Egal, ob ihr majestätische Berge liebt, herrliche Traumstrände oder sehenswerte Bauwerke uralter Kulturen: Peru ist ein ultimativer Reisetipp. Das höchste Gebirge der Tropen, gigantische Wellen an der Pazifikküste und ein Weltwunder in unübertroffener Umgebung sind nur drei Attraktionen, die unbedingt auf eure Bucket-List gehören. Wir haben eine Auswahl mit interessanten Orten zusammengestellt und geben einen Überblick zu den besten Sehenswürdigkeiten in Peru.

Die besten Sehenswürdigkeiten in Peru im Überblick

Zwischen Pazifik und Amazonastiefland erstreckt sich die Andenrepublik Peru. Die Vielfalt der Landschaften ist sagenhaft: In den Cordilleras Blanca könnt ihr unvergessliche Trekkings inmitten von 6000er-Bergriesen unternehmen, Huacachina ist eine Wüstenoase zwischen grandiosen Sanddünen und in Máncora locken zauberhafte Strände. Von der alten Inka-Metropole Cusco ist es nicht weit zur geheimnisvollen Tempelstätte Machu Picchu, die von spektakulären Andengipfeln umgeben ist.

Legendär ist der riesige Titicacasee, in dem manche Menschen auf selbst errichteten Schilfinseln leben. Die Hauptstadt Lima mit ihren Bauten aus der spanischen Kolonialzeit ist ein Schmelztiegel aller Kulturen dieses facettenreichen Landes und seiner 32,5 Millionen Einwohner. Egal ob Outdoor-Action, Naturerlebnisse, Sightseeing oder Strandfeeling, Peru wird euch begeistern.

#peru

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1. Machu Picchu: Alte Ruinenstadt in luftiger Höhe

© saiko3p
Höchster Punkt:2.430 Meter
Must-Do:Inka-Trail
Beste Reisezeit:Mai bis Oktober

Machu Picchu ist Weltwunder und Sehnsuchtsort fast aller Peru-Reisenden. Mit Zug und Bus gelangt ihr ganz einfach zu dieser bezaubernden Inkastätte. Aber warum nicht auf dem alten Inka-Trail hierher wandern? Auf dem viertägigen Trek kommt ihr dem Ort eurer Träume ganz allmählich nahe.

Die terrassenförmig angelegte Ruinenstadt wurde im 15. Jahrhundert in 2.430 Metern Höhe errichtet. Zwei von Wolken umspielte Berge umrahmen die Szenerie: Bucht ihr lange im Voraus, könnt ihr auch die Gipfel Machu Picchu und Wayna Picchu erklimmen.

2. Arequipa: Koloniale Stadt mit Vulkanblick

© christian vinces
Einwohner:Ca. 55.500
Must-See:Basilica Cathedral
Beste Reisezeit:Ganzjährig

Echtes kolonialzeitliches Flair strahlt Arequipa aus, die „Perle des Südens“. Aus weißem Vulkangestein wurde die monumentale Kathedrale auf dem Hauptplatz erbaut. Das Kloster Santa Catalina stammt aus dem Jahre 1580 und gehört mit der ganzen Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Arequipa wird von drei grandiosen Vulkanen umschlossen: Absolut fotogen ist der Blick auf die Kathedrale mit dem berühmten Vulkan El Misti (5.822 Meter) im Hintergrund.

Von Arequipa aus könnt ihr Trekkingtouren buchen und auch bergsteigen. Aber Vorsicht: Weit oben kann es bitterkalt werden und die Höhenkrankheit droht.

3. Cordillera Blanca: Höchste Gebirgskette in Amerika

© oliclimb
Höchster Punkt:6.768 Meter
Must-Do:Santa Cruz Route
Beste Reisezeit:Mai bis September

Die Cordillera Blanca gehören zu den höchsten Gebirgen dieser Erde. Über 50 Gipfel von mehr als 5.700 Metern sind die Krönung der Anden. Der Huascaran (6.768 Meter) ist der höchste Berg Perus. Egal, ob ihr (eis-)klettern, wandern, bergsteigen oder mountainbiken wollt, alle Wege starten in Huaraz. Großartig ist die mehrtägige Santa Cruz Route, die durch den Parque Nacional Huascaran führt.

Atemberaubende Gletscher und glasklare Seen befinden sich hier. Eine Tagestour bringt euch zur Laguna 69. Dieser leuchtend blaue Gletschersee wird von majestätischen Gipfeln umrahmt.

