Die meisten kennen die berühmten Salzlandschaften aus Bolivien. Die Laguna de Salinas in Peru gilt hingegen als unbekannter Geheimtipp. Hoch oben in den Anden auf über 4.300 Metern Höhe wartet eine Landschaft, die fast unwirklich wirkt: Endlose Salzflächen, spiegelndes Wasser, rosafarbene Flamingos und neugierige Vicuñas vor der Kulisse mächtiger Vulkane. Doch kann der Lake Salinas tatsächlich mit der Salar seines südamerikanischen Nachbarn mithalten?
Lohnt sich der Besuch der Laguna de Salinas in Peru?






Die Laguna de Salinas (auch Lake Salinas genannt) ist Teil der Reserva Nacional de Salinas y Aguada Blanca und liegt in der Nähe von Arequipa auf etwa 4.300 Metern Höhe in den Anden. Der Name „Laguna“ oder „Lake“ ist jedoch irreführend: Es handelt sich nämlich nicht um einen einzigen Salzsee, sondern um ein komplexes Landschaftssystem, das sich mit den Jahreszeiten verändert. In der Regenzeit von Januar bis März gelangt deutlich mehr Wasser in die Senke.
Die Salzfläche ist dann von Wasser bedeckt und bildet einen riesigen Spiegel, der perfekt für einzigartige Landschaftsbilder ist. Zu dieser Zeit kann man hier auch zahlreiche Flamingos beobachten. In der Trockenzeit von Juni bis Oktober bildet sich eine scheinbar endlos weiße Fläche, eine Salzkruste, die sich bis zu den Bergen hin ausbreitet.
Fototipp: Wer schon einmal an einem Salzsee war, kennt sie: die kreativen Perspektivfotos. Plötzlich hält man eine überdimensionale Bierdose in der Hand, wird von einem Dinosaurier gejagt oder klettert aus einer Chipstüte. Hierfür ist das Objekt nah an der Linse, die zu fotografierende Person steht weit dahinter. So wird mit den Größenverhältnissen und Perspektiven gekonnt gespielt.
Anreise zur Laguna de Salinas
| Lage: | bei Arequipa, Peru |
| Höhelage: | etwa 4.300 Metern |
| Anreise: | via Touranbieter/Mietwagen |
| Beste Reisezeit: | Ganzjährig |
| Wichtig: | Akklimatisation vor Besuch |
Von Arequipa, der zweitgrößten Stadt Perus, ist die Laguna de Salinas in einer etwa dreistündigen Autofahrt zu erreichen. Aus Gründen der Bequemlichkeit habe ich mich für eine geführte Tagestour entschieden.
Ihr könnt den Lake Salinas natürlich auch auf eigene Faust erkunden. Idealerweise mit einem Allradfahrzeug, da einige Streckenabschnitte unbefestigt sind. Leider ist ein Besuch der beeindruckenden Salz- und Vulkanlandschaft derzeit noch nicht über öffentliche Verkehrsmittel möglich.
In Arequipa sind zahlreiche Reisebüros zu finden, die geführte Tagestouren anbieten. Hier sind meist ein kleines Frühstück sowie ein Stopp bei Lamas und Alpakas inbegriffen. Mittagessen sowie der Eintritt zu den heißen Quellen, die häufig ebenfalls Teil dieser Touren sind, müssen extra bezahlt werden.
Akklimatisation ist das A und O
Die Laguna de Salinas liegt in der Hochandenlandschaft und wie der Name bereits vermuten lässt, befinden wir uns in großer Höhe, um genauer zu sein auf 4.300 Metern. Im Vergleich dazu: Berlin liegt auf 34 Metern Höhe über dem Meeresspiegel. Damit liegt der Lake Salinas 126-mal höher als die deutsche Hauptstadt. Das bedarf Vorbereitung, insbesondere Akklimatisation. Arequipa liegt auf 2.300 Metern, ist also immer noch deutlich unter der Höhe der Laguna de Salinas. Wer also einen Ausflug in die Hochanden plant, sollte mindestens zwei Tage in Arequipa verbringen und idealerweise vorher einen Ausflug auf 3.500 Meter Höhe gemacht haben, um sich langsam an die Höhe zu gewöhnen.
