Auf den Spuren Olympias durch Innsbruck zu gehen, ist auch heute noch möglich – und fühlt sich im Winter fast automatisch ein bisschen nach Gänsehaut an: Stadtlichter unten, Bergkulisse oben, und dazwischen legendäre Sportstätten, die bis heute vom olympischen Kapitel erzählen. Zum 50-Jahre-Jubiläum wird dieser Spirit in Österreich besonders spürbar, denn Innsbruck trägt die Spiele von 1976 nicht nur im Geschichtsbuch, sondern sichtbar weiter. Diese fünf olympischen Erlebnisse könnt ihr in Innsbruck noch immer selbst ausprobieren!
Hier könnt ihr die Olympischen Winterspiele ausprobieren
Zwischen Nordkette und Patscherkofel liegt Innsbruck mitten in Tirol. Sie gilt vielen als heimliche Hauptstadt der Alpen sowie als sportliche Hochburg in Österreich. Vom 4. bis 15. Februar 1976 rückten die Olympischen Winterspiele die Stadt ins Zentrum der internationalen Aufmerksamkeit.
Innsbruck ist bis heute die einzige Olympiastadt des Landes und viele Schauplätze von damals lassen sich noch immer ganz konkret erleben. Ihr folgt den Spuren der Spiele beim Bobfahren im Olympia Eiskanal in Igls, an der früheren Damenabfahrt in der Axamer Lizum, auf der Herrenabfahrt am Patscherkofel, beim Eisschnelllaufen in der OlympiaWorld oder beim Skispringen an der Bergiselschanze.
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#innsbruck
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1. Bobfahren im Olympia Eiskanal Igls

| Lage: | Igls |
| Geschwindigkeit: | 120 km/h |
| Kurven: | 14 |
Dieses Erlebnis in Innsbruck fühlt sich garantiert sofort nach Olympia an: Beim Rennbobfahren jagd ihr eine komplette Bahnlänge durch 14 Kurven und den legendären Kreisel – schnell, laut und garantiert mit viel Adrenalin. Das Beste daran: Ihr braucht keine Vorkenntnisse. Ein erfahrener Pilot und Bremser steuern den Bob, so dass ihr euch voll auf den Kick konzentrieren könnt.
Und ja, hier steckt richtig viel Geschichte drin: Für die Winterspiele 1976 wurde die Anlage als kombinierte Bob-, Rodel- und Skeletonbahn gebaut und gilt bis heute als ikonischer Olympia-Ort. Danach könnt ihr direkt vor Ort runterkommen, kurz durchatmen und euch (realistisch) fragen, ob ihr es wirklich bei nur einer Fahrt belassen wollt.
2. Damen-Abfahrt in der Axamer Lizum
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| Skigebiet: | Axamer Lizum |
| Länge: | 3,5 km |
| Höhenmeter: | 780 hm |
Direkt vor den schroffen Kalkkögeln schlängelt sich die Olympia Damenabfahrt talwärts und fühlt sich genau so an, wie man es sich von einem Olympia-Ort vorstellt: eine dramatische Kulisse, ein sportlicher Flow und immer wieder dieser Moment, in dem ihr kurz stehen bleiben wollt, nur um das Panorama aufzusaugen. Im Skigebiet Axamer Lizum seid ihr schnell mitten im Geschehen, denn mit der Hoadlbahn geht es zügig nach oben und der Einstieg ist praktisch zum Greifen nah.
Dass ihr hier nicht „irgendeine“ Piste fahrt, merkt ihr sofort. In der Axamer Lizum wurden olympische Skiwettbewerbe ausgetragen, und genau dieses Erbe schwingt bis heute mit. Wenn ihr dann die ersten Schwünge setzt, wird aus Geschichte auf einmal Gegenwart: Fahrt aufnehmen, Rhythmus finden, genießen und am Ende grinsend unten ankommen.
3. Herren-Abfahrt am Patscherkofel



