Ganz früh am Morgen starte ich am Kitzsteinhorn in den Tag, ziehe die ersten Schwünge auf dem Gletscher und weiß sofort: Das wird keine gemütliche Skirunde. Vor mir liegen drei Skigebiete, zehn Lifte und ein Tag, an dem ich möglichst viele Pistenkilometer sammeln will: Vom Kitzsteinhorn über die Schmittenhöhe bis hinein in den Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn. Die Aussicht ist gewaltig, die Abfahrten könnten kaum unterschiedlicher sein und genau das macht diese Runde so besonders. Bis zu drei Tage hat man für die Top 10 Trophy eigentlich Zeit, doch schafft man die Challenge auch an einem Tag?
Lohnt sich die Ski-Challenge ALPIN CARD Top 10 Trophy?
Die ALPIN CARD Top 10 Trophy verbindet drei Regionen zu einer einzigen Skirunde: Los geht’s am Kitzsteinhorn auf 3.029 Metern, weiter über die Schmittenhöhe auf rund 2.000 Metern und schließlich hinein in den Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn mit Passagen bis auf 2.096 Meter. Entscheidend sind dabei nicht möglichst viele Abfahrten, sondern zehn festgelegte Lifte, die für die Challenge gefahren werden müssen.
Von der 3K K-onnection und Kristallbahn über areitXpress und Sonnkogelbahn bis zu Streuböden, Steinbergbahn, Kohlmaisbahn, Spieleck 6er, 12er NORD und Limberg 8er. Der Verbund selbst umfasst bis zu 408 Pistenkilometer, auf unserer Runde summiert sich das am Ende auf rund 80 Pistenkilometer. Wer alle zehn Lifte in einem, zwei oder drei Tagen absolviert, holt sich Gold, Silber oder Bronze und darf sich am Ende außerdem über eine ALPIN CARD Trinkflasche freuen.
Pisten-/Liftplan Top 10 Trophy
Die Lifte, die gelb markiert sind, müsst ihr in euren Skitag einbauen. (Zum Vergrößern auf die Karte klicken.)

Fototipp: Wenn ihr die Skirunde wirklich an einem Tag auf Gold fahren wollt, bleibt für Fotopausen unterwegs kaum Zeit. Wirklich entspannt Bilder zu machen, klappt meist nur während der Liftfahrten. Das beste Erinnerungsfoto gelingt deshalb am ehesten gleich zu Beginn oben am Kitzsteinhorn – mit dem weiten Panorama über die verschneiten Berge und das Tal.
Anreise nach Kaprun am Kitzsteinhorn
| Start: | Gletscherjet 1 in Kaprun |
| Höchster Punkt: | 3.029 m am Kitzsteinhorn |
| Pflichtlifte: | 10 |
| Pistenkilometer: | ca. 80 km |
| Auszeichnung: | Gold bis Bronze (1 bis 3 Tage) |
Auch wenn mich die Runde später noch über Zell am See bis in den Skicircus Richtung Saalbach führt, starte ich ganz klassisch in Kaprun. Von München aus bin ich mit dem Auto in gut zweieinhalb bis knapp drei Stunden dort und parke direkt an der Talstation des Gletscherjet 1 bzw. der Panoramabahn in der Kesselfallstraße – genau dort, wo für mich die Runde am frühen Morgen beginnt. Wer mautfrei anreisen möchte, kann kurz vor der Grenze bei Oberaudorf von der Autobahn runter und über Lofer und Saalfelden weiter nach Kaprun fahren.
Ohne Auto klappt die Anreise ebenfalls gut: Mit dem Zug geht es von München zunächst nach Zell am See, von dort weiter mit der Buslinie 660 bis zur Talstation am Kitzsteinhorn. Im Winter fahren außerdem kostenlose Skibusse zwischen Zell am See und Kaprun/Kitzsteinhorn, für Übernachtungsgäste gilt im Land Salzburg zusätzlich das Guest Mobility Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel.
Vorbereitung für die Top 10 Trophy
Vorbereiten sollte man die Top 10 Trophy auf jeden Fall. Am besten kauft man den Skipass schon am Vortag, lädt sich die Skiline-App herunter und hinterlegt den Skipass direkt in der App. Danach lohnt es sich, die Route einmal genau durchzugehen, die zehn Pflichtlifte auf der Karte zu markieren und sich mit dem Ablauf vertraut zu machen.
Wer die Challenge an einem Tag (Gold) schaffen will, sollte außerdem direkt den ersten Lift erwischen; egal, wo man startet. In die Jackentasche gehören deshalb nicht nur ein paar Snacks und etwas Wasser, sondern auch ein Pistenplan aus Papier für alle Fälle. Denn wenn man sich einmal verfährt, wird es schnell eng.
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3 Skigebiete an einem Tag
Ganz früh am Morgen starte ich am Kitzsteinhorn in den Tag: erste Gondel, kalte Luft, leere Pisten und ein Panorama, das direkt hängen bleibt. Die ersten Abfahrten laufen fast wie von selbst, dann geht es Stück für Stück weiter über die Schmittenhöhe, mit wechselnden Ausblicken und immer wieder dem Zeller See im Blick. Später im Skicircus wird die Runde noch einmal kleinteiliger: kurze Orientierung, nächster Lift, weiterfahren, wieder umstellen, wieder eine neue Perspektive.
Für Pausen bleibt kaum Zeit, Snacks kommen direkt aus der Jackentasche und Fotos entstehen höchstens mal während der Liftfahrt. Besonders hinten raus Richtung Fieberbrunn zeigt sich die Runde noch einmal von ihrer eindrucksvollsten Seite, während man längst das Gefühl hat, schon den halben Tag quer durch die Berge unterwegs zu sein.
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Fazit
Die Top 10 Trophy lohnt sich für mich vor allem deshalb, weil man an einem Tag drei komplett unterschiedliche Skigebiete erlebt! Genau diese Abwechslung macht die Skirunde so reizvoll. Die Eintagesvariante auf Gold würde ich allerdings nur sehr guten und fitten Skifahrern empfehlen, die früh starten, sicher navigieren und auf lange Pausen verzichten können. Wer es entspannter angehen will oder einfach mehr Zeit in den einzelnen Gebieten verbringen möchte, ist mit Silber oder Bronze besser beraten.
Eine gute Alternative oder Vorbereitung ist außerdem The Challenge im Skicircus: 32 Lifte, 65 Kilometer und 12.400 Höhenmeter zeigen ziemlich schnell, ob man Lust auf einen ganzen Tag Skifahren mit Zug nach vorne hat.
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