Bangkok ist bekannt für seine goldenen Tempel, die Partystraße Khao San Road und die Wassertaxis. Beim Thema Märkte gibt es vornehmlich Nachtmärkte oder schwimmende Märkte. Besonders letztere sind eine echte Touristenattraktion, wobei es daher eher gemütlich zugeht, denn man treibt einfach in einem Boot auf dem Wasser. Spektakulärer wird es da auf dem berühmten Maeklong Railway Market, wo der Zug nur wenige Millimeter an der eigenen Nase vorbeifährt.

Der berühmte Maeklong Railway Market in Thailand

Eigentlich ist es ein typischer thailändischer Markt. Es gibt Früchte, Fisch und Sticky Rice. Bis dann irgendwann das Signal kommt und alle Händler anfangen, ihren Stand beiseite zu schieben – weil der Zug kommt. Denn der Maeklong Railway Markt in Samut Songkhram westlich von Bangkok befindet sicher direkt auf den Schienen, wo mehrmals am Tag ein Zug fährt. Dann heißt es, alles aus dem Weg räumen und Füße einziehen, denn dort ist es so eng, dass es nicht um Meter, sondern um Zentimeter geht.

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Instatipp: Wenn das Signal ertönt und die Menschen anfangen, die Stände aus dem Weg zu räumen, solltet ihr eure Kamera bereithalten, denn das beste Motiv bekommt ihr, wenn der Zug gerade einfährt.

Anreise nach Maeklong

In Bangkok kann man kaum eine Straße hinunterlaufen, ohne Taxifahrten angeboten zu bekommen. Trotzdem sollte das lieber unterlassen werden, da die Chance, zu viel zu bezahlen, sehr hoch ist. Stattdessen gibt es Agentur-Ausflüge zum Eisenbahnmarkt oder ihr fahrt einfach selbst mit dem Zug dorthin. Der Zug um 6:45 Uhr vom Bahnhof Wongwian Yai in Bangkok fährt direkt durch den Train Market. So bekommt ihr noch eine weitere, besondere Perspektive auf das Spektakel.

Es riecht streng nach Fisch

Es ist heiß unter den Zeltplanen, der Fisch riecht streng in der Mittagshitze und der Markt ist voll, sowohl mit Touristen als auch mit Einheimischen. Wenn dann das Signal ertönt, wird es hektisch, denn die Standbesitzer versuchen die Touristen so zu dirigieren, dass niemand bei der Durchfahrt einen Fuß verliert. Es gibt ein ziemliches Gedränge, weil natürlich jeder das beste Foto haben will. Ganz ohne Adrenalin geht das Erlebnis deshalb nicht vonstatten.

Achtung! Der Zug fährt ein

Nichtsdestotrotz ist es beeindruckend, wenn der Zug so nah an einem vorbeifährt, dass die Hitze der Maschine fast schon unerträglich ist. Auch macht man sich wahrscheinlich gar keinen Begriff von der Größe des Zuges, außer man steht direkt daneben und hält die Luft an, damit man nicht mit dem heißen Metall oder den Rädern in Berührung kommt. Nach wenigen Sekunden ist das Spektakel auch schon wieder vorbei. Direkt hinter dem Zug klappen die Marktstände wieder auf und Händler verkaufen ihre Ware, als wäre nix gewesen.

Über den Fahrplan informieren

Auch wenn mehrmals am Tag ein Zug fährt, ist es sicher zu empfehlen, sich vorher über die Fahrzeiten zu informieren, denn in diesem Markt möchte niemand Stunden verbringen, wenn es nicht unbedingt sein muss. Das liegt unter anderem an der Hitze, an der Menge der Menschen und an den Gerüchen von Fisch- und Fleischprodukten, die schon eine ganze Weile in der Sonne liegen. Für die Zeit des Wartens gibt es zur Not am eigentlichen Bahnhof aber auch Imbisse oder an den Gleisen kleine improvisierte Cafès mit frischem Mangosaft.

Fazit

Auch wenn die Videos auf Youtube schon spektakulär aussehen, es ist noch einmal ein ganz anderes Level, den Train Market, die Enge und die Hitze der Maschine selbst hautnah (also wirklich hautnah) zu erleben. Allerdings solltet ihr euch dabei auch bewusst sein, dass es sich um eine typische Touristenattraktion handelt. Soll heißen, es wird voll und eigentlich ist das ganze Event schnell vorbei, wohingegen die Anfahrt recht lange dauert. Aber eindrucksvoll ist der Train Market, keine Frage.

Lage

Praktische Links

Gut zu wissen

Gerade in Bangkok passiert es leicht, dass Touristen auf Taxifahrer und deren völlig überzogene Preis hereinfallen. Deswegen lautet mein Tipp – auch wenn ich üblicherweise kein Freund von organisierten Tagesausflügen bin – trotzdem zumindest zum Floating Market oder zum Train Market eine solche Reise zu buchen, damit ihr die Kostenkontrolle habt. Gerade beim Floating Market kommt nämlich noch ein Eintrittspreis hinzu. Alternativ könnt ihr es auch selbst mit den öffentlichen Verkehrsmitteln machen.

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