Sonne, Strand, Surfer und das echte kalifornische Lebensgefühl – so lässt sich Venice Beach in Los Angeles wohl am Besten beschreiben. Dafür ist der Strand in Kalifornien auch auf der ganzen Welt berühmt. Aber lohnt sich ein Besuch an dem berühmtem Strand in Los Angeles wirklich oder wird Venice Beach dem Hype nicht gerecht? Ich war dort und berichte von meinen Erfahrungen sowie über die interessantesten Sehenswürdigkeiten vor Ort.

Lohnt sich der Besuch am Venice Beach?

Sehen und gesehen werden, das gilt am Venice Beach. Egal, ob beim Rollschuhfahren auf dem Ocean Front Walk – natürlich echt kalifornisch mit Cut Off Jeans und Bikini-Oberteil, beim verschwitzt in der Sonne glänzen am Muscle Beach oder eben als Lebenskünstler mit Dreads und Joint. Hier unter der kalifornischen Sonne inszeniert man sich gerne selbst als lässig und frei, vor der Kulisse der berühmten Graffitis. Hier gilt das Motto: Sei gesund, fit, entspannt, kein bisschen gestresst, cool, weltoffen und gib dich dabei bitte ganz natürlich. Das alles kann als Besucher beobachten, wenn man sich an dem 4,5 Kilometer langen Strand am Pazifik in die Sonne legt.

#losangeles #traumstrände

Instatipp: Wer am Venice Beach unterwegs ist, hat Zeit und weiß, was cool ist. Deswegen ist der Inbegriff eines Venice Beach Insta-Bildes ein Surfer mit seinem Longboard, der auf seinem Cruise Bike die Promenade entlang fährt. Wer möchte, kann sich für das Motiv auch selbst ein Cruise Bike ausleihen.

Anreise zum Venice Beach in Los Angeles

Los Angeles ist gigantisch groß. Deswegen lautet mein Tipp, sich für ein paar Tage direkt in Venice in einem Hotel oder Apartment einzubuchen, um den lässigen alternativen Flair des Viertels zu erleben. In Laufweite vom Venice Beach liegt zum Beispiel das Jolly Rogers Hotel mit bezahlbaren Preisen inklusive Frühstück. Wer woanders übernachtet, kann zum Beispiel den Expressbus 780 bis zum Santa Monica Boulevard nehmen und dort umsteigen. In Venice selbst ist beinahe alles fußläufig zu erreichen.

Der coolste Vibe von Kalifornien

Es ist nicht unbedingt der 4,5 Kilometer lange Strand, um den es hier geht, sondern um das Flair, das am Venice Beach herrscht. Deswegen bliebt nicht nur im Sand liegen und lasst euch bräunen, sondern spaziert die Promenade mehrere Male auf und ab, schaut euch die witzigen und skurrilen Gestalten an, bestaunt die Graffitikunst und verschwendet eure Zeit mit süßem Nichtstun. Wer weiß, wie es geht, sollte sich auch unbedingt mit den anderen coolen Surfern aus aller Welt in die Welle stürzen. Für Nichtsurfer empfiehlt es sich unbedingt, ein Cruise-Fahrrad auszuleihen.

Mit dem Cruise Bike zum Santa Monica Pier

Direkt an den Venice Beach schließt sich auch der berühmte Santa Monica Pier an, mit seinem großen Freizeitpark direkt am Strand. Was läge da näher, als sich ein Fahrrad auszuleihen und am Strand entlang den Achterbahnen und dem Riesenrad entgegen zu fahren. Ich persönlich empfehle aber einen Besuch am Abend, wenn alles bunt erleuchtet ist. Denn eine Fahrt auf dem Riesenrad bei Nacht, über all den bunten