Roosevelt Island Tramway: Über den East River in New York

Die Roosevelt Island Tramway ist ein echter Geheimtipp für alle, die New York aus einer neuen Perspektive erleben wollen. Mitten zwischen den Wolkenkratzern Manhattans erhebt sich die rote Gondel und bringt dich in nur vier Minuten auf eine Insel im East River, die so gar nicht in das hektische Bild der Metropole passt: ruhig, grün, entspannt und mit Geschichte im Gepäck. Warum du diese Fahrt nicht verpassen solltest und was dich auf Roosevelt Island erwartet, erfährst du hier!

Lohnt sich eine Fahrt mit der Roosevelt Island Tramway?

Die Roosevelt Island Tramway ist eine Seilbahn, die Manhattan mit Roosevelt Island über den East River verbindet – und eine der wenigen städtischen Luftseilbahnen in den USA. Seit ihrer Eröffnung am 17. Mai 1976 befördert sie täglich Pendler und Besucher. Nach umfangreichen Renovierungen wurde sie am 30. November 2010 wieder in Betrieb genommen und fährt seitdem mit moderner Technik, höherer Stabilität und erhöhter Kapazität.

Vier Minuten schwebst du in bis zu 76 Metern Höhe über dem Fluss – mit fantastischem Blick auf die Skyline New Yorks, den East River, die Queensboro Bridge und Roosevelt Island. Die Seilbahn hält schließlich auf der ruhigen Insel, wo du entspannt spazieren, die Skyline von Manhattan und Brooklyn bewundern und einen Hauch von der Geschichte New Yorks einfangen kannst.

Fototipp: Wenn die Gondel auf Roosevelt Island angekommen ist, solltest du unbedingt etwas Zeit dort einplanen, um die Insel zu erkunden. Halte dich auf den Spazierwegen rechts und folge der West Loop Road. Von dort aus hast du einen großartigen Blick auf Manhattan und die markanten Wolkenkratzer – ein perfektes Fotomotiv, um die Stadt aus einer neuen Perspektive einzufangen.

Anreise zur Roosevelt Island Tramway

Lage:Manhattan, New York
Maximale Höhe:76 m
Must-Do:Spaziergang entlang der West Loop Road
Fahrtdauer:ca. 4 Minuten
Besonderheit:Nutzbar mit der MetroCard

Das Besondere ist, dass die Roosevelt Island Tramway Teil des MTA-Systems ist und du sie für 2,90 $ einfach mit deiner MetroCard nutzen kannst – genau wie bei der Subway oder dem Bus. Die Station der Roosevelt Island Tramway liegt zentral in Manhattan, direkt an der Ecke 2nd Avenue und 59th Street.

Wenn du mit der Subway anreist, steigst du an der Station Lexington Av/59 St aus. Von dort aus sind es nur wenige Minuten zu Fuß bis zum Eingang der Tramway. Alternativ fahren dort die Buslinien M15, M31 und M57. Um von der Insel zurück aufs Festland zu kommen, hast du zwei bequeme Möglichkeiten: Entweder du nimmst wieder die Seilbahn zurück oder du nutzt die Subway-Linie F und reist damit von der Insel entweder nach Manhattan oder Brooklyn.

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Mit der Seilbahn über den East River: Perspektivenwechsel in luftiger Höhe

Schon am Eingang der 59th Street sehe ich die roten Gondeln, mit denen auch ich gleich zwischen den Wolkenkratzern und der Insel hin- und herfahren werde. Nach kurzem Anstehen ist es endlich so weit: Ich betrete die Gondel, die Türen schließen sich, und langsam hebt sie vom Boden ab. Etwa vier Minuten dauert die Fahrt auf die Insel.

Die Aussicht ist von allen Seiten fantastisch. Höhenangst habe ich zwar keine, doch mir wird etwas mulmig, als die Gondel am zweiten Mast kurz wackelt und leicht hin- und herschwingt. Ich schaue aus dem Fenster und sehe unter mir die befahrene 2nd Avenue: Die gelben Taxis werden immer kleiner, je höher wir fahren. Es fühlt sich an, als würden wir zwischen den Hochhäusern hin- und herpendeln. Auf der anderen Seite glitzert der East River, überragt von der gigantischen Queensboro Bridge.

Die Insel der Stille: Entspannen auf Roosevelt Island

Natürlich ist die Fahrt an sich schon ein echtes Highlight. Doch mindestens genauso lohnend ist das Ziel der Fahrt: Roosevelt Island. Die künstlich angelegte Insel lädt zum Spazieren und Verweilen ein. Ich habe das Gefühl, hier einen weiteren Teil vom „echten“ New York zu entdecken: junge Erwachsene, die an Outdoor-Geräten trainieren, Eichhörnchen, die über den Boden huschen, und eine Aussicht auf die Skyline von Manhattan. Hier kann ich durchatmen – kein Hupen, keine Sirenen, keine Abgase – und trotzdem habe ich das Gefühl, mittendrin zu sein.

Ich nehme auf einer der Bänke Platz und entdecke die kleinen goldenen Metallschilder, die an den Lehnen befestigt sind. Auf ihnen sind Sprüche eingraviert, Danksagungen und Widmungen – kleine persönliche Anekdoten. Ich lasse meinen Blick über die Plaketten gleiten: „To the city of my heart. Always and forever“, „Yohan, Hyewon & Gungjung had a walk here, holding hands“ und „In honor of the Jackson Family. Thank you NYC for everything“ ist unter anderem zu lesen. Ich habe das Gefühl, dadurch bekommt die Stadt ein Gesicht, zeigt Persönlichkeit und wirkt weniger anonym.

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Fazit

Wenn du Lust hast, New York von einer anderen Perspektive aus kennenzulernen, ist die Roosevelt Tramway definitiv die richtige Wahl. Für kleines Geld bekommst du eine einmalige Aussicht auf die Stadt, kannst im Park so lange verweilen, wie du möchtest und dabei die Skyline von allen Seiten genießen.

Nach deinem Besuch kannst du mit der Subway-Linie F innerhalb weniger Minuten zurück nach Manhattan fahren. Von dort steht dir die Welt offen: Wie wäre es mit einem Besuch im Metropolitan Museum of Art, einem Spaziergang durch den Central Park oder einem Restaurantbesuch in der Upper East Side? All dies ist in unmittelbarer Nähe, wenn du mit der Subway zurückfährst.

Lage

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