4. Colca-Tal: Spektakulärer Canyon

© petr
Tiefe:1.200 Meter
Must-Do:Ziplining
Beste Reisezeit:März bis Juni

Im Süden Perus erstreckt sich eine der spektakulärsten Landschaften ganz Südamerikas. Der zweittiefste Canyon der Welt besticht durch eine uralte Kultur. Seid Ihr an den kakteenbewachsenen Hängen dieses 100 Kilometer langen Tals unterwegs, fliegen vielleicht Kondore an euch vorüber. Sie gleiten über die stetigen Aufwinde aus dem tiefen Tal, in dem Palmen, Farne und Orchideen wachsen.

Auf Trekkingtouren in 3.600 Metern Höhe kommt ihr bei Chivay zu heißen Quellen und aufwändig terrassierten Feldern. Mountainbiking und Ziplining sorgen für atemberaubende Action.

5. Vinicunca: Farbfeuerwerk am Rainbow Mountain

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Höchster Punkt:5.200 Meter
Must-Do:Wandern
Beste Reisezeit:Juni bis August

Der Zauber des Vinicunca zieht viele Reisende magisch an. In Regenbogenfarben erstrahlt dieser Berg, so dass man sich fragt, ob das Wirklichkeit ist oder ob man aus Versehen vielleicht doch vom halluzinogen wirkenden San-Pedro-Kaktus probiert hat. Die Farben passen wunderbar zu der traditionellen Kleidung der Einheimischen und zur Regenbogenflagge der Inkabewegung, haben jedoch mineralogische Ursprünge: Silikate und Mergel färben lila, Eisen, Kupfer und Magnesium ergeben grün, Kalksandstein und Schwefel leuchten goldbraun. Letztlich egal, genießt einfach dieses großartige Schauspiel, das sich je nach Tageszeit wandelt!

6. Huacachina: Einzige Wüstenoase Südamerikas

Auch interessant: Huacachina in Peru: Versteckte Oase inmitten der Wüste

Einwohner:Ca. 100
Must-Do:Sandbuggy-Tour
Beste Reisezeit:Juni bis September

Das Klima zwischen Anden und Pazifik ist wüstenhaft. Südlich von Lima findet ihr die einzige Oase Südamerikas. Unweit von Ica versteckt sie sich wie eine Fata Morgana mit einem See inmitten von hoch aufragenden Dünen. Der Blick auf Oase und Lagune ist vor allem bei Sonnenuntergang unsagbar schön.

Kraxelt am besten hinauf auf die bis zu 100 Meter hohen Dünen, dann habt ihr die schönste, geradezu golden wirkende Aussicht auf Huacachina. Runter geht es schneller als rauf: Ihr könnt Sandboarding betreiben oder euch einfach kullern lassen.

7. Cusco: Hauptstadt des alten Inkareichs

© javarman
Einwohner:Ca. 112.000
Must-See:Folkloretänze
Beste Reisezeit:März bis November

Auf über 3.400 Metern gelegen, ist Cusco die Andenmetropole Perus. Bis zur Eroberung durch die Spanier war der „Nabel der Welt“, wie die Stadt in der alten Sprache heißt, das Zentrum des Inkareichs. Auf den Grundmauern der Tempel wurden prachtvolle Gotteshäuser wie die Kathedrale oder die Jesuitenkirche errichtet. Fugenlose Inka-Mauern aus riesigen Steinen haben die Jahrhunderte überstanden.

Cusco platzt vor Leben und bietet ein unschlagbares Kulturprogramm: Ihr könnt Folkloretänze erleben, durch die alten Gassen streifen, Lamas streicheln oder im Inka-Museum goldene Kostbarkeiten und Mumien bestaunen.

8. Titicacasee: Größter See in Südamerika

© Knipsersiggi
Höchster Punkt:8.288 km²
Must-Do:Bootsfahrt
Beste Reisezeit:Oktober bis Dezember

Der Titicacasee bildet die Grenze zu Bolivien. Er liegt 3.812 Meter hoch, von spektakulären Bergriesen umgeben. Vergesst nicht, euch zu akklimatisieren, wenn ihr die größte Stadt Puno erreicht. Mehrmals im Jahr feiern die Bewohner in farbenprächtigen Kostümen ausgelassene Volksfeste. Lohnenswert sind Schiffstouren zu den Inseln Taquile und Amantani, wo ihr bei Gastfamilien unterkommen könnt.

Die Schwimmenden Uros-Inseln sind ein Highlight, denn sie wurden aus Schilf von Menschenhand geschaffen. Aus dem gleichen Material sind die Boote und Häuser der Bewohner, die ein traditionelles Leben führen.

9. Gocta Wasserfall: Einer der höchsten Wasserfälle der Welt

© Chr. Offenberg
Fallhöhe:771 Meter
Must-Do:Rundwanderung
Beste Reisezeit:Mai bis August

Die zwei Stufen des 771 Meter hohen Gocta Wasserfalls gehören zum Schönsten, was die peruanische Natur zu bieten hat. Von der Provinzhauptstadt Chachapoyas könnt ihr Touren hierher buchen. Auf einer achtstündigen Wanderung umrundet ihr den Wasserfall und kommt zu klasse Aussichtspunkten.

