Celle ist ein Reisetipp, der sofort entschleunigt: Zwischen Fachwerk, Schloss, Cafés und grünen Ufern der Aller entdeckt ihr eine Sehenswürdigkeit nach der anderen. Historische Gassen, barocke Räume und kleine Plätze machen die Stadt zur charmanten Attraktion für ein Wochenende. Wer interessante Orte sucht, findet hier ein entspanntes Ausflugsziel und eines der gemütlichsten Reiseziele in Niedersachsen.
Top-Sehenswürdigkeiten in Celle im Überblick
Celle liegt im Süden der Lüneburger Heide in Niedersachsen, zwischen Hannover und Hamburg, und zählt rund 66.800 Einwohner. Die Stadt ist ein Reisetipp für alle, die Fachwerkromantik, Kultur und Natur verbinden möchten. In der Altstadt reihen sich historische Giebelhäuser an kleine Cafés, während das Celler Schloss, die Stadtkirche und das Bomann-Museum Residenzgeschichte erzählen.
Die heutige Stadt Celle wurde 1292 durch Herzog Otto den Strengen am jetzigen Standort gegründet. Zuvor lag der ältere Siedlungskern im heutigen Altencelle, dessen Geschichte über 1.000 Jahre zurückreicht. Durch die Lage an der Aller und das gemäßigte norddeutsche Klima fühlt sich Celle besonders im Frühling, Sommer und frühen Herbst wie ein entspanntes Ausflugsziel an. Viele interessante Orte liegen nah beieinander, und trotzdem seid ihr schnell im Grünen.
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1. Celler Schloss: Geschichte zum Anfassen




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| Lage: | Am Rand der Altstadt |
| Must-See: | Schlosskapelle |
| Geweiht: | 1485 |
Wer Celle besucht, landet früher oder später fast automatisch vor dem Celler Schloss. Die vierflügelige Anlage liegt direkt an der Altstadt, ist von einem Schlossgraben umgeben und prägt das Stadtbild wie kaum eine andere Sehenswürdigkeit. Ihre Geschichte reicht von einer mittelalterlichen Befestigung über die Residenz der Welfen bis zu barocken Staatsgemächern und königlichen Wohnräumen.
Besonders spannend ist eine Führung durch das Residenzmuseum. Dort reist ihr durch verschiedene Epochen, vom Mittelalter bis in die Zeit der Welfen und des Königreichs Hannover. Ein echtes Highlight ist die Schlosskapelle, die 1485 geweiht und im 16. Jahrhundert prachtvoll im Stil der Renaissance ausgestattet wurde. Heute zählt sie zu den bedeutenden lutherischen Hofkirchen Europas und kann nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Danach lohnt sich ein Spaziergang durch den Schlosspark, der das Residenzgefühl wunderbar entspannt ausklingen lässt.

Übernachtungs-Tipp
in Celle
Ruhig und trotzdem altstadtnah übernachtet ihr im Hotel Caroline Mathilde, einem privat geführten Vier-Sterne-Hotel im klassischen Villenstil. Die historische Altstadt erreicht ihr in wenigen Gehminuten, viele Zimmer blicken ins Grüne.
Besonders angenehm nach einem Stadtspaziergang: der Wellnessbereich mit Pool und Saunen sowie das Frühstück in entspannter Atmosphäre.
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2. Heilpflanzengarten & Café KräuThaer: Grüne Oase mit Genussmoment


