Mitten auf dem Gelände der Zeche Zollverein in Essen steht die längste freistehende Rolltreppe Deutschlands. Sie führt hinauf zur ehemaligen Kohlenwäsche und bringt Besucher in knapp 90 Sekunden auf 24 Meter Höhe. Ihr leuchtendes Orange bildet dabei einen Kontrast zur dunklen Industriekultur. Aber lohnt sich der Besuch oder ist es einfach „nur“ eine Rolltreppe im Ruhrgebiet?
Lohnt sich ein Besuch der längsten freistehenden Rolltreppe Deutschlands?





Die orangefarbene Rolltreppe befindet sich auf dem Gelände der Zeche Zollverein in Essen, an der ehemaligen Kohlenwäsche auf Schacht XII. Sie ist insgesamt 58 Meter lang und 24 Meter hoch. Damit gilt sie als längste freistehende Rolltreppe in Deutschland. Seit 2006 bringt sie Besucher innerhalb von 90 Sekunden bis zur Ebene der Kohlenwäsche, wo sich heute unter anderem das Ruhr Museum und das Besucherzentrum Ruhr befinden.
Die Rolltreppe entstand im Zuge des Umbaus der ehemaligen Kohlenwäsche und ist kein Teil der ehemaligen Zechenanlage, sondern wurde als moderne Ergänzung des Gebäudes errichtet. Das knallige Orange ist bewusst als Kontrast zur dunklen Industriekulisse gewählt und soll an glühenden Koks oder flüssige Lava erinnern.
Fototipp: Stell dich an den Fuß der Rolltreppe und fotografiere im Querformat nach oben. So bekommst du die gesamte orangefarbene Konstruktion aufs Bild. Wenn du mit 0,5-Weitwinkel fotografierst, wird die Höhe sogar nochmal deutlicher.
Anreise zur orangefarbenen Rolltreppe der Zeche Zollverein
| Lage: | Essen, Ruhrgebiet |
| Länge: | 58 m |
| Höhe: | 24 m |
| Fahrzeit: | 90 Sekunden |
| Beste Besuchszeit: | in den Abendstunden |
Die Rolltreppe befindet sich auf dem Werner-Müller-Platz der Zeche Zollverein in Essen. Wer mit dem Pkw anreist, parkt am besten auf dem kostenlosen „Parkplatz A1“ (Fritz-Schnupp-Allee, 45309 Essen).
Wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, fährt bis zum Essener Hauptbahnhof und nimmt von dort die Straßenbahn 107 bis zur Haltestelle „Essen Zollverein“. Von dort aus sind es ca. vier Minuten zu Fuß bis zur Rolltreppe.
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Zwischen alter Zeche und moderner Architektur
Auf den ersten Blick fügt sich die Rolltreppe gut in die Architektur der ehemaligen Kohlenwäsche ein. Am Eingang steht „A14 Kohlenwäsche“ und man hat das Gefühl, tatsächlich zur alten Kohlenwäsche der Zeche hinaufzufahren. Erst wenn man davor steht, ist die leuchtend orangene Farbe sichtbar und die Dimension der Rolltreppe wird wirklich deutlich. Wie ein riesiger orangefarbener Teppich wirkt sie, der sich vor einem nach oben rollt.
Wer nicht mit der Rolltreppe fahren will, kann auch die Treppe in der Mitte nutzen. Dafür geht es allerdings über zahlreiche Stufen nach oben. Wer sich für die Rolltreppe entscheidet, begibt sich auf eine 90-sekündige Fahrt in die Höhe. Fast fühlt es sich dabei an, als würde man über einen orangefarbenen Tunnel fahren, der immer weiter nach oben führt. Während der langsamen Fahrt bleibt einem genug Zeit, um auf das umliegende alte Zechengelände zu schauen.
Wenn die Rolltreppe zu glühen beginnt…
Bei Dunkelheit bekommt die Rolltreppe noch einmal eine ganz andere Wirkung. Dann leuchtet sie in einem kräftigen Orange und soll an glühenden Koks und flüssige Lava erinnern. Jetzt wirkt die Rolltreppe fast wie ein glühender Weg in der alten Zeche. Besonders wenn man direkt davor steht, kommt die Farbe vor der dunklen Industriekultur besonders zur Geltung.
Aus dem ungewöhnlichen Zugang zur alten Kohlenwäsche wird nun ein echter Hingucker auf dem Gelände der Zeche Zollverein. Die Rolltreppe lockt auch abends viele Besucher an, die diese leuchtende Konstruktion mit ihrem Handy festhalten wollen. Ein magischer Moment im Ruhrgebiet!
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Fazit
Lohnt sich also ein Besuch bei der längsten freistehenden Rolltreppe Deutschlands? Absolut. Auch wenn sie in erster Linie Zugang zum Ruhr Museum ist, ist die Fahrt allein ein Erlebnis. In rund 90 Sekunden geht es auf 24 Meter Höhe: Das erlebt man schließlich nicht jeden Tag. Besonders die leuchtend orangefarbene Konstruktion ist ein spannender Kontrast zur rauen Industriekultur und definitiv ein Foto und einen Besuch wert. Das gilt ohnehin für das ganze Gelände an der ehemaligen Zeche Zollverein. Wo sonst kann man im Winter umgeben von großen Industriegebäuden Schlittschuhlaufen oder im Sommer gratis ins Werksschwimmbad springen? Überall warten hier spannende und interessante Orte – absolutes Must-See im Ruhrgebiet.
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