Die 10 besten Sehenswürdigkeiten in Cuxhaven

Sucht ihr ein vielseitiges Ausflugsziel an der Nordsee? Dann haben wir einen besonderen Reisetipp für euch: Cuxhaven in Niedersachsen. Zu den Top-Attraktionen des Nordseeheilbads zählen der Nationalpark Wattenmeer und lange Sandstrände, aber auch interessante Orte, die von der reichen Geschichte der Region zeugen. Dazu kommen familienfreundliche Sehenswürdigkeiten und bekannte Reiseziele wie der Elberadweg, die zu Touren beliebiger Länge in die Natur einladen.

Top-Sehenswürdigkeiten in Cuxhaven im Überblick

Cuxhaven liegt an der Nordsee, genauer gesagt am niedersächsischen Wattenmeer, rund 100 Kilometer nördlich von Bremen. Das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer ist dabei eine von vielen Attraktionen des Nordseeheilbads mit knapp 50.000 Einwohnern. An der Mündung der Elbe in die Nordsee erhebt sich das Wahrzeichen Cuxhavens: die Kugelbake. Einen weiteren Traumblick auf die Elbmündung bietet die Aussichtsplattform „Alte Liebe“. Bei schönem Wetter laden der Duhner Strand zum Baden oder Faulenzen ein, doch es lohnt sich, in Cuxhaven auch reichlich Zeit für Sightseeing einzuplanen. Ihr könnt unter anderem Schloss Ritzebüttel besichtigen oder in den Hapag-Hallen der Geschichte der Auswanderer auf die Spur gehen.
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#cuxhaven #nordsee

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1. Kugelbake: Das Wahrzeichen Cuxhavens

Kugelbake Cuxhaven, Niedersachsen ©PhotoArt
Lage:Elbmündung
Höhe:29 m
Errichtet:1924

Sie steht am nördlichsten Punkt Niedersachsens, genau dort, wo die Elbe in die Nordsee mündet: die 29 Meter hohe Kugelbake, das Wahrzeichen Cuxhavens. Früher war sie ein lebenswichtiges Seezeichen, das Seefahrern bei der Orientierung half. „Bake“ war dabei der mittelalterliche Begriff für ein Seezeichen.

Die erste Kugelbake entstand bereits 1907 an dieser Stelle, der heutige Bau stammt aus dem Jahr 1924. Früher war sie oft das Letzte, was Auswanderer sahen, bevor sie Richtung Amerika aufbrachen. Sogar auf dem Wappen von Cuxhaven ist die Kugelbake abgebildet.

2. Alte Liebe: Historische Aussichtsplattform mit Blick auf die Elbmündung

Der „Alte Liebe“ genannte Aussichtspunkt. ©Claus Schlüter
Errichtet:1733
Must-See:Blick auf Schiffe
Besonderheit:Lautsprecher-Infos

Hinter dem romantischen Namen „Alte Liebe“ verbirgt sich eine zweistöckige, historische Aussichtsplattform an der Elbe. Sie wurde bereits 1733 als Wellenbrecher und Anleger errichtet – aus drei versenkten Schiffen. Heute ist sie vor allem ein beliebter Treffpunkt der Einheimischen.

Ihr genießt einen freien Blick auf die großen Frachter, Kreuzfahrtschiffe und Containerriesen, die in Richtung Hamburg oder Nordsee aufbrechen. Über Lautsprecher erfahrt ihr sogar Details zu Größe, Herkunft und Ziel der Schiffe. An der Alten Liebe starten außerdem Rundfahrten zu den Seehundsbänken sowie nach Neuwerk oder Helgoland.

3. Schloss Ritzebüttel: Spätmittelalterliches Schloss im Zentrum

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Errichtet:um 1340
Must-See:Schweizerhaus
Sehenswert:Dauerausstellung

Schloss Ritzebüttel ist das kulturelle Herzstück von Cuxhaven. Es wurde um 1340 errichtet, und die ältesten noch erhaltenen Teile sind über 600 Jahre alt. Zwischen 1394 und 1937 war Ritzebüttel eine Hamburger Exklave, das heißt, es stand unter der Verwaltung der Hansestadt.

