Montenegro … ja, schon mal gehört, aber wo war das nochmal? Montenegro gehört wohl zu den wenigen Geheimtipps, die Europa noch hat. Dabei hat das Land mit seinen Sehenswürdigkeiten so viel zu bieten, dass eine Reise nach Montenegro mehr als empfehlenswert ist und sich wirklich lohnt. Denn von historischen Städten, über breite Strände bis hin zu spektakulärer Natur gibt es in dem kleinen Staat viele interessante Orte zu entdecken.

Lohnt sich Urlaub in Montenegro?

Montenegro ist abwechslungsreich. Dadurch, dass das Land mit einer Fläche von 13.812 Kilometern zu den kleineren Staaten Europas gehört, müssen Reisende keine langen Wege zurücklegen. Man kann bereits in nur einer Woche schon sehr viel von Montenegro sehen und dabei sowohl Kultur als auch Natur abdecken. Laut World Travel & Tourism Council (WTTC) ist Montenegro jedoch weltweit seit Jahren unter den drei wachstumsstärksten Reiseländern, weshalb sich Reisende, die ein Land gerne noch in seiner Ursprünglichkeit erleben, besser etwas beeilen sollten.

#montenegro #rundreise

Instatipp: Für Adrenalin-Junkies und Fans von spektakulären Fotos empfiehlt sich die Tara-Schlucht, nach dem Grand Canyon die zweitgrößte Schlucht der Welt. Dort bieten verschiedene Zipline-Unternehmen ihren Service an. Nur bitte das Handy während der kurzen, aber schnellen Fahrt sehr gut festhalten.

Anreise und Reisen im Land

Montenegro verfügt über zwei Flughäfen, nämlich Podgorica und Tivat, wobei letzterer oft nur saisonal im Sommer angeflogen wird. Wer Geld sparen möchte, fliegt mit Wizzair, Ryanair oder Eurowings ab Berlin, Memmingen, Stuttgart oder Düsseldorf. Reisende, die in Westdeutschland wohnen, können auch günstig ab Amsterdam mit Transavia nach Tivat fliegen. Für das Reisen im Land gibt es zwei Möglichkeiten, entweder die öffentlichen Verkehrsmittel oder das Mietauto. Besonders bei letzterem sollte aber auf die Bestimmungen für Grenzübertritte geachtet werden. Da viele Destinationen in Montenegro noch nicht so gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden sind, bieten zahlreiche Agenturen auch Tagestouren an.

Erster Stopp im UNESCO Weltkulturerbe Kotor

Ich kann es nicht anders sagen: Diese Stadt ist der Wahnsinn. Wer mit dem Bus von Tivat nach Kotor fährt, wird spätestens nach dem Passieren des Bergpasses mit offenem Mund staunen. Denn die alte mediterrane Hafenstadt Kotor liegt an einer wunderschönen Bucht, umgeben von grünen Hügeln und Bergen und bietet zu jeder Tages- und Nachtzeit ein unvergleichliches Panorama. (Ja, ich bin ein bisschen verliebt!) Die Altstadt hat eine ganz besondere Atmosphäre und es gibt nichts Besseres, als sich dort einfach in den frühen Morgenstunden, gegen Abend bei tiefrotem Licht oder in der Nacht zu verlaufen. Mitten am Tag solltet ihr den Stadtkern aber lieber meiden, wenn mal wieder Kreuzfahrtschiffe angelegt haben.

Nationalparks Lovcen, Durmitor und Tara-Schlucht

Auch die Natur von Montenegro ist derart beeindruckend, dass oft nichts anderes übrig bleibt, als ein ergriffenes „Oh wow“ zu hauchen. Zahlreiche Nationalparks in dem kleinen Land laden dazu ein, Berge zu erklettern, Mountainbike zu fahren, Rafting auszuprobieren oder im Winter Ski zu fahren. Ein einmaliges Erlebnis ist sicher Ziplining über die Tara-Schlucht für einen Preis von 20 Euro. Bei der Fahrt von der einen Seite zur anderen mit der gewaltigen Schlucht unter sich werden die Knie schon recht weich. Wer in die Nationalparks möchte, sollte jedoch einen Mietwagen in Erwägung ziehen, da die Regionen noch nicht optimal durch den öffentlichen Transport erschlossen sind.

