Wer spektakuläre Attraktionen in einer fabelhaften Natur liebt, ist in Südafrika goldrichtig. Absolut sehenswert ist nicht nur die Küste am Kap, sondern auch das Landesinnere mit seinen atemberaubenden Landschaften und wilden Tieren. Wir haben eine Auswahl mit interessanten Orten zusammengestellt und geben euch einen Überblick zu den besten Sehenswürdigkeiten in Südafrika.

Die besten Sehenswürdigkeiten in Südafrika im Überblick

Mit dem Freiheitskämpfer Nelson Mandela als Präsidenten wurde Südafrika zur Demokratie. Kapstadt und das Kap der Guten Hoffnung sind der Traum eines jeden Südafrika-Reisenden. Der Kruger-Nationalpark lässt die Herzen aller Safarifans höher schlagen. Der Blyde River Canyon oder die Drakensberge werden alle Outdoor-Abenteurer begeistern. Ein Spaziergang durch die lieblichen Winelands oder ein Badetag inmitten von Pinguinen gehören ebenfalls zu den Highlights.

Dieses riesige afrikanische Land mit seinen 60 Millionen Einwohnern bietet alles, was das Herz begehrt: grandiose Strände, menschenleere Wüsten und Savannen, erhabene Hochgebirge und tropische Wälder. Zulus, Xhosa, Buren und andere Volksgruppen sorgen für eine multikulturelle Gewürzmischung.

#südafrika

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1. Kruger-Nationalpark: Einzigartige Safari in Südafrikas Wildnis

© gallas
Fläche:19.624 km²
Must-Do:Safari
Beste Reisezeit:Mai bis November

Auf knapp 20.000 Quadratkilometern erstreckt sich eines der größten Wildtierreservate Afrikas: Der langgestreckte Kruger-Nationalpark an den Grenzen zu Simbabwe und Mosambik ist ein absolutes Muss! Hier könnt ihr die „Big Five“ erleben: Elefanten, Nashörner, Kaffernbüffel, Löwen und Leoparden!

An den Flüssen und Wasserlöchern sowie in der weiten Savanne trefft ihr auf eine einzigartige Fauna und Flora. Die tolle Infrastruktur ermöglicht euch einen bezahlbaren und unvergesslichen Aufenthalt in der Wildnis Afrikas.

2. Kapstadt: Faszinierende Metropole

© Shawn

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Einwohner:Ca. 434.000
Must-Do:Chapman’s Peak Drive
Beste Reisezeit:Oktober bis April

Im Südwesten Südafrikas liegt die Millionenmetropole Kapstadt, umschlossen von Ehrfurcht einflößenden Bergen. Wie ein Schutzschild ragt der Tafelberg aus dem Häusermeer, den ihr per Seilbahn oder zu Fuß erklimmen könnt.

Wollt ihr die grandiose Küste erkunden, dann begebt euch auf den Chapman‘s Peak Drive mit seinen 114 Kurven. Auf 9 Kilometern zwischen schroffen Felswänden und dem weiten Meer werdet ihr euch grenzenlos frei fühlen – aber fahrt langsam!

3. Kap der Guten Hoffnung: Sagenhafte Klippen im Atlantik

© michaeljung
Entdeckung:15. Jahrhundert
Must-See:Felsklippen
Beste Reisezeit:Oktober bis April

Ein paar Kilometer südlich von Kapstadt kommt ihr an den äußersten Zipfel der Cape Peninsula, die mit dem weltberühmten Kap der Guten Hoffnung, welches tief in den Atlantik hineinragt. Hier fand einst der portugiesische Seefahrer Bartolomeu Diaz den Seeweg nach Indien.

Rund um das Cape Point im 77,5 Quadratkilometer großen Table Mountain National Park könnt ihr eine wilde Landschaft durchstreifen, brandungsumtoste Strände erleben und seltene Vögel beobachten.

4. Boulders Beach: Strandspaziergänge mit Pinguinen

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Ort:Simon’s Town
Must-Do:Strandspaziergang
Beste Reisezeit:Juli bis August

Um Pinguine in der freien Natur zu sehen, müsst ihr nicht in die Antarktis fahren. An der Ostküste der Kap-Halbinsel, bei Simon’s Town lebt eine Kolonie von etwa 3.000 Brillenpinguinen. Umrahmt von runden Felsen, haben sie sich am Boulders Beach im Tafelberg-Nationalpark niedergelassen.

Bitte verhaltet euch rücksichtsvoll, wenn ihr diese geschützten Tiere beobachtet! Ihr dürft gerne versuchen, zu watscheln wie sie: Aber streichelt sie nicht, denn mit ihren starken Schnäbeln können sie durchaus kraftvoll zubeißen!