Besonders imposant ist der barocke Vorbau, der im 18. Jahrhundert ergänzt wurde. Nach aufwendiger Restaurierung wurde das Schloss 1996 als „Bürgerschloss“ neu eröffnet und gilt seither als Kulturort für Konzerte, Lesungen und Ausstellungen. Sehenswert ist unter anderem die kleine Dauerausstellung „Zeitwache“ zur Geschichte Cuxhavens.

4. Nationalpark Wattenmeer: Wattwanderungen und ein spannendes Besucherzentrum

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Lage:Sahlenburger Strand
Must-Do:Wattwanderung
Must-See:Ausstellungen

Der Nationalpark Wattenmeer ist das Natur-Highlight Cuxhavens. Bevor ihr euch zu einer Wattwanderung in das UNESCO-Weltnaturerbe aufmacht, lohnt sich ein Besuch des Wattenmeer-Besucherzentrums am Sahlenburger Strand.

Dort erfahrt ihr mehr über das Wattenmeer – in einem modernen Holzgebäude, das schon von außen ein Blickfang ist. Drinnen erwarten euch Ausstellungen auf drei Etagen zur Watt-Natur, zu Salzwiesen, Geestkliffen und Küstenheiden. Von hier aus starten auch geführte Wattwanderungen für die ganze Familie. Die Guides können euch alles über die Bewohner der Wattlandschaft erzählen – und manche Überraschung aus dem Schlick hervorzaubern.

5. Hapag-Hallen: Historische Auswandererhallen Cuxhavens

Hapag Hallen ©coastoak
Errichtet:1900-1902
Must-See:Ausstellungen
Must-Do:Event-Besuch

Die historischen Hapag-Hallen in Cuxhaven sind eines der beeindruckendsten Zeugnisse deutscher Auswanderungsgeschichte an der Nordsee. Sie wurden zwischen 1900 und 1902 erbaut und dienten als Abfertigungsgebäude für Passagiere, die nach Amerika übersiedeln wollten. Dieses Konzept geht unter anderem auf Albert Ballin zurück, der damals Direktor der Hapag-Reederei war und als einer der Pioniere der Kreuzfahrt gilt.

Heute stehen die Hallen unter Denkmalschutz und dienen als Veranstaltungsort für Konzerte, Ausstellungen und weitere Events. Darüber hinaus lohnt sich ein Besuch der Ausstellungen, die eine kleine Zeitreise durch die maritime Geschichte Deutschlands bieten.

6. Museum Windstärke 10: Museum zur Seefahrt- und Fischereigeschichte

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Lage:Hafengebiet
Größe:2000 m²
Must-Do:Windstärke 10 erleben

Wolltet ihr schon immer wissen, wie es sich anfühlt, bei Windstärke 10 auf hoher See zu sein? Dann ist das Museum „Windstärke 10“ mit seinen interaktiven Elementen genau die richtige Adresse für euch.

Es liegt mitten im Cuxhavener Hafengebiet: In zwei historischen Fischpackhallen und einem modernen Neubau zeigt das Museum auf 2.000 m² spannende Ausstellungen zur Hochseefischerei, zu Schiffsunglücken und dem Überleben auf See. Ein Spaß für Klein und Groß sind unter anderem eine virtuelle Fangfahrt nach Island, die Enge eines Fischdampfers oder eine Schatzsuche am Meeresgrund.

7. Insel Neuwerk: Bei Ebbe zu Fuß erreichbare Insel

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Lage:10 km von Cuxhaven
Must-Do:Leuchtturm erklimmen
Must-See:Nationalpark-Haus

Nur 10 Kilometer nordwestlich von Cuxhaven liegt Neuwerk – eine kleine Insel, die politisch zu Hamburg gehört, aber mitten im Weltnaturerbe Wattenmeer liegt. Ihr erreicht sie bei Ebbe zu Fuß, mit dem Wattwagen oder hoch zu Pferd, bei Flut per Schiff.

Die Insel ist nur 3 Quadratkilometer groß, hat aber viel zu bieten: das Nationalpark-Haus, den Friedhof der Namenlosen und den 700 Jahre alten Leuchtturm, der als Hamburgs ältestes Bauwerk gilt. Wer die 138 Stufen erklimmt, wird mit einem fantastischen Blick über das Watt belohnt. Neuwerk bietet auch Übernachtungsmöglichkeiten – sogar im Leuchtturm!