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| Skigebiet: | Patscherkofel |
| Länge: | 3,4 km |
| Olympia-Legende: | Franz Klammer* |
Hier wird Ski-Geschichte richtig greifbar. Auf den Hängen am Patscherkofel wurde 1976 die olympische Herrenabfahrt gefahren und genau dieser Olympiaberg-Vibe begleitet euch auch heute noch, sobald ihr aus der Gondel steigt und Richtung Piste schaut. Ihr seid nur ein paar Minuten südlich von Innsbruck und habt trotzdem sofort dieses Gefühl, an einem ganz besonderen Ort zu stehen.
Das Herzstück für euren Olympia-Moment ist die Olympiaabfahrt: sportlich, mit ordentlich Charakter, aber so, dass ihr sie mit sauberer Technik und Respekt richtig genießen könnt. Und klar, der Name fällt hier automatisch: Franz Klammer, dessen Sieg 1976 diesen Hang endgültig legendär gemacht hat. Mein Tipp: Erst ein paar Schwünge zum Reinkommen, dann bewusst auf die Olympiaabfahrt wechseln und den Rhythmus laufen lassen.
4. Eisschnelllaufen in der OlympiaWorld Innsbruck

| Lage: | OlympiaWorld |
| Must-Do: | Publikumseislauf |
| Anlagen: | innen und außen |
Wenn ihr euch in Innsbruck wie ein Teil der olympischen Kulisse fühlen wollt, dann ist die Olympiaworld Innsbruck genau euer Spot. Hier könnt ihr eure Runden drehen, ganz entspannt oder mit Tempo, je nachdem, wie sehr ihr euren inneren Eisschnellläufer wecken wollt. Das Schöne: Ihr seid nicht vom Wetter abhängig, denn ihr könnt drinnen in der Halle laufen oder nach draußen auf den Außeneisring wechseln. Genau diese Mischung macht es so unkompliziert, wenn ihr zwischen Stadtbummel, Kaffee und Abendprogramm noch ein aktives Highlight einschieben wollt.
Und ja, das fühlt sich mehr nach Olympia an, als man denkt. Spätestens nach den ersten schnellen Runden merkt ihr, warum Eissport in Innsbruck einfach Tradition hat.
5. Skispringen auf der Bergiselschanze



| Turmhöhe: | 50 m |
| Must-Do: | Auf dem Zitterbalken sitzen |
| Restauraunt: | Bergisel SKY |
Schon der Weg nach oben ist ein kleines Wow: Ein Lift bringt euch bis zum Schanzentisch, wo ihr plötzlich in genau der Perspektive steht, die bei Skispringern sofort Herzklopfen auslöst. Und weil der Bergisel nicht nur Sportstätte, sondern auch Aussichtspunkt ist, gehört das Panorama hier einfach dazu, genau wie ein Besuch im Panoramarestaurant ganz oben.
Selbst springen könnt ihr zwar nicht, aber ihr könnt verdammt nah dran. Von Anfang Mai bis Mitte Oktober gibt es täglich Show-Skispringen, bei dem ihr die Springerinnen und Springer beim Training beobachten könnt, je nach Wetter und Wind. Wenn ihr tiefer eintauchen wollt, lohnen sich Stadion- und Sportführungen, bei denen ihr hinter die Kulissen kommt. Und für alle, die einmal testen wollen, wie sich das anfühlt: Es gibt sogar die Möglichkeit, gesichert oben auf dem Zitterbalken zu sitzen und diesen Adrenalinkick einmal selbst zu spüren.
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Schon gewusst? Eigentlich hätten die Olympischen Winterspiele 1976 gar nicht in Innsbruck stattfinden sollen. Zuerst bekam Denver den Zuschlag und setzte sich damit gegen andere Bewerber durch. Doch in Colorado stellte sich die Bevölkerung gegen die Finanzierung mit Steuergeld, per Referendum wurde das Projekt gekippt und die Spiele gingen zurück ans IOC. Erst in der zweiten Runde fiel die Entscheidung dann zugunsten von Innsbruck, das sich gegen Lake Placid, Chamonix und Tampere durchsetzte. Und das passte, denn Innsbruck kannte Olympia schon: 1964 war die Stadt bereits Austragungsort. 1976 schrieb Innsbruck außerdem noch ein kleines Kapitel Sportgeschichte, denn Eistanz war hier zum ersten Mal olympische Disziplin.
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