Die Wildkogel Arena zählt zu den beliebtesten Skigebieten im Salzburger Land. Ich habe das Gebiet zwischen Neukirchen am Großvenediger und Bramberg besucht, bin über auffallend breite Pisten gecarvt und habe dabei immer wieder über das Panorama der Hohen Tauern gestaunt. Außerdem gibt es in der Wildkogel Arena eine der längsten Talabfahrten Österreichs und die längste beleuchtete Rodelbahn der Welt.
Lohnt sich Skiurlaub in der Wildkogel Arena?
| Skigebiet: | Wildkogel Arena |
| Pistenkilometer: | 75 km |
| Höhenlage: | 834 m bis 2.150 m |
| Längste Abfahrt: | 14 km |
| Rodelbahn: | längste beleuchtete der Welt |
In der Wildkogel Arena warten rund 75 Pistenkilometer auf euch. Das Skigebiet erstreckt sich zwischen Neukirchen am Großvenediger und Bramberg am Wildkogel. Von vielen Pisten aus blickt man direkt auf die höchsten Gipfel Österreichs. Besonders beeindruckend ist der Blick auf den Großvenediger, der mit über 3.600 Metern Höhe zu den markantesten Bergen der Region zählt.
Das Herz des Skigebiets liegt auf über 2.000 Metern Höhe. Hier befinden sich viele breite und eher mäßig steile Abfahrten. Weil die Abfahrten viel Platz für entspannte Schwünge bieten, fühlen sich vor allem Anfänger und Familien mit Kindern in der Wildkogel Arena sehr wohl. Gleichzeitig gibt es mit der Talabfahrt nach Bramberg auch eine Piste, die die Beine zum Glühen bringt. Mit einer Länge von 14 Kilometern gehört die rote Abfahrt zu den längsten in Österreich. Ein weiteres Highlight macht die Region besonders. Die längste beleuchtete Rodelbahn der Welt startet ebenfalls am Wildkogel und führt über 14 Kilometer bis nach Bramberg hinunter. Dadurch wird die Region auch nach dem Skitag noch zum Erlebnis.
Fototipp: Mein liebster Aussichtspunkt ist an der Bergstation des Frühmesser X-Press. Hier hat man das Skigebiet vor sich liegen und im Hintergrund ragen die Hohen Tauern auf. Das sieht super aus!
Anreise nach Neukirchen am Großvenediger
Wir reisen aus München an. Die Fahrt dauert rund zwei Stunden, durch das Inntal und dann immer tiefer hinein in die Bergwelt der Hohen Tauern. Für diese Route benötigt ihr auch keine Vignette, denn die Strecke ist komplett mautfrei. Die Parkplatzsituation in Neukirchen kann allerdings etwas schwierig sein. Es gibt zwar einige kostenpflichtige Parkhäuser und Parkflächen, aber gerade an sonnigen Wochenenden sind viele schnell belegt.
Mein Tipp ist daher, wenn möglich direkt im Ort zu übernachten und das Auto an der Unterkunft stehen zu lassen. So könnt ihr morgens entspannt zur Gondel laufen. Mit der Wildkogelbahn düsen wir im März hier sogar schon um 8:15 Uhr ins Skigebiet hinauf. Alternativ könnt ihr natürlich auch in Bramberg einsteigen und dort vor Ort übernachten.
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Schneeschüssel mit Pistenautobahnen
Sobald wir oben sind, erstreckt sich das Skigebiet direkt vor uns. Es wirkt wie eine Art Schüssel. Zu allen Seiten können wir Ski fahren. Meine liebste Abfahrt befindet sich am Frühmesser X-Press. Hier, am höchsten Punkt auf 2.126 Metern, beginnt die blaue Piste mit der Nummer 13. Sie ist der Inbegriff einer Pistenautobahn. Denn sie ist wirklich superbreit und dabei gleichmäßig geneigt.
