Südafrika ist ein Hotspot für Surfer und gilt in der Szene als einer besten Plätze zum Wellenreiten weltweit. Nur wenige Orte bieten solch gute Bedingungen zum Surfen. Doch lohnt sich die Region auch für Anfänger? Wie gut kann man in Kapstadt das Surfen lernen? Sollte ich besser im Indischen oder Atlantischen Ozean surfen? Ich habe in Kapstadt zusammen mit Nikita Robb, SA Woman’s Surf Champion, die ersten Versuche auf dem Surfbrett unternommen.

Lohnt sich Surfen in Kapstadt für Anfänger?

Kapstadt liegt an der südwestlichen Spitze von Südafrika genau an der Stelle, wo der Indische Ozean und der Atlantische Ozean aufeinander treffen. Hier befinden sich gleich mehrere Surfspots und Strände mit guten Bedingungen für Anfänger. Vor allem im südafrikanischen Winter sind die Wellen gut, dennoch kann in Südafrika das ganze Jahr über gesurft werden. Als herausragend gelten Muizenberg in der False Bay und die Big Bay, wo ich das Surfen im Herbst vor der Silhouette der Skyline von Kapstadt und des Tafelbergs gelernt habe.

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Instatipp: Das perfekt inszenierte Foto als Profisurfer gelingt euch an der Big Bay. Stellt euch mit Neoprenanzug und Surfbrett an den Strand und lasst euch vor der imposanten Kulisse des Tafelbergs fotografieren. Fortgeschrittene können selbiges Motiv auch im Wasser während des Surfens probieren.

Anreise nach Kapstadt

Aus Deutschland ist Kapstadt nonstop in zirka 12 Stunden mit dem Flugzeug erreichbar. Vom Capetown International Airport geht es dann weiter mit dem Bus ins Zentrum oder mit dem Taxi direkt bis zur Unterkunft. Ich habe im B.I.G. Backpackers in Green Point übernachtet. Die Unterkunft wurde bereits mehrfach zum besten Hostel in Südafrika ausgezeichnet, und ich kann für meinen Teil zumindest sagen, das dies absolut berechtigt ist. Zudem habe ich hier SA Woman’s Surf Champion Nikita Robb kennengelernt, die damals im Hostel arbeitete.

Das Wasser im Atlantik ist eiskalt

Bei Nikita im Hostel haben wir auch den eintägigen Surfkurs gebucht. Es war also nicht notwendig, bereits im Voraus zu buchen, sondern man kann sich auch einfach vor Ort entscheiden. Am nächsten Tag ging es dann mit dem Auto zur Big Bay, zirka 20 Minuten nördlich vom Zentrum am Atlantischen Ozean. Das Wasser hier ist eiskalt und erreicht kaum mehr als 12 Grad. Selbst den Haien ist es hier zu kalt, weshalb wir uns keine Sorgen machen müssten. Die Infrastruktur für Surfer ist sehr gut. Es gibt Surfshops, Strandbars und sogar Umkleidekabinen mit Duschen und Schließfächern.

Surfen lernen mit dem Champion

Aufgrund der Wassertemperatur geht es nicht ohne Neoprenanzug. Diese können wir vor Ort ausleihen, genauso wie unsere Surfboards. Selbst mitnehmen sollte man auf jeden Fall ein Handtuch, die Badehose und Sonnencreme. Eventuell ist auch etwas Kleingeld für die Schließfächer in der Umkleide notwendig. Und dann kann es schon los gehen! Und zwar mit Aufwärmen, Verhaltenstipps und Trockenübungen am Strand. Außerdem erfahren wir von Surflehrerin Nikita die allerwichtigste Regel beim Surfen: „Egal, was im Wasser passiert, immer cool dabei aussehen“.

Die Wellen brechen gleichmäßig

Gesagt, getan! Allerdings ist es als Anfänger gar nicht so einfach, immer cool beim Surfen auszusehen. Die guten Bedingungen an der Big Bay in Kapstadt spielen uns aber in die Karten. In unserer Gruppe benötigen wir alle maximal drei bis fünf Anläufe, um mehr oder weniger sicher auf dem Surfbrett zu stehen. Man schafft es zum Teil bis vor zum Strand. Ein Erfolgserlebnis, mit dem ich in so kurzer Zeit nie gerechnet hätte. Grund hierfür sind die Wellen, die gleichmäßig brechen, nicht zu hoch sind und trotzdem ausreichend Kraft haben, um das Surfbrett anzuschieben. Besser hätte die allererste Surfsession nicht laufen können.

Fazit

Surfen lernen in Kapstadt in Südafrika lohnt sich definitiv. Gerade im Vergleich zu anderen Surfspots, wo die Bedingungen weniger optimal sind, wird man es als Anfänger in Kapstadt eher einfacher haben und schnell Erfolge erzielen. Obendrauf gibt es auch noch gratis eine wunderschöne Aussicht auf den berühmten Tafelberg. Klar, wer zum ersten Mal nach Kapstadt kommt, ist natürlich nicht nur zum Surfen hier. Deshalb lässt sich ein Surftrip nach Südafrika prima mit Sightseeing in Kapstadt, einem Roadtrip über die Garden Route und weiteren Aktivitäten wie einer Safari zu den Big Five verbinden.

Lage

Praktische Links

Gut zu wissen

Im Indischen Ozean besteht die potentielle Gefahr, das Opfer eines Haiangriffs zu werden. Die Chance ist allerdings sehr gering, sagen die Experten. Haie tauchen selten in Strandnähe auf und greifen normalerweise keine Menschen an. Am Strand von Muizenberg gibt es zudem ein Warnsystem (siehe Foto oben). Die Flaggen signalisieren, wie gut das Wasser überwacht wird und ob ein Hai gesichtet wurde. Gefährlicher ist jedoch die Strömung, die selbst erfahrene Schwimmer aufs Meer hinausziehen können. Deshalb immer vorab erkundigen, ob das Baden sicher ist.

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