäfte in ein sanftes Licht taucht.

Anreise zum Tibidabo in Barcelona

Lage:Barcelona, Spanien
Anreise:Standseilbahn
Ticketpreis:ab 39,00€ inkl. Freizeitpark
Must-Do:Riesenrad
Höhe:512 Meter

Von Deutschland oder Österreich aus fliegt man in rund zwei Stunden nach Barcelona. Aus der Innenstadt kommt man am besten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Tibidabo. Wir haben uns einfach mit Google Maps navigieren lassen, was richtig gut funktioniert hat.

Je nachdem, wo man startet, fahren U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse bis zur Talstation der Standseilbahn. Der Bus 111 fährt sogar direkt bis ganz nach oben zum Tibidabo – eine deutlich günstigere Option, vor allem, wenn man bereits einen „Hola Barcelona“-Pass nutzt. Die Auffahrt mit der Standseilbahn ist zwar kostenpflichtig, aber ein Erlebnis für sich: In wenigen Minuten überwindet man rund 250 Höhenmeter und erreicht den Gipfel. Wer möchte, kann den Aufstieg auch zu Fuß zurücklegen. Grundsätzlich empfiehlt es sich, so früh wie möglich oben zu sein, denn am Tibidabo wird es schnell voll.

Weniger Wartezeit mit guter Planung

Auch wenn der Tibidabo kein klassisches Wanderziel ist, lohnt sich etwas Planung. Um weniger anstehen zu müssen, kann man Tickets vorab online buchen. Achtet dabei unbedingt darauf, sie über einen offiziellen Ticketshop zu kaufen. Startet außerdem so früh wie möglich, denn durch die Umstiege bei der Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln verliert man schnell Zeit. Bequeme Schuhe sind sowohl auf der Aussichtsplattform als auch im Vergnügungspark empfehlenswert.

Wer keine Verpflegung dabei hat, kann sich an den Ständen mit Essen und Trinken versorgen. Sonnenschutz nicht vergessen! Plant sowohl an den Aussichtspunkten als auch im Freizeitpark etwas Wartezeit ein. Vor dem beliebten Geisterhaus „Hotel 666“ bildet sich zum Beispiel oft eine lange Schlange. Wenn ihr dort hinein möchtet, lohnt es sich, gleich zu Beginn hinzugehen. Insgesamt ist der Tibidabo ein unkompliziertes Ausflugsziel, bei dem jeder auf seinen Adrenalinlevel kommt.

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Imposanter Kontrast zwischen Kirche und Freizeitpark

Während wir mit der Standseilbahn den Tibidabo hinauffahren, werden die Dächer Barcelonas immer kleiner. Oben angekommen, verlassen wir die Station und stehen direkt vor der riesigen Sagrat Cor-Kirche. Aus der Nähe wirkt sie noch mächtiger als von unten und zieht sofort alle Blicke auf sich.

Da wir noch vor der Öffnung des Freizeitparks oben sind, nehmen wir uns Zeit, die Kirche von außen und innen zu erkunden. Die vielen Details, die aufwendige Bauweise im neugotischen Stil und die ruhige Atmosphäre im Inneren bilden einen spannenden Kontrast zum Trubel draußen. Es ist jetzt Punkt elf Uhr und wir machen uns schnell auf den Weg zum ersten Fahrgeschäft.

Zwischen Adrenalin und Aussicht

Meine erste Wahl im Freizeitpark ist die „Muntanya Russa“, eine rasante Achterbahn, die steil durch den Wald und hoch über Barcelona führt. Von den Ausblicken bekomme ich allerdings eher wenig mit, da wir mit bis zu 80 km/h durch die Strecke rauschen. Währenddessen war mein Freund im Geisterhaus „Hotel 666“ und er findet es mittelmäßig gruselig, aber ziemlich kreativ eingerichtet. Für mich ist das nichts. Anschließend drehen wir gemeinsam eine Runde im Riesenrad und steigen in den historischen Flugsimulator „Avió“.

Mein absolutes Highlight ist jedoch die Schwebebahn „L’Embruixabruixes“. Man sitzt in einem kleinen Wagen, der oben an einer Schiene hängt, und fährt langsam entlang des Tibidabo. Unter uns breitet sich ganz Barcelona aus. Die Dächer ziehen sich bis zum Meer, das in der Ferne glitzert. Man hört das Lachen und Kreischen aus dem Park und schwebt trotzdem fast lautlos über allem. Genau dieses Gefühl, gleichzeitig mitten im Trubel und doch völlig losgelöst zu sein, macht die Fahrt unvergesslich.

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Fazit

Der Tibidabo ist definitiv mehr als nur ein Aussichtsberg, denn mit einem der ältesten Vergnügungsparks Europas bietet er ein besonderes Erlebnis mit viel Adrenalin. Auch wenn es hier oft voll wird und man mit Wartezeiten rechnen muss, lohnt sich der Ausflug allein schon wegen der Aussicht auf die Stadt und das Meer. Wer es lieber ruhiger mag, kann mit der Gondel auf den anderen Hausberg Barcelonas, den Montjuïc, fahren und dort die Aussicht genießen.

Wir haben in Barcelona auch eine Nachtfahrt mit dem offenen Citybus gemacht, die ich sehr empfehlen kann. Dabei kommt man anderen Highlights wie der Sagrada Familia oder den Gaudí-Häusern aus einer anderen Perspektive besonders nah.

Lage

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