Sansibar gehört zu den faszinierendsten Reisezielen Afrikas. Als Teilstaat Tansanias besteht Sansibar aus den beiden Hauptinseln Unguja und Pemba sowie mehreren besonders schönen kleineren Eilanden. Wenn ihr die interessantesten Orte Sansibars entdecken möchtet, solltet ihr unbedingt auch ins Landesinnere reisen. Dort gibt es wertvolle Naturrefugien, die sich als Ausflugsziele besonders lohnen. Spektakuläre Sehenswürdigkeiten sind vor allem die märchenhaften Strände Sansibars – sie sind legendär. Dieses tropische Kleinod zählt zu den heißesten Reisetipps des gesamten Kontinents.
Top-Sehenswürdigkeiten auf Sansibar im Überblick
Viele Reisende kommen wegen der schönsten Strände Afrikas nach Sansibar. Palmenbestandene, weite und abwechslungsreiche Küstenabschnitte findet ihr zum Beispiel am Mtende Beach. Und am Michamvi Pingwe Beach wartet The Rock – eine einzigartige, aus dem Wasser ragende Location – auf euch.
Wenn ihr den Jozani-Forest-Nationalpark besucht, erlebt ihr afrikanischen tropischen Regenwald wie kaum irgendwo sonst. Kleine Inseln vor der Küste Sansibars halten besondere Erlebnisse für euch bereit: Schnorchelt in den Korallenriffen vor Mnemba Island oder bewundert die uralten Riesenschildkröten auf Changuu Island!
Die Swahili-Kultur auf Sansibar vereint ostafrikanische, arabische und indische Einflüsse. Etwa eine Million Menschen sind im Sansibar-Archipel zu Hause. In Stone Town könnt ihr mit allen Sinnen in die Atmosphäre des alten Sansibars eintauchen.
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1. The Rock: Uriges Restaurant im Meer


| Lage: | Michamvi Pingwe Beach |
| Must-Do: | Romantische Ausblicke genießen |
| Gegründet: | 2011 |
Stellt euch einen schroffen Felsen vor, der vor der Küste aus dem Meer ragt. Von Weitem sieht es aus, als würde eine einfache, strohgedeckte Hütte ganz oben auf dem Felsen stehen. Das wirkt schon ziemlich malerisch – kein Wunder, dass dieses Bild so unfassbar instagrammable ist.
Mit einem urigen Holzboot werdet ihr hinübergestakt, und über ein paar einfache Holzstufen erreicht ihr das kleine Restaurant The Rock. Auf der Veranda genießt ihr einen 360°-Blick über das Meer und hinüber zum Strand. Logischerweise sind Meeresfrüchte und Fisch die Spezialitäten dieser einzigartigen, magischen Location.
2. Mnemba Island: Exklusive Trauminsel mit Korallenriff

| Lage: | Nordöstlich der Hauptinsel |
| Must-Do: | Schnorcheltour vom Festland aus |
| Größe: | 10 Hektar |
Robinson-Feeling und luxuriöses Strandleben sind kein Widerspruch. Drei Kilometer nordöstlich der Hauptinsel Sansibar liegt ein einzigartig schönes Eiland: Mnemba Island. Ihr könnt es nur besuchen, wenn ihr Gäste des einzigen Luxushotels seid.
Diese private Insel ist gerade einmal 1,5 Kilometer lang und 500 Meter breit. Sie besitzt lange, komplett leere Sandstrände, die von türkisblauem Wasser umspült werden. Vorgelagert liegen herrliche Korallenriffe, in denen etwa 600 farbenfrohe Fischarten leben. Das Mnemba-Atoll umgibt die gesamte Insel und ist von Sansibar (Unguja) aus auf Tauch- oder Schnorcheltouren zu erreichen. Mit etwas Glück könnt ihr Walhaie, Delfine oder Buckelwale erspähen.
3. Cheetah’s Rock: Arche Noah für gerettete Tiere

