Leckeres Essen, eine lange Geschichte, super Wetter und unzählige Badebuchten. Kreta in Griechenland ist seit Jahren ein beliebtes Reiseziel für den Sommerurlaub: egal, ob zum Wandern, Sonnenbaden oder Wandeln auf historischen Pfaden. Doch bei der Vielzahl an Sehenswürdigkeiten fällt die Auswahl nicht ganz leicht. Wir zeigen euch interessante Orte und Ausflugsziele auf der wunderschönen Insel Kreta.

Die besten Sehenswürdigkeiten auf Kreta im Überblick

Im Mittelmeer, knapp 100 Kilometer vom Festland entfernt, liegt die mit einer Fläche von 8.261 Quadratkilometern größte Insel Griechenlands. Kreta ist außerdem mit knapp 300 Sonnentagen im Jahr eine der sonnigsten Inseln der Region. Nach Mallorca ist sie die beliebteste Ferieninsel der Deutschen. Reisende finden hier beeindruckende Naturmomente wie die Samaria-Schlucht und den Aba-Wasserfall. Für Kulturinteressierte gibt es das archäologische Museum Heraklion. Wer gerne flaniert, wird aber auch in kleinen Fischerdörfern oder dem venezianischen Hafen von Chania auf seine Kosten kommen. Im Süden Kretas finden Reisende noch eine angenehm ursprüngliche und verschlafene Atmosphäre, wo die Zeit stehengeblieben zu sein scheint.

#griechenland 

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1. Elafonisi: Der schönste Strand auf Kreta

© millaf – Elafonisi auf Kreta, Griechenland
Aktivität:Baden
Must-Do:Spaziergang zur
Insel Elafonisi
Beste Reisezeit:März bis Oktober

Eine weite Bucht mit klarem, blauem Wasser und ein Strand, der ganz sanft abfällt. Der rosa Sand strahlt in der Sonne. Moment, rosa? Ja, ganz recht, denn der Strand von Elafonisi ist einer der schönsten Strände auf Kreta. Er liegt 76 Kilometer südwestlich von Chania und ist ein beliebtes Ausflugsziel.

Da das Wasser so flach ist, können Besucher bis zu der vorgelagerten Insel Elafonisi mit seinem Naturschutzgebiet laufen. Achtung: Die Parkplatzsuche am Strand kann in der Hochsaison eine Herausforderung werden.

#strand

2. Samaria Gorge: Eine der längsten Schluchten Europas

Die Samaria Schlucht auf Kreta in Griechenland ©proslgn
Aktivität:Wandern
Länge:16 km
Beste Reisezeit:Frühjahr und Herbst

Was aussieht wie einer der beeindruckenden Nationalparks in den USA, ist die Samaria-Schlucht. Sie befindet sich im Südwesten der Insel und ist mit einer Länge von 17 Kilometern eine der längsten Schluchten Europas. Die Felswände erreichen an manchen Stellen eine Höhe von 600 Metern.

Die Schlucht kann von den Bergen bis zum Meer durchwandert werden. Allerdings ist hier dringend empfohlen, früh am Morgen loszugehen, denn die Sonne brennt gnadenlos. Außerdem solltet ihr festes Schuhwerk dabei haben. Hier und da kann es durchaus rutschig sein. Am Ende der Schlucht geht es dann weiter mit der Fähre.

#wandern

3. Chania: Historischer, venezianischer Hafen

© proslgn – Chania auf Kreta

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Aktivität:Städtetrip
Must-SeeLeuchtturm
Beste Reisezeit:ganzjährig

Kleine Boote schaukeln auf den Wellen, Fischer dösen im Schatten, in kleinen Tavernen wird frischer Fang gegrillt. Chania ist das Ebenbild dessen, wie Reisende sich Griechenland vorstellen. Der historische Hafen stammt aus der Zeit um 1320 und zeigt typische Merkmale der venezianischen und türkischen Periode. Selbst ein ägyptischer Leuchtturm ist dort zu finden.

Gerade in den Abendstunden ist die Uferpromenade mit den vielen Lichtern ein perfektes Fotomotiv. Wer dort länger verweilen möchte, kann in einem der historischen Gebäude übernachten, von denen viele zu Hotels umgebaut wurden.

4. Psiloritis: Wandern an einem der Geburtsorte von Zeus

©gatsi – Das Psiloritis-Massiv auf Kreta
Aktivität:Wandern
Must-Do:Foto auf dem Gipfel
Timios Stavros
Beste Reisezeit:Frühjahr und Herbst

Diese Sehenswürdigkeit auf Kreta können Reisende eigentlich gar nicht übersehen, denn bei Psiloritis handelt es sich um ein Bergmassiv mit einer Maximalhöhe von 2.456 Metern. Rundherum befinden sich noch weitere Gipfel mit einer Höhe von rund 2.200 Metern.

Der Berg, der sich in der Inselmitte befindet, wird in der griechischen Mythologie als einer der Geburtsorte von Göttervater Zeus genannt. Diese Idäische Grotte ist auch ein beliebtes Wanderziel. Sportliche steigen hinauf bis zum Timios Stavros, dem Dach von Kreta, wo sie in steinernen Schutzräumen in der Bauweise von Schäferhütten übernachten können.

#wandern

5. Gramvousa-Inseln: Spektakuläres Archipel vor Kreta

© Balate Dorin – Gramvousa und die Balos Lagune
Anfahrt:Fähre ab Kissamos
ca. 1 Stunde
Must-Do:Baden in der
Balos Lagune
Beste Reisezeit:März bis Oktober

Diese Gruppe von Felseninseln liegt vor der Nordwestküste Kretas und ist berühmt für ihr türkisfarbenes Wasser. Auf der südlichen Imeri Gramvousa Insel befindet sich außerdem eine mittelalterliche Festung, die einen herrlichen Panoramablick über das Meer und die umliegenden Inseln bietet.

