Der Weltenbummler Mark Twain war davon überzeugt, dass das Paradies nur eine Kopie von Mauritius sein kann. Wollt ihr das Original besuchen? Die bezaubernde Insel Mauritius bietet absolut sehenswerte Attraktionen, die sich längst nicht nur auf die märchenhaften Strände beschränken. Wir haben eine Auswahl mit interessanten Orten zusammengestellt und geben euch einen Überblick zu den besten Sehenswürdigkeiten.

Die besten Sehenswürdigkeiten im Überblick

Zweifellos gibt es auf Mauritius einige der schönsten Strände unserer Erde. Keinesfalls verpassen solltet ihr Le Morne Beach mit dem gleichnamigen Berg im Rücken. Absolut lohnenswert ist das Landesinnere, wo ein erloschener Vulkankrater, vielfarbig schillernde Sandflächen und ein einzigartiger Nationalpark locken. Auf der isolierten tropischen Insel haben sich faszinierende Tiere und Pflanzen entwickelt, die nur hier vorkommen.

Wunderschöne Wanderungen führen an Baumriesen, grandiosen Wasserfällen und schroffen Berggipfeln vorbei. Auch die facettenreiche Hauptstadt Port Louis ist einen Abstecher wert. Auf der Insel im Indischen Ozean leben 1,3 Millionen Menschen auf 2.000 Quadratkilometern. Durch deren afrikanische, asiatische oder europäische Wurzeln entstand eine vielfältige Kultur, die sich in den Bräuchen, Religionen und kulinarischen Genüssen äußert.

#mauritius

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1. Le Morne Beach: Paradiesischer Strand im Südwesten

© artifirsov
Länge:Ca. 4 km
Must-Do:Unterwasser-Wasserfall
Beste Reisezeit:Mai bis Oktober

Türkisblau schimmerndes Wasser, eine sanft geschwungene Bucht mit weißem Sand, hinter euch spenden Palmen etwas Schatten, über euch strahlt der blaue Himmel: So sehen die Träume vom Inselparadies aus. Vor der Küste befindet sich einer der besten Spots für (Wind-)Surfer und Kiter. Per Helikopter könnt ihr einen Unterwasser-Wasserfall bewundern. Dies ist ein Naturphänomen, bei dem Sand von den Urgewalten des Wassers in tiefere Bereiche des Meeres gespült wird – also streng genommen eine optische Täuschung.

2. Black River Gorges: Ursprünglicher Nationalpark mit höchstem Berg

© Myroslava
Fläche:Ca. 6,6 Hektar
Must-Do:Bel Ombre Trail
Beste Reisezeit:Mai bis Oktober

Der Black-River-Gorges-Nationalpark ist die Arche Noah von Mauritius. Hier wird eine urtümliche Landschaft geschützt, in der extrem seltene Tierarten vorkommen: Mauritiusfalke oder Rosentaube haben hier ihren Lebensraum. Vielleicht könnt ihr sogar Flughunde beobachten. Die Wanderwege sind großartig und gut gepflegt. Das Wasser in der Schlucht des Black River stammt von den Hängen des Black River Peak. Dieser höchste Berg von Mauritius erhebt sich auf 828 Meter. Die Aussicht ist majestätisch und reicht an klaren Tagen bis hinüber zur Insel La Réunion.

3. Terres des Sept Couleurs: Siebenfarbige Sanddüne

© Unclesam
Fläche:Ca. 1 Hektar
Must-See:Ebony Forest
Beste Reisezeit:Mai bis Oktober

Ein Foto-Hotspot der Extraklasse sind die Terres des Sept Couleurs bei Chamarel. Die hügeligen Sandschichten schimmern rostrot, orange, grün, violett oder blau. Die jahrtausendealten Erden sind vulkanischen Ursprungs, Basaltlava wurde in Tonminerale umgewandelt. Auf einem Hektar wächst hier nichts, aber im nahegelegenen Ebony Forest grünt es umso üppiger. Dieser Ebenholzwald ähnelt dem ursprünglichen Urwald, der einst die gesamte Insel bedeckt hat. In diesem besonderen Naturschutzprojekt gibt es tolle Wanderwege und Wipfelpfade.

4. Port Louis: Quirlige multikulturelle Hauptstadt

© David Brown
Fläche:Ca. 170.000
Must-See:Caudan Waterfront
Beste Reisezeit:April bis November

Kennt ihr noch die Blaue Mauritius? Diese extrem seltene Briefmarke von 1847 gilt als Staatsheiligtum und wird in der Hauptstadt Port Louis ausgestellt. Die Metropole ist ein faszinierender Schmelztiegel: Hier leben Nachkommen von afrikanischen Sklaven, indischen Plantagenarbeitern, Kolonialeuropäern und chinesischen Geschäftsleuten in ihren eigenen Vierteln. Beeindruckend sind nicht nur die alten Kolonialbauten, sondern auch die farbenfrohen Regenschirme, die an der Le Caudan Waterfront über den Straßen zu schweben scheinen – ein echter Insta-Hit.