Nehmt unbedingt auch den Speed Check mit. Der befindet sich an der Gensbichlbahn. Einmal kurz den Skipass scannen, die Schusshocke einnehmen und Vollgas geben, sobald die Ampel grün aufleuchtet. Unten im Auslauf kann ich dann die Geschwindigkeit ablesen: 62 km/h. Schon krass, was auf zwei Brettern möglich ist. Übrigens befindet sich in der Nähe auch die Funslope. Die lohnt sich ebenfalls.
14 km lange Talabfahrt
Mein persönliches Highlight des Tages ist allerdings die 14 Kilometer lange Talabfahrt. Sie beginnt an der Bergstation der Smaragdbahn auf 2.101 Metern Höhe. Die Piste ist komplett rot markiert. Einige Passagen sind trotzdem ein bisschen steiler.
Hier macht der Kurzschwung richtig Spaß und geht auch gut in die Oberschenkel. Diese Stellen kann man aber meist über eine Umfahrung vermeiden. So ist die Talabfahrt auch für fitte Skianfänger schon gut machbar, würde ich sagen.
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Viele Hütten am Pistenrand
Wenn dann die Beine brennen, habt ihr in der Wildkogel Arena die Qual der Wahl. Denn im Verhältnis gibt es hier super viele Hütten am Pistenrand. Wenn ihr mit der Smaragdbahn aus Bramberg wieder hinauffahrt, könnt ihr in der Wildkogelalm einkehren. Germknödel, Tiroler Gröstl, Wiener Schnitzel … Hier gibt es alles, was das Herz im Skiurlaub begehrt.
Wir fahren noch etwas weiter und nutzen die riesige Sonnenterrasse im Aussichts-Bergrestaurant direkt an der Bergstation der Wildkogelbahn für die Einkehr. Die Glasscheiben rundherum schützen vor kaltem Wind, und wenn die Sonne scheint, könnt ihr es euch hier richtig gut gehen lassen und den Blick über die mächtige Bergwelt schweifen lassen. Den Kaiserschmarren kann ich sehr empfehlen. Allerdings herrscht Selbstbedienung.
(Nacht-)Rodeln statt Après-Ski in der Wildkogel Arena
Nach dem Skitag gibt es in der Wildkogel Arena natürlich die eine oder andere Schirmbar zum Anstoßen. Dazu zählt beispielsweise das Ramba Zambar an der Bergstation der Wildkogelbahn oder aber die Zwischnzeit auf der Hälfte der langen Talabfahrt nach Bramberg. Insgesamt werden Après-Ski-Liebhaber und Party-Nachtschwärmer aber wohl eher in anderen Gebieten fündig.
Stattdessen könnt ihr abends noch einmal die Kufen zum Glühen bringen und mit dem Schlitten über die längste beleuchtete Rodelbahn der Welt gen Tal sausen. Sie verläuft unmittelbar neben der langen Talabfahrt und ist ebenfalls 14 Kilometer lang. Wer denkt, dass Rodeln nicht anstrengend sei und nur etwas für Kinder, wird hier ganz sicher eines Besseren belehrt.
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Fazit
Die Pisten der Wildkogel Arena haben mir persönlich richtig gut gefallen. Es sind Abfahrten zum Cruisen und zum Laufenlassen. Für mich heißt das: Ich kann den Kopf ausschalten und einfach genießen. Das wissen auch viele Familien und Anfänger zu schätzen. So lohnt es sich, früh zu starten, um die ersten Abfahrten noch frei ausfahren zu können. Im Laufe des Vormittags wird es dann meist ein bisschen voller. Auch bei Skifreizeiten ist das Skigebiet beliebt.
Ich mag außerdem die Übersichtlichkeit. Man muss kaum Angst haben, sich zu verlieren, wenn man in einer Gruppe unterwegs ist. Von fast allen Bergstationen hat man einen guten Überblick über das Skigebiet und kann sich somit direkt zum nächsten Lift verabreden, der bereits von oben gut zu sehen ist. Das macht die Wildkogel Arena in dieser Form fast einzigartig.
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