5. Drakensberge: Gigantische Bergkette

© Lukas
Höchster Punkt:3.450 Meter
Must-See:Amphitheater
Beste Reisezeit:Mai bis August

Für erfahrene Wanderer, Kletterer oder Mountainbiker sind die Drakensberge ein echtes Paradies. Hier, an der Grenze zu Lesotho, erstrecken sich weite Gipfelplateaus, senkrechte Basaltfelsen und üppig grüne Schluchten. Bei den Zulus heißt diese Gegend „Festungswall der Speere“. Der höchste Berg Südafrikas, der Mafadi erreicht 3.450 m, verhüllt sich aber häufig in Regenwolken.

Ein Guide ist bei euren Trekkingtouren eine ziemlich gute Idee. Für weniger Abenteuerlustige bleibt dieses Bergpanorama auch von fern ein unvergessliches Erlebnis.

6. Maclear’s Beacon: Höchster Punkt auf dem Tafelberg

Höchster Punkt:1.087 Meter
Must-Do:Wandern
Beste Reisezeit:Dezember bis März

Auf dem Hochplateau des Table Mountain könnt ihr einen etwa 5 km langen Rundweg begehen. So erklimmt ihr den eigentlichen Gipfel des majestätischen Bergriesen, den 1.087 Meter hohen Maclear’s Beacon. Vielleicht begegnet ihr auf eurem Wege sogar einem pummeligen Klippschliefer, verwandt mit den Elefanten, aber viel kleiner.

Nur bei guter Sicht macht diese Wanderung Sinn, dann überblickt ihr die große Weite des Atlantischen Ozeans bis hinunter zur südwestlichen Spitze des afrikanischen Kontinents.

7. Tsitsikamma-Nationalpark: Ursprüngliche Naturlandschaften

© Benjamin [‚O°] Zweig

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Fläche:639,42 km²
Must-See:Hängebrücken
Beste Reisezeit:Oktober bis April

Am Eastern Cape erstrecken sich mehrere Naturlandschaften, die vor einigen Jahren zum Garden-Route-Nationalpark zusammengefasst wurden. Auf Trekkingtouren im Tsitsikamma-Abschnitt könnt ihr einen der letzten großen Urwälder Südafrikas entdecken. Hier sind die Bäume bis zu 40 Meter hoch. Sie wachsen an den wild strömenden Flüssen, die sich ihren Weg durch zerklüftete Schluchten gebahnt haben.

Ihr stoßt auf Farnwälder, farbenfrohe Orchideen und uralte Steineiben. Auch die Meeresküste ist Schutzgebiet. Hier könnt ihr vom Ufer aus Delfine sehen, die mit unnachahmlicher Eleganz aus dem Wasser springen.

8. Blyde River Canyon: Riesiger Fluss in spektakulärer Bergwelt

© demerzel21
Länge:26 km
Must-Do:Panorama Route
Beste Reisezeit:Mai bis August

Nordöstlich von Johannesburg befindet sich eines der größten Naturwunder unserer Erde. Aus dem großartigen Gebirge des Drakensberg Escarpment bricht der Blyde River hervor. Die Panoramaroute mit ihren Aussichtspunkten bietet grandiose Ausblicke auf schmale Felsnadeln, tief eingeschnittene Täler und Berge, die wie riesenhafte afrikanische Rundhütten aussehen. Ihr schaut durch „God’s Window“, das Fenster Gottes!

Wenn ihr eine der mehrstündigen Wanderrouten begeht, trefft ihr auf majestätische Wasserfälle und herrliche Urwälder an den Ufern der Flüsse.

9. Jeffrey’s Bay: Weltweit beliebter Surfspot

© Sacha Specker
Wellenhöhe:Ca. 1 bis 3 Meter
Must-See:Billabong Pro-Wettbewerb
Beste Reisezeit:Juni bis September

Das ist die perfekte Welle! Alles, was das Surferherz begehrt, findet ihr an der Küste von Eastern Cape. Von Juni bis September sind die Supertubes von Jeffrey‘s Bay gigantisch. Einen klangvollen Namen haben aber auch die Bruces Beauties in Saint Francis Bay oder die weniger furchteinflößenden Kitchen Windows, die auch für Anfänger geeignet sind.

Anderswo am Ostkap finden Surfer ebenfalls hervorragende Bedingungen vor. Die weißen Sandstrände sind überall in der Bucht einfach traumhaft.

10. Addo Elephant Park: Mit Elefanten auf Tuchfühlung

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Fläche:1.640 km²
Must-Do:Übernachten
Beste Reisezeit:Juni bis September

Wer Dickhäuter liebt, ist im Addo-Elephant-Nationalpark richtig. Hier am Eastern Cape leben etwa 600 Elefanten in freier Wildbahn. Im Sundays River Valley durchstreifen sie die Savanne und versammeln sich um Wasserlöcher. Dort treffen sie auf Zebras, Antilopen und Gnus. Klar, dass Leoparden hier auf die Jagd gehen.

