Notre-Dame de la Garde: Basilika hoch über Marseille

Majestätisch thront die Basilika Notre-Dame de la Garde auf dem Hügel über Marseille – wie eine schützende Mutter, die Stadt und Meer zugleich im Blick behält. Der Wind trägt den salzigen Duft des Mittelmeers herauf, Möwen kreisen um den markanten Glockenturm, und die goldene Marienstatue glänzt im Licht der Sonne Südfrankreichs. Bevor ich mir das Innere der Wallfahrtskirche anschaue, genieße ich den tollen Ausblick – einmal über die Stadt bis hin zu den Klippen der Calanques.

Lohnt sich der Besuch der Notre-Dame de la Garde?

Die Notre-Dame de la Garde ist das unbestrittene Wahrzeichen von Marseille. „La Bonne Mère“, wie sie die Marseiller liebevoll nennen, thront auf einem 161 Meter hohen Felsplateau über der Stadt und hat auch eine symbolische Bedeutung. Schon seit dem Mittelalter gilt der Hügel „La Garde“ als heiliger Ort: Bereits 1214 wurde hier eine kleine Kapelle errichtet, die bald als Schutzort für Fischer und Seeleute diente.

Die heutige Basilika entstand zwischen 1853 und 1864 im Stil der Neu-Byzantinik nach dem Entwurf des Architekten Henri-Jacques Espérandieu – auffällig sind die gestreiften Fassaden, das prachtvolle Mosaikinnere sowie die goldene Marienstatue auf dem Glockenturm, die hoch über Marseille wacht. Auch heute pilgern jährlich zwei Millionen Menschen hierher – sei es aus religiösem Anlass oder einfach wegen des spektakulären Ausblicks: Von hier hat man einen 360-Grad-Blick auf Marseille.

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Fototipp: Die besten Aufnahmen gelingen am späten Nachmittag, wenn das Sonnenlicht die goldene Marienstatue besonders eindrucksvoll zum Strahlen bringt. Und natürlich kann man von hier oben auch perfekte Panoramafotos über Stadt, Hafen und die vorgelagerte Île d’If machen.

Anreise zur Basilika Notre-Dame de la Garde

Erbaut:1853 bis 1864
Anreise:Spaziergang/ÖPNV
Öffnungszeiten:9 bis 17 Uhr
Einkehrtipp:„Maison Vauban“
Must-See:360-Grad-Blick auf der Terasse

Der Hauptbahnhof Saint-Charles liegt zentral in Marseille – von hier aus lässt sich die Basilika sowohl zu Fuß als auch mit dem Bus gut erreichen. Wer gerne läuft, kann den etwa einstündigen Spaziergang wagen: zuerst durch das bunte Viertel Belsunce, vorbei an Cafés und kleinen Geschäften, dann am alten Hafen entlang.

Der lohnenswerte Weg führt schließlich zur Rue du Bois Sacré, an deren Ende der steile Aufstieg beginnt. Alternativ empfiehlt sich erst die Metro M1 zum Hafen und dann die Buslinie 60, die direkt vom Vieux-Port hinauffährt.

Hoch über den Dächern von Marseille

Zwei Tage verbringe ich in der Stadt, bevor ich zur Basilika Notre-Dame de la Garde hinaufwandere. Immer wieder blicke ich ehrfürchtig nach oben – die „Bonne Mère“ thront wie eine Wächterin auf dem höchsten Punkt Marseilles, 162 Meter über dem Meer. Der Weg hinauf wirkt fast wie eine kleine Pilgerreise. Touristen, Einheimische, Pilger – alle wollen hier hoch.

Die Basilika mit der grün-weiß gestreiften Fassade ist ein neugotisches Meisterwerk. Besonders beeindruckend finde ich die goldene Marienstatue auf dem Turm mit dem kleinen Jesuskind im Arm. Die Menschen hier oben sind andächtig. Manche zücken ihre Handys, andere zünden Kerzen an. Aber niemand bleibt unberührt.

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Mosaik aus Glaube und Geschichte

Das Innere der Basilika ist eine wahre Farbenpracht. Goldene Mosaike, tiefblaue Decken, marmorne Bögen – alles scheint von Licht durchdrungen. Besonders berührend sind die vielen kleinen Schiffsmodelle, die von der Decke hängen. Sie symbolisieren das Vertrauen der Fischer in die „Gute Mutter“. Auch die Wände sind voller Votivgaben: Tafeln, Fotos und Dankesbotschaften von Gläubigen, die hier Trost oder ein Wunder erlebt haben.

Sie erzählen vom Alltag der Menschen, von Stürmen über dem Meer, von geretteten Leben, erfüllten Hoffnungen. Viele Matrosen kommen noch heute her, um ihre Reisen unter den Schutz der „Bonne Mère“ zu stellen. Angrenzend an Notre-Dame de la Garde befindet sich außerdem ein Museum mit über 2000 Objekten, Dokumenten und Fotos zur Geschichte der Basilika. Darüber hinaus werden hier wechselnde Ausstellungen gezeigt.

Atemberaubende Aussicht bis zu den Calanques

Ein genauso tolles Schauspiel erwartet mich draußen: Der Ausblick von der Terrasse der Basilika ist spektakulär. In alle Richtungen reicht der Blick – vom alten Hafen bis zum modernen Hochhausquartier Euroméditerranée, vom Fußballstadion des Olympique de Marseille bis zur fernen Küstenlinie der Calanques. Ich sehe winzige Segelboote auf dem glitzernden Meer, Möwen kreisen über den Dächern, das Licht tanzt auf den roten Ziegeln der Stadt.

Besonders eindrucksvoll ist die Sicht auf die Îles du Frioul mit dem Château d’If – berühmt aus dem Roman Der Graf von Monte Christo. Je nach Tageszeit verändert sich die Lichtstimmung: Mal strahlt das Meer türkisblau, mal glühen die Dächer Marseilles im Abendlicht. Spätestens jetzt habe ich mich in Marseille verliebt.

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Fazit

Ob gläubig oder nicht – die Basilika Notre-Dame de la Garde ist ein Pflichtbesuch bei jedem Marseille-Trip. Hier verbinden sich Architektur, Spiritualität, Kunst und ein fantastischer Ausblick. Der Besuch lohnt sich zu jeder Tageszeit – morgens für die Klarheit des Lichts, abends für die Magie des Sonnenuntergangs. Marseille hat viele Gesichter – von hier oben sieht man sie alle!

Wer nach dem Besuch der Wallfahrtskirche noch Zeit hat, kann ein wenig durch das Quartier Vauban spazieren – hier gibt es kleine Cafés, kreative Boutiquen und authentischen Stadtflair. Oder aber ihr macht einen Spaziergang entlang des Hafens und dann zur Corniche – dort warten versteckte Buchten und Restaurants direkt am Mittelmeer.

Lage

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