Zu allen Seiten ragen namhafte Gipfel auf: Zugspitze, Alpspitze, Karwendelspitze, Hoher Fricken und sogar bis nach München reicht der Blick. Die Aussicht am Wank oberhalb von Garmisch-Partenkirchen ist phänomenal und könnte kaum besser sein! Allein für den fantastischen Ausblick lohnt sich die Auffahrt mit der urigen Wankbahn. Und wer hätte an dieser Stelle ahnen können, dass die Tour vom Wank-Gipfel bis zur Esterbergalm sogar noch besser wird?
Lohnt sich die Panorama-Wanderung am Wank?





Der Wank in Garmisch-Partenkirchen gilt für mich als einer der schönsten Aussichtsberge in ganz Deutschland. Von unten wirkt der Berg im Vergleich zu Zugspitze eher unscheinbar. Man kann nur schwer erahnen, was uns auf der Tour erwarten wird. Normalerweise müsste man auch etliche Höhenmeter meistern, um es herauszufinden. Doch bei dieser Wanderung lassen wir uns ganz bequem mit der Wankbahn hinaufgondeln.
Oben angekommen, erwartet uns eine super aussichtsreiche Rundtour, die über den Roßwank stetig bergab führt und sensationelle Ausblicke bereit hält. Wenn ihr die Wanderung bis zur Esterbergalm durchzieht, werdet ihr auch noch kulinarisch belohnt. Denn der Bio-Bergbauernhof punktet mit hausgemachten Köstlichkeiten aus der Bayerischen und Tiroler Küche.
Fototipp: Vom Roßwank eröffnet sich das beste Panorama aufs Wettersteingebirge und die Zugspitze. Etwa in der Mitte des Plateaus befindet sich eine natürliche Aussichtskanzel – der ideale Ort für besonders schöne Fotos. Die Position ist in der Karte in unserer App markiert.
Anreise nach Garmisch-Partenkirchen
| Strecke: | 10,2 km |
| Höhenmeter (bergab): | 1.066 hm |
| Gehzeit: | 3 Stunden |
| Einkehrtipp: | Esterbergalm |
| Beste Reisezeit: | Juni bis Oktober |
Garmisch-Partenkirchen ist super mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Ab München dauert die Fahrt rund 1,5 Stunden bis zum Bahnhof in Garmisch. Vor Ort geht’s dann in wenigen Minuten mit dem Bus weiter zur Wankbahn.
Alternativ könnt ihr natürlich auch mit dem Auto anreisen und direkt an der Talstation parken. Die Parkplätze vor Ort sind allerdings kostenpflichtig. Für die Seilbahnfahrt nach oben müsst ihr zusätzlich mit 20 Euro pro Person für die einfache Bergfahrt rechnen.
Und genau diese Seilbahn nimmt uns heute nahezu alle Höhenmeter ab. Dabei ist die Auffahrt mit der Wankbahn selbst schon ein kleines Erlebnis. Denn die Gondeln aus dem Jahr 1982 sind heute absoluter Kult. In den kleinen Kabinen finden gerade so 4 Menschen Platz. Es ist also ein bisschen kuschelig, aber gleichzeitig auch super gemütlich.
360-Grad-Blick & Gipfelträume
An der Bergstation begrüßt uns direkt die Sonnalm mit ihrer großen Sonnenterrasse. Die Aussicht ist hier schon fantastisch. Der eigentliche Gipfel des Wank mit dem goldenen Gipfelkreuz liegt auch nur wenige Meter darüber. Am höchsten Punkt, auf 1.780 m, erwartet euch ein genialer 360-Grad-Blick. Wir sehen das Estergebirge mit dem Hohen Fricken, die Ammergauer Alpen, haben bei guter Sicht einen Fernblick bis nach München, schauen auf das gewaltige Wettersteingebirge mit Zugspitze und Alpspitze und direkt rüber ins Karwendel.
Neben einer guten Grundkondition (für den Abstieg) und Schuhen mit einer griffigen Profilsohle, solltet ihr vor allem eine Sache unbedingt mitbringen: Zeit. Denn auf dem gesamten Weg warten wunderschöne Ausblicke über die beeindruckende Bergwelt. Gerade auf dem ersten Teilstück, dem Höhenweg zum Roßwank, müssen wir immer wieder stehen bleiben, um zu staunen und etliche Fotos zu machen. Und wenn ihr gar nicht genug von diesem Anblick bekommt, könnt ihr im Wankhaus ganz oben sogar übernachten.
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Verwunschene Wälder und eine eiskalte Schlucht
Aber auch als wir tiefer kommen und die Baumgrenze unterschreiten, wird es absolut nicht langweilig. Ein schmaler Pfad schlängelt sich nun durch den Wald hinab. Wir wandern zwischen verwunschenen Bäumen hindurch. Teilweise sind sie knorzig und mit Moos überzogen.
Später geht’s direkt am Kaltwasserbach entlang. Und der Name ist hier Programm. Denn der kleine Fluss ist tatsächlich eiskalt und herrlich erfrischend. Im Laufe der Zeit hat das Wasser hier eine wunderschöne, kleine Schlucht geformt. Idyllischer könnte ein Wanderweg kaum noch sein. Wir lauschen dem Plätschern und tauchen voll in die Natur ein.
Lohnenswerter Ausklang an der Esterbergalm
Schließlich erreichen wir eine weitläufige Alm. Schier unendliche Blumenwiesen umgeben die Esterbergalm. Es ist ein Anblick wie aus dem Bilderbuch. Die Alm ist ein echter Bio-Bauernhof und es gibt leckere, hausgemachte Köstlichkeiten.
Wir können euch die Schlutzkrapfen und auch den Kaiserschmarren sehr empfehlen. Letzterer ist sogar die Empfehlung des Hauses. Richtig schön karamellisiert, fluffig und lecker. Ihr könnt hier auch ruhig ordentlich zulangen, denn es geht zwar noch weiter bergab, aber ab jetzt folgen wir einfach nur noch einer breiten Forststraße ganz entspannt zurück zur Seilbahnstation im Tal.
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Fazit
Ich finde die gesamte Tour super schön und auch extrem abwechslungsreich. Vor allem ist sie für fast jeden machbar, weil sie zwar stabile Knie für den Abstieg, aber ansonsten nicht allzu viel Kondition fordert. Man hat unterwegs auf dem Weg hinab ins Tal nie das Gefühl, einfach nur Höhenmeter abzuspulen. Stattdessen passiert einfach immer was.
Und wenn ihr schon in der Nähe seid, solltet ihr natürlich unbedingt einen Besuch an der Zugspitze einplanen. Ich kann es auch wirklich empfehlen, Deutschlands höchsten Berg zu Fuß zu erklimmen. Oben ist man wahnsinnig stolz, wenn man es geschafft hat. Allerdings hat selbst die leichte Route übers Gatterl rund 1.700 hm und erfordert Bergerfahrung. Als Alternative könnt ihr aber einfach hochfahren und in das höchstgelegene Restaurants Deutschlands einkehren!
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