De Slufter auf Texel: Einzigartige Lagunenlandschaft

Vor mir liegt einer der schönsten Orte auf Texel: De Slufter, Teil des Nationalparks Dünen von Texel. Schnell realisiere ich, dass die Landschaft in Kürze schon wieder ganz anders aussehen wird, da das Naturschutzgebiet eine offene Verbindung zur Nordsee hat und Wasserläufe sowie kleine Seen diesen außergewöhnlichen Ort durchziehen. Mittlerweile ist es nicht nur der Brutplatz unzähliger Vogelarten, sondern auch ein sich permanent wandelnder Ort. Was von hier oben so weitläufig wirkt, sollte man definitiv im Detail erkunden.

Lohnt sich eine Tour durch De Slufter auf Texel?

Die Dünenlandschaft De Slufter befindet sich auf der niederländischen Insel Texel, die mit einer Fläche von 586 km² die größte und zugleich westlichste der Westfriesischen Inseln in der Nordsee ist. Das Besondere ist ihre reichhaltige Flora und Fauna. So könnt ihr verschiedene Pflanzen und Tiere in einem der beliebtesten Nationalparks der Niederlande, dem Nationalpark Dünen von Texel, beobachten. Tatsächlich ist De Slufter nahezu von Menschenhand geschaffen.

1858 brach der „Lange Dam“ an mehreren Stellen. Es entstanden zahlreiche Priele bis ins Hinterland. Nach einigen Versuchen, den Damm komplett zu schließen, entschied man sich, die Verbindung zum Meer zu belassen und das Gebiet zum Naturschutzgebiet zu erklären. Daraus entstand eine Art Lagunenlandschaft, in der zahlreiche Vogelarten auf Nahrungssuche gehen. Heutzutage ist es ein geschütztes Gebiet, dessen besondere Flora und Fauna erkundet werden kann.

Fototipp: Bereits zu Beginn, beim Aussichtspunkt, bekommt man eine phänomenale Weitsicht über die Salzwiesenfläche zwischen den zwei Sanddeichen an der Nordseeküste. Je nach Wasserstand ergibt sich eine einzigartige Landschaft.

Anreise zu De Slufter auf Texel

Lage:Insel Texel, Niederlande
Anreise:Per Fahrrad oder Auto
Hunde:Leinenpflicht!
Parkplatz:Café-Restaurant De Slufter
Hauptpriel am Strand:nur im Sommer passierbar

Für einen Ausflug in das Naturschutzgebiet De Slufter empfehle ich die Anreise mit dem Fahrrad oder Auto. In beiden Fällen kommt ihr entweder bis zum Parkplatz am Café-Restaurant De Slufter im Westen, an dem ihr Fahrrad oder Auto abstellen könnt.

Oder ihr kommt von Norden, also quasi aus Richtung Leuchtturm. Hier bietet sich der Parkplatz am Strandpavillon Paal 28 als Ausgangspunkt an. Im Naturschutzgebiet leben übrigens auch einige Wildpferde.

Enorme Weitsicht am Aussichtspunkt De Slufter

Vor dem Restaurant De Slufter schließen wir unsere Fahrräder an, und ich kann bereits den Aussichtspunkt auf der Düne erkennen, der leicht zu erreichen ist. Voller Vorfreude starte ich meinen Weg über eine Steintreppe die Düne hinauf. Oben angekommen ist die Aussichtsplattform unübersehbar. Hier bekommt man eine wunderbare Aussicht auf die ganze Lagunenlandschaft. Außerdem gibt es ein kostenpflichtiges Fernglas, also packt besser euer eigenes ein, es lohnt sich nicht nur für Vogelliebhaber! Der Aussichtspunkt ist übrigens auch für Rollstuhlfahrer zugänglich.

Ich bleibe noch ein paar Minuten stehen, spüre eine frische Brise und beobachte, wie die Vögel ihre Runden kreisen. Ich frage mich, wie es wohl in den anderen Jahreszeiten aussehen mag, und bekomme jetzt schon Lust, Texel erneut zu besuchen. Aber jetzt geht es erst einmal auf zum Meer – bei strahlend blauem Himmel und wohltuender Sonne.

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Spaziergang am Vogelschutzgebiet entlang

In De Slufter gibt es markierte Wege und mehrere schöne Routen, die nicht verlassen werden sollten. Wir folgen den befestigten Naturpfaden in Richtung Nordsee. Viele Vögel wie Pfeif- und Spießenten, Kiebitze, Stelzläufer und Drosselarten finden hier zwischen den Dünen einen Rückzugsort oder brüten in dem Naturschutzgebiet. Zwischen den Gräsern erkenne ich Bienen und Schmetterlinge, die vom Nektar des lilafarben blühenden Strandflieders angelockt werden. Später erfahre ich, dass auch die Strand-Grasnelke und der Queller für De Slufter typisch sind.

Plötzlich stehen wir quasi inmitten des Ursprungs von De Slufter. Der Hauptpriel ist breit, die Dünen nur noch rechts und links vorhanden. Genau an dieser Stelle brach einst der Damm und schuf diese faszinierende Welt. Wirklich beeindruckend.

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Fazit

Wer bis ans Wasser in De Slufter will, sollte mindestens 1,5 Stunden für seine Tour mit Stopps einplanen. Ich rate dir, dich im Vorfeld über die Gezeiten zu informieren, da bei Flut durchaus viele Wanderwege komplett unter Wasser stehen und dir somit der Zugang versperrt bleiben kann. Bei Sturmfluten sollte man sich übrigens besser nicht in das Naturgebiet begeben, denn dann kann das gesamte Gebiet überschwemmt werden. Doch an allen anderen Tagen lohnt sich die Tour auf jeden Fall!

In der Umgebung wartet außerdem der beeindruckende Leuchtturm mit seiner Top-Aussicht über die Nordseeinsel und die angrenzenden, langen Sandstrände. De Hors ist ein idyllischer, einsamer Strand im Süden von Texel, den es ebenfalls zu erkunden lohnt. Aber auch alte Mühlen (wie Molen Het Noorden), landestypische Museen (Kaap Skil) und Sportaktivitäten wie Kitesurfen bieten ein breites Spektrum an Ausflügen und Aktivitäten.

Lage

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