Auch wenn der Balkan von Reisenden schon sehr gut erschlossen ist – Kroatien ist schließlich ein echter Hotspot – so gibt es in der Region trotzdem noch jede Menge Unbekanntes zu entdecken. Albanien ist so ein richtiger Geheimtipp. Mit wilder Natur, reicher Kultur, gutem Essen und lebhaften Städten. Darum haben wir die besten Sehenswürdigkeiten in Albanien zusammengestellt, die ihr auf keinen Fall verpassen solltet.

Die besten Sehenswürdigkeiten im Überblick

Auf dem Westlichen Balkan, zwischen Montenegro, Kosovo, Nordmazedonien und Griechenland, liegt Albanien.  Auf einer Fläche von 28.748 km² findet ihr eine besonders reichhaltige Flora und Fauna, was Albaniens unberührte Natur zu einer der artenreichsten in Europa macht. Außerdem verfügt Albanien über 14 Nationalparks und seine eigenen Alpen, deren Gipfel Höhen von über 2.500 Metern erreichen. Neben Wanderurlaub ist das Land aber auch bei Kulturinteressierten sehr beliebt. Zum Beispiel mit einem Besuch von Berat, der Stadt der Tausend Fenster und UNESCO-Weltkulturerbe. Aufgrund seiner langen Küstenlinie ist Albanien aber auch ideal, um ein paar Tage am Strand zu entspannen.

#albanien

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1. Shkodra: Kulturelles Zentrum Nordalbaniens

© Comofoto
Einwohner:Ca. 200.000
Must-See:Shkodra Nationalmuseum
Must-Do:Skutari-See besuchen

Shkodra ist eine der ältesten Städte Albaniens und ist absolut eine Reise wert. Am Ufer des Sees Skutari gelegen bietet sie zahlreiche Möglichkeiten zum Aktiv werden oder Relaxen. Auch Flanieren in der Altstadt im Schatten der mächtigen Moschee ist zu jeder Tageszeit ein Highlight. Berühmt ist die kleine Stadt auch für ihre Museen. So sind zum Beispiel das Museum für Fotografie und das Shkodra Nationalmuseum sehr zu empfehlen.

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2. Osum-Schlucht: Spektakulärer Canyon

© dr322
Länge:13 Kilometer
Must-Do:Kanutour
Höhe:Bis zu 80 Meter

Dieser Ort erinnert an den Film Herr der Ringe, als die Gefährten mit einem kleinen Boot durch eine riesige Schlucht fahren. Denn der Canyon, der in Südalbanien durch den Fluss Osum entstanden ist, ist spektakuläre 13 Kilometer lang und bis zu 80 Meter hoch. Die Schlucht ist besonders beliebt bei Sportfreunden, denn das Gebiet kann mit dem Kanu erkundet werden. Wer es gerne etwas schneller mag, bucht eine Rafting-Tour.

3. Gjipe Beach: Paradiesisches Flair für Camper

© rh2010
Länge:Ca. 200 Meter
Must-Do:Camping
Must-See:Gjipe Canyon

Dieser Ort ist per Definition das Paradies für Camper, denn hier befindet sich der Abstellplatz direkt am Strand. Die nächste Stadt ist weit weg, was Gijpe zum perfekten Platz für alle macht, die entspannen wollen. In der flachen Bucht besteht auch eine große Chance, Schildkröten und Delfine zu sehen. Der Strand ist umgeben von dichter Bewaldung und der 800 Meter lange und zwischen 10 und 20 Metern breite Gjipe Canyon ist nur wenige Gehminuten entfernt.

4. Jezerca: Höchster Berg in den Albanischen Alpen

© isabela66
Höchster Punkt:2.694 Meter
Must-Do:Bergbesteigung
Beste Reisezeit:Mai bis Oktober

Wer wilde Natur liebt, ist hier genau richtig. Denn in den nordalbanischen Alpen gibt es reißende Bergflüsse, enge Täler, tiefe Wälder und hohe Gipfel. Der höchste Berg ist übrigens die Jezerca mit einer Höhe von 2694 Metern. Eine Besteigung ist möglich, aber auch für weniger erfahrene Wanderer gibt es in der Region reichlich zu tun. Wer auf Trekking steht, wird hier zahlreiche – sogar grenzübergreifende – Möglichkeiten für sich finden.

5. Viertel Mangalem in Berat: Stadt der tausend Fenster

© rh2010
Einwohner:Ca. 38.000
Must-See:Museumsstadt
Erste schriftl. Erwähnung:9. Jh.

