Pantokrator: Wanderung auf Korfus höchsten Berg

Mit jeder Serpentine bergaufwärts wird der Nebel dichter. Längst ist der Gipfel des Pantokrators nicht mehr zu sehen und langsam frage ich mich, ob wir heute überhaupt eine Aussicht haben werden. Dabei hatte man uns die Aussicht vom höchsten Berg Korfus bis nach Albanien so oft empfohlen. Während wir unsere Wanderschuhe anziehen, verschwinden die vorhin noch weithin sichtbaren Sendemasten am Gipfel immer weiter in den Wolken. Was erwartet uns wohl am höchsten Berg der griechischen Insel Korfu?

Lohnt sich die Wanderung auf den Pantokrator (908 m) auf Korfu?

Korfu zählt zu den nördlichsten Inseln Griechenlands und wird auch als „Griechenlands grüne Insel“ bezeichnet. Der Pantokrator ist mit 906 Metern der höchste Berg auf Korfu und zählt zu den besten Aussichtspunkten der Insel. Bei klarer Sicht reicht der Blick bis hinüber zur albanischen Küste. Am höchsten Punkt befinden sich neben mehreren Sendemasten auch ein historisches Kloster sowie ein kleines Café.

Man kann mit dem Auto bis ganz nach oben fahren, aber es gibt auch mehrere Wandermöglichkeiten. Unsere einfache Rundwanderung mit 3,8 Kilometern und 230 Höhenmetern eignet sich perfekt für einen aktiven Ausflug im Strandurlaub.

Fototipp: Die kleine Aussichtskanzel direkt neben dem Kloster ist der beste Fotospot am Pantokrator. Von dort blickt ihr perfekt bis hinüber nach Albanien und zum angrenzenden griechischen Festland. Gleichzeitig habt ihr hier keine störenden Sendemasten im Bild. Besonders bei klarer Sicht entstehen beeindruckende Panoramaaufnahmen.

Anreise nach Korfu zum Pantokrator

Lage:Korfu, Griechenland
Höhenmeter:230 hm
Strecke:3,8 km
Höchster Punkt:906 Meter
Schwierigkeit:einfach

Von München erreicht ihr Korfu mit einem Direktflug in knapp zwei Stunden. Da sich der Pantokrator im Nordosten der Insel befindet und keine öffentlichen Busse hinauffahren, empfehle ich für die Anreise einen Mietwagen. Von Korfu-Stadt erreicht ihr den Ausgangspunkt der Rundwanderung in etwa einer Stunde.

Schon die Auffahrt über den Ort Spartilas ist ein kleines Erlebnis: Über unzählige Serpentinen schlängelt sich die schmale Bergstraße schier unendlich immer weiter nach oben. Spätestens hier merkt man, dass man vom Meeresspiegel bis auf rund 650 Meter Seehöhe fährt.

Parkplätze für die Rundwanderung befinden sich direkt am Straßenrand. Wer nicht wandern möchte, kann mit dem Auto sogar bis ganz nach oben zum Kloster fahren. Direkt am Gipfel gibt es allerdings nur wenige Parkplätze.

Angemessen gekleidet auf den Pantokrator

Unsere Rundwanderung am Pantokrator ist technisch einfach, dennoch solltet ihr vor allem für den etwas felsigen Abstieg festes Schuhwerk tragen. Ich habe dafür einfach meine Laufschuhe aus dem Urlaubskoffer genommen. In einen kleinen Rucksack packen wir außerdem ausreichend Wasser und ganz wichtig: Sonnenschutz.

Auch wenn es anfangs so aussieht, als würden wir komplett im Nebel wandern, lassen wir uns von den tiefhängenden Wolken nicht entmutigen. Gerade auf Inseln und Bergen wie dem Pantokrator kann sich das Wetter innerhalb weniger Minuten ändern und die Sicht plötzlich komplett aufreißen. Gut zu wissen: Wenn ihr auch einen Blick ins Innere der prunkvollen Klosterkirche werfen möchtet, solltet ihr auf angemessene Kleidung achten, die auch die Schultern bedeckt – da sind sie tatsächlich ziemlich streng.

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Der Nebel lichtet sich

Vom Parkplatz wandern wir zunächst einfach entlang der Straße bergauf. Der Nebel hängt noch dicht über uns und selbst die Sendemasten am Gipfel sind kaum zu erkennen. Doch schon nach wenigen Höhenmetern verändert sich das Wetter schlagartig. Die Sonne kämpft sich durch die Wolken und plötzlich reißt der Himmel auf. Bei der nächsten Kehre blicken wir bereits hinunter nach Korfu-Stadt.

Neben der Straße stehen immer wieder Wanderwegweiser – ehrlich gesagt hätte ich das nicht erwartet, aber über die Insel verläuft sogar der 180 Kilometer lange Corfu Trail-Weitwanderweg. Nach etwa einer halben Stunde erreichen wir schließlich den Gipfel. Es sind hier sogar noch mehr Sendemasten, als wir vermutet hätten. Auch wenn das nicht der schönste Anblick ist, steigt jetzt die Vorfreude auf den Blick auf die andere Bergseite. Liegt dort drüben wirklich schon Albanien?

Nur drei Kilometer Luftlinie bis Albanien

Am höchsten Punkt angekommen, spazieren wir zuerst noch ein wenig rund um das Kloster. Ein Blick ins Innere lohnt sich auf jeden Fall. Die prunkvolle Kirche mit ihren silbernen Verzierungen beeindruckt uns sofort und wir zünden noch eine Kerze an. Danach gehen wir hinüber zum Aussichtspunkt auf der kleinen Kanzel, wo sich ein fest installiertes Fernrohr befindet. Vor uns liegt jetzt ein unglaubliches Panorama. Der Blick reicht tatsächlich bis hinüber nach Albanien – und sogar viel näher, als ich vermutet hatte. Nur etwa drei Kilometer Luftlinie trennen an der engsten Stelle die Insel Korfu von der albanischen Küste.

Beim Abstieg über den Nordrücken eröffnet sich mit jedem Schritt ein neuer Blick. Rechts von uns liegt Albanien, vor uns die grüne Insel Korfu, ihre Nordküste und das tiefblaue Meer. Diese abwechslungsreichen Fernblicke sind für mich definitiv das Highlight der gesamten Wanderung.

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Fazit

Die Wanderung auf den Pantokrator gehört für mich zu den schönsten Aktivitäten auf Korfu. Die technisch einfache Tour bietet mit ihren beeindruckenden Ausblicken die perfekte Abwechslung zum Strandurlaub. Wie nah die albanische Küste tatsächlich ist, hat mir sogar mein Handy gezeigt, das sich plötzlich ins albanische Mobilfunknetz eingewählt hat. Mein Tipp: Wählt auf Korfu immer manuell das griechische Netz aus, damit keine unerwartet hohen Roamingkosten entstehen.

Wenn ihr noch mehr von der Insel entdecken möchtet, kann ich euch das Kap Drastis als Wander-Bade-Kombi empfehlen. Ein Spaziergang durch die Altstadt von Korfu-Stadt, einem UNESCO-Weltkulturerbe, fühlt sich wie eine kleine Zeitreise an, wenn man durch die venezianischen Arkaden und kleinen Boutiquen schlendert.

Lage

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