Die 10 besten Sehenswürdigkeiten im Pfälzerwald

Wer gerne auf Berge und spektakuläre Felsformationen steigt, grandiose Aussichten genießen und uralte Burgen entdecken will, für den sind die Attraktionen des Pfälzer Waldes genau richtig. Die besonderen Sehenswürdigkeiten verstecken sich entweder an abgeschiedenen Stellen des größten zusammenhängenden Waldgebiets Deutschlands oder sind schon von Ferne sichtbar. Der Pfälzer Wald erstreckt sich im Südosten des Bundeslandes Rheinland-Pfalz und grenzt an das nördliche Elsass. Unsere Reisetipps führen euch zu den interessanten Orten dieser faszinierenden Naturlandschaft.

Top-Sehenswürdigkeiten im Pfälzerwald im Überblick

Gigantische Buntsandsteinfelsen hat die Erosion im Dahner Felsenland übrig gelassen, Kletterer und Wanderer kommen hier voll auf ihre Kosten. In der Nähe von Dahn befinden sich die Altschlossfelsen und der phänomenale Teufelstisch. Auf manchen Felsmassiven haben sich vor Jahrhunderten Ritter niedergelassen, ihre Burguinen ragen wie Mahnmale der Vergänglichkeit in den Himmel: Besonders lohnend sind die Wegelnburg, die Burg Berwartstein oder die Dahner Burgengruppe.

Das Hambacher Schloss in Sichtweite des höchsten Berges Kalmit steht für die Demokratiebewegung des 19. Jahrhunderts, während die Burg Trifels im Mittelalter Reichsburg war. Viele dieser Attraktionen des dünn besiedelten Pfälzerwaldes (nur ca. 237.000 Einwohner) könnt ihr auf hervorragenden Wanderwegen wie der Wasgau-Seen-Tour oder dem Pfälzer Waldpfad erleben.
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#rheinland-pfalz

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1. Dahner Felsenland: Spektakuläre Felsnadeln

Altschlossfelsen im Dahner Felsenland im Herbst
Altschlossfelsen im Dahner Felsenland ©LianeM

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Lage:Rund um Dahn
Must-Do:Wandern
Beste Reisezeit:Ganzjährig

Rund um das Städtchen Dahn ragen mehrere schmale Felsnadeln und ganze Gesteinsformationen unvermittelt aus der Landschaft heraus. Diese mystische Gegend regt die Fantasie an. Nicht nur waghalsige Kletterer kommen hierher, denn das Dahner Felsenland wird von lohnenswerten Premium-Wanderwegen erschlossen.

Direkt im Ort erhebt sich der Jungfernsprung bis auf 70 m Höhe. Der Sage nach soll sich hier ein Happy End ereignet haben: Ihr wie ein Fallschirm wirkender Rock hat die Jungfrau beim Sprung gerettet. Eine Wanderung hinauf dauert nur ein paar Minuten.

2. Burg Trifels: Berühmteste Pfälzer Burg

Luftaufnahme einer mittelalterlichen Burg auf einem Berghügel, umgeben von Nebel und Wäldern im Hintergrund.
©Vincent

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Errichtet:1081
Must-See:Kopien der Reichskleinodien
Reichsburg:1113 bis 1310

Oberhalb von Annweiler thront die Burg Trifels, deren Anfänge in das 11. Jahrhundert zurückreichen. Trifels galt unter den Kaisern der Salier und Staufer als Reichsburg. Hier wurden die Kronjuwelen aufbewahrt, Nachbildungen könnt ihr heute in der Schatzkammer sehen. Der berühmteste Gefangene auf Trifels hieß Richard Löwenherz.

Ein Aufstieg ist schweißtreibend, aber absolut lohnend. Im Inneren könnt ihr den Kaisersaal entdecken. Die Rekonstruktion dieser Reichsburg ist jedoch nicht originalgetreu, sie fand während der Nazizeit statt. Den schönsten Blick auf die Burg Trifels habt ihr von den beiden gegenüberliegenden Ruinen sowie vom Asselstein mit seiner atemberaubenden Felsnadel.

3. Teufelstisch: Mysteriöse Felsformation

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Lage:Hinterweidenthal
Must-See:Felsenglühen
Must-Do:Hinterweidenthaler Teufelstisch-Tour

Bei Hinterweidenthal ragt auf einer Bergkuppe eine seltsame Gesteinsstruktur aus dem Wald heraus: Sass hier etwa der Teufel zu Tisch? Jedenfalls schimmert dieser 14 m hohe Felsentisch am Spätnachmittag magisch rot.

Die massive Platte hat den darunter liegenden Buntsandstein über Jahrtausende geschützt, während anderes Gestein verwitterte: Ein sogenannter Pilzfelsen entstand. Vom Parkplatz aus geht es 500 m hinauf an einem kleinen Kinder-Erlebnispark vorbei. Ihr könnt den Teufelstisch in eine längere Wanderung integrieren: Die 9,5 km lange “Hinterweidenthaler Teufelstisch-Tour“ mit weiteren Felsformationen im tiefen Wald lohnt sich.

4. Altschlossfelsen: Ehrfurcht einflößendes Felsmassiv

Lage:Bei Eppenbrunn
Must-Do:Umrunden
Besonderheit:Größtes Felsmassiv

Die Altschlossfelsen gelten als größte zusammenhängende Buntsandsteinformation des Pfälzerwaldes. Die vier massiven Felsen sind um die 30 m hoch und können auf dem Altschlosspfad umrundet werden.

Es gibt Felsentore und tief eingeschnittene Felsüberhänge. Vieles ist mit Flechten und Moosen bewachsen und wirkt dadurch mystisch. Man fühlt sich wie in einem Zauberwald, auftauchende Elfen oder Kobolde würden einen nicht überraschen. Die Altschlossfelsen liegen 23 km westlich von Dahn unweit der Ortschaft Eppenbrunn. Mit dem Auto kommt ihr bis auf 2 km heran, den Rest des Weges geht es zu Fuß bergauf.

5. Wegelnburg: Höchste Burg im Pfälzerwald

Lage:Bei Nothweiler
Must-Do:Fernsicht genießen
Höhe:572 m

Unmittelbar an der französischen Grenze erhebt sich auf 572 m Höhe die stolze Wegelnburg. Sie wurde im 12. Jahrhundert errichtet und ist auch als Ruine immer noch imposant. Von Nothweiler aus wandert ihr in tiefem Wald hinauf. Durch verwitterte Tore und auf uralten steinernen Treppen müsst ihr gehen, um ganz oben mit einem sagenhaften Ausblick belohnt zu werden.

Ihr seht bis hinüber zu den französischen Nordvogesen, wo weitere Burgruinen wie die Fleckenstein locken. Mit etwas Glück wabern in den Tälern Nebelschwaden und in der Ferne zeichnen sich die Berggipfel ab wie blau schimmernde Scherenschnitte.

6. Hambacher Schloss: Geburtsort der Deutschlandflagge

Luftaufnahme einer Burg umgeben von grünen Hügeln, mit der deutschen Flagge auf dem Turm.
©David Brown
Lage:Bei Neustadt an der Weinstraße
Höhe:376 m
Errichtet:Seit dem 11. Jahrhundert

Das Hambacher Fest gilt als Keimzelle der Demokratiebewegung in Deutschland: Am 27. Mai 1832 trafen sich Liberale und Demokraten auf dem Hambacher Schloss. Erstmals wurde hier unter den Augen von 25.000 Teilnehmern die schwarz-rot-goldene Fahne gehisst.

Redner forderten einen deutschen Nationalstaat, politische Grundrechte wie Meinungs- und Pressefreiheit und die Einschränkung der Fürstenherrschaft. In der Ausstellung des Hambacher Schlosses könnt ihr diese älteste deutsche Nationalflagge bewundern. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die mittelalterliche Burg für den späteren bayerischen König Maximilian II. schlossartig ausgebaut. Spektakulär grüßt sie am Osthang des Pfälzerwaldes schon von weitem.

7. Kalmit: Höchster Berg des Pfälzerwaldes

Luftaufnahme einer idyllischen Landschaft mit einer kleinen Kapelle, blühenden Bäumen und Weinbergen unter einem Abendhimmel.
©David Hajnal
Lage:Haardt
Must-Do:Wandern
Höhe:673 m

Stolze 673 m hoch ist die Kalmit bei Maikammer am Ostrand des Pfälzerwaldes. Eine Wanderung hier hinauf lohnt sich, die Aussicht über die Pfälzer Berge, das Rheintal und bis hinüber zum Schwarzwald und Odenwald ist phänomenal.

Der 21 m hohe Aussichtsturm ist leider für die Öffentlichkeit gesperrt. Macht unbedingt auch einen Abstecher zum Felsenmeer Hüttenberg mit atemberaubenden Fotomotiven. Die weit verstreut liegenden Felsen scheinen von Riesen hierher geworfen worden zu sein. In Sichtweite, aber viel tiefer liegt das altehrwürdige Hambacher Schloss.

8. Burg Berwartstein: Einzige bewohnte Burg im Wasgau

Luftaufnahme einer alten Burg umgeben von Nebel und Wäldern im Hintergrund.
©Vincent
Lage:Erlenbach bei Dahn
Errichtet:Vor 1152
Einkehrtipp:Restaurant Burg Berwartstein

Den südlichen Pfälzerwald nennt man auch Wasgau, hier erhebt sich die stolze Burg Berwartstein. 1152 erstmals erwähnt, war sie seit 1590 nach einem Blitzschlag Ruine. In Zeiten des Historismus um 1900 wurde die Berwartstein wiederaufgebaut und ist seitdem bewohnt.

Wenn ihr also die Treppen hinauf steigt und dabei an Ritterrüstungen vorbeikommt: Sie sind zwar eindrucksvoll, stammen aber nicht aus dem Mittelalter. Oben lockt eine Aussichtsplattform mit grandiosem Blick. Original sind die in den Fels gehauenen Gänge am Fuße der Burg, die bei Kerzenschein besucht werden können und eine Ahnung vom “finsteren Mittelalter” geben.

9. Dahner Burgengruppe: Altdahn, Grafendahn, Tanstein

Ruine einer alten Burg auf einem Felsen, umgeben von grünen Bäumen und Hügeln im Hintergrund.
©Jürgen Humbert
Lage:Dahn
Must-Do:Umherstreifen
Errichtet:12./13. Jahrhundert

Auf diese Steine können Sie bauen: Das haben sich die Ritter des Pfälzer Waldes schon vor vielen Jahrhunderten gesagt. Zur Dahner Burgengruppe gehören deren drei: Die Ruinen Altdahn, Grafendahn und Tanstein grüßen schon von fern, sie stehen auf 200 m Länge aufgereiht wie riesige durchlöcherte Zähne.

Die Sandsteinfelsen sind von Durchgängen, Hohlräumen und Treppen durchzogen. In diesen Felsenburgen waren die Herren von Dahn und andere Rittergeschlechter zu Hause. Die Dahner Burgengruppe befindet sich etwas östlich des Ortes, von Dahn aus geht es die Schlossstraße entlang. Auch der Besuch der Ruine Neu-Dahn westlich des Ortes lohnt sich.

10. Luitpoldturm auf dem Weißenberg: Atemberaubende Aussicht

Lage:7 km von Merzalben
Must-Do:Aussicht genießen
Höhe:34,6 m

Einst war die Pfalz bayerisch, dort regierte um 1900 Prinzregent Luitpold. Im Jahre 1909 wurde ihm zu Ehren der Luitpoldturm bei Merzalben errichtet. Er steht auf dem 610 m hohen Weißenberg und wirkt mit seinem Mauerwerk aus Sandsteinblöcken und dem mittelalterlich anmutenden Erker ziemlich rustikal.

Zunächst steigt ihr auf einer Freitreppe nach oben, bevor es weitere 164 Stufen im Turminneren bis zur Aussichtsplattform auf 28,5 m Höhe hinauf geht. Bei guter Sicht seht ihr den höchsten Berg der Pfalz, den Donnersberg, den Kalmit, den Donon in den Vogesen und die Hornisgrinde im Schwarzwald.

Weitere Reisetipps in Rheinland-Pfalz

Schon gewusst? Der Pfälzerwald ist das ganze Jahr über eine Reise wert: Im Winter locken tief verschneite Märchenlandschaften zu Schneewanderungen, im Frühjahr blüht die bezaubernde Natur und im Sommer könnt ihr der Hitze der Ebenen entfliehen. Im Herbst erlebt ihr einen farbenfrohen Indian Summer und stimmungsvolle Weinfeste locken allerorten. Überall sind die Esskastanien reif und fallen von den Bäumen. Auf pfälzisch heißen sie “Keschte”, es gibt Keschdenfeste, Keschdekuche, Pfälzer Saumagen und andere zünftige kulinarische Genüsse. Der Pfälzerwald ist durch öffentliche Verkehrsmittel und Straßen gut erschlossen. Mancherorts jedoch müsst ihr lange Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad in Kauf nehmen. Aber deswegen fahrt ihr ja hin, oder?

Lage

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