Darüber hinaus empfehle ich einen Besuch in der Apotheke und auf einem Markt. Apotheken verkaufen Medikamente gegen die Höhenkrankheit, die man präventiv sowie während Ausflügen und Wanderungen einnehmen kann. Und warum einen Besuch auf einem Markt? Sämtliche Märkte in Peru verkaufen kleine Flaschen aromatisiertes Öl zum Riechen, das gegen die Höhenkrankheit helfen kann. Das Öl besteht aus Kokablättern. Diese haben die Inkas bereits gegen die Höhenkrankheit verwendet. Eine kleine Menge des Öls auf den Handflächen zu verteilen und den Geruch langsam einzuatmen, hat mir stets bei der schwindelerregenden Höhe geholfen.
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Vicuñas in der Prärie
Die Fahrt selbst ist zwar etwas wacklig, aber nicht weiter schlimm. Fasziniert blicke ich aus dem Fenster und habe einen Ausblick, der die lange Fahrt definitiv entschuldigt. An mir ziehen karge Berglandschaften vorbei, auf denen immer wieder Lamas und Alpakas zu sehen sind. Und dann macht uns unser Guide plötzlich auf die Vicuñas aufmerksam.
Die scheuen Tiere sind nicht allzu weit von unserem Fahrzeug entfernt. Elegant streifen sie durch die Prärie, lassen sich jedoch von dem vorbeiziehenden Wagen nicht weiter beeindrucken. Die seltenen Wildtiere, die eng mit Lamas und Alpakas verwandt sind, wirken sehr zierlich und gleichzeitig so faszinierend. Eine einzigartige Tierbeobachtung und ein echtes Highlight des Ausflugs!
Wenn der Himmel auf die Salzkruste trifft
Nach der etwa dreistündigen Fahrt erreichen wir endlich die Laguna de Salinas. Dort angekommen, kann ich die Landschaft zunächst gar nicht richtig begreifen. Die endlosen Weiten der Salzlandschaft in Kombination mit all den Vulkanen um uns herum ist wirklich beeindruckend. Ich habe das Glück, dass ich sowohl die Salzkruste bewundern kann als auch die Reflexionen des Himmels in dem, wenn auch nur wenig vorhandenen, salzigen Nass. Wir haben nun etwas Zeit zur freien Verfügung und während andere aus meiner Gruppe eine Fahrt mit einem Quad buchen oder lustige Perspektivfotos schießen, spaziere ich etwas durch die menschenleere Laguna.
Ich versuche die Tatsache, wie viele Wunder der Natur hier zusammentreffen, zu verarbeiten. Zu meinen Füßen das Salz, um mich herum Vulkane und Berge, zwischendurch sichte ich immer mal wieder einen Vertreter der Lamas, Alpakas oder Vicuñas. Vor mir breitet sich kilometerweise die Laguna in all ihrer Schönheit aus. Auch der wolkenverhangene Himmel passt perfekt ins Landschaftsbild. Ich versuche die Bilder mit meinem Kopf zu gut es geht zu archivieren. Ein weiteres Highlight meiner Reise nach Peru.
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Fazit
Meiner Meinung nach lohnt sich ein Ausflug zu der Laguna de Salinas definitiv. Die Landschaft in den Hochanden ist einfach atemberaubend. Wichtig ist jedoch die Akklimatisation vorab und warme Kleidung. Wer sich daran hält, wird am Lake Salinas eine unvergessliche Zeit mit vielen tollen Eindrücken und Bildern fürs Fotoalbum haben. Die endlos weiten Salzflächen, Vulkane und eine karge Puna-Natur sowie Flamingos, Lamas, Alpakas oder Vicuñas machen die Region einzigartig. Wenn man hier steht und seinen Blick schweifen lässt, fällt es schwer, die Schönheit und den Zauber der Salinas überhaupt zu fassen.
Wer nach der Laguna de Salinas noch etwas Zeit hat und mehr von der Gegend erkunden möchte, kann einen Stopp bei den heißen Quellen bei Lojen machen. Diese liegen ebenfalls in der Reserva Nacional de Salinas y Aguada Blanca. Die Anlage ist sehr einfach und naturbelassen.
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