Montenegro … ja, schon mal gehört, aber wo war das nochmal? Montenegro gehört wohl zu den wenigen Geheimtipps, die Europa noch hat. Dabei hat das Land mit seinen Sehenswürdigkeiten so viel zu bieten, dass eine Reise nach Montenegro mehr als empfehlenswert ist und sich wirklich lohnt. Denn von historischen Städten, über breite Strände bis hin zu spektakulärer Natur gibt es in dem kleinen Staat viele interessante Orte zu entdecken.

Lohnt sich ein Roadtrip in Montenegro?

Montenegro ist abwechslungsreich. Dadurch, dass das Land mit einer Fläche von 13.812 km² zu den kleineren Staaten Europas gehört, müssen Reisende keine langen Wege zurücklegen. Man kann bereits in nur einer Woche schon sehr viel von Montenegro sehen und dabei sowohl Kultur als auch Natur und die Strände an der Adria abdecken.

Laut World Travel & Tourism Council (WTTC) ist Montenegro jedoch weltweit seit Jahren unter den drei wachstumsstärksten Reiseländern, weshalb sich Reisende, die ein Land gerne noch in seiner Ursprünglichkeit erleben, besser etwas beeilen sollten.

Instatipp: In der Bucht von Kotor liegt die Gospa od Škrpjela (dt. Maria vom Felsen). Auf der Insel befindet sich eine kleine Kirche. Sie stellt ein wunderschönes Fotomotiv vor einer imposanten Bergkette dar und kann auch mit dem Schiff erreicht werden.

Anreise nach Montenegro

Einwohner:ca. 642.000
Hauptstadt:Podgorica
Währung:Euro
Amtssprache:Montenegrinisch
Beste Reisezeit:Mai bis September

Montenegro verfügt über zwei Flughäfen, nämlich Podgorica und Tivat, wobei letzterer oft nur saisonal im Sommer angeflogen wird. Wer Geld sparen möchte, fliegt mit Wizzair, Ryanair oder Eurowings ab Berlin, Memmingen, Stuttgart oder Düsseldorf. Reisende, die in Westdeutschland wohnen, können auch günstig ab Amsterdam mit Transavia nach Tivat fliegen.

Für das Reisen im Land gibt es zwei Möglichkeiten, entweder die öffentlichen Verkehrsmittel oder das Mietauto bzw. den eigenen Wagen. Besonders bei letzterem sollte aber auf die Bestimmungen für Grenzübertritte geachtet werden. Da viele Orte in Montenegro noch nicht so gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden sind, bieten zahlreiche Agenturen auch Tagestouren an.

Der einzige Fjord des Mittelmeers

Wer von Tivat nach Kotor fährt, wird spätestens nach dem Passieren des Bergpasses mit offenem Mund staunen. Denn die alte mediterrane Hafenstadt Kotor liegt an einer wunderschönen Bucht, umgeben von grünen Hügeln und Bergen und bietet zu jeder Tages- und Nachtzeit ein unvergleichliches Panorama. Ich kann es nicht anders sagen: Diese Stadt ist der Wahnsinn und ja, ich bin ein bisschen verliebt.

Die Altstadt von Kotor hat eine ganz besondere Atmosphäre und es gibt nichts Besseres, als sich dort einfach in den frühen Morgenstunden, gegen Abend bei tiefrotem Licht oder in der Nacht zu verlaufen. Mitten am Tag solltet ihr den Stadtkern aber lieber meiden, wenn mal wieder Kreuzfahrtschiffe angelegt haben.

Nahe der Marienkirche beginnt ein schmaler Wanderweg, der über zahlreiche Steinstufen zu einer Festung steil nach oben führt. Die Wanderung dauert etwa 45 Minuten, doch die Anstrengung lohnt sich. Denn das St. John Fortress thront oberhalb der Bucht von Kotor und ihr habt dort einen fantastischen Ausblick auf den riesigen Fjord.

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Ziplining über die Tara-Schlucht

Die Natur von Montenegro ist derart beeindruckend, dass oft nichts anderes übrig bleibt, als ein ergriffenes „Oh wow“ zu hauchen. Zahlreiche Nationalparks in dem kleinen Land laden dazu ein, Berge zu erklettern, Wandern zu gehen oder Mountainbike zu fahren. Vor allem im Durmitormassiv gibt es zahlreiche Wanderwege. Das Gebirge ragt weiter über 2.000 Meter in die Höhe. Der höchste Gipfel ist mit 2.522 Metern der Bobotov Kuk.

