Hamburg hat so viel zu bieten – den Hafen, die Speicherstadt, den Kiez, die Landungsbrücken, Blankenese und das Treppenviertel, um nur ein paar zu nennen. Das Problem dabei, diese Sehenswürdigkeiten sind alle draußen und Hamburg ist nicht gerade dafür bekannt, dass dort ständig das beste Wetter herrschen würde. Zum Glück gibt es aber auch eine beliebte Alternative für Besucher in Hamburg, wenn mal wieder das berühmte Schietwedder herrscht. Das Miniatur Wunderland Hamburg. Lohnt es sich? Ich sag’s dir.

Lohnt sich ein Besuch im Miniatur Wunderland?

Das Miniatur Wunderland ist die größte Modelleisenbahnanlage der Welt und umfasst auf 1.499 Quadratmetern insgesamt 15,4 Kilometer Gleise und 1.040 digital gesteuerte Züge. In den verschiedenen Welten werden unter anderem Italien, die Schweiz, Amerika, Deutschland sowie die Fantasiestadt Knuffingen mit ihren 6.000 Einwohnern und ihrem eigenen Flughafen dargestellt. Insgesamt ist das Wunderland ein Zuhause für 263.000 Figuren. Das Miniatur Wunderland erfreut sich nach wie vor uneingeschränkter Beliebtheit, denn im Dezember 2016 betrat der 15 Millionste Besucher das Wunderland.

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Instatipp: Selfies am Flughafen kann jeder. Selfies an einem Miniflughafen sind da aber schon etwas anderes. Also einfach am Airport Knuffingen abwarten, bis mal wieder eine Maschien startet und dann ab damit auf Instagram.

Was gibt es Miniatur Wunderland zu sehen?

Hamburg im Kleinen und noch vieles mehr, zum Beispiel bekannte deutsche Orte und Sehenswürdigkeiten der Welt im Kleinformat. In jahrelanger Arbeit ist eine Minifassung der Welt entstanden – von Naturwundern bis zu technischen Meisterwerken. So gibt es im Miniatur Wunderland Hamburg eine Original-Nachbildung eines Flughafens. Ja, wirklich mit kleinen Flugzeugen, die starten und landen. Durch die vielen verschiedenen Szenen, die mit kleinen Figuren dargestellt werden kann man sich hier als Besucher stundenlang in diesen Mini-Welten verlieren.

Genau hinschauen lohnt sich

Wer das Miniatur Wunderland Hamburg zum ersten Mal betritt, fühlt sich völlig erschlagen. Dabei sind es besonders die kleinen Details, die ein gutes Auge erfordern, die unterhaltsam sind – und manchmal auch nicht jugendfrei. Wer also genauer hinschaut, sieht in der Bergwelt einen Wanderer, der von der Brücke pinkelt und ein Pärchen, das in einem Gebüsch Sex hat. In einem Fluss treibt auch eine Leiche und im Grand Canyon stehen Schneewittchen und die sieben Zwerge. Es lohnt sich auch, mal in unscheinbare Löcher hineinzuschauen, denn mit etwas Glück zeigen sich dort ein Drachenauge oder ein Einhorn.

Venedig ist die neue Attraktion

Ein neues Highlight seit Anfang des Jahre 2018 ist Venedig. Damit ist der Italien-Abschnitt im Miniatur Wunderland komplett fertig gestellt. Entstanden sind 280 Häuser und Brücken, auf den Kanälen liegen 150 Gondel, die in mühevoller Handarbeit verziert wurden. Noch nie wurde mit so viel Präzision im Miniatur Wunderland gearbeitet, sagen die Erbauer. Allein der berühmte Dogenpalast besteht aus rund 2.700 Einzelteile und zeigt, wie viele Liebe zum Detail in der Nachbildung steckt. Auch hier lohnt sich ein Blick in die schmalen Gassen und Innenhöfe, um mehr über das echte venezianische Leben zu erfahren.

Die größte Modelleisenbahn der Welt

Hauptbahnhof Hamburg
(c) Miniatur Wunderland Hamburg
Flughafen Knuffingen
(c) Miniatur Wunderland Hamburg
Venedig im Miniatur Wunderland
(c) Miniatur Wunderland Hamburg

Tickets, Führungen & Warteschlangen

Erwachsene zahlen im Miniatur Wunderland 15 Euro für den Eintritt, Kinder bis 15 Jahre zahlen die Hälfte. Kinder unter einem Meter haben freien Eintritt zu der berühmten Hamburger Sehenswürdigkeit. Wer möchte, kann auch eine Führung hinter den Kulissen mitmachen. Dies kostet für Erwachsene 15 Euro. Weitere Angebote sind ein nächtlicher Besuch des Miniatur Wunderlandes für 19,90 Euro oder „Große Pötte & Kleine Züge“. Dabei können Besucher eine Hafenrundfahrt durch den Hamburger Hafen und einen Besuch des Miniatur Wunderlandes miteinander verbinden. Mein Tipp: Tickets vorher online reservieren, um lange Wartezeiten zu vermeiden.

Lohnt sich das Miniatur Wunderland Hamburg?

Absolut. Wenn es draußen ohnehin in Strömen regnet, kalt, nass und ungemütlich ist, ist das Miniatur Wunderland Hamburg der perfekte Ort, um sich zu verlieren. Ich habe selbst erlebt, dass man dort in völlig andere Welten hineingezogen wird, sich über witzige Szenen und Details amüsiert, ewig vor einem Gebilde steht und immer wieder neue Aspekte entdeckt und dann später merkt, dass man mehrere Stunden im Miniatur Wunderland gewesen ist, obwohl es sich maximal wie eine halbe Stunde angefühlt hat.

Lage

Praktische Links

Gut zu wissen

Wer aus dem Minitatur Wunderland kommt, fühlt sich völlig erschöpft, erschlagen und hungrig. Gut, dass es in der Hafencity zahlreiche Möglichkeiten gibt, sich zu stärken. Aber wohin soll man gehen? Ich empfehle entweder das Bistro Carls mit köstlichen Flammkuchen mit Blick auf die Elbe und die vorbeifahrenden Hafenfähren oder Campus Suite mit gesunden Salaten, Wraps und gutem Kaffee und Kuchen. Nach dem langen Stehen im Miniatur Wunderland darf die Pause dann auch ruhig etwas länger sein.

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