Für alle, die ein entspanntes Reiseziel suchen und dabei Stadtfeeling mit viel Grün verbinden möchten, haben wir einen besonderen Reisetipp: Oldenburg in Niedersachsen. Die Stadt bietet nicht nur historische Sehenswürdigkeiten wie eine malerische Altstadt und ein Schloss. Dazu kommen auch interessante Orte in der Natur und für Outdoor-Fans Ausflugsziele mit Weitsicht und tollen Fotomotiven. Wir zeigen euch die schönsten Sehenswürdigkeiten in Oldenburg.
Top-Sehenswürdigkeiten in Oldenburg im Überblick
Oldenburg hat rund 176.600 Einwohner und liegt in Niedersachsen. Die Stadt liegt knapp 50 km westlich von Bremen und etwa 88 km von der Nordseeküste bei Neuharlingersiel bzw. von der ostfriesischen Küste entfernt. Oldenburg gilt als wunderbar entspannte Stadt, die eine Vielzahl von historischen sowie kulturellen Sehenswürdigkeiten mit viel Grün verbindet.
Eines der unübersehbaren Highlights der Stadt ist das Schloss mit seinem Schlossgarten, der als grünes Herz Oldenburgs gilt. Dazu kommt eine fotogene Altstadt mit dem Alten Rathaus und dem Lappan, dem Stadtwahrzeichen, einem markanten Turm, der einst als Glockenturm diente. Einen tollen Abschluss bietet der Traumblick vom Osternburger Utkiek, dem höchsten Punkt der Stadt.
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1. Oldenburger Schloss: Renaissance-Highlight der Stadt

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| Erbaut: | 17. Jhd. |
| Stil: | Renaissance |
| Must-See: | Museum im Inneren |
Das Oldenburger Schloss ist eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Oldenburgs. Es wurde unter Graf Anton Günther überwiegend zu Beginn des 17. Jahrhunderts im Renaissance-Stil erbaut. Spätere Nachfolger ließen den Bau erweitern.
In Räumen wie dem Marmorsaal oder dem Idyllen-Zimmer mit Werken von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein könnt ihr den einstigen Glanz erleben. Außerdem befindet sich im Inneren des Schlosses das Landesmuseum Kunst & Kultur Oldenburg, das euch durch mehrere Jahrhunderte Regionalgeschichte führt, mit Kunst, Möbeln und Alltagsobjekten vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert.
2. Schlossgarten Oldenburg: Grünes Herz der Stadt



| Angelegt: | ab 1814 |
| Must-See: | Rhododendren (Apr.-Juni) |
| Größe: | 16 ha |
Der Schlossgarten Oldenburg gilt als grüne Oase der Stadt und ist perfekt für eine Pause im Freien. Der rund 16 ha große Park liegt nur wenige Schritte vom Schloss entfernt und entstand ab 1814 unter Herzog Peter Friedrich Ludwig als englischer Landschaftsgarten. Dort erwarten euch zahlreiche Spazierwege, Wiesen und alter Baumbestand.
Besonders schön wird es im Frühjahr, wenn die historischen Rhododendren in voller Blüte stehen. Sie gehören zu den ältesten Rhododendronbeständen in Deutschland. Dazu kommen hübsche Bauwerke wie der Teepavillon oder das Hofgärtnerhaus.
3. St. Lamberti-Kirche: Höchstes Gebäude Oldenburgs


| Turmhöhe: | 86 m |
| Ursprung: | 12. Jhd. |
| Must-See: | Rotunde |
Die St.-Lamberti-Kirche ist mit ihrem 86 m hohen Turm (nicht für Besucher geöffnet!) das höchste Bauwerk Oldenburgs und erhebt sich am Rathausmarkt. Ihre Geschichte reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück. Von außen wirkt sie wie eine klassische neugotische Hallenkirche mit Backsteinfassade.
Ursprünglich als romanische Saalkirche errichtet, wurde sie später mehrfach umgebaut. Im Inneren erwartet euch eine Rotunde, was diese Kirche zu einer von nur fünf Rundkirchen in ganz Deutschland macht. Jeden Samstag um 11 Uhr gibt es eine Führung.
4. Altes Rathaus: Architektonischer Hingucker am Rathausmarkt

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| Erbaut: | 1888 |
| Besonderheit: | dreieckiger Grundriss |
| Must-Do: | Glockenspiel hören |
Das Alte Rathaus in Oldenburg ist ein architektonisches Highlight am Rathausmarkt und Sitz des Oberbürgermeisters. Bereits 1355 stand dort das erste Rathaus, seine heutige Form erhielt der Bau jedoch erst 1888. Stilistisch verbindet er Elemente der Neugotik und Neorenaissance.
Auffällig ist bis heute der dreieckige Grundriss, der durch den begrenzten Bauplatz bedingt ist. Im Inneren lohnt sich ein Blick in den historischen Rathaussaal mit Wandgemälden von Friedrich Wilhelm Adels und seinem Sohn Heinrich. Außen erklingt mehrmals täglich das Glockenspiel, das sich etwas verborgen gegenüber dem Degodehaus befindet.
5. Lappan: Oldenburgs bekanntestes Wahrzeichen


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| Ursprung: | 1351 |
| Turm erbaut: | 1467/68 |
| Turmhöhe: | 35 m |
Oldenburgs Lappan ist eines der bekanntesten Stadtwahrzeichen und zugleich das älteste mittelalterliche Gebäude der Stadt. Seine Ursprünge reichen bis ins 14. Jahrhundert zurück, als dort ein 1351 erstmals erwähntes Armen- und Pflegehaus mit Kapelle entstand. Der markante Backsteinturm wurde 1467/68 ergänzt und prägt bis heute das Stadtbild am Rand der Innenstadt.
Der 35 m hohe Turm (nicht zu besteigen) war zudem der erste Kirchturm Oldenburgs. Nach der Reformation wurde das Gebäude weltlich genutzt und später restauriert. Die Glocke im Turm stammt aus dem Jahr 1731.
6. Hafen Oldenburg: Hotspot am Wasser

| Must-See: | Eisenbahn-Rollklappbrücke |
| Must-Do: | Einkehr Café / Restaurant |
| Funktion: | wichtiger Umschlagshafen |
Der Oldenburger Hafen verbindet die Hunte (einen Nebenfluss der Weser) mit dem Küstenkanal und galt schon im 14. Jahrhundert als Umschlagplatz für Waren, die im See- und Binnenverkehr transportiert wurden. Heute zählt er mit rund 1,1 Mio. Tonnen Umschlag jährlich zu den wichtigsten Binnenhäfen Niedersachsens. Neben Frachtschiffen ankern dort auch Ausflugs- und Freizeitschiffe.
Besonders schön ist die Hafenpromenade, wo man bummeln oder einkehren kann. Zahlreiche Cafés und Restaurants säumen das Wasser, während der alte Hafenkran an frühere Zeiten erinnert. Ein besonderes Highlight ist die denkmalgeschützte Eisenbahn-Rollklappbrücke über die Hunte.
7. Botanischer Garten Oldenburg: Eine der schönsten grünen Attraktionen der Stadt

| Gegründet: | 1882 |
| Größe: | 3,5 ha |
| Must-See: | Hobbit-Haus |
Der Botanische Garten Oldenburg ist eine ruhige, grüne Oase und zugleich eine besondere wissenschaftliche Einrichtung. 1882 wurde er ursprünglich als Seminargarten für die Lehrerausbildung gegründet und gehört heute zur Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Forschung und Lehre stehen weiterhin im Mittelpunkt, etwa bei Projekten zur Pflanzenvielfalt oder zur Züchtung neuer Grünkohlsorten.
Auf rund 3,5 ha wachsen mehr als 7.000 Pflanzenarten aus verschiedenen Klimazonen, außerdem leben dort Tiere wie Störche und Schildkröten. Interessant sind unter anderem Bereiche wie der Arzneigarten, das Tropenhaus oder das Alpinum. Zudem finden regelmäßig Themenführungen statt.
8. Oldenburgisches Staatstheater: Kultureller Anker der Stadt


| Errichtet: | 1893 |
| Stil: | Neubarock |
| Must-Do: | Opernbesuch |
Das Oldenburgische Staatstheater gehört zu den wichtigsten Kulturadressen der Stadt. In seiner heutigen neobarocken Form entstand es 1893, nachdem der vorherige Renaissancebau 1891 abgebrannt war. Das Gebäude ist mit seiner großen Kuppel und einem antiken Säulenvorbau ein Hingucker und ein tolles Fotomotiv.
Im Großen Haus könnt ihr unter anderem eindrucksvoll inszenierte Opern, Ballette und Konzerte in prunkvollem Ambiente erleben. Im Kleinen Haus daneben wird Schauspiel geboten, teils auch auf Plattdeutsch. Zum Staatstheater gehört außerdem die „Exhalle“ am Pferdemarkt, eine Außenspielstätte für zum Beispiel gesellschaftspolitische Produktionen.
9. Pulverturm am Schlosswall: Historisches Highlight Oldenburgs


| Errichtet: | 1529 |
| Höhe: | 8 m |
| Must-See: | Ausstellung |
Der Pulverturm am Schlosswall ist das letzte Überbleibsel der ehemaligen Stadtbefestigung Oldenburgs. Der massive, 8 m hohe Backsteinbau wurde 1529 unter Graf Anton I. von Oldenburg als Teil des Schutzwalls errichtet. Mit seinen bis zu 1,60 m dicken Mauern diente er bis 1765 als Pulvermagazin, später als Vorratslager.
Heute ist der Turm denkmalgeschützt und wird kulturell genutzt. Dort könnt ihr Ausstellungen wie die bekannte Ausstellungsreihe „Keramik im Pulverturm“ bewundern, die jungen Kunstschaffenden Raum für innovative Arbeiten bietet. Der Pulverturm ist freitagnachmittags und an Wochenenden ganztägig geöffnet.
10. Degodehaus: Eines der ältesten Gebäude Oldenburgs


| Errichtet: | 1502 |
| Stil: | Fachwerkhaus |
| Must-See: | Deckengemälde |
Das Degodehaus zählt nicht nur zu den ältesten Gebäuden Oldenburgs, es gilt auch als das einzige repräsentative Fachwerkhaus, das den großen Stadtbrand von 1676 überstand. Das sogenannte „spätmittelalterliche Wohndielenhaus“ wurde 1502 errichtet, wie eine Datierung am Giebel verrät.
Seinen heutigen Namen erhielt es im 19. Jahrhundert durch den Kaufmann Dietrich Wilhelm Degode, der dort eine Kolonialwarenhandlung mit Kaffeerösterei betrieb. Besonders sehenswert ist das historische Deckengemälde von 1645 im Inneren, das die damals bekannten Erdteile zeigt. Es war lange verborgen, wurde aber 1992 wieder freigelegt und restauriert.
11. Prinzenpalais: Hotspot zu Kultur und Architektur


| Errichtet: | 1821-1826 |
| Museum seit: | 2003 |
| Schwerpunkt: | Werke v. J.H.W. Tischbein |
Das Prinzenpalais Oldenburg ist ein über drei Häuser verteiltes Museum. Das klassizistische Gebäude entstand zwischen 1821 und 1826 ursprünglich als Wohnsitz für die Enkel von Herzog Peter Friedrich Ludwig. Später lebte dort Großherzog Nikolaus Friedrich Peter, ehe das Palais im Laufe der Jahre unter anderem als Lazarett, Schule und Behörde genutzt wurde.
2003 eröffnete das Prinzenpalais als Museum. Der Schwerpunkt des Landesmuseums Kunst & Kultur Oldenburg mit seiner Galerie Neue Meister liegt auf den Werken des Künstlers Johann Heinrich Wilhelm Tischbein aus dem 19. Jahrhundert.
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Schon gewusst? Oldenburg ist nicht nur mit dem Auto gut erreichbar, sondern auch mit der Bahn, unter anderem in knapp 30 Minuten ab Bremen. Viele Sehenswürdigkeiten Oldenburgs liegen nah beieinander und lassen sich bequem zu Fuß erkunden. Besonders rund um Schloss, Rathausmarkt, Lappan und Hafen kommt ihr schnell von einem Highlight zum nächsten. Für längere Strecken, zum Beispiel zum südöstlich des Zentrums gelegenen Osternburger Utkiek, bietet die Stadt ein gut ausgebautes Netz aus Bussen und Radwegen.
Zudem gilt Oldenburg als eine der fahrradfreundlichsten Städte Deutschlands, mit angeblich mehr Fahrrädern als Einwohnern. Laut aktuellen Recherchen wurde das öffentliche Fahrradverleihsystem Oli-Bike 2026 eingestellt, aber ihr könnt andernorts ein Fahrrad mieten, unter anderem bei ListNRide am Schlossplatz. Darüber hinaus bietet es sich an, eine der tollen Fahrradrouten rund um Oldenburg zu erkunden.
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