In der Regenzeit schwillt er auf eine beeindruckende Größe an, war es lange trocken, wird er zu einem schmalen Rinnsal. In den Bergnebelwäldern der Region findet ihr noch viele Naturwunder und geheimnisvolle Ruinen, die nur wenig besucht sind.

10. Maras: Eindrucksvolle Salzterrassen im Heiligen Tal der Inkas

© maylat
Felder:Ca. 4.000
Must-Do:Mountainbiking
Beste Reisezeit:Mai bis August

Unweit von Cusco, in über 3.300 Metern Höhe haben die Inkas schon vor vielen Jahrhunderten landwirtschaftliche Experimente durchgeführt. Mehrere kreisrunde Anlagen erstrecken sich bei Moray und Maras. Manche sind nur zwei Meter hoch, andere 45 Meter tief: Ein einzigartiges landwirtschaftliches Forschungszentrum entstand, in dem man die verschiedenen Vegetationszonen des Inkareiches simulieren konnte!

Die weiß glitzernden Salzterrassen werden heute noch genutzt und sind unglaublich fotogen. Mit dem Mountainbike oder dem Taxi kommt ihr von Maras aus hierher.

11. Máncora: Surfparadies am Pazifik

© Carlos Santa Maria
Einwohner:Ca. 13.000
Must-Do:Surfen
Beste Reisezeit:Januar bis November

Seid ihr Strandfans oder Surfer, dann ist Máncora im Norden Perus ein absolutes Muss. Das ganze Jahr über ist das Wasser so warm wie in der Badewanne und genauso zuverlässig branden bis zu zwei Meter hohe Wellen an den Strand. Von Anfängern bis zu echten Surf-Cracks,  an den verschiedenen Strandabschnitten finden alle super Bedingungen vor.

Die relaxte Atmosphäre tut ihr übriges und nachts herrscht buntes Partytreiben. Weitere exzellente Surfspots reihen sich an der nördlichen Pazifikküste auf: In Puerto Chicama ist die Welle bis zu drei Kilometer lang.

12. Nazca-Linien: Geheimnisvolle Zeichen in der Wüste

© Noradoa
Geoglyphen:1.500
Must-Do:Rundflug
Beste Reisezeit:November bis März

Wisst ihr, was Geoglyphen sind? Die monumentalen Bilder oder geometrischen Zeichen wurden vor etwa 2.000 Jahren von den Menschen der Nasca-Kultur ( oder Nazca-Kultur) in die Landschaft gescharrt. Aus der Luft oder von gegenüberliegenden Hügeln sind Kolibris, Affen, Spinnen und sogar ein „Astronaut“ zu entdecken. Doch was bedeuten diese Bilder, die nicht betreten werden dürfen?

Vielleicht wurden hier Fruchtbarkeits- oder Bewässerungsrituale zelebriert. Die Wissenschaftler diskutieren kontrovers, das Mysterium macht die Geoglyphen so faszinierend. Nördlich von Nasca gibt es einen Aussichtspunkt, aber auf Rundflügen bekommt ihr die große Übersicht.

13. Altstadt von Lima: Faszinierende Hauptstadt Perus

© christian vinces
Einwohner:Ca. 8,6 Mio.
Must-See:Museo d’Oro
Beste Reisezeit:Ganzjährig

Zwischen Anden und Pazifik erstreckt sich die peruanische Metropole Lima mit ihren ungefähr neun Millionen Einwohnern. Die Altstadt ist ein sehenswertes Juwel. In der prächtigen Kathedrale am Plaza Mayor liegt der berühmte Eroberer Francisco Pizarro begraben, der aber auch als blutrünstiger Zerstörer des Inkareichs berüchtigt ist. Prunkvolle Paläste wurden aus den Steinen der Inkabauten errichtet.

In den Museen der Stadt sind kostbare Objekte aus vorspanischer Zeit zu bewundern, besonders das Museo d’Oro ist absolut empfehlenswert. Das Nachtleben in Lima kann sich sehen lassen, hier schlägt das Herz des Landes.

Weitere Reisetipps in der Nähe

Schon gewusst? Etwa 15 Stunden dauert ein Flug in das ungefähr 11.000 km entfernte Lima. Für die Einreise genügt ein Reisepass. Je nach Region ist es in Peru tropisch warm, subtropisch trocken und im Hochgebirge manchmal eiskalt. Unterschätzt diese extremen Unterschiede nicht! Vieles kann vor Ort ausgeliehen werden, aber im eigenen Schlafsack schläft es sich vielleicht doch am besten. Zwischen Juni und August ist Trockenzeit mit den besten Bedingungen für einen Aufenthalt in den Anden.

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