Die 12 besten Sehenswürdigkeiten in Marseille

Marseille ist bunt, rau und voller Leben und zählt damit zu den spannendsten Reisezielen in Südfrankreich. Ob beim Flanieren am Vieux Port, hoch oben an der Notre-Dame de la Garde oder zwischen den Felsen des Parc National des Calanques: Diese Stadt steckt voller unterschiedlicher Attraktionen. Und wer interessante Orte abseits der Postkartenmotive entdecken will, findet hier echte Geheimtipps. Unsere Reisetipps zeigen euch, wie vielfältig und lebendig die Hafenstadt am Mittelmeer ist.

Top-Sehenswürdigkeiten in Marseille im Überblick

Marseille, mit etwa 877.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Frankreichs, liegt an der sonnigen Mittelmeerküste und besticht durch ihre dramatische Kulisse zwischen Meer, Hügeln und Kalksteinfelsen. Wer Marseille besucht, erlebt Highlights wie das Gefängnis Château d’If – berühmt durch Dumas’ Graf von Monte Christo –, das Mittelmeer-Museum MuCEM oder das visionäre Wohnprojekt Cité Radieuse von Le Corbusier.

Auch das Vallon des Auffes, ein idyllisches Fischerviertel, zeigt Marseilles authentische Seite. Mit mediterranem Klima und über 300 Sonnentagen im Jahr ist Marseille ein ganzjähriges Reiseziel und ein echtes Highlight unter den französischen Attraktionen.
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#marseille #frankreich

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1. Vieux Port: Marseilles maritimer Mittelpunkt

Blick auf den Vieux Port von Marseille, umgeben von bunten Gebäuden und zahlreichen Yachten, unter einem klaren blauen Himmel.
©golovianko
Lage:Stadtzentrum, am Meer
Must-Do:Fischmarkt am Morgen
Einkehrtipp:L’Espigoulier

Der Vieux Port ist das historische Herz von Marseille. Seit der Antike spielt der alte Hafen eine zentrale Rolle – früher als Handelsplatz, heute als lebendiger Treffpunkt für Einheimische und Reisende.

Umgeben von Cafés, Restaurants und bunten Märkten ist der Vieux Port ideal zum Flanieren, Genießen und Beobachten der kleinen Bötchen und Yachten, die auf dem Wasser herumdümpeln. Morgens lockt der traditionelle Fischmarkt, abends verwandelt sich der Vieux Port in eine Flaniermeile mit Blick aufs Mittelmeer – perfekt für einen ersten Eindruck von Marseille.

2. Notre-Dame de la Garde: Schutzpatronin über den Dächern

Blick auf die Basilika Notre-Dame de la Garde in Marseille, die auf einem Hügel thront, umgeben von mediterraner Vegetation und mit einer Aussicht auf die Stadt und das Meer im Hintergrund.
Notre Dame de la Garde, Marseille, Frankreich

Auch interessant:

Lage:Auf dem Hügel La Garde
Highlight:Rundumblick über Stadt und Meer
Erbaut:im 19. Jhd.

Hoch über der Stadt thront die Notre-Dame de la Garde auf einem Hügel südlich des Vieux Port. Die neobyzantinische Basilika aus dem 19. Jahrhundert gilt als Schutzpatronin Marseilles – gekrönt von einer vergoldeten Marienstatue, die weithin sichtbar ist.

Besucher erwartet hier nicht nur ein bedeutender spiritueller Ort, sondern auch ein 360°-Blick auf die Stadt, das Mittelmeer und die vorgelagerten Inseln. Besonders bei klarem Wetter ist der Aufstieg – ob zu Fuß, mit dem Bus oder der Bimmelbahn – ein unvergessliches Erlebnis.

3. Le Panier: Marseilles ältestes Viertel

Lage:Nördlich des Vieux Port
Must-Do:Streetart entdecken
Snack-Tipp:Madeleines von Mary Madeleine

Oberhalb des Vieux Port im Norden Marseilles liegt Le Panier, das älteste Viertel der Stadt – schon die Griechen siedelten hier. Heute ist es ein buntes Labyrinth aus verwinkelten Gassen, pastellfarbenen Häusern und kleinen Plätzen.