Podgorica und Tivat könnt ihr weglassen

Natürlich hat jeder Ort seinen besonderen Reiz und überall gibt es etwas zu entdecken, aber Montenegro hat so viel zu bieten, dass Reisende mit einer begrenzten Anzahl von Tagen vor Ort eben doch Prioritäten setzen müssen. Meiner Meinung nach könnt ihr euch auf jeden Fall Tivat sparen. Dort wird aktuell sehr viel Mühe investiert, Luxushotels für reiche Russen, die mit ihren Yachten anlegen, aus dem Boden zu ziehen. So richtig Atmosphäre stellt sich dabei aber nicht ein. Ebenso denke ich, dass ihr die Hauptstadt Podgorica weglassen könnt. Sehenswürdigkeiten im klassischen Sinne gibt es dort kaum und das Zentrum hat man locker in einem einstündigen Spaziergang gesehen.

Das Highlight: Kloster Ostrog

Meine Liebeserklärung an Kotor muss ich ja nicht wiederholen, aber auch die Altstadt von Budva ist traumhaft schön. Auch da gilt: Lauft einfach los, ganz ohne Plan und ihr werdet die schönsten verborgenen Ecken finden. Meine Lieblingssehenswürdigkeit in Montenegro ist übrigens das Kloster Ostrog. Ein gigantisches, strahlend schönes Gebäude, das direkt in den Felsen gehauen wurde. Selbst wer nicht religiös ist, wird hier ganz still und ehrfürchtig.

Fazit

Muss ich es wirklich noch explizit sagen? Montenegro ist ein Traum und wer nicht dort hinfährt, verpasst etwas. Nehmt euch eine Woche Zeit, fahrt mit dem Auto die Küstenstraßen in der Bucht von Kotor entlang, bestaunt Sveti Stefan und genießt den Panorama-Blick vom Njegos Mausoleum. Anschließend könnt ihr euren Urlaub in Ulcinj am Meer bei sehr gutem Essen ausklingen lassen. Auch wird euch auffallen, wie freundlich und hilfsbereit die Montenegriner sind. Kurz: Dieses Land ist ein echter Geheimtipp und wird es hoffentlich auch noch lange bleiben.

Lage

Praktische Links

Gut zu wissen

Viele Reisende verbinden Montenegro mit Besuchen der Nachbarländer auf dem Balkan. Dabei ist aber zu beachten, dass Grenzübertritte immer noch nicht ganz einfach sind und lange dauern können. Besonders problematisch wird es in Kosovo. Wer zuerst dort einreist und dann weiter will nach Serbien, wird spätestens an der Grenze gestoppt. Dort gibt es kein Durchkommen, denn trotz der Unabhängigkeit von Kosovo gilt die Einreise für serbische Grenzbeamte als illegale Einreise in ihr Land. Deswegen, wenn es sich vermeiden lässt, erspart euch den Stress und die Zeit und wählt eine andere Route.

3 Kommentare

  1. Liebe Sarah, danke für den umfangreichen Bericht über Montenegro. Bei den Links sind dir leider ein paar Fehler unterlaufen. Dort steht „Mazedonien“ und die Linkziele stimmen auch nicht. Gerne stehe ich dir für Rückfragen zur Verfügung. Beste Grüsse aus Montenegro!

      1. Gerne. Die Linkziele stimmen aber noch immer nicht, die offizielle „Website“ von Montenegro ist eine andere und auch die Nationalparks haben eine eigene, ausführliche Präsenz.

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