Es lohnt sich hier mindestens eine Nacht zu verbringen. So kommt ein echtes Safari-Feeling auf und die Chancen, dass ihr Elefanten und andere Tiere seht, sind sehr hoch.

11. Winelands: Spitzenweine aus lieblicher Landschaft

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Fläche:21.473 km²
Must-Do:Weinverkostung
Beste Reisezeit:Oktober bis April

Bestimmt habt ihr schon südafrikanischen Wein gekostet: Wollt ihr wissen, woher der stammt? Dann auf nach Stellenbosch, Franschhoek oder Paarl! Der Anbau von Spitzenweinen im sonnigen Süden Afrikas durch Buren oder Hugenotten geht bis auf das 17. Jahrhundert zurück.

Nicht nur die Weinreben bezaubern besonders in den Farben des Herbstes, sondern auch die historischen Städtchen, die sich zwischen den Hügeln verstecken. Auf den Weingütern könnt ihr hervorragend speisen, denn hier ist die junge südafrikanische Küche zuhause.

12. Johannesburg: Größte Stadt Südafrikas

© dougholder
Einwohner:Ca. 5,78 Mio.
Must-See:Maboneng
Beste Reisezeit:Juni bis September

„Jozi“, wie die größte Stadt Südafrikas mit ihren 5,7 Millionen Einwohnern liebevoll genannt wird, ist besser als ihr Ruf. Riesige Graffiti-Kunstwerke begeistern in jungen Vierteln wie Maboneng. Im Apartheid Museum erahnt ihr, was es heißt, wegen der Hautfarbe diskriminiert zu werden. On „Top of Africa“ ist, wer die Aussichtsplattform des 223 Meter hohen Carlton Centre betritt.

Die Hauptstadt Pretoria ist nur 50 Kilometer entfernt. Auf die Spuren Millionen Jahre alter Vormenschen begebt ihr euch in der UNESCO-Welterbestätte  „Cradle of Humankind“.

13. Big Hole bei Kimberley: Den Diamanten auf der Spur

© Jennifer
Tiefe:Bis zu 40 Meter
Must-See:Diamond Vault
Beste Reisezeit:September bis Mai

Tief im Landesinneren findet ihr ein riesengroßes Tagebaurestloch, entstanden durch die jahrzehntelange Suche nach Diamanten. Meist waren es schwarze Minenarbeiter, die unter miserablen Bedingungen die Schätze aus dem Boden gruben. Per Fahrstuhl könnt ihr einen solchen Stollen besuchen.

Im Diamond Vault wird euch der Atem stocken: 3.500 Diamanten glitzern hier um die Wette. In der Nähe wurde „Eureka“ gefunden, mit 21 Karat einer der größten Diamanten.

14. Hermanus: Whale Watching vom Feinsten

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Ort:Walker Bay
Must-Do:Cliff Walk
Beste Reisezeit:Oktober

Habt ihr Lust, faszinierende Meeresriesen von der Küste aus zu beobachten? Wandert ihr den wunderschönen Cliff Walk entlang, könnt ihr vielleicht ein paar Südliche Glattwale auftauchen sehen: ein unvergesslicher Anblick! Dieses Ereignis wird euch möglicherweise auch zuteil, wenn ihr mit dem Kajak nahe am Ufer unterwegs seid. Für solche Abenteuer ist Hermanus weltbekannt. Das Fischerörtchen liegt etwa 120 km von Kapstadt entfernt.

15. West Coast National Park: Gigantisches Naturreservat

© Louis
Fläche:363 km²
Must-Do:(Kite-) Surfen
Beste Reisezeit:September bis April

Die Langebaan Lagune ist das Highlight des West-Coast-Nationalparks, etwa 100 km nördlich von Kapstadt: Ein idealer Ort zum Surfen und Kiten und perfekt, um sich einen Sundowner zu genehmigen! Graziöse Seevögel könnt ihr an der Küste beobachten. Von August bis September blühen herrlich farbenprächtige Wildblumen.

Strauße, Zebras oder Pantherschildkröten tummeln sich im Landesinneren. Im West Coast Fossil Park könnt ihr die Überreste von urzeitlichen Säbelzahnkatzen bestaunen.

Weitere Reiseziele in Südafrika

Schon gewusst? Ein 11,5-stündiger Langstreckenflug bringt euch von Deutschland nach Südafrika, fast exakt von Nord nach Süd. Ein Reisepass genügt, Englisch ist weit verbreitete Verkehrssprache. Ein Mietwagen oder komfortable Überlandbusse bringen euch gut durch das Land. Wollt ihr Südafrikas Nationalparks ausgiebig besuchen, lohnt sich die Wildcard, die für verschiedene Schutzgebiete gilt. Aufpassen: Der Großstadtdschungel in Johannesburg ist vor allem nachts nicht überall sicher. Corona-Sonderregelungen beachten!

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