Hippe Cafés, Ateliers und Straßenkunst prägen das kreative Flair des einstigen Arbeiterquartiers. Zu den Highlights zählen der Place des Moulins und die Vieille Charité, ein barocker Prachtbau mit Museum. Wer Marseille authentisch erleben will, kommt an diesem lebendigen, kreativen Viertel nicht vorbei.

4. Mucem: Einzigartiges Museum für mediterrane Kultur

Modernes Gebäude des MuCEM (Musée des Civilisations de l'Europe et de la Méditerranée) in Marseille, beleuchtet bei Sonnenuntergang, mit reflektierenden Wasserflächen im Vordergrund.
MuCEM ©Mike Dot
Lage:Am Hafen
Dachterrasse:kostenlos
Must-See:Brücke zum Fort Saint-Jean

Das Mucem, kurz für Musée des Civilisations de l’Europe et de la Méditerranée, ist eines der markantesten Bauwerke Marseilles und liegt direkt am Hafeneingang. Der moderne Museumsbau aus Beton, Glas und Gitterstrukturen wurde 2013 eröffnet und widmet sich in verschiedenen wechselnden und dauerhaften Ausstellungen der Kultur und Geschichte des Mittelmeerraums – und schließt dabei neben Südeuropa auch Nordafrika ein.

Über eine Brücke ist das Mucem mit dem historischen Fort Saint-Jean verbunden, das man ebenfalls besichtigen kann. Manche Besucher kommen auch nur zum Entspannen in die Gärten und auf die Dachterrasse mit Blick auf das Meer und den Hafen – das ist übrigens kostenlos.

5. Fort Saint-Jean: Historischer Wachtposten

Blick auf das Wasser und die Küste von Marseille, mit einer historischen Festung und einer modernen Terrasse. Im Vordergrund sind Liegen und Besucher zu sehen, die die Aussicht genießen.
Fort Saint-Jean ©aterrom
Lage:Am Hafen
Erbaut:im 17. Jhd.
Heutige Nutzung:Kunstaustellungen

Das Fort Saint-Jean, eines der eindrucksvollsten historischen Bauwerke Marseilles, markiert den Eingang zum Vieux Port. Es wurde im 17. Jahrhundert unter Ludwig XIV. erbaut – mit Kanonen, die nicht zum Meer, sondern in Richtung Stadt gerichtet waren.

Das Fort sollte in einer Zeit interner Aufstände die Kontrolle sichern. Später diente das Fort Saint-Jean als Gefängnis, anschließend als Kaserne und schließlich als Lazarett. Heute ist es Teil des Mucem-Komplexes und kostenlos zugänglich. Besucher spazieren durch alte Wehrgänge, Gärten und steinerne Innenhöfe.

6. Cathédrale Sainte-Marie-Majeure: Sakrale Pracht am Meer

Abendliche Aufnahme der Cathédrale Sainte-Marie-Majeure in Marseille mit beleuchteter Fassade und aussenliegenden Treppen. Die Kirche zeigt neobyzantinische Architektur und ist von einem Platz mit Bäumen und Sitzgelegenheiten umgeben.
©Charles de Lisle

Auch interessant: Die schönsten Burgen, Schlösser & Paläste in Europa

Lage:Zwischen Le Panier und Hafen
Erbaut:im 19. Jhd.
Must-Do:Architektur bestaunen

Zwischen dem historischen Viertel Le Panier und dem Hafen liegt eine wuchtige Kirche, die mit ihrer Größe und Pracht mehr an eine Kathedrale in Rom als an eine typische Hafenstadtkirche erinnert: die neobyzantinische Cathédrale Sainte-Marie-Majeure, oft einfach La Major genannt, aus dem 19. Jahrhundert.

