Grüne Hügel, tiefhängender Nebel, Dudelsackmusik, in der Ferne liegt eine alte Festung. So romantisch und geheimnisvoll, wie sich Schottland in Filmen, wie Braveheart, oder in Serien, wie Outlander, präsentiert, ist es auch wirklich. Wir haben eine Auswahl mit interessanten Orten zusammengestellt und geben euch einen Überblick zu den besten Sehenswürdigkeiten in Schottland.

Die besten Sehenswürdigkeiten im Überblick

Genau genommen ist Schottland natürlich kein Land, sondern gehört zum Vereinigten Königreich. Auch wenn das über viele Jahre mit blutigen Schlachten erst ausgefochten werden musste. Der autonome Landesteil mit etwa 5,5 Millionen Einwohnern hat seit 1437 Edinburgh als Hauptstadt, in der auch die meisten Menschen wohnen. Außerhalb der Region kann es sein, dass Reisende mehrere Stunden wandern und keiner Seele begegnen. So zum Beispiel im Mull Head Nature Reserve oder am Loch Lomond und Trossachs National Park. Auch die Märcheninsel Isle of Skye hat von leuchtenden Gewässern bis zu imposanten Felsnadeln so einiges zu bieten. Wer also auf eine wilde Geschichte, weite Landschaften mit zahlreichen Schlössern und guten Whiskey steht, der ist hier genau richtig.

#schottland

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1. Isle of Skye: Märcheninsel mit atemberaubender Schönheit

© Lukassek
Fläche:1.656 km²
Must-See:Kilt Rock
Beste Reisezeit:Mai bis September

Diese 80 Kilometer lange und zwischen elf und 40 Kilometer breite Märcheninsel ist einfach traumhaft! Die Isle of Skye ist über eine Brücke mit der schottischen Hauptinsel verbunden und hat so einige Naturschönheiten zu bieten. Auf der Insel sollten Reisende auf keinen Fall die Quiraing Mountains verpassen, eine Felsformation im Norden, die schon als Kulisse für zahlreiche Filme gedient hat. Danach geht es Richtung Loch Mealt, deren Abfluss sich von einer hohen Steilklippe, dem Kilt Rock, ca. 55 Meter in die Tiefe stürzt.

2. Edinburgh: Historische Hauptstadt Schottlands

© Richie Chan
Einwohner:Ca. 525.000
Must-See:Arthur’s Seat
Beste Reisezeit:März bis November

Klar, dass auch der Hauptstadt von Schottland, Edinburgh, ein Besuch abgestattet werden muss. Die wichtigste Sehenswürdigkeit, Edinburgh Castle hoch über der Stadt, könnt ihr einfach nicht übersehen. Bei einem Spaziergang durch den mittelalterlichen Stadtkern erleben Reisende die Geschichte und Kultur des Landes hautnah und kehren ein in die typischen Pubs. Wer sich traut, probiert auch den landestypischen Haggis. Direkt vor der Stadt liegt die Erhebung Arthur’s Seat mit einer Höhe von knapp 250 Metern. Der Hausberg bietet einen fantastischen Blick auf Edinburgh und die Umgebung.

3. Loch Ness: Geheimnisvoller See mit legendärem Monster

© VisitScotland / Kenny Lam

Auch interessant: Wandern am Loch Ness in Schottland: Ungeheuerlich mystisch

Fläche:56,4 km²
Must-See:Urquhart Castle
Beste Reisezeit:April bis September

Das wohl berühmteste Monster der Welt, das jährlich immer noch Hundertausende Menschen anzieht, wohnt im bis zu 230 Meter tiefen See Loch Ness in Schottland. Und auch der Ort Inverness, der sich direkt am zweitgrößten See des Landes befindet, ist auf jeden Fall eine Reise wert, denn die kleinen Häuser wirken wie aus der Zeit gefallen. Rund herum erstrecken sich die mächtigen Highlights, die besonders bei Regen besonders mystisch und geheimnisvoll wirken. Es lohnt sich hier am Loch Ness durchaus ein paar Tage zu verbringen und die Umgebung erwandern.

