Die 13 besten Sehenswürdigkeiten in Vietnam

Ein mächtiges, grünes Hochland im Norden, Strände im Süden, fantastische Buchten und eine der ausgefallensten Küchen der Welt – es gibt viele Gründe, Vietnam zu besuchen. Und sei es nur, um zu beobachten, wie unzählige Motorroller ohne Ampel eine Kreuzung passieren, ohne zusammenzustoßen. Wir haben eine Auswahl interessanter Orte zusammengestellt und geben euch einen Überblick über die besten Sehenswürdigkeiten in Vietnam.

Top-Sehenswürdigkeiten in Vietnam im Überblick

Das südostasiatische Land mit seinen ca. 97 Millionen Einwohnern ist etwas kleiner als Deutschland und sowohl vom Sozialismus, vom Krieg als auch von der französischen Kolonialzeit geprägt. Zur reichen Geschichte kommen zahlreiche Naturmonumente wie die berühmten Reisfelder hinzu. Die einzigartigen Felsformationen in der Halong-Bucht lassen sich hier genauso gut bei einer Bootstour erkunden wie die Flusslandschaften im Mekongdelta oder die beeindruckenden Bản-Giốc-Detian-Wasserfälle.

Gleichzeitig sind auch die Städte des Landes so abwechslungsreich, dass sie schwer zusammenzufassen sind. In der Hauptstadt Hanoi gibt es tolle Foodtouren und eine spektakuläre Train Street. Die ehemalige Kaiserstadt Huế ist berühmt für ihre Zitadelle, während Ho-Chi-Minh-Stadt ein wildes Nachtleben bietet. Und habt ihr schon einmal einen Spaziergang über eine goldene Brücke gemacht, die von einer riesigen Hand aus Stein getragen wird?

#vietnam

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1. Halong Bay: Spektakuläre Felsformationen im UNESCO-Welterbe

Fläche:1.500 km²
Must-Do:Kayakfahren
Beste Reisezeit:Februar bis Mai

Man kann wohl nicht von Vietnam sprechen, ohne die Halong-Bucht zumindest einmal zu erwähnen. Schließlich sind die markanten Felsformationen in der Bucht mittlerweile sogar UNESCO-Welterbe.

Die Regierung hat zwar vielfach den Zugang zu den Inseln verboten, aber zumindest kann die Natur noch per Kajak erkundet werden, zum Beispiel bei einer Fahrt durch die Light & Dark Caves. Wer früh am Morgen dort ist, kann vielleicht sogar Affen beobachten. Die Höhlen und Grotten sowie einige Strände können allerdings nur bei Ebbe betreten werden. Viele von ihnen sind mit Pflanzen bewachsen, und auf den größeren befindet sich teilweise dichter Dschungel.

2. Train Street in Hanoi: Älteste Stadt Südostasiens

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Einwohner:ca. 8,5 Mio.
Must-Do:Food Tour
Beste Reisezeit:November bis April

Es lässt sich nicht anders sagen: Die vietnamesische Hauptstadt Hanoi ist in erster Linie für ihr Verkehrschaos bekannt. Verkehrsregeln gibt es nicht – wer eine Straße überqueren will, läuft einfach los und hofft das Beste.

Ansonsten prägen die Stadt eine jahrhundertealte Architektur und eine reiche Kultur aus Südostasien, China und Frankreich. Die engen Gassen im chaotischen Alten Viertel sind von Händlern geprägt. Neben vielen Tempeln zählen das Hoa-Lo-Gefängnis-Museum und die spektakuläre Train Street zu den sehenswerten Attraktionen. Wer noch etwas mehr Zeit hat, sollte unbedingt an einer Foodtour teilnehmen.

3. Mù Cang Chải: Bergpass zwischen saftgrünen Reisterrassen

Länge:30 km
Must-Do:Trekkingtour
Beste Reisezeit:März bis Juni

Wer an Südostasien denkt, hat oft das Bild von Reisterrassen vor Augen. Der Bergpass Mù Cang Chải im Nordosten Vietnams ist 30 Kilometer lang und wird gesäumt von Reisterrassen, so weit das Auge reicht. Im Rahmen mehrtägiger Trekkingtouren können Reisende die Region erkunden.

Die meisten machen Station in der Stadt Sapa, deren Umgebung berühmt ist für die typischen Reisterrassen. Startet am besten immer vormittags, da das Wetter im Norden oft kühl, regnerisch und neblig ist. So kann es leider auch vorkommen, dass ihr mal gar nichts seht.