Die Fassaden aus gestreiftem Kalk- und Lavagestein, die wuchtigen Kuppeln und die reich verzierte Innenausstattung verleihen ihr eine fast orientalisch anmutende Pracht.

7. Château d’If: Legendäres Gefängnis auf der Insel

Blick auf das Château d'If, eine historische Festung auf einer kleinen Insel vor der Küste von Marseille, umgeben von blauem Wasser und Felsen.
©G.Thielmann
Lage:3 km vor Marseille
Bootsfahrt:ab Vieux Port
Nur möglich:bei ruhiger See

Nur wenige Kilometer vor der Küste Marseilles erhebt sich das Château d’If auf einer kleinen, schroffen Insel. Die Festung wurde im 16. Jahrhundert unter Franz I. erbaut und diente bald als berüchtigtes Gefängnis.

Besonders berühmt wurde sie durch Alexandre Dumas’ Roman Der Graf von Monte Christo. Heute kannst du bei ruhiger See mit dem Boot vom Vieux Port übersetzen und die Zellen, Mauern und Ausblicke erleben. Der Rundblick auf Marseille und das offene Meer macht den Besuch zu einem echten Highlight.

8. Palais Longchamp: Wasserkunst und Kulturpracht

Der Palais Longchamp in Marseille, ein monumentales Bauwerk mit beeindruckenden Wasserspielen und Kaskaden, umgeben von einem grünen Park. Im Vordergrund ist ein Brunnen mit dekorativen Figuren und eine große Wasserfläche zu sehen. Das architektonische Ensemble strahlt historische Pracht aus und ist ein beliebter Ort für Besucher.
©saiko3p
Lage:4. Arrondissement
Highlight:Brunnen & Kaskaden
Must-Do:Kunstmuseum

Im 4. Arrondissement von Marseille, am Ende des Boulevard Longchamp, findet ihr ein besonders prachtvolles Bauwerk: den Palais Longchamp. Er wurde im 19. Jahrhundert errichtet, um die Fertigstellung des Canal de Marseille zu feiern, der erstmals Wasser aus dem Fluss Durance in die Stadt leitete. Der riesige Brunnen mit Figuren und Wasserkaskaden bildet das Herzstück des Ensembles und ist ein beliebter Instagram-Spot.

In den beiden Seitenflügeln befinden sich das Kunstmuseum und das Naturkundemuseum. Dahinter erstreckt sich der grüne Parc Longchamp – ein beliebter Ort zum Spazieren und Picknicken. Bei gutem Wetter treffen sich hier auch Tanzgruppen.

9. Parc National des Calanques: Wilde Klippenlandschaft

Blick auf das klare Wasser und die Felsen des Parc National des Calanques mit grünen Bäumen und Hügeln im Hintergrund.
Calanque d’En Vau ©Leonid
Lage:zwischen Marseille & Cassis
Must-Do:Buchtwanderung
Beste Reisezeit:Frühling bis Herbst

Nur wenige Kilometer südlich von Marseille beginnt mit dem Parc National des Calanques ein Naturwunder der Extraklasse. Der Nationalpark erstreckt sich entlang der Mittelmeerküste bis nach Cassis und bietet wilde Kalksteinformationen, steil abfallende Klippen und smaragdgrüne Buchten. Die Calanques – fjordartige Einschnitte in der Felsküste – sind nur zu Fuß, per Boot oder Kajak erreichbar.

Die Region beheimatet rund 900 Pflanzenarten, darunter geschützte Spezies, sowie etwa 80 Vogel- und 60 Meeresarten wie Delfine und Korallen. Mit mildem Mittelmeerklima, dem charakteristischen Mistral und trockenen Sommern ist der Park ideal für Outdoor-Abenteuer wie Wanderungen, Klettern und Schnorcheln.

