St. Ninian’s Isle Beach: Schönster Strand der Shetland-Inseln

Stell dir vor, du stehst zwischen zwei Meeren. Die salzige Brise des Atlantiks zerzaust dein Haar, während unter deinen Füßen feinster, fast weißer Sand knirscht. St. Ninian’s Isle Beach ist kein gewöhnlicher Küstenstreifen, sondern eine Begegnung mit der rohen, unberührten Schönheit der schottischen Natur. Ein Ort, der zum Innehalten einlädt und dessen Rhythmus von den Gezeiten bestimmt wird. Dieser Geheimtipp im hohen Norden Europas ist ein wahres maritimes Paradies am Rande der Welt.

Lohnt sich der ein Strandbesuch am St. Ninian’s Isle Beach?

Dieser preisgekrönte Strand liegt im Süden von Mainland, der Hauptinsel der Shetlands, nahe der schottischen Ortschaft Bigton. Das Besondere an diesem Strand ist seine Form. Es handelt sich um einen sogenannten Tombolo, eine natürliche Sandbank, die das Festland mit der Gezeiteninsel St. Ninian’s Isle verbindet. Mit einer Länge von etwa 500 Metern ist er der größte intakte Sand-Tombolo des Vereinigten Königreichs. Das kristallklare, türkisfarbene Wasser, das von beiden Seiten an das Ufer spült, macht ihn zu einem der meistfotografierten Naturwunder der Shetlandinseln.

Fototipp: Den besten Panoramablick auf den Strand genießt ihr vom erhöhten Aussichtspunkt oberhalb des Parkplatzes in Bigton, von wo aus die symmetrische Form der Sandbank perfekt zur Geltung kommt. Ein Weitwinkelobjektiv ist die ideale Wahl, um die gewaltige Weite der doppelten Brandung zusammen mit der vorgelagerten Insel in einem Bild festzuhalten.

Anreise zum St. Ninian’s Isle Beach

Lage:Insel Mainland, Shetland-Inseln
Anreise:Sumburgh (LSI) | Hafen in Lerwick
Länge:500 m
Beste Reisezeit:April – Oktober
Besonderheit:Größte Sand-Tombolo in der UK

Eure Reise zu diesem Naturwunder beginnt meist am Flughafen Sumburgh (LSI) im Süden von Mainland, den ihr von schottischen Städten wie Edinburgh oder Aberdeen aus anfliegt. Von dort sind es mit dem Mietwagen nur etwa 16 Kilometer bis nach Bigton, was einer Fahrzeit von rund 20 Minuten entspricht. Wenn ihr stattdessen mit der Fähre aus Aberdeen anreist, erreicht ihr den Hafen von Lerwick.

Von der Inselhauptstadt aus trennen euch etwa 28 Kilometer vom Strand. Die 30-minütige Fahrt über die A970 und die B9122 führt euch direkt zum kostenlosen Parkplatz in Bigton. Alternativ bringen euch die Buslinien 6 und 7 nach Bigton, von wo aus euch nur noch ein zehnminütiger Fußweg bis zum Strand erwartet.

Ein bewölkter Sommertag am Strand

Als ich Mitte Juli mit dem Bus aus Lerwick in Bigton ankomme, führt mein Weg zu Fuß hinunter zum Ufer. Ein paar Mülleimer und ein Schotterplatz als Parkplatz sind die letzte Infrastruktur, bevor der lange Sandarm auftaucht. Trotz Hochsommer empfängt mich der St. Ninian’s Isle Beach mit grauem Himmel und windigen Bedingungen. Es ist so kalt, dass ich sofort die dicke Jacke und Mütze anziehe. An Schwimmen ist heute nicht zu denken. Doch der Anblick ist auch bei Wolken überwältigend. Ich entscheide mich für einen ausgedehnten Spaziergang über den feinen Sand bis ans ferne Ende zur Inselseite.

Und genau deshalb ist ein Blick in den Gezeitenkalender vorab wichtig: Am eindrucksvollsten erlebt ihr den Tombolo bei Ebbe, wenn die Sandbank ihre volle Breite zeigt und den Weg zur Insel sicher freigibt. Bei Flut hingegen rücken die Wellen von beiden Seiten näher zusammen, was zwar spektakulär aussieht, aber den Übergang schmaler macht.

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Schönster Strand im hohen Norden Schottlands

Das Gefühl, den Tombolo zu betreten, ist absolut einzigartig: Ich laufe auf einem strahlend hellen Pfad, während links und rechts von mir der Nordatlantik anrollt. Es ist ein faszinierendes Schauspiel, die Wellen von zwei Seiten gleichzeitig zu beobachten, die rhythmisch auf den Strand zulaufen und sich bei Flut fast in der Mitte treffen. Der Wind pfeift um meinen Kopf und trägt die Gischt über den Strand. Auf dem Weg zur St. Ninian’s Isle spüre ich die rohe Kraft der Natur und die Ursprünglichkeit der Shetlandinseln.

Nachdem ich die Inselseite erreicht habe, mache ich mich aufgrund der Wetterbedingungen auf den Rückweg über die Sandbrücke. Bei besserem Wetter wäre ich gerne noch etwas weiter zu den archäologischen Ausgrabungen der St. Ninian’s Kapelle gelaufen. Kurz vor dem Aufstieg zurück zum Parkplatz suche ich mir eine Bank, um den Ausblick noch einmal in Ruhe zu genießen.

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Fazit

Ein Besuch ist absolut lohnenswert, besonders im Sommer, wenn die Wahrscheinlichkeit für mildere Temperaturen höher ist. Nur an wenigen Tagen im Jahr wird es warm genug zum Baden, doch für Spaziergänge ist die Kulisse perfekt. Wenn ihr etwas mehr Zeit mitbringt, könnt ihr nicht nur den Strand, sondern auch die archäologischen Highlights der kleinen Insel am Ende des Strandes erkunden.

Kombiniert den Ausflug unbedingt mit dem Sumburgh Head Leuchtturm im Süden von Mainland, um in den Sommermonaten Papageitaucher zu sehen. Falls ihr im Januar in der Nebensaison reist, ist das spektakuläre Up Helly Aa Wikinger-Festival in Lerwick ein absolutes Muss. St. Ninian’s bleibt das ganze Jahr über ein unvergessliches Highlight jeder Shetland-Reise.

Lage

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