Ein weiteres Erlebnis ist sicher Ziplining über die Tara-Schlucht nahe Žabljak für einen Preis von 20 Euro. Bei der Fahrt von der einen Seite zur anderen mit der gewaltigen Schlucht unter sich werden die Knie schon recht weich. Ähnlich actionreich geht es beim Rafting oder Floßfahren auf dem Fluss Tara zu. Engpässe, Stromschnellen und steile Ufer zeichnen diesen Canyon aus.

Ein gigantisches, strahlend schönes Gebäude

Natürlich hat jeder Ort seinen besonderen Reiz und überall gibt es etwas zu entdecken, aber Montenegro hat so viel zu bieten, dass Reisende mit einer begrenzten Anzahl von Tagen vor Ort eben doch Prioritäten setzen müssen. Meiner Meinung nach könnt ihr euch auf jeden Fall Tivat sparen. Dort wird aktuell sehr viel Mühe investiert, Luxushotels für reiche Russen, die mit ihren Yachten anlegen, aus dem Boden zu ziehen. So richtig Atmosphäre stellt sich dabei aber nicht ein.

TOP 10 SEHENSWÜRDIGKEITEN
1. Kotor
2. Tara-Schlucht
3. Kloster Ostrog
4. Nationalpark Lovćen
5. Gospa od Škrpjela
6. Badeort Budva
7. Nationalpark Skadarsee
8. Insel Ada Bojana
9. Durmitormassiv
10. Cetinje

Ebenso denke ich, dass ihr die Hauptstadt Podgorica weglassen könnt. Sehenswürdigkeiten im klassischen Sinne gibt es dort kaum und das Zentrum hat man locker in einem einstündigen Spaziergang gesehen.

Ein Must-See ist hingegen Kotor. Meine Liebeserklärung muss ich ja nicht wiederholen, aber auch die Altstadt von Budva ist traumhaft schön. Sie ist von einer mittelalterlichen Stadtmauer umgeben. Auch da gilt: Lauft einfach los, ganz ohne Plan und ihr werdet die schönsten verborgenen Ecken finden.

Meine Lieblingssehenswürdigkeit in Montenegro ist übrigens das Kloster Ostrog. Ein gigantisches, strahlend schönes Gebäude, das direkt in den Felsen gehauen wurde. Selbst wer nicht religiös ist, wird hier ganz still und ehrfürchtig. Darüberhinaus ist das Kloster eines der bedeutendsten Klöster der serbisch-orthodoxen Kirche.

Fazit

Muss ich es wirklich noch explizit sagen? Montenegro ist ein Traum und wer nicht dort hinfährt, verpasst etwas. Nehmt euch eine Woche Zeit, fahrt mit dem Auto die Küstenstraßen in der Bucht von Kotor entlang, bestaunt Sveti Stefan und genießt den Panorama-Blick vom Njegos Mausoleum.

Anschließend könnt ihr euren Urlaub in Montenegro an der Adria in Ulcinj bei sehr gutem Essen ausklingen lassen. Dort befindet sich die Insel Ada Bojana mit feinem Sandstrand und einem FKK-Strand. Auch wird euch auffallen, wie freundlich und hilfsbereit die Montenegriner sind. Kurz: Dieses Land ist ein echter Geheimtipp und wird es hoffentlich auch noch lange bleiben.

Lage

Praktische Links

4 Kommentare

  1. Liebe Sarah, danke für den umfangreichen Bericht über Montenegro. Bei den Links sind dir leider ein paar Fehler unterlaufen. Dort steht „Mazedonien“ und die Linkziele stimmen auch nicht. Gerne stehe ich dir für Rückfragen zur Verfügung. Beste Grüsse aus Montenegro!

      1. Gerne. Die Linkziele stimmen aber noch immer nicht, die offizielle „Website“ von Montenegro ist eine andere und auch die Nationalparks haben eine eigene, ausführliche Präsenz.

  2. Wir waren vor 6 Jahren in Tivat, machten unsere Hochzeitsreise, ein wunderschönes Land, waren 14 Tage dort viel zu kurz, es gibt so viel schönes zu sehen.

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