Ihr möchtet an einem Tag einmal um die Welt reisen? Was zunächst verrückt klingt, ist in den Gärten der Welt möglich. Der Erholungspark liegt in Berlin und umfasst elf Themengärten, die unterschiedlichen Ländern, Kulturen und Religionen gewidmet sind. So könnt ihr mal eben die prachtvollen chinesischen Pavillons bestaunen und im nächsten Moment den mediterranen Flair im italienischen Garten genießen. Kommt mit auf eine Reise durch die Gärten der Welt, einem fantastischen Ausflugsziel in Marzahn.

Lohnt sich ein Besuch der Gärten der Welt in Berlin?

Die Parkanlage “Gärten der Welt” befindet sich im Berliner Stadtviertel Marzahn, welches etwas außerhalb des Stadtkerns liegt. 1987 wurde die Gartenanlage gegründet. Im Jahr 2017 wurde die Anlage erweitert und bietet auf über 430.000 m² Erholung. Der Park unterteilt sich in 11 Themengärten, umgeben von Freiflächen. Eine 1,5 km lange Seilbahn verbindet das gesamte Areal miteinander.

In den Gärten der Welt erwarten euch heimische Pflanzenarten aus Europa sowie exotische Pflanzen aus Asien und dem Mittlerem und Nahen Osten. Neben der beeindruckenden Pflanzenvielfalt wird die Architektur und Kultur des jeweiligen Landes aufgegriffen. Durch die zahlreichen Spielplätze ist der Park nicht nur bei Naturliebhabern beliebt, sondern auch bei Familien.

Fototipp: Die Rundbögen im orientalischen Garten bilden das perfekte Fotomotiv. Fotografiert vom Haupttor in Richtung des Brunnens und nutzt die Weitwinkelfunktion am Handy bzw. das entsprechende Objektiv.

Anreise zu den Gärten der Welt

Lage:Berlin-Marzahn
Anreise:Buslinie X69 und 195
(oder U5 bis Kienberg)
Parkgröße:43 Hektar / 11 Themengärten
Öffnungszeiten:ab 9 Uhr bis Sonnenuntergang
Must-Do:Seilbahnfahrt

Die Gärten der Welt liegen zwar nicht in der Innenstadt, sind jedoch trotzdem gut erreichbar. Von der Innenstadt benötigt ihr etwa 40 Minuten. Die beste Möglichkeit ist die Anfahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Vom Haupteingang ist die nächste Bushaltestelle Blumberger Damm / Gärten der Welt.

Die Linie X69 und 195 fahren dort hin. Alternativ ist es auch möglich, den Besuch mit der Seilbahnfahrt zu beginnen, was ich auch empfehlen würde. Hierfür müsst ihr mit der U5 bis zur Haltestelle Kienberg – Gärten der Welt fahren. Von dort gelangt ihr dann mit der Seilbahn direkt in die Parkanlage. 

Wer mit dem Auto anreist, kann kostenlos an den drei Besucherparkplätzen parken. Am Wochenende und in der Ferienzeit füllen sich diese jedoch recht schnell. 

Kombi-Ticket, Öffnungszeiten und Preise

Die Gärten der Welt sind das ganze Jahr über geöffnet. Die Pforten öffnen täglich um 9 Uhr und schließen mit Anbruch der Dunkelheit. Der Eintritt ist kostenpflichtig. Es gibt verschiedene Tickets. Wählt am besten das Tages-Kombiticket. Damit könnt ihr nicht nur in die unterschiedlichsten Kulturen eintauchen, sondern auch die Seilbahn nutzen. Wer Berlin nicht aus luftiger Höhe erleben möchte, der kann auch ein normales Tagesticket nehmen. Die Anlage ist riesig, weshalb ihr euch mindestens einen halben Tag freihalten solltet.

Neben den Themengärten gibt es eine Vielzahl an Sitzmöglichkeiten und Wiesen zum Verweilen. Zudem befinden sich im Park mehrere Sanitäranlagen und verschiedene Restaurants. Ich empfehle euch, vorab den digitalen Plan herunterzuladen oder an der Kasse eine Karte mitzunehmen, denn man kann schnell den Überblick verlieren. 

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Die schönsten Themengärten in den Gärten der Welt

Bali, China, Italien oder doch Korea? Keine Sorge, ihr müsst euch nicht entscheiden, denn die Reise dauert nur wenige Minuten. Die Themengärten orientieren sich an der Kultur und dem Baustil des jeweiligen Landes. Auch wenn die einzelnen Gärten nicht groß sind, fühlt man sich direkt in den Urlaub versetzt. Neben den Gärten gibt es auch ein Tropenhaus, das der Insel der Götter (Bali) gewidmet ist. Dort könnt ihr tropische Pflanzen bestaunen und fühlt euch wie im Dschungel. 

Mein absolutes Highlight ist der orientalische Garten, der mich in 1001 Nacht versetzt hat. Der Garten basiert auf der islamischen Bautradition und liegt hinter einer massiven Mauer. Die Fassaden sind geziert von wunderschönen Keramikfliesen und Verzierungen. Das Highlight ist der Gartenhof mit seinen tollen Wasserspielen und blühenden Pflanzen. Palmen, Granatäpfelbäume, Geranien und viele weitere Pflanzen lassen euch vergessen, dass ihr eigentlich in Berlin seid. 

Ein weiterer Höhepunkt ist der chinesische Garten. Im Gegensatz zu den anderen Gärten ist dieser riesig. Ein mit Seerosen gezierter See erstreckt sich durch die Anlage. Die traditionellen Pavillons und das Teehaus verleihen dem Ort einen ganz besonderen Flair. Es gibt zahlreiche Bänke und sogar ein chinesisches Restaurant, um zu verweilen. 

Berlin von oben in der Seilbahn

Ein besonderes Erlebnis ist die Fahrt mit der Seilbahn. Sie erstreckt sich über 1,5 Kilometer und bietet eine hervorragende Aussicht auf die Stadt. Von den Gärten der Welt habt ihr die Möglichkeit, über den Wolkenhain bis zur Seilbahnstation Kienbergpark zu fahren. Wenn ihr so wie ich, nur die Aussicht von oben genießen möchtet, dann empfehle ich euch, beim Wolkenhain auszusteigen.

Dort steht eine futuristische, 30 Meter hohe Konstruktion, die ihr begehen könnt. Der Eintritt ist für jeden zugänglich und kostenlos. Von dort habt ihr einen 360 Grad Blick und könnt Berlin aus luftiger Höhe bestaunen. Übrigens befindet sich hier auch eine 500 Meter lange Rodelbahn.

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Fazit

Wer zur Ruhe kommen möchte oder seine Reiselust stillen will, der ist in den Gärten der Welt richtig. Die Anlage ist gepflegt und es gibt unglaublich viel zu entdecken. Selbst an Wochenenden ist es nicht sonderlich voll, da sich die Menschenmassen in der riesigen Anlage gut verteilen.

Ich kann jedem nur empfehlen, auch die Seilbahn zu nutzen, um die grandiose Aussicht über Berlin zu genießen. Übrigens finden in den Gärten der Welt auch regelmäßig Veranstaltungen statt. Für Familien gibt es ein Sommer-Ferienprogramm, es werden Workshops angeboten und Konzerte gespielt.

Lage

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