„Ach cool, ihr wart im Fairmont Banff Springs? Da bin ich ein bisschen neidisch,“ ist die Reaktion meiner Freundin, als ich von der Übernachtung auf meiner Kanadareise berichte. So hätte ich wahrscheinlich auch reagiert, hätte mir das jemand anders erzählt. Unübersehbar thront das Fairmont Banff Springs über den Dächern von Banff in Alberta. Das riesige Hotel sieht von außen ziemlich beeindruckend aus. Und während wir auf die gemauerten Fassaden der Burg zufahren, fühle ich mich kurz wie im Film. Oder wie auf Zeitreise.

Ist das Fairmont Banff Springs empfehlenswert?

Schon von Weitem erinnert das Fairmont Banff Springs an ein schottisches Schloss. Dabei ist das Luxushotel gar nicht so alt, wie es vielleicht von außen aussehen mag. Ursprünglich wurde das erste Hotel hier bereits um 1888 aus Holz erbaut. Dabei geschah ein Missgeschick. Die Baupläne wurden falsch herum gehalten. Die Suites, die eigentlich zum Bow River zeigen sollten, waren genau auf der anderen Seite. Heutzutage ist jedoch alles an seinem Platz. 1962 brannte das Hotel nieder. 1964 entstand dann das Hotel, das heute noch steht und zu den imposantesten Unterkünften der Region gehört.

#banff #übernachten

Instatipp: Wenn ihr den Fluss quert und das Hotel von der anderen Seite aus fotografiert, liegt es umgeben von Wäldern hebt es sich imposant heraus. Der Fluss wirkt dabei wie ein Burggraben.

Anreise nach Banff

Vom Flughafen Calgary geht es mit dem Mietwagen in Richtung Banff. Dabei passieren wir den Eingang des gleichnamigen Nationalparks. An den Mautstationen wird eine Parkgebühr fällig. Für fünf Tage sind das etwa 90 Dollar, die wir bezahlen müssen. Das ist wichtig, denn Park-Ranger kontrollieren die Fahrzeuge, die sich im Park bewegen. Angekommen in Banff, queren den Bow River am anderen Ende des Ortes und fahren wenige Meter später bereits auf die eindrucksvolle Schlosskulisse zu.

Willkommen in Hogwarts

Wie bei Harry Potter, schießt es mir durch den Kopf. So müssen sich die Zauberschüler gefühlt haben, wenn sie mit dem Hogwarts-Express vor ihrer Schule eingefahren sind. Passend dazu dämmert es bereits. Nebel steigt auf. Aus den Fenstern der Burg leuchtet Licht. Mystisch. Und mit super Service. Sobald wir anhalten, öffnet mir bereits ein Mann die Tür. Er übernimmt die Schlüssel, weist den Weg zum Check-In und parkt den Wagen für uns. Etwas überrumpelt stolpern wir in die riesige Eingangshalle. Und wieder schießt mir der Vergleich zu Hogwarts durch den Kopf.

Endlose Gänge, goldene Knöpfe und Kronleuchter

Ein riesiger Kronleuchter baumelt über meinem Kopf. Im Aufzug drücke ich auf goldene Knöpfe und laufe dann durch einen schier endlosen Gang zum Zimmer. Bett, Sessel, Schreibtisch, Fernseh, Minibar und ein begehbarer Kleiderschrank. Auf der Kommode liegen mit Schokolade überzogene Erdbeeren bereit. Die bleiben erstmal liegen. Es gibt schließlich gleich Abendessen. Nur wo? Insgesamt gibt es 15 Restaurants in dem riesigen Hotel. Genauso ist ein großer Wellnessbereich vorhanden, ein riesiger Golfplatz, und wer zum Einkaufen nicht rausgehen möchte, findet außerdem zahlreiche Shops.

Filetsteak und dazu Trüffelpommes

Wir überlassen die Wahl des Restaurants eher dem Zufall und kehren im Vermillion Room ein. Das ist das erste, an dem wir vorbeikommen. Eine gute Wahl. Hier gibt es französisch-kanadische Spezialitäten. Eine Servicekraft weist uns einen Tisch zu, ein anderer Mitarbeiter nimmt sofort unsere Getränkewünsche auf und reicht uns die Speisenkarten. Es gibt Steak. Da muss ich gar nicht lange überlegen. Bestellt. Medium-Rare. Es ist perfekt zubereitet. Genau richtig gegart. Das könnte man ohne Beilagen essen. Ein paar Trüffelpommes finden trotzdem den Weg in den Magen. Die sind fast genauso gut. Und das Frühstücksbuffet am Morgen solltet ihr euch hier auch nicht entgehen lassen.

Fazit

Eine Übernachtung im Fairmont Banff Springs ist ein Highlight für sich. Wenn man auf gute Hotels wert legt, ist man hier genau richtig. Und auch ich habe mich rundum wohlgefühlt. Trotz meines eher legeren Kleidungsstils gab’s auch in dieser Umgebung keine schrägen Blicke. Das ist mir wichtig. Selbst bei schlechtem Wetter könnt ihr dank der vielen Angebote mit dem großen Wellnessbereich, den verschiedenen Restaurants und dem Fitnesscenter einen Regentag gut überbrücken. Wenn ihr aber die Hotelanlage nicht ausnutzt und vielmehr den ganzen Tag unterwegs seid, tut es auch jede andere Unterkunft. Aber dann fahrt spaßhalber mal am Fairmont Banff Springs vorbei und schaut es euch zumindest kurz an. Das alleine lohnt sich.

Lage

Praktische Links

Gut zu wissen

In Alberta gibt es nicht nur das Fairmont Banff Springs, sondern noch zwei weitere Häuser aus der Luxushotel-Kette Fairmont. Das Fairmont Chateau Lake Louise steht direkt am Lake Louise mit Blick auf den See und den Victoria Gletscher im Hintergrund. Vom Aufbau her ist das Hotel dem Banff Springs sehr ähnlich. Etwas außerhalb von Jasper gibt es die Jasper Park Lodge. Hier steht nicht etwa ein großer Hotelkomplex, stattdessen übernachten die Gäste in gemütlichen Lodges. Einige davon haben durch die großen Panoramascheiben hindurch direkt Blick auf den kleineren See vor der Haustür. Und hin und wieder verirren sich Wapitis und andere Wildtiere zwischen die Ferienhäuser.

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