10. Vallon des Auffes: Marseilles Fischeridylle am Meer

Blick auf den malerischen Hafen Vallon des Auffes in Marseille, umgeben von bunten Häusern und Booten. Die felsige Landschaft im Hintergrund bietet einen Kontrast zu den lebhaften Farben der Gebäude. Der Himmel ist klar und blau.
©Olena Zn
Lage:An der Corniche Kennedy
Must-Try:Aperó bei Viaghji Di Fonfon
Must-See:Steinviadukt

Nur einen Steinwurf vom geschäftigen Zentrum entfernt, versteckt sich der Vallon des Auffes an der Corniche Kennedy im 7. Arrondissement – ein kleiner Hafen wie aus einem Gemälde. Zwischen bunten Fischerhäusern und traditionellen Booten (den „Pointus“) scheint hier die Zeit stillzustehen.

Über allem spannt sich ein malerisches Steinviadukt mit drei hohen Bögen. Früher lebten hier die Fischer, heute locken charmante Lokale wie Chez Fonfon mit Bouillabaisse und Blick aufs Meer. Ein Ort für Genießer, Fotografen und alle, die Marseille von seiner leisen Seite erleben wollen.

11. La Cité Radieuse: Marseilles Wohnvision aus Beton

Architekturansicht der Cité Radieuse in Marseille, entworfen von Le Corbusier mit Betonpfeilern und einer Dachterrasse. Im Hintergrund erstreckt sich die Stadtlandschaft unter einem klaren blauen Himmel.
Dachterasse auf dem Cite Radieuse ©stasknop
Lage:8. Arrondissement
Must-Do:Panorama-Dachterrasse
Besonderheit:UNESCO-Welterbe

Im Süden Marseilles ragt die Cité Radieuse wie ein modernes Denkmal empor. Entworfen wurde sie vom Architekten Le Corbusier in den 1950er-Jahren. Das 56 Meter hohe Gebäude gilt als Prototyp für die „vertikale Stadt“: 337 Wohnungen, dazu Geschäfte, ein Hotel, ein Kindergarten und sogar eine Dachterrasse mit Kunstzentrum (MAMO).

Die markante Betonarchitektur im Stil des Brutalismus mag polarisieren, ist aber heute UNESCO-Welterbe. Besonders beeindruckend ist der Blick von oben über die Stadt bis zum Mittelmeer. Ein Muss für Architekturinteressierte und ein ungewöhnlicher Reisetipp abseits klassischer Sehenswürdigkeiten.

12. Stade Vélodrome: Marseilles Fußballtempel

Lage:8. Arrondissement
Must-Do:Spiel oder Stadionführung erleben
Kapazität:ca. 67.000

Im Süden Marseilles erhebt sich das imposante Stade Vélodrome, die Heimspielstätte von Olympique de Marseille. Mit über 67.000 Plätzen, einer futuristischen Dachkonstruktion und einer elektrisierenden Atmosphäre ist das Stadion eines der stimmungsvollsten Europas.

Hier treffen südfranzösisches Temperament und Fußballleidenschaft aufeinander – besonders spürbar bei Heimspielen oder Konzerten. Seit seiner Modernisierung für die EM 2016 ist das Stadion auch architektonisch ein Highlight unter den Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Weitere Reisetipps in Frankreich

Schon gewusst? Marseille hat den Ruf, etwas rauer zu sein – und das nicht ganz zu Unrecht. Die Stadt verzeichnet eine der höchsten Kriminalitätsraten Frankreichs, laut Innenministerium insbesondere beim Drogenhandel und bei Gewaltkriminalität durch Banden. Diese konzentrieren sich jedoch hauptsächlich auf bestimmte Viertel in den nördlichen Arrondissements, die touristisch kaum erschlossen sind. In den zentralen und touristisch geprägten Bereichen wie dem Vieux Port, Le Panier oder den Calanques sind vor allem Taschendiebstähle und Trickbetrug ein Thema. Wie in jeder Großstadt sollte man Wertsachen nah am Körper tragen, keine Taschen offen abstellen, nachts gut beleuchtete Wege nutzen und unbekannte Viertel nach Einbruch der Dunkelheit meiden. So bleibt Marseille ein faszinierendes und sicheres Reiseziel.

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