8. Leuchtturm Dicke Berta: Denkmalgeschütztes Museums-Bauwerk

Dicke Berta ©Stefan Monse
Lage:5 km östl. vom Zentrum
Höhe:13 m
Erbaut:1897

Gut 5 Kilometer östlich des Cuxhavener Zentrums trotzt die „Dicke Berta“ seit über 120 Jahren Wind und Wetter – auch wenn sie seit 1983 außer Dienst ist. Der Name mag irreführend klingen, denn wirklich „dick“ wirkt der rot-weiße Turm mit seinen 13 Metern Höhe nicht. Trotzdem hat er einen festen Platz im Herzen vieler Cuxhavener und ist ein beliebtes Ausflugsziel.

Heute könnt ihr den denkmalgeschützten Museumsleuchtturm besichtigen. Bei Führungen erfahrt ihr viel über die Geschichte der Leuchtfeuer, warum die Berta einst abgerissen werden sollte und wer sie gerettet hat.

9. Fort Kugelbake: Ehemalige Marinefestung mit Museum

Fort Kugelbake ©Stephanie Albert
Errichtet:1870-1879
Must-Do:2-stündige Führung
Must-See:Militär-Exponate

Hinter der Kugelbake versteckt sich in einem kleinen Wald ein militärhistorisches Unikat: das Fort Kugelbake. Es wurde zwischen 1870 und 1879 im Auftrag Preußens erbaut und war Teil der Küstenverteidigung zum Schutz des Schifffahrtswegs an der Elbmündung.

Heute ist es die einzige erhaltene Marinefestung Deutschlands. Bei einer etwa zweistündigen Führung durch Innen- und Außenanlagen entdeckt ihr unter anderem ein originales 10,5-cm-Geschütz mit „Schildkrötenpanzer“ sowie viele weitere Exponate aus über 150 Jahren Militärgeschichte. Eine telefonische Anmeldung ist erforderlich – weitere Infos findet ihr auf der Website.

10. Duhner Strand: Strandabschnitt mit feinem Sand

©Julianhaase.de

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Lage:nordwestl. vom Zentrum
Must-Do:Wattwanderung
Must-See:Pferderennen im Aug.

Nordwestlich des Zentrums liegt Duhnen: Was früher ein kleines Fischerdorf war, ist seit 1904 Cuxhavens bekanntestes Seeheilbad. Dort findet ihr sowohl Luxushotels als auch Campingplätze, Sternerestaurants und Fischbuden.

Das Highlight ist der feinsandige Strand – ein Teil des 10 Kilometer langen Sandstrands von Cuxhaven. Er eignet sich ideal zum Sonnenbaden, Wattwandern oder für entspannte Spaziergänge. Im Sommer gibt es sogar einen eigenen FKK-Bereich. Wer es sportlich mag, kann sich auf dem Spielplatz oder der Adventure-Golfanlage am Duhner Kreisel austoben. Sehenswert sind auch die Pferderennen auf dem Meeresgrund im August.

Weitere Reisetipps in Niedersachsen

Schon gewusst? Cuxhaven ist ein „staatlich anerkanntes Nordseeheilbad“. Diesen Titel erhalten nur Orte mit nachweislich gesundem Klima sowie guten Kur- und Freizeiteinrichtungen. Deshalb zahlen alle Übernachtungsgäste ab 16 Jahren einen Gästebeitrag, der direkt über den Vermieter abgerechnet wird. Tagesgäste entrichten ihren Strandeintritt beim Zugang – am Automaten oder online. Der Beitrag dient der Pflege von Stränden, Wegen und Serviceangeboten. Kinder unter 16 Jahren sind befreit – ebenso bestimmte Schwerbehinderte sowie enge Angehörige von Einheimischen, die privat zu Besuch sind. Aktuell liegen die Kosten je nach Saison und Zone zwischen 2,90 und 4,10 Euro. Übrigens: Wer es sich am Strand gemütlich machen möchte, kann seinen Strandkorb in Cuxhaven auch online buchen!

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