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| Lage: | Nördlich von Stone Town |
| Must-Do: | Frühzeitig anmelden |
| Gegründet: | 2014 |
Die Mitarbeiter der Tierauffangstation Cheetah’s Rock haben schon so manches geschundene Tier gerettet. Die Eintrittsgelder der Reisenden sind dringend notwendig, um beispielsweise Madagassische Schnabelbrustschildkröten oder Goldene Tabby-Tiger am Leben zu erhalten.
Auf gebuchten Touren lernt ihr einzigartige Lebewesen kennen, die berührende Geschichten hinter sich haben. In diesem Naturschutzzentrum bemüht man sich um einen artgerechten Umgang mit den Tieren und ihre Auswilderung – auf Streichelfotos dürft ihr trotzdem hoffen. Die Tiere werden in großen Gehegen gehalten. Mit etwas Glück kommt ihr Meerkatzen oder Buschbabys ganz nahe. Diese Einrichtung nimmt den Tierschutz ernst – macht ihre Arbeit durch euren Besuch möglich!
4. Jozani Forest: Nationalpark mit Primärdschungel

| Lage: | Eine halbe Stunde von Zanzibar Town |
| Must-See: | Zanzibar Butterfly Center |
| Größe: | ca. 50 km² |
Einst war Sansibar von dichtem Regenwald bedeckt. Heutzutage wird die Westhälfte der Insel von Plantagen geprägt, auf denen Mangos, Avocados und Nelkenbäume wachsen. Der Jozani-Chwaka-Bay-Nationalpark im Landesinneren gibt eine Ahnung davon, wie ganz Sansibar früher aussah.
Nur hier lebt der vom Aussterben bedrohte Rote Colobusaffe – ebenso wie sein weit häufiger vorkommender Verwandter, der schwarz-weiße Guereza. Dieses letzte Rückzugsgebiet der sansibarischen Tierwelt könnt ihr auf Tagestouren mit ortskundigen Guides auf Naturpfaden entdecken. Von April bis Juni verwandelt sich der Wald in ein riesiges Sumpfgebiet mit unzähligen Schmetterlingen.
5. Kuza Cave: Cenote auf Sansibar

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| Lage: | Bei Paje |
| Must-Do: | Höhlenschwimmen |
| Alter: | 250.000 Jahre |
Unweit der Südostküste der Hauptinsel Unguja wartet ein mystisch wirkendes Naturjuwel auf euch: die Kuza Cave – eine mit bläulich schimmerndem Wasser gefüllte Höhle, in der ihr schwimmen könnt. Jahrtausendelang ist hier Regenwasser auf Kalkstein getropft, sodass die Höhle entstand. Denn, wie man so schön sagt: Steter Tropfen höhlt den Stein.
In der Höhle befindet sich ein Altar für eine elefantenköpfige Gottheit. Tatsächlich werdet ihr das Gefühl haben, hier geheimnisvollen, überirdischen Wesen ganz nahe zu sein. Auch Sykes-Affen kommen manchmal zu Besuch, und es finden Swahili-Trommelvorführungen statt.
6. Stone Town: Historische Altstadt von Zanzibar City


| Lage: | Sansibar Town |
| Must-See: | Dhau-Hafen |
| Einwohner: | ca. 30.000 |
300.000 Menschen leben in der Hauptstadt Sansibars. Das historische Zentrum heißt Stone Town und spiegelt die vielfältigen kulturellen Einflüsse auf der Inselgruppe wider. Eine Moschee steht neben einer Kirche und in der Nähe eines Hindutempels – diese alte Stadt mit ihren abblätternden Fassaden ist ein echter Schmelztiegel.
In Stone Town leben Angehörige ostafrikanischer Bantuvölker Seite an Seite mit arabischstämmigen Orientalen und Indern. Im 19. Jahrhundert war die Stadt eine Metropole des Sklaven- und Elfenbeinhandels. Bis heute könnt ihr hier der Sultanatszeit auf Sansibar nachspüren. Besichtigt unbedingt den alten Sultanspalast, das arabische Fort und den Beit el Ajaib.
7. Mtende Beach: Einer der schönsten Strände Afrikas