4. Shetlands: Meerumtoste Inselgruppe

Auch interessant: Reiten auf den Shetlandinseln

Fläche:146.600 Hektar
Must-Do:Reiten
Beste Reisezeit:April bis Oktober

Schottland verteilt sich über mehrere Inseln. Besonders sehenswert sind die Shetland Inseln, gelegen in der Nordsee und im Nordatlantik zwischen Norwegen, Orkney und den Färöer-Inseln. Da sich die Inselgruppe aber auf 100 verschiedene Inseln verteilt, könnten Reisende hier Wochen verbringen und würden sich trotzdem nicht langweilen. Hier könnt ihr lange und wilde Küstenabschnitte, Klippen und Strände entdecken und mehr über die Wikingergeschichte erfahren. Und für Pferdeliebhaber ist eine Reise auf die Inseln sowieso ein Muss. Denn hier sind die niedlichen Shetland-Ponys zuhause.

5. The Old Man of Storr: Imposante Felsnadel auf der Isle of Skye

© Adam
Höhe:48 Meter
Must-See:Loch Leathan
Beste Reisezeit:März bis November

Was klingt wie der Name einer Person, ist in Wirklichkeit der Name einer Felsnadel in Schottland. Der 48 Meter hohe Felsen befindet sich auf der Isle of Skye. Fans von beeindruckenden Fotoaufnahmen sollten unbedingt eine Kamera mit einem Weitwinkelobjektiv mitnehmen, denn hinter der Felsnadel erstreckt sich eine fantastische Kulisse mit den Weiten von Loch Leathan und Loch Fada. Der Wanderweg zum Old Man of Storr ist mit einer Länge von knapp vier Kilometern angegeben und kann in ungefähr einer Stunde absolviert werden.

6. Glenfinnan-Viadukt: Filmkulisse von Harry Potter

© catuncia
Länge:380 Meter
Must-Do:Zugfahrt
Beste Reisezeit:April bis Oktober

Wer erinnert sich nicht an das Staunen, als wir zum ersten Mal die Harry-Potter-Filme gesehen haben und der zauberhafte Hogwarts Express über eine gewaltige Brücke in der grünen, satten Landschaft fährt. Nun, für diese Brücke braucht es allerdings keine Zauberkraft, denn das monumentale Bauwerk ist echt und kann in Schottland besichtigt werden. Das Glenfinnan-Viadukt, das zwischen Fort William und Mallaig liegt, ist 30 Meter hoch und 380 Meter lang. Im Sommer fährt dort auch regelmäßig ein Touristenzug hinüber.

7. Fairy Pools: Magische Feenbecken aus leuchtenden Wasserläufen

© EyesTravelling
Strecke:Ca. 3,7 km
Must-See:Farbige Wasserbecken
Beste Reisezeit:Juni bis September

Wer nach Schottland reist, wird früher oder später auf Aberglauben treffen. So ist beispielsweise der Glaube an Feen, gerade bei der Landbevölkerung, oft noch Bestandteil der heutigen Kultur. Dementsprechend haben Reisende bei den Fairy Pools auf der Isle of Skye im Tal Glen Brittle vielleicht Glück, die kleinen Wesen zu sehen. Aber auch wer nicht an Magie glaubt, wird ein wunderschönes Fotomotiv vorfinden, denn die vielen kleinen Gewässer, die über Bäche und Wasserfälle verbunden sind, haben verschiedene Farben und leuchten dadurch ganz besonders beeindruckend.

8. Orkney Inseln: Dramatische Meereshöhle im Mull Head Nature Reserve

© PaulienD_22
Fläche:990 km²
Must-See:Meereshöhle The Gloup
Beste Reisezeit:Mai bis September

Die zerklüfteten Orkney Inseln im Norden Schottlands sind in ihrer Wildheit fast schon symbolisch für Schottland. Im Mull Head Nature Reserve können Besucher eine eingestürzte Meereshöhle besichtigen und in dem 160 Hektar großen Naturschutzgebiet zahlreiche Seevögel beobachten. Wer die unberührte Pflanzen- und Tierwelt möglichst ausgiebig genießen möchte, reist im Sommer an, da dann die Tage fast nachtlos sind. Im Winter gibt es entsprechend wenig Tageslicht.

