Mit dem Mountainbike in den Alpen unterwegs zu sein ist immer ein ganz besonderes Erlebnis: Tolle Aussichten, spannende Landschaften und kulinarische Abwechslung neben dem Abenteuer. Ich war im Herbst in Serfaus-Fiss-Ladis unterwegs, um dort die Trails und den Bikepark auszuprobieren. In diesem Artikel schildere ich meine Erfahrung während der „Golden Rides“ und verrate euch, ob es sich lohnt, das Bike-Angebot in Serfaus-Fiss-Ladis zu testen.

Mountainbiken in Serfaus-Fiss-Ladis im Herbst

In der Früh braucht die Sonne mehr Kraft, um sich ihren Weg durch den morgendlichen Nebel zu bahnen und auch die Vögel werden schon ein klein wenig später wach. Tagsüber ist es warm, aber ich weiß, dass es am Abend schon empfindlich kühl werden wird – denn der Herbst ist da, auch in Serfaus-Fiss-Ladis. Aber für mich bedeutet das heute zuerst einmal eine wunderschöne Aussicht auf bunte Blätter, sich wandelnde Wälder und die Natur, die den Sommer allmählich verabschiedet hat.

Eine ganz besondere Atmosphäre, die mich die Kraft und gleichzeitig den stetigen Wandel der Alpenwelt begreifen lässt. Und wie könnte ich es besser erleben, als mit dem frischen Bergwind im Gesicht und profilstarken Reifen unter mir.

Lässiges Einfahren am Morgen

Routen:200 km
Höhenmeter:1.200 m
Längster Trail:8,7 km
Schwierigkeit:alle Levels
Beste Jahreszeit:Herbst

Die Sonne steht noch gar nicht einmal hoch am Himmel, da sind wir schon nach der Fahrt mit der Waldbahn aus Fiss auf dem ersten Singletrail. Ein paar kleine Sprünge zum Aufwärmen, ein paar Kehren – eben lässiges Einfahren am Morgen.

Danach über asphaltierte Straße hinunter nach Serfaus zur Alpkopfbahn. Für mich übrigens eine Premiere, denn ich war noch nicht einmal im Winter in Serfaus zum Skifahren – und jetzt bin ich im Herbst zum Mountainbiken da.

Mittlerweile bin ich wach und habe Bock auf Vollgas, weite Sprünge und mentale Herausforderungen. Der Alpkopftrail, der unser Einstieg in den Tag gewesen ist, ist übrigens ein grüner Pfad, der also auch für Familien oder Einsteiger geeignet ist. Durch den Wald und vorbei an Weidevieh arbeiten wir uns wieder nach unten.

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Downhill-Hotspot und Trail-Paradies für Familien! Jetzt im Herbst gibt es ein spezielles Bikeprogramm in Serfaus-Fiss-Ladis.


Hier zeigt sich das Familienparadies

Wieder auf knapp 2.350 Meter angekommen, sehe ich, warum die Region Serfaus-Fiss-Ladis als Familienparadies gilt. Das reiche Angebot wird gerne genutzt und viele Wanderer sind, auch mit Kindern, unterwegs. Das beeindruckt mich, obwohl ich selbst noch kein Familienvater bin.

Mountainbiker sehe ich allerdings weniger, jetzt am Ende der Saison – aber das macht die Trails für mich besonders attraktiv, denn jetzt habe ich Zeit und Platz mich auszutoben und mein Bike voll auszufahren.

Wir treffen unseren Guide Jenny, die mir erklärt, warum die Trails besonders im Herbst lohnenswert sind – denn hier fährt man durch die Ruhe der Natur. Jennys Favorit ist der Frommestrail, denn der sei schön flowig, es sind ein paar Sprünge dabei und er bietet einen traumhaften Blick auf zwei Seen.

Der Frommestrail: eine unglaubliche Erfahrung

Was soll ich sagen: Jenny hat auch wirklich nicht zu viel versprochen, denn der Frommestrail hat einfach alles, was ein perfekter Singletrail für Mountainbiker braucht. Der Trail ist angenehm anspruchsvoll, es gibt Sprünge und die Sicht über die beiden Seen ist einfach der Wahnsinn.

Einige begeistert laute Yeahs kann ich mir bei voller Fahrt einfach nicht verkneifen. Auf dem letzten Teilstück wartet dann ein Downhill-Abschnitt über Wurzeln, der dem Ganzen nochmal eins draufsetzt.

Unten angekommen bin ich einfach völlig hin und weg von diesem letzten Trail, der unseren Mountainbike-Tag komplett gemacht hat. Allein diese Strecke ist ein echtes Qualitätsmerkmal, um nach Serfaus-Fiss-Ladis zu kommen.

Fazit

Am Ende vom Tag habe ich 100 Höhenmeter aufwärts, 2700 Höhenmeter abwärts und 30 Kilometer Strecke zurückgelegt – das bedeutet, ich habe alle Singletrails in Serfaus-Fiss-Ladis abgefahren, die ich mir vorgenommen hatte.

Ich kann nur sagen, dass wir wirklich den perfekten Tag erwischt haben. Besonders in Sachen Wetter hätten wir es uns kaum besser wünschen können. Meine drei Favoriten waren sicher der Högtrail, der flowig durch den Wald verläuft, der Zirbentrail mit seinem angenehmen Wechsel zwischen Wald und Weide und der Frommestrail, der für mich einfach unbeschreiblich ist.

Auf den Trails war insgesamt wenig los, so dass wir in Ruhe fahren und die Strecken, aber auch die Natur wirklich würdigen konnten. Wer also keine Lust auf Stress auf den MTB-Trails hat, weil von hinten entweder jemand drängelt oder vorne jemand bremst, für den sind die Trails in Serfaus-Fiss-Ladis im Herbst eine echte Alternative – sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene.

Gut zu wissen

Die Infrastruktur in Serfaus-Fiss-Ladis ist perfekt auf den Mountainbike Einsteiger bis Profi ausgerichtet. Das beginnt mit Mountainbike-freundlichen Unterkünften, die einen extra Bikeraum inkl. Werkzeug aufweisen; geht über bis zu den Sportgeschäften, die ein großes Angebot an MTB-Equipment anbieten und endet beim Streckenangebot der Region.

Im Bikeshop am Bikepark Serfaus-Fiss-Ladis könne auch alle Arten von Mountainbikes ausgeliehen werden – auch für die Kids sind dort Bikes verfügbar. Ebenso sind Protektoren, Jerseys und alles weitere zu mieten.

Ein Vorteil: Die Bikeschule hat auch ihr Büro im Shop. Das heißt, dass Biker auch direkt einen Guide für ihre ersten Schritte auf dem Mountainbike buchen können oder einen Experten für den Bikepark, um dich als Profi durch die Region zu führen.

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