| Fläche: | 7.000 Quadratmeter |
| Must-Do: | Spaziergang |
| Café-Tipp: | KräuThaer |
Ein echter Geheimtipp in Celle ist der Heilpflanzengarten mit dem angeschlossenen Café KräuThaer. Zwischen Beeten, Kräuterdüften und kleinen Wegen wirkt der Garten wie eine grüne Pause vom Altstadttrubel. Auf rund 7.000 Quadratmetern entdeckt ihr Heil-, Duft-, Aroma-, Gift- und sogenannte Zauberpflanzen. Viele Pflanzen sind beschildert, sodass der Spaziergang fast nebenbei zu einer kleinen Entdeckungsreise durch die Welt der Kräuter wird.
Besonders charmant ist das Konzept des Cafés: Das KräuThaer ist Teil eines Ausbildungsprojekts der Albrecht-Thaer-Schule. Schülerinnen und Schüler sammeln hier gemeinsam mit Lehrkräften und Fachpersonal praktische Erfahrungen in Service, Produktion und Gastronomie. Serviert werden hausgemachte Kuchen, kreative Rezeptideen und regionale Produkte, wobei frische Kräuter eine wichtige Rolle spielen. Wer noch ein kleines Mitbringsel sucht, schaut anschließend im KräuThaer Laden vorbei. Dort findet ihr unter anderem selbstgemachte Teesorten, Marmeladen, Öle und weitere Produkte.
3. Celle vom Wasser: Mit dem Kajak auf der Aller



| Start: | Start nahe der Altstadt |
| Must-Do: | Kajak- oder Kanutour |
| Kajak: | ab ca. 12 Euro |
Eine Kajaktour auf der Aller ist eine der schönsten Möglichkeiten, Celle aktiv zu entdecken. Beim Bootsverleih AllerLeih startet ihr direkt im Herzen der Stadt und seid trotzdem nach wenigen Minuten in einer ganz anderen Welt. Statt Fachwerkfassaden begleiten euch plötzlich Bäume, Ufergrün, Felder und Vogelstimmen.
Gerade dieser Kontrast macht die Tour so besonders: Erst seid ihr mitten in der Altstadt, kurz darauf paddelt ihr ruhig durch die Natur. Die Aller fließt gemächlich durch das Celler Land und eignet sich damit auch für entspannte Touren ohne großes Paddelerlebnis. Wer Celle nicht nur anschauen, sondern spüren möchte, sollte diese kleine Auszeit auf dem Wasser unbedingt einplanen.
4. Altstadt von Celle: Fachwerkstadt mit Märchenkulisse




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| Einwohner: | ca. 8.100 |
| Must-See: | Hoppener Haus und Kalandgasse |
| Wochenmarkt: | Mittwochs und samstags |
Die Altstadt von Celle gehört ohne Frage zu den größten Highlights der Stadt. Zwischen bunten Fassaden, schiefen Balken, reich verzierten Giebeln und kleinen Gassen fühlt sich ein Spaziergang fast wie ein Ausflug in eine Märchenkulisse an. Celle war über Jahrhunderte eine bedeutende Residenzstadt, und genau dieses historische Selbstbewusstsein spürt ihr bis heute.
Fast 500 liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser prägen die Innenstadt und bilden eines der dichtesten geschlossenen Fachwerkensembles der Welt. Viele Gebäude erzählen mit Inschriften, Schnitzereien und Farben ihre eigene Geschichte. Besonders schön ist, dass die Altstadt nicht museal wirkt: Inhabergeführte Läden, Boutiquen, Cafés und Restaurants bringen Leben in die Straßen, gerade am Wochenende.

Restaurant-Tipp
in Celle
Gemütlich ausklingen lassen könnt ihr den Tag im Schwejk in der Celler Altstadt. Das böhmische Restaurant mit norddeutschen Einflüssen liegt in der Kanzleistraße und passt mit seiner urigen Wirtshausatmosphäre wunderbar zur historischen Fachwerkstadt.
Besonders empfehlenswert sind die hausgemachten Knödel, genau das Richtige nach einem langen Tag voller Eindrücke.
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5. Aller-Radweg: Mit dem E-Bike auf den Fernradweg durch Celle