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| Lage: | Bei Mzambarauni |
| Einkehrtipp: | Usumba Rock Restaurant |
| Beste Reisezeit: | Bei mittlerem Wasserstand |
Stellt euch kristallklares, türkisfarbenes Wasser, spektakuläre Felsformationen und einen langen Sandstrand vor – dann bekommt ihr eine Ahnung von der Schönheit des Mtende Beach. Dieser sagenhafte Strand liegt im Süden der Insel Sansibar. Von Mzambarauni aus gelangt ihr mit dem Motorradtaxi hierher.
Bei Flut steht der Strand größtenteils unter Wasser, und bei Ebbe erschweren die vielen Steine das Schwimmen. Daher ist es sinnvoll, bei mittlerem Wasserstand den Strand entlangzuspazieren und ins erfrischende Nass zu springen. Und was gibt es danach Schöneres, als im Stelzenrestaurant Usumba Rock die Köstlichkeiten der Swahili-Küche zu genießen?
8. Changuu Island: Gefängnisinsel mit Riesenschildkröten



| Lage: | 5 km von Stone Town |
| Must-See: | Aldabra-Riesenschildkröten |
| Ausmaße: | 1 km x 200 m |
Eine halbstündige Bootstour trennt euch in Sansibar Town von der kleinen Insel Changuu Island, auch Prison Island genannt. Es lohnt sich, diesen Trip zu buchen, denn hier lebt eine ganze Kolonie von Aldabra-Riesenschildkröten, die im 19. Jahrhundert auf die Insel gebracht wurden.
Die über 150 Jahre alten Methusalems fristen ihr Dasein hinter einem Zaun, lassen sich davon aber nicht beeindrucken. Wer gerne unter die Wasseroberfläche schaut, findet offshore schöne Riffe zum Schnorcheln. Und wer sich für die Geschichte Sansibars interessiert, sollte unbedingt das alte Gefängnis besichtigen, das 1893 aus ehemaligen Sklavenbehausungen errichtet wurde.
Extra-Tipp: Mafia Island Marine Park: Naturjuwel für Individualisten

| Lage: | ca. 300 km südlich von Sansibar |
| Must-Do: | Relaxen |
| Schöner Strand: | Utende |
Mafia Island gehört streng genommen nicht zu Sansibar und liegt viel weiter südlich. Die Insel ist nur mit dem Flugzeug erreichbar – und das recht kostspielig.
Die Küsten sind von Mangrovenwäldern und -wurzeln geprägt; lange Sandstrände gibt es kaum. Doch viele Attraktionen befinden sich unter Wasser: Beim Tauchen oder Schnorcheln könnt ihr anmutige Walhaie bewundern. Sie ernähren sich von Plankton und sind für Menschen völlig ungefährlich. Die wunderschönen Korallenriffe locken abenteuerlustige Naturliebhaber an. Im Mafia Island Marine Park findet ihr authentische Unterkünfte, allerdings fällt für den Aufenthalt im Nationalpark eine tägliche Gebühr an.
Weitere Reisetipps in Ostafrika
Schon gewusst? Von Deutschland aus braucht ihr für einen Flug nach Sansibar mindestens 11 Stunden. Meistens sind damit Zwischenlandungen verbunden, beispielsweise in Kenia oder auf dem Festland Tansanias. Januar und Februar sowie Juni bis Oktober gelten als besonders gute Reisezeiten, denn dann ist Trockenzeit, und die Luftfeuchtigkeit in diesem tropischen Reiseland ist nicht so hoch.
Vom 17. bis zum 19. Jahrhundert war Sansibar ein Sultanat mit engen Verbindungen zum Oman. Die arabischen Einflüsse sind auf dem Archipel bis heute spürbar. Im Zusammenspiel mit der schwarzen Mehrheitsbevölkerung entstand die Swahili-Kultur – mit einer eigenen Sprache und einer traditionellen Kleidungsform. Bis ins 20. Jahrhundert beherrschten die wenigen tausend indischstämmigen Bewohner die Wirtschaft auf Sansibar. Noch immer halten sie an ihren alten Traditionen fest.
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