4. Cầu Vàng: Goldene Fußgängerbrücke in Đà Nẵn

Länge:150 Meter
Must-See:Steinhände
Beste Reisezeit:Februar bis Juni

Diese berühmte Sehenswürdigkeit von Da Nang ist kaum zu übersehen, denn hier ragen zwei gigantische Hände aus grünen Hügeln in den Himmel, die eine 150 Meter lange, goldene Brücke tragen.

Das beeindruckende Bauwerk befindet sich in einem Themenpark, der einem französischen Dorf nachempfunden ist und über eine Seilbahn erreichbar ist. Von gut 1.400 Metern über dem Meeresspiegel habt ihr eine majestätische Aussicht auf die umliegende Landschaft. Ohne Zweifel ist dieser Ort der Instagram-Hotspot schlechthin – sowohl für Reisende als auch für Einheimische.

5. Mekongdelta: Spektakuläre Flusslandschaften

©frenta
Fläche:39.000 km²
Must-See:Bootstour
Beste Reisezeit:Dezember bis März

Nach seiner langen Reise durch sechs Länder verzweigt sich der Fluss Mekong in neun Arme, von denen drei sogar flussaufwärts fließen. So entsteht eine besonders fruchtbare Landschaft, die sich am besten mit dem Boot erkunden lässt.

In den Gewässern leben übrigens auch Delfine – aber bei der Anzahl der Besucher müsst ihr schon sehr viel Glück haben, um welche zu sehen. Wer etwas knapp in der Zeit ist, kann auch von Ho-Chi-Minh-Stadt aus einen Tagesausflug buchen.

6. Mũi Né: Beeindruckende Sanddünen am Südchinesischen Meer

©det-anan sunonethong
Einwohner:Ca. 25.000
Must-Do:Kite-/Surfen
Beste Reisezeit:Ganzjährig

Rote Sanddünen, die wie eine Fata Morgana wirken – und die man vielleicht eher im arabischen Raum vermuten würde. Doch die Mũi Né-Sanddünen liegen in Vietnam, genauer gesagt im Süden des Landes.

Besonders stimmungsvoll ist die Atmosphäre zum Sonnenauf- oder Sonnenuntergang. Hier könnt ihr auch Sandsledding ausprobieren. Zudem verfügt das ehemalige Fischerstädtchen über zwei Strände mit zahlreichen Hotels und Resorts. Hier ist nicht nur Relaxen vor der perfekten Kulisse tropischer Traumstrände angesagt – auch Surfer und Kitesurfer kommen auf ihre Kosten, denn es herrschen ideale Windverhältnisse.

7. Bản-Giốc-Detian-Falls: Gigantische Wasserfälle

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Breite:300 Meter
Must-See:Bootstour
Beste Reisezeit:Mai bis September

Warum nur einen Wasserfall ansehen, wenn man gleich mehrere gleichzeitig erleben kann? Die Bản-Giốc-Detian-Wasserfälle in Nordvietnam, an der Grenze zu China, gehören zu den größten Wasserfall-Komplexen der Welt.

Der Wasserfall besteht aus zwei Etagen, und auch wenn die Fallhöhe der verschiedenen Wasserläufe nur 30 Meter beträgt, sind es vor allem die 300 Meter Breite, die beeindrucken. Auf vietnamesischer Seite erfordert das Naturschauspiel eine Besichtigungserlaubnis, die unkompliziert am Polizeihäuschen an der angrenzenden Straße eingeholt werden kann. Bei einer Bootstour könnt ihr die Wasserfälle aus der Nähe betrachten.

8. Fansipan: Höchster Gipfel Vietnams mit besonderem Tempel

Höhe:3.147 m
Seilbahn-Fahrt:15 Min.
Must-See:Bronzestatue

Der Fansipan, mit 3.147 Metern der höchste Berg Vietnams, liegt im Hoàng-Liên-Nationalpark nahe der Stadt Sapa im Norden des Landes.

Seit 2016 ermöglicht eine Seilbahn den Aufstieg zum Gipfel in nur 15 Minuten, wobei ein Höhenunterschied von 1.410 Metern überwunden wird. Oben erwarten die Besucher beeindruckende buddhistische Tempel und die höchste Bronzestatue eines Buddhas in Asien. Alternativ kann der Gipfel auch über eine Wanderung erreicht werden, die etwa fünf Stunden dauert.

9. Zitadelle von Huế: Beeindruckende Festung in ehemaliger Kaiserstadt

Entstehung:1804
Must-See:Kaiserpalast
Beste Reisezeit:Februar bis September

Hier können Reisende erleben, wie die Kaiser früherer Dynastien residierten. Denn Huế in Zentralvietnam verfügt über eine weitläufige Palastanlage aus dem 19. Jahrhundert – mit Palästen und Schreinen, der Verbotenen Stadt und einem Nachbau des Königlichen Theaters. Plant genügend Zeit ein, denn allein für einen Rundgang um das quadratische Gelände müsst ihr rund 10 Kilometer einplanen.