| Lage: | Verläuft durch Celle |
| Must-Do: | Radtour entlang der Aller |
| Strecke insgesamt: | 330 km |
Wer Celle aktiv erleben möchte, sollte ein Stück auf dem Aller-Radweg fahren. Der Radfernweg verläuft direkt durch die Stadt und führt euch innerhalb weniger Minuten hinaus in Flusslandschaften, Wälder, Wiesen und kleine niedersächsische Orte. Besonders praktisch: Ich bekam mein E-Bike direkt ans Hotel geliefert und konnte so ohne Umwege in die Tour starten.
Der gesamte Aller-Radweg ist rund 330 Kilometer lang und verbindet Verden an der Aller mit der Region bei Magdeburg. In der Celler Umgebung ist die Strecke überwiegend eben, familienfreundlich und ideal für entspannte Tagesausflüge. Unterwegs bieten sich immer wieder Stopps am Wasser, in Dörfern oder an kleinen Rastplätzen an.
6. Sprechende Laternen: Celle erzählt im Vorbeigehen
| Lage: | Altstadt von Celle |
| Laternenfiguren: | 5 |
| Besonderheit: | erzählen Geschichten |
Ein besonderer Tipp in der Altstadt sind die Sprechenden Laternen in der Runde Straße. Die fünf Laternenfiguren wirken auf den ersten Blick wie skurrile Kunstobjekte, beginnen aber zu sprechen, sobald ihr euch nähert. Dann erzählen sie kleine Geschichten, Anekdoten und Dialoge rund um Celle, seine Altstadt und das frühere Residenzleben.
Auch optisch sind die Figuren ein Hingucker: Jede Laterne hat eine eigene Form und Persönlichkeit, vom kleinen „Enkel Jonas“ bis zur „Oma Lilo“. Dadurch wird die Installation nicht nur zu einer ungewöhnlichen Sehenswürdigkeit, sondern auch zu einem schönen Fotomotiv beim Spaziergang durch die Fachwerkstadt.
7. Bomann-Museum: Celles Geschichte unter einem Dach

| Lage: | Schlossplatz |
| Must-See: | Dauerausstellungen |
| Ruhetag: | Montag |
Direkt gegenüber dem Celler Schloss wartet mit dem Bomann-Museum eine der wichtigsten Kulturadressen der Stadt. Wer nach dem Schloss noch tiefer in die Geschichte von Celle und der Region eintauchen möchte, ist hier genau richtig. Die Dauerausstellungen erzählen von der Entwicklung der Stadt, vom Leben auf dem Land, von Handwerk, Alltagskultur und der Geschichte der Lüneburger Heide.
Besonders spannend ist die Mischung aus Stadtgeschichte und regionalem Blick: Im Museum begegnet ihr nicht nur höfischer Vergangenheit, sondern auch Bauernhäusern, alten Berufen, historischen Wohnräumen und Geschichten aus dem Alltag früherer Generationen. Damit ist das Bomann-Museum eine Sehenswürdigkeit für alle, die Celle nicht nur schön finden, sondern besser verstehen möchten.
Weitere Reisetipps in Niedersachsen
Schon gewusst? Celle eignet sich ideal für einen entspannten Kurztrip ohne Auto. Die Altstadt ist kompakt, viele Sehenswürdigkeiten liegen fußläufig beieinander und der Bahnhof ist gut angebunden. Von Hannover aus erreicht ihr Celle je nach Verbindung in rund 30 bis 45 Minuten mit dem Zug. Perfekt also, wenn ihr spontan raus aus der Großstadt und rein ins Fachwerkflair wollt.
Besonders schön ist auch die Lage: Celle gilt als südliches Tor zur Lüneburger Heide. Im Sommer, wenn sich die Heideflächen in ein violettes Blütenmeer verwandeln, lässt sich ein Wochenende in der Residenzstadt wunderbar mit einem Ausflug in die Natur verbinden. So kombiniert ihr historische Altstadt, Schloss, Cafés und Heidelandschaft zu einem richtig abwechslungsreichen Kurzurlaub.
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