Besonders bemerkenswert sind auch die Unterwasserhöhlen der Inseln, wo Seehunde ihre Jungen zur Welt bringen. Wer feinen Sand und leuchtendes Wasser sucht, dem sei die Balos Lagune empfohlen. Sie zählt für uns zu den Top-Sehenswürdigkeiten in Griechenland. Am besten sind die Gramvousa-Inseln mit der Fähre ab Kissamos zu erreichen.

#strand

6. Richtis-Schlucht: Wanderung durch das wilde Kreta

Aktivität:Wandern
Must-Do:Foto am Wasserfall
Länge:6 km

Im Ostteil der Insel erwartet Natur- und Wanderfans ein Gebiet, das an Forschungsexpeditionen denken lässt. Wildes Unterholz, hohe Felsen, Wasserfälle. Die Richtis-Gorge kann im Rahmen einer 6 Kilometer langen Wanderung durchquert werden, wobei knapp 350 Höhenmeter überwunden werden müssen. An manchen Stellen muss auch ein bisschen geklettert werden.

Insgesamt sollten für die Tour rund 6 Stunden eingeplant werden. Sie führt vorbei an einem Wasserfall, der knapp 30 Meter in die Tiefe stürzt und endet an einem verlassenen Strand einer kleinen Bucht.

#wandern

7. Museum Heraklion: Bedeutsame Antiken-Sammlung

© tuulijumala – Mit einem Kombiticket (20 €) könnt ihr auch die nahegelegene Knossos Ruine auf Kreta besuchen.
Aktivität:Sightseeing
Eintritt:November bis März: 6 €
April bis Oktober: 12 €
(Kinder: 6 €)
Länge:6 km

Wer eine Pause von der Sonne braucht und sich für Geschichte interessiert, der ist im archäologischen Museum in Heraklion genau richtig. Die Sammlung gilt nämlich – neben dem Nationalmuseum in Athen – als bedeutendste Antiken-Sammlung Griechenlands sowie eine der wichtigsten in Europa.

Die Exponate reichen in eine Zeit von bis zu 7.000 Jahren vor Christus zurück. Aber nicht nur die Ausstellungen, sondern auch das Gebäude sind einen Blick wert, denn dabei handelt es sich ein wichtiges Beispiel des griechischen modernen Stils des Architekten Patroklos Karantinos.

#sehenswürdigkeiten

8. Preveli Beach: Palmenstrand und wunderschöne Oase Kretas

© Lucian Bolca – Preveli Beach Kreta, Griechenland

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Aktivität:Baden
Must-Do:Schnorcheln
Beste Reisezeit:März bis Oktober

An diesem Ort scheinen sich alle spektakulären Naturschauspiele zu vereinen. Braune Hügel, die in den Himmel ragen, grüne Bewaldung, Kiesstrand, blaues Wasser und ein grüner Fluss, der aus dem Inland heranfließt. Der 35 Kilometer südlich von Rethymnon und 10 Kilometer östlich von Plakias an der Südküste von Kreta gelegene Preveli Strand ist wirklich so beeindruckend, wie er klingt.

Für den Abstieg zum Strand solltet unbedingt ihr auf FlipFlops verzichten und auf feste Schuhe setzen. Eine Abkühlung bekommt ihr durch eine tolle Schnorchelrunde im klaren, flachen Wasser.

#strand

9. Pefki-Schlucht: Einsame Wanderung durch spektakuläre Felsen

Aktivität:Wandern
Must-Do:Schnorcheln
Beste Reisezeit:Frühjahr und Herbst

Hier ist der Name Programm, denn Pefki bedeutet Kiefern. Hier gehen Wanderer durch eine üppige Vegetation von Oliven- und Kieferhainen in die hübsche kleine Schlucht, die knapp 4,5 Kilometer lang ist. Die Tour ist in gut 2 Stunden zu schaffen und Teil des Europäischen Fernwanderweges E4.

Besonders beeindruckend sind die weißen Felsformationen, die eine Höhe von bis zu 100 Metern erreichen. Wer Glück hat, kann die örtlichen Ziegen dabei beobachten, wie sie sich halsbrecherisch die steilen Felswände hinunterbewegen. 

#wandern

10. Aba-Wasserfall: Spektakulärer Wasserfall in den Asterousia-Bergen

Aktivität:Wandern
Anfahrtstipp: Achtet auf die
Hinweisschilder “Waterfall”
Beste Reisezeit:Frühjahr und Herbst

Im Süden der Insel, in den Asterousia-Bergen, liegt der 145 Meter hohe Aba-Wasserfall. Er zählt zu den 10 größten Wasserfällen Griechenlands und stürzt über mehrere Etappen in die Tiefe. In den Sommermonaten ist er allerdings meistens nicht zu sehen.

Wer der Ambas-Schlucht, in der sich der Aba-Wasserfall befindet, weiter folgt, wird am Ende an einem kleinen Strand ankommen. Wer sich die Wanderung nicht zutraut, kann aber auch einfach den spektakulären Blick von der Straße aus genießen, die oberhalb in der Nähe des Ortes Paranymfi verläuft. 

Weitere Reisetipps

Schon gewusst? Wer neben Kreta auch noch eine andere Insel erkunden möchte, hat es in der Hochsaison sehr einfach, denn dann gibt es fast täglich eine Fährverbindung auf die südlichste Insel Europas, die kleine bewohnte Insel Gavdos. Züge gibt es auf Kreta übrigens nicht. Die Insel kann aber per Mietwagen oder dem örtlichen Busunternehmen erkundet werden.

Lage

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