Im neueren Teil der Stadt lockt abends eine Fußgängerzone mit Bars, Clubs, Restaurants und Straßenkünstlern. Huế ist außerdem berühmt für seinen besonderen salzigen Kaffee.

10. Sapa: Tolle Landschaft aus Reisterrassen

Höhe:1.600 Meter
Must-Do:Trekkingtour
Beste Reisezeit:September bis November

Malerische Reisterrassen, so weit das Auge reicht – und so weit die Füße tragen, denn das Gebiet in Nordvietnam ist ideal für Wanderungen und Trekkingtouren. In Sapa bieten zahlreiche Agenturen ihre Dienste an, um die traumhafte Landschaft zu erkunden.

Neben einzigartigen Ausblicken könnt ihr auch majestätische Wasserfälle entdecken und mehr über die einheimischen Bergvölker erfahren. In der Regenzeit kann die Wanderung allerdings schnell zur Schlammschlacht werden. Wollt ihr höher hinaus, könnt ihr euch mit der Seilbahn zum Gipfel des Fansipan bringen lassen. Mit 3.143 Metern ist er der höchste Berg Vietnams.

11. Angel-Eye Mountain: Auge im Fels und Geheimtipp im Norden

Lage:Cao Bằng
Durchmesser:50 m
Beste Reisezeit:November bis April

Der Angel Eye Mountain, auch bekannt als Núi Thủng oder „Mắt Thần“ (Engelsauge), befindet sich in der Provinz Cao Bằng im Norden Vietnams. Sein markantestes Merkmal ist ein etwa 50 Meter breites Loch, das den Berg durchdringt und ihm das Aussehen eines gigantischen Auges verleiht.

Dieses geologische Phänomen entstand vor über 300 Millionen Jahren. Heute kann man in der Nähe campen, eine Wanderung zum „Auge“ unternehmen oder die traditionellen Dörfer der Tày-Minderheit besuchen.

12. Cuc Phuong Nationalpark: Erster Nationalpark in Vietnam

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Fläche:22.200 Hektar
Must-See:Turtle Conservation Center
Beste Reisezeit:März bis Mai

Im Norden Vietnams gelegen, wird der Nationalpark Cúc Phương noch von relativ wenigen Reisenden besucht. Dabei ist diese Landschaft mehr als sehenswert: Bergiges Gelände mit Kalksteinklippen und dem Schwemmland des Roten Flusses prägen das Bild.

Die Flora und Fauna ist äußerst artenreich, da ein Großteil des Gebiets vom Regenwald bedeckt ist. Kommt ihr zwischen März und Mai, erwartet euch ein spektakulärer Schwarm aus unzähligen Schmetterlingen. Besonders erwähnenswert ist auch ein unterstützenswertes Rettungszentrum für Primaten und Schildkröten, die in Vietnam nahezu ausgerottet sind.

13. Ruinen von My Son: Mini-Angkor Wat von Vietnam

Ruinen von My Son ©efired

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Lage:Provinz Quảng Nam
Auch genannt:Mini-Angkor Wat von Vietnam
Erbaut:4. Jhd. nach Chr.

Mỹ Sơn ist ein historisches Tempelareal in Zentralvietnam, etwa 40 Kilometer südwestlich von Hội An gelegen. Die Anlage war einst das spirituelle Zentrum des Champa-Königreichs und ist vor allem dem hinduistischen Gott Shiva gewidmet.

Zwischen dem 4. und 13. Jahrhundert wurden hier mehr als 70 Tempel und Türme errichtet, von denen viele kunstvoll aus Ziegelstein (aber ohne Mörtel) gebaut sind. Obwohl ein Großteil der Bauten im Vietnamkrieg beschädigt wurde, sind die Ruinen bis heute ein beeindruckendes Zeugnis der Cham-Kultur. Besucher können die Anlage auf einem Rundweg erkunden, mehr über die Geschichte im kleinen Museum erfahren und die ruhige Dschungelatmosphäre genießen.

Weitere Reisetipps in Südostasien

Schon gewusst? Mit einem Zwischenstopp fliegt ihr in unter 24 Stunden nach Vietnam. Bleibt ihr maximal 30 Tage, genügt ein gültiger Reisepass, und ihr bekommt ein Visa on Arrival – dieses könnt ihr aber auch schon vorab online beantragen. Längere Strecken lassen sich gut mit der Eisenbahn zurücklegen. In den Städten kommt ihr mit Auto- oder Motorrad-Taxis sowie Tuk-Tuks gut voran. Teilweise lohnt es sich, diese für einen ganzen Tag zu buchen.

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