9. Loch Lomond: Gigantischer See im Trossachs National Park

© VisitScotland / Kenny Lam
Fläche:1865 km²
Must-Do:Schifffahrt
Beste Reisezeit:Mai bis Oktober

Mit einer Fläche von 71 Quadratkilometern und einer Maximaltiefe von 190 Metern ist Loch Lomond der größte See Schottlands. Das Gewässer ist so stark in der Identität des Landes verankert, dass es sogar ein bekanntest Volkslied über seine Schönheit gibt. Auf dem See fährt ein Ausflugsschiff und es können die 30 Inseln, die sich im See befinden, besucht werden. Weitere sportliche Aktivitäten sind Kanufahren oder Wandern in Schottlands erstem Nationalpark Trossachs, der die Highlands in Miniatur beherbergen soll.

10. Glasgow: Kulturelle Hafenstadt

© susanne2688
Einwohner:Ca. 634.000
Must-Do:Scottish Opera
Beste Reisezeit:März bis November

Die Hafenstadt Glasgow gilt als kulturelles Zentrum des Landes und ist ab Edinburgh bequem mit dem Zug zu erreichen. Neben der Scottish Opera, dem Scottish Ballet und dem National Theatre of Scotland ist auch das Kelvingrove Art Gallery und Museum eine wichtige Sehenswürdigkeit. Ebenso sollte unbedingt die St. Mungo Kathedrale besichtigt werden. Da Schottland natürlich berühmt ist für seinen Whiskey, können dort auch mehrere Destillerien besucht werden. Inklusive Verkostung.

11. Stirling Castle: Malerisches Schloss auf Vulkanhügel

© Craig
Entstehung:12. Jahrhundert
Must-See:Königliches Gemach
Beste Reisezeit:März bis November

Stirling Castle, in der Stadt Stirling im Herzen Schottlands, ist eines der größten Schlösser Schottlands und liegt malerisch auf einem Hügel vulkanischen Ursprungs. Schon von Weitem ist das Schloss ein beeindruckender Anblick. Vor den Mauern befindet sich eine mächtige Kanonenabwehr. Innerhalb des gigantischen Komplexes aus dem 12. Jahrhundert können Besucher die Gemächer der Königin bewundern. Schauspieler in authentischen Kostümen versetzen Besucher in die Zeit zurück, als in Stirling Castle noch Leben herrschte.

12. Callanish Stones: Mystische Steinformation auf der Isle of Lewis

© VisitScotland / Kenny Lam
Entstehung:Ca. 3.000 v. Chr.
Must-See:Größter Monolith
Beste Reisezeit:März bis November

Für Mystik-Fans sollten dieser Steinkreis, genannt Callanish Stones, auf der Isle of Lewis der erste Anlaufpunkt in Schottland sein. Anders als die typischen Steinkreise, so wie beispielsweise das berühmte Stonehenge, handelt es sich bei dieser Anlage aber um eine komplexere geometrisch miteinander verschlungene Form, in deren Zentrum ein viereinhalb Meter hoher Monolith steht. Mit einem geschätzten Errichtungszeitraum von 3.000 v. Chr. sind die Callanish Stones deutlich älter als Stonehenge oder die Pyramiden.

13. Staffa: Unbewohnte Insel aus Säulen an der Westküste Schottlands

© PaulienD_22
Fläche: 12 Hektar
Must-See:Fingal’s Cave
Beste Reisezeit:Juni bis September

Bei Staffa handelt es sich um eine unbewohnte Felseninsel vor der Westküste Schottlands, deren Felsen eine ganz besondere Säulenform aufweisen, woraus sich auch der Name der Insel ableitet. Die Struktur erinnert an den Giant Causeway in Nord-Irland. Dieses Gebilde auf Staffa sorgt auch für den Beinamen Kathedrale des Meeres. Diese Formationen lassen sich besonders gut in der Höhle Fingal’s Cave erkennen, die 85 Meter lang ist und im 19. Jahrhundert so berühmt war, dass selbst Königin Victoria zu Besuch kam.

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