In kompakterer Form werdet ihr Sehenswürdigkeiten wohl kaum finden, denn die Stadt Berat trägt ihren Beinamen der Stadt der tausend Fenster nicht umsonst. Hier scheinen sich nämlich unzählige historische Gebäude übereinander an einen Hügel zu klammern. In der Museumsstadt, zu der auch das Altstadt-Viertel Mangalem gehört, gibt es besonders viele Moscheen und Kirchen zu entdecken. Aber auch wer völlig ziellos durch die Straßen irrt, wird Unglaubliches entdecken.

6. Syri i Kaltër: Das blaue Auge als kristallklarer Bergsee

© Marc Stephan
Wassertemperatur:Ca. 12 °C
Must-Do:Füße abkühlen
Verpflegung:Restaurant

Was aussieht wie ein Gemälde der alten Meister, ist eigentlich ein realer Ort in Albanien. Diese besonders farbintensive und wasserreichste Quelle des Landes liegt im westlichen Teil des Gebirges Mali i Gjerë. Wie tief das Becken wirklich ist, wurde immer noch nicht genau erkundet. Gerade dieses mysteriöse Flair und die Farbvielfalt sind es, die diesen besonderen Ort zu einem echten Instagram-Hotspot machen. Der Weg zur Quelle führt durch einen dichten, unberührten Wald, was noch zur Mystik dieser Sehenswürdigkeit beiträgt.

7. Burg Rozafa: Sonnenuntergangstour mit toller Aussicht

© aterrom
Entstehung:4. Jahrhundert v. Chr.
Must-See:Museum innerhalb der Ruinen
Lage:Shkodra

Unweit der Stadt Shkodra befindet sich die Ruine der Rozafa-Burg, die einen spektakulären Ausblick über die Region bietet und darum zu den wichtigsten Touristenmagneten der Region zählt. Die Burg kann über eine kurze, knapp 30 Minute Wanderung ab Shkodra erreicht werden. Auf dem Gelände aus dem 4. Jahrhundert gilt es dann, die Winkel und verborgenen Ecken selbst zu erkunden. Für Romantiker ist eine Tour bei Sonnenuntergang zu empfehlen.

8. Komani Lake: Beeindruckender Stausee

© andrii_lutsyk
Fläche: 13 km²
Must-Do:Bootstour
Tiefe:Ca. 96 Meter

Im Norden Albaniens liegt ein echter Gigant. Mit einer Fläche von 13 km² und einer Tiefe von 96 Metern ist der Komani-Stausee eine der besten Sehenswürdigkeiten des Landes. An sonnigen Tagen leuchtet das Wasser smaragdgrün und daneben erheben sich die mächtigen, bewachsenen Felswände. Mit einer Personenfähre, die zwischen Koman und Fierzë verkehrt, könnt ihr die fjordähnliche Landschaft erleben. Mit kleineren Booten sind auch die entlegenen kleinen Dörfer im Norden zu erreichen.

9. Ura e Mesit: Ehemalige Handeslbrücke bei Shkodra

© Andrew Mayovskyy
Entstehung:Ca. 18 Jahrhundert
Must-See:Fluss Kir
Anzahl Böge:15

Weniger als 10 Kilometer von der Stadt Shkodra entfernt liegt der historische und absolut sehenswerte Brückenbogen Ura e Mesit, was übersetzt Brücke von Mes bedeutet. Das Bauwerk, das vermutlich aus dem 18. Jahrhundert stammt, spannt sich über den Kir-Fluss und besteht aus 15 Bögen, mit einer Maximalhöhe von 18 Metern. Je nach Jahreszeit werden Reisende einen Fluss oder ein ausgetrocknetes Flussbett vorfinden.

10. Skanderbeg-Platz: Zentraler Platz in Albaniens Hauptstadt Tirana

© gatsi
Größe:38.000 km
Must-See:Et’hem-Bey-Moschee
Must-Do:Aufstieg zum Glockenturm

In der Hauptstadt Tirana gibt es für Reisende unzählige Dinge zu entdecken, wie beispielsweise die Pyramide von Tirana, den großen Park von Tirana oder die wunderschöne Et’hem-Bey-Moschee.

Das absolute Highlight für alle, die vor Ort vielleicht nicht so viel Zeit haben, ist aber der Skanderberg-Platz, benannt nach einem albanischen Nationalhelden. An dem 38.000 Quadratmeter großen Platz, der von historischen Gebäuden eingerahmt wird, laufen mehrere Straßen zusammen. Nachts wird es durch die Beleuchtung fast schon romantisch.

11. Venezianische Burg: Romantisches Örtchen in Butrint

© Leonid Andronov
Einwohner:Ca. 100
Must-See:Amphitheater
Weltkulturerbe:Seit 1992

Hier können Reisende Geschichte hautnah erleben. In Butrint, auf einer Halbinsel im Südwesten Albaniens, gegenüber der Insel Korfu und Apulien, befand sich im Mittelalter das Tor zwischen Byzanz und dem römischen Reich. Davon zeugen auch der Trichon-Palast aus dem 5. Jahrhundert und ein Amphitheater. Durch seine Lage an einer Lagune hat dieser Ort beinahe etwas Idyllisches an sich. Seit 1992 gehört er darum auch zum UNESCO-Welterbe.

12. Strand von Ksamil: Wunderschöner Badeort in Albanien

© lukaszimilena
Länge:Ca. 100 Meter
Must-See:Türkisfarbenes Wasser
Must-Do:Ausflug zu den Ksamil-Inseln

Dieser Strand wird von Reisenden nahezu mit Lob überschüttet. Beschreibungen wie karibikähnlich, Traumstrand oder der Gipfel der albanischen Riviera werden dabei verwendet. Der feine Kieselstrand in der gleichnamigen Region zieht sowohl nationale als auch internationale Touristen an. Der Küste vorgelagert liegen auch die vier kleinen Ksamil-Inseln, die nur per Boot zu erreichen sind und die insbesondere für ihr türkisfarbenes Wasser berühmt sind.

13. Nationalpark Llogara: Traumhaftes Wandergebiet mit Meeresblick

© ollirg
Fläche:1.010 Hektar
Must-Do:Trekkingtour
Gründung:1966

In der Region Qark Vlora, im Süden Albaniens, liegt der Nationalpark Llogara, der mit einer Fläche von knapp 1.000 Hektar vor allem dem Schutz von Pinien gewidmet ist. Da sich der Park unweit des Ionische Meeres befindet, bietet sich in den Höhenlagen immer wieder ein spektakulärer Blick. Wer einen guten Tag erwischt hat kann sogar die griechische Insel Korfu sehen. Im Park selbst gibt es mehrere Wander- und Trekkingrouten, es gibt aber auch einen Startplatz für Gleitschirmflieger.

14. Shpella e Pëllumbasit: Eindrucksvolle Höhlen von Pellumbas

© ollirg
Tiefe:Bis zu 400 Meter
Must-See:Stalagmiten & Stalaktiten
Must-Do:Führung

Wer es ein bisschen gruselig mag, der ist an diesem Ort genau richtig. Nach einer knapp einstündigen Wanderung ab dem Dorf Pellumbas tauchen Reisende nämlich fast 400 Meter tief ins schwarze Nichts ein. Hier gibt es beeindruckende Stalagmiten und Stalaktiten zu bewundern. Unbedingt eine Taschenlampe oder Stirnlampe einpacken, sonst wird es finster. Und ja, in der Höhle gibt es Fledermäuse, die recht nah am Kopf vorbeizischen.

15. Grammos: Imposantes Bergmassiv an der Grenze zu Griechenland

© Lev Paraskevopoulos
Höchster Punkt:2.528 Meter
Must-Do:Gramos Trail
Beste Reisezeit:Ganzjährig

Auf der Grenze zwischen Albanien und Griechenland befindet sich das mächtige Gebirge der Grammos-Berge. Die höchste Erhebung ist Çuka e Peçit mit knapp 2.500 Metern. Bei Wanderern beliebt ist der sogenannte Gramos Trail ab dem Dorf Starjë. Auch wenn die Wanderung mehrere Stunden in Anspruch nimmt, birgt sie keine besonderen körperlichen Herausforderungen. Die Tour kann das ganze Jahr über erwandert werden.

Weitere Reisetipps auf dem Balkan

Schon gewusst? Wer über Albanien und Kosovo nach Serbien einreisen möchte, muss aufpassen, welche Route er nimmt. Denn Serbien erkennt Kosovo offiziell immer noch nicht an, was bedeutet, dass der Grenzübertritt von Kosovo nach Serbien als illegale Einreise ins Land verstanden wird. Besser also lieber den Stress vermeiden und direkt über eine serbische Grenze einreisen.

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