5. Flic En Flac Beach: Weiter Strand am smaragdgrünen Meer

© Freesurf
Länge:Ca. 5 km
Must-See:La Cathédrale“
Beste Reisezeit:Mai bis Oktober

Wer nicht nur Strandherrlichkeit erleben, sondern sich auch unter die Einheimischen mischen will, ist am Flic En Flac Beach richtig. Vor allem an Wochenenden tummeln sich die kreolischen, chinesischen und indischen Großfamilien im Schatten der Kasuarinen. Die faszinierende Bandbreite der mauritischen Küche könnt ihr hier kosten. Und dabei ist der Strand groß genug: Über 5 Kilometer erstreckt er sich vor einem Korallenriff, an dem sich die Wellen brechen. Dort liegt „La Cathédrale“, wo der Meeresgrund steil abfällt und unvergessliche Tauchgänge locken.

6. Wasserfall von Chamarel: Imposante Kaskaden im Dschungel

© Myroslava
Fallhöhe:Ca. 100 Meter
Must-Do:Felsklettern
Beste Reisezeit:Februar bis November

Nicht weit vom Strand erhebt sich das hübsche Bergdorf Chamarel. Im Ort könnt ihr erstklassig speisen. Aber hier befinden sich auch einige der schönsten Naturattraktionen der Insel. Nahe der Terres des Sept Couleurs erblickt ihr den grandiosen Chamarel-Wasserfall: Zwei Kaskaden stürzen 95 Meter in ein natürliches Becken. In der Regenzeit sind die Wassermassen besonders eindrucksvoll. Kletterer aufgepasst: Ihr könnt Touren buchen, auf denen ihr euch am Wasserfall entlang abseilen könnt.

7. Sagar Shiv Mandir: Märchenhafter Meerestempel

© kasto
Entstehung:2007
Must-Do:Bronze Statue
Beste Reisezeit:Mai bis November

Die Nachfahren von Indern bilden heute die Bevölkerungsmehrheit auf Mauritius. Deshalb gibt es eine große Hindu-Gemeinde. Prachtvolle Tempel könnt ihr mehrere auf der Insel besuchen. Bei Poste de Flacq erstreckt sich nicht nur ein wunderschöner langen Sandstrand, sondern hier steht auch ein Shiva-Heiligtum. Der blütenweiße Sagar Shiv Mandir liegt auf einem kleinen Inselchen, das über eine Brücke mit dem Festland verbunden ist. Umgeben von einer Lagune und Mangrovenwald,  gibt er mit seinen roten Fähnchen ein perfektes Fotomotiv ab.

8. Botanischer Garten von Pamplemousses: Tropenparadies im Norden

© Alen Ajan
Entstehung:1736
Must-See:Leberwurstbäume
Beste Reisezeit:April bis November

Früher diente der Park von Pamplemousses der Spionage. Heimlich wurden Samen exotischer Pflanzen eingeführt, um das südostasiatische Gewürzmonopol der Niederländer zu brechen: Muskatnüsse oder Gewürznelken kamen so auf die Insel. Heute befindet sich in Pamplemousses einer der bedeutendsten botanischen Gärten weltweit. Die Talipot-Palme gedeiht hier. Sie erblüht nur einmal mit 40 Jahren – und stirbt dann ab. Es wachsen Seerosen mit riesigen Blättern: Eine faszinierende tropische Pflanzenpracht eröffnet sich euch. Ihr könnt Leberwurstbäume, Riesenschildkröten und leuchtend rote Vögel wie den Madagaskarwerber bestaunen.

9. Trou aux Cerfs: Erloschener Vulkankrater in sagenhafter Natur

© quiksilverman
Höhe:550 Meter
Must-Do:Wandern
Beste Reisezeit:Juni bis September

Im Landesinneren, auf einem 550 Meter hohen Plateau befindet sich das Städtchen Curepipe. Hier ist es angenehm kühl und der Boden ausgesprochen fruchtbar. In dichtem Dschungel liegt der knapp 100 Meter tiefe Krater eines erloschenen Vulkans. Ein See hat sich in seiner Mitte gebildet. Vom Kraterrand habt ihr eine tolle Aussicht über die Insel hinweg auf die Weiten des Indischen Ozeans. Durch die Wildnis könnt ihr wandern und seltene Tiere und Pflanzen erblicken.

10. Le Morne Brabant: Majestätisches Wahrzeichen von Mauritius

© artifirsov
Höhe:556 Meter
Must-Do:Bergbesteigung
Beste Reisezeit:Mai bis September

Dieser Berg imponiert durch seine Wucht: Als wäre ein riesiger Fels an den Strand geplumpst! Ihr könnt bis zum 556 Meter hohen Gipfel hinaufsteigen und eine herrliche Aussicht genießen. Über drei Stunden geht es durch zauberhaften Wald, an „Ohrringen“ vorbei: Die Boucle d’Oreille gilt als Nationalblume von Mauritius. Je höher ihr hinauf wandert, umso schwieriger wird es. Ein Bergführer ist eine gute Option. Der Morne Brabant, ein UNESCO-Welterbe, ist auch mit Trauer verbunden: Viele mündliche Überlieferungen erzählen vom tragischen Schicksal der Sklaven.

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