Der Lion’s Head ist ein Muss für alle, die Kapstadt von oben erleben wollen. Schon beim Aufstieg steigt die Spannung, denn der 669 Meter hohe Gipfel belohnt dich mit einem atemberaubenden Panorama: die pulsierende Stadt, der majestätische Tafelberg und die endlose Küste Südafrikas. Die Wanderung ist kurz, aber intensiv – perfekt für alle, die Abenteuer lieben und trotzdem Zeit für weitere Erkundungen an einem Tag haben!
Lohnt sich die Wanderung zum Lion‚s Head in Südafrika?





Der Lion’s Head (Höhe: 669 m) ist ein markanter Berg in Kapstadt und bekannt für seine fantastischen Ausblicke auf die wichtigsten Gebäude der Stadt, Camps Bay und den berühmten Tafelberg. Die gesamte Wanderung dauert je nach Fitness 2–3 Stunden und bietet eine gute Alternative zum überlaufenen Tafelberg.
Besonders beliebt ist die Wanderung zum Sonnenauf- und Sonnenuntergang, da der Gipfel dann in ein besonderes Licht getaucht ist. Mit seiner geringeren Höhe im Vergleich zum Tafelberg und einer gesamten Laufdistanz von 4,4 Kilometern ist der Lion’s Head ideal für Wanderer, die eine kürzere Tour bevorzugen.
Fototipp: Am besten eignet sich ein Weitwinkelobjektiv, um das Panorama von Kapstadt einzufangen. Oben am Gipfel gibt es einen kleinen Felsen. Stell dich drauf und zeige deinen Rücken zur Kamera. Das wird das Kapstadt-Foto für dein Erinnerungsbuch!
Anreise zum Lion‚s Head in Kapstadt
| Lage: | 6 km südwestlich von Kapstadt |
| Anreise: | Bus 106, Mietwagen oder Uber |
| Strecke: | 4,4 km |
| Dauer: | max. 2 Stunden |
| Höhenmeter: | ca. 285 hm |
Der Lion’s Head ist gut erreichbar und liegt nur 6 Kilometer von der Waterfront in Kapstadt entfernt. Am einfachsten gelangst du mit einem Mietwagen oder Uber zum Startpunkt an der Signal Hill Road. Es gibt keine Mautgebühren, jedoch solltest du beim Parken vorsichtig sein, da es hier immer wieder zu Autoaufbrüchen kommt. Außerdem kann der Parkplatz bei schönem Wetter schnell voll werden. Lass keine Wertsachen sichtbar im Auto liegen.
Alternativ kannst du den Bus 106 bis zur Station Kloof Nek 2 nehmen. Die Anreise mit dem Bus verlängert deine Wanderung um 700 Meter pro Strecke. Um alle Unannehmlichkeiten zu vermeiden, habe ich mich für die An- und Abreise per Uber entschieden. Die kurze Fahrt aus dem Zentrum und die günstigen Preise machen diese Option sehr attraktiv.
Wanderschuhe sind trotzdem Pflicht
Für die Wanderung auf den Lion’s Head benötigst du gutes Schuhwerk – stabile Wanderschuhe sind ein Muss, da der Weg teils steil und steinig ist. Achte darauf, mindestens 1–2 Liter Wasser sowie Snacks mitzunehmen. Eine Stirnlampe ist besonders wichtig, wenn du früh morgens oder bei Dämmerung startest. Denke daran, dass du im Dunkeln zurücklaufen wirst, wenn du den Sonnenuntergang vom Gipfel aus genießt.
Der Weg hat einige steile Abschnitte, die mit Metallleitern oder Ketten gesichert sind. Dafür solltest du trittsicher und schwindelfrei sein. Packe auch eine warme Jacke ein, da es oben – besonders früh am Morgen oder spät am Abend – recht kühl werden kann. Sonnencreme und Mückenspray sind ebenfalls ratsam, da es wenig Schatten auf dem Trail gibt.
Schließlich achte darauf, deine Wertsachen sicher zu verstauen. In letzter Zeit häufen sich leider Berichte über Überfälle auf Wanderer. Leiste bei einem Überfall keinen Widerstand und informiere dich über aktuelle Entwicklungen auf dem Berg. Es gibt Initiativen, die regelmäßig über Vorfälle bei Facebook berichten und Sicherheitshinweise geben.
Abenteuer startet vom Parkplatz
Als ich den Lion’s Head im Januar erklimme, beginnt der Weg gemächlich vom Parkplatz an der Signal Hill Road aus. Ein Schild am Anfang des Weges zeigt mir eine Entfernung von 2,2 km je Strecke an. Die ersten 20 Minuten sind gut ausgeschildert und führen mich entlang eines breiten Pfades, der sich sanft bergauf windet.
Der Boden ist fest, der Weg angenehm zu gehen, und ich genieße die frische Morgenluft. Es ist noch nicht viel los, und ich kann die Ruhe der Natur spüren. Der Aufstieg ist unkompliziert, und ich komme gut voran, ohne mich zu sehr anzustrengen.
Höhenmeter und Ausblicke: Der Wanderweg im Detail
Je nach Fitnesslevel würde ich für den Aufstieg etwa 1 bis 1,5 Stunden einplanen. Mit einer Höhendifferenz von rund 270 Metern handelt es sich um eine moderate Wanderung, die ab der Mitte jedoch eine gewisse körperliche Herausforderung darstellt. Der Weg windet sich in einer spiralförmigen Linie den Berg hinauf, was es ermöglicht, die spektakulären 360-Grad-Aussichten bereits während des Aufstiegs zu genießen.
Du kannst immer wieder auf das Zentrum, das bekannte Stadion der WM 2010 und den Atlantischen Ozean blicken – eine unglaubliche Motivation. Hier gibt es alle hundert Meter einen neuen Leckerbissen für die Augen, der mich weiter antreibt, den Gipfel zu erreichen.
Die letzten 20 Minuten bis zum Gipfel werden dann etwas kraxeliger. Zunächst geht es über eine Metallleiter, die einen steilen Abschnitt überwindet. Sie ist stabil und sicher, aber definitiv nichts für Wanderer mit Höhenangst. Zur Hauptzeit im Sommer musste ich an diesen Stellen mehrfach warten, um herunterkletternden Personen Platz zu machen. Direkt nach der Leiter wartet eine steilere Felswand, an der Ketten und Metallgriffe angebracht sind, um den Aufstieg zu erleichtern. Diese Passage kann jedoch auch umgangen werden.
Am Gipfel angekommen, werde ich mit einer der besten Aussichten Kapstadts belohnt. Der Blick auf die Stadt und das Meer ist atemberaubend und macht die Anstrengungen der Wanderung mehr als wett. Von oben kann ich das gesamte Kap, den Tafelberg und den Signal Hill überblicken. Je nach Wetterlage färbt sich der Himmel in spektakulären Gold- und Orangetönen.
Der Gipfel ist ziemlich eng, und auch während meines Aufenthalts teile ich mir die Aussicht mit vielen anderen Wanderern. Nach ein paar Fotos steige ich den gleichen Weg wieder hinab und bin froh, dass ich eine Kappe trage und genug Sonnenschutz aufgetragen habe, da die Sonne zur Mittagszeit im Sommer unaufhaltsam auf den Berg brennt.
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Fazit
Die Wanderung auf den Lion’s Head ist ein Muss in Kapstadt! Der Gipfel bietet eine spektakuläre Aussicht auf die Stadt und den Tafelberg. Besonders die Kletterpassagen mit Leitern und Ketten machen den 2,2 Kilometer langen Aufstieg spannend und abwechslungsreich. Insgesamt ist die Wanderung gut machbar, bietet aber dennoch ein paar spannende Herausforderungen.
Neben dem Lion’s Head lohnt sich auch ein Besuch am Boulders Beach, um niedliche Pinguine zu bestaunen. Ein Abstecher zum Kap der Guten Hoffnung ist ein weiteres Highlight für Naturfreunde und alle, die eindrucksvolle Küstenlandschaften erleben möchten.
Der Tafelberg bietet eine anspruchsvollere Wanderung und eine ebenso beeindruckende Aussicht. Diese Tour kann durch eine Gondelfahrt auf einer oder beiden Strecken erleichtert werden.
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