Die Niederlande sind berühmt für viele Dinge: Fahrräder, Coffeeshops, Käse und natürlich Tulpen. Und wenn diese blühen, dann strömen Menschen aus der ganzen Welt nach Holland. In Amsterdam und Umgebung gibt es zahlreiche blühende Tulpenfelder zu bewundern – aber auch den weltbekannten Keukenhof, die größte Tulpenausstellung der Welt. Ich habe den Keukenhof im Frühling besucht und berichte von meinen Erfahrungen.

Lohnt sich ein Besuch im Keukenhof?

Die Gartenanlage des Keukenhofs liegt in Südholland in der Nähe von Lisse. Im Keukenhof warten auf einer Fläche von 32 Hektar rund 100 verschiedene Arten Tulpen und 2.500 Bäume. Außerdem gibt es 30 Blumenshows, 15 Kilometer Spazierwege und 150 Werke von 50 Künstlern im Skulpturenpark. Insgesamt ist der Keukenhof acht Wochen lang geöffnet und empfängt in dieser Zeit 1,4 Millionen Besucher – 80 Prozent davon aus dem Ausland. Im Jahr 2019 ist der Keukenhof noch bis 19. Mai geöffnet.

#niederlande #sehenswürdigkeiten

Instatipp: Wer mit dem Fahrrad zum Keukenhof fährt, kommt an wunderschönen blühenden Tulpenfeldern vorbei. Bitte nicht einfach in die Felder laufen, um Fotos zu machen. Der Schaden für die Bauern steigt mit jedem Jahr durch Touristen. Und die Tulpen sehen ja auch vom Weg schön aus.

Anreise zum Keukenhof

Da der Keukenhof zu den beliebtesten Ausflugszielen in den Niederlanden gehört, fährt von Amsterdam Schiphol Flughafen der Keukenhof Express acht Mal stündlich in 30 Minuten zum Keukenhof. Von Amsterdam Centraal gibt es Verbindungen mit einmaligem Umsteigen, wobei die Fahrzeit weniger als eine Stunde beträgt. Von dem eigenen PKW würde ich abraten, denn es gibt zwar Parkplätze am Keukenhof, aber dort kann es sehr voll werden und wahrscheinlich kreist ihr lange, bis ihr einen freien Platz findet. Schöner ist sowieso der Weg per Fahrrad durch die blühenden Tulpenfelder. Die Strecke von knapp 30 km schafft ihr in weniger als zwei Stunden.

Tickets, Öffnungszeiten & Eintritt

Wer sich für die Variante der öffentlichen Verkehrsmittel entscheidet, kann online bereits ein Kombiticket für Bus und Eintritt kaufen. Dieses kostet 30 Euro auf der Seite vom Keukenhof, wenn ihr von Amsterdam fahrt. Günstiger wird es für Kinder oder wenn ihr von anderen Orten als Amsterdam fahrt (z. B. von Leiden oder Haarlem). Der Eintritt pro Person kostet 17 Euro für Erwachsene und 8 Euro für Kinder von 4 bis 17 Jahre. Ein Parkschein kann für 6 Euro schon im Voraus online gekauft werden. Geöffnet ist der Park täglich von 8 Uhr morgens bis 19.30 Uhr abends.

Traumhafte Orchideen und wunderschöne Tulpen

Ich hab mich schon bemüht, früh morgens da zu sein. Trotzdem war es bereits unmöglich voll im Keukenhof. Rechnet also lieber nicht damit, dass ihr gemütlich durch einen ruhigen Park spazieren könnt, um euch in eurem Tempo die Pflanzen anzusehen. Denn wenn ihr auch Fotos machen wollt, stehen schon mindestens drei Leute wartend hinter euch, bis sie endlich ihr Bilder machen können. Wer es schafft, sich im Gegensatz zu mir nicht von den Menschenmassen stressen zu lassen, sollte unbedingt in die Blumenshows gehen. Ich war ganz hin und weg von den wunderschönen exotischen Orchideen aus der ganzen Welt und den kreativen Bouquets besonderer Tulpenzüchtigungen.

Völlig begeistert von den Blumenshow

Im Willem-Alexander Pavillon stehen die Tulpen im Mittelpunkt. In den letzten Wochen der Saison findet hier die größte Lilienausstellung der Welt statt. Im Oranje Nassau Pavillon gibt es außerdem täglich Blumenstraußvorführungen. Sie zeigen, auf welche Art und Weise man Blumen und Gestecke kreativ gestalten kann. Ich bin mir sicher, dass Blumenfans von den Blumenshows im Keukenhof völlig begeistert sein werden. Wenn ihr übrigens eine besondere Art von Blumen unbedingt blühend erleben wollt, nutzt den Flowering Report auf der Webseite vom Keukenhof.

Fazit

Ginge es nur um die Blumen, würde ich sofort sagen: Fahrt hin, schaut es euch an! Allerdings sind die vielen Menschen im Keukenhof durchaus ein Problem. Sicher könnt ihr schlau sein und eher unter der Woche gehen als am Wochenende, aber allein sein werdet ihr dort nicht. Und Ruhe zum Bewundern der Blumen gibt es auch nicht. Wem das nicht so sehr stört, der wird den Keukenhof lieben, denn der Park und die vielen Pflanzenarten sind ohne Zweifel absolut beeindruckend.

Lage

Praktische Links

Gut zu wissen

Wusstet ihr, dass die Geschichte des Keukenhofs bis ins 15. Jahrhundert zurückgeht? Anfangs wurde der Garten für Kräuter und Gemüse für die Küche von Schloss Teylingen genutzt. Der Keukenhof wurde im Jahr 1641 erbaut und die Fläche wuchs aus 200 Hektar an. Falls irgendjemand übrigens das Gefühl hat, dass ihm der Keukenhof bekannt vorkommt, liegt richtig. Denn die Landschaftsarchitekten, die im Jahr 1857 für die Gestaltung des Parks verantwortlich waren, übernahmen auch das Design des Amsterdamer Vondelparks, dem größten Stadtpark in Amsterdam.

Kommentar verfassen