Laufen über Stock und Stein. Eine Bergkulisse, wie sie nicht schöner in einem Bild gemalt werden könnte. Vorsichtig muss man natürlich sein und anstrengend ist es auf jeden Fall auch. Hier im Salzburger Land in der Region Hochkönig kann man Outdoor-Sport das ganze Jahr über betreiben. Ich hab mir die Sportart Trailrunning dort mal näher angeschaut und die Gegend im Laufschritt erkundet.

Lohnt sich Trailrunning am Hochkönig?

Der Hochkönig (2.951 m) ist eines der imposantesten Bergmassive in Österreich. Im Winter ein traumhaftes Skigebiet und im Sommer ein Paradies für Wanderer, Bergsteiger und, wie für mich an diesem Wochenende, auch für Trailrunner. Es gibt mehrere ausgewiesene Trailrunning-Strecken sowie Wanderwege in der Region Hochkönig und jedes Jahr auch Laufevents der Extraklasse.

Ich möchte dieses Jahr beim Hochkönigman die Strecke „Speed Trail“ bestreiten und hab mir die Gegend deshalb schon mal angeschaut, um ein besseres Gefühl für das Gelände dort zu bekommen.

Fototipp: Fürs Trailrunning kann ich euch sehr empfehlen, eine GoPro mitzunehmen. Mit Weitwinkel-Einstellung bekommt man besonders viel vom Panorama aufs Foto. Außerdem sehen Fotos/Videos während des Laufens besonders cool und aktionsreich aus.

Anreise zum Hochkönig

Die Region umfasst drei Orte: Maria Alm, Dienten und Mühlbach. Gut erreichbar von Salzburg über die A10 Tauernautobahn gelangt ihr als erstes nach Mühlbach, oder mautfrei von Deutschland aus, kommt ihr über Lofer nach Saalfelden und dann nach Maria Alm.

Mit den Öffis gilt es aus Tiroler Richtung oder Deutschland aus, den Bahnhof Saalfelden anzusteuern, von Salzburg Stadt oder von Osten kommend, kann man bei Bischofshofen aussteigen und von dort mit dem Bus die letzten Kilometer in die Urlaubsregion fahren.

Die richtige Aussrüstung

Für unsere Erkundungstour im Hochköniggebiet habe ich mir einige Wanderkarten angeschaut und auch die online zur Verfügung gestellten Trailrunning-Strecken für das Trailrunning-Event „Hochkönigman“ durchforstet. Gepackt haben wir für einen längeren, aber gemütlichen Lauf für den ganzen Tag, mit Zwischenstopp auf einer Hütte.

Die Laufweste ist voll mit Riegel, Wasser und Wechselshirt – Stöcke und Laufschuhe stehen bereit. Handy, Kamera und eine Sportuhr sind auch mit dabei, denn natürlich interessiert uns sehr, wie viele Kilometer und Höhenmeter wir an diesem Tag zurücklegen.

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Imposanter erster Eindruck

Wir starten unsere erste Runde im Krallerwinkel, einem Ortsteil von Maria Alm. Der erste steile Anstieg auf die Buchauer Scharte, welcher in entgegengesetzter Richtung auch Teil der „Skyrace“-Strecke beim Hochkönigman ist, bringt uns schon ganz schön ins Schwitzen.

Oben angekommen werden wir aber mit einer Aussicht belohnt, die es vermutlich kein zweites Mal gibt: der Blick ins Steinerne Meer. Was das ist? Der Name sagt schon alles. Eine endlose Weite an Felsen und Platten, welche teilweise zum Laufen nicht ganz ungefährlich sind, aber für erfahrene Trailrunner puren Genuss bieten.

Laufen im hochalpinen Gelände

Die offizielle Trail-Strecke verläuft nun in einem weiten Bogen in Mitten des Steinernen Meers um die Schönfeldspitze herum. Uns juckt es aber sehr, diesen Gipfel mit einem besonderen Gipfelkreuz mitzunehmen und wir wagen den Aufstieg. Hier möchte ich euch unbedingt raten, dies nur mit Erfahrung im alpinen Gelände zu machen!

Trailrunning am Hochkönig-Gebirgsstock ist immer besonders eine technische Herausforderung an die sichere Fortbewegung im Gelände. Wir genießen den Downhill über den Gratverlauf mit sogar etwas Almwiesen hinunter zum Riemannshaus, wo wir uns stärken.

Fazit

Nachdem wir über den Abstieg von der Hütte wieder zurück in Maria Alm angekommen sind, zeigt unsere Uhr stolze 20 Kilometer und über 2.000 Höhenmeter an. Wow – was für ein Tag! Und mit dem Wetter hatten wir auch Glück.

Die beeindruckende Bergwelt der Region hat mich definitiv überzeugt und ich freu mich schon extrem auf den Trailrunning-Wettbewerb vom 4. bis 6. September 2020 am Hochkönig! Trainieren muss ich trotzdem noch ganz schön viel dafür, denn wenn man sich die Bestzeiten vom Vorjahr ansieht, weiß man: Hier geht es ganz schön zur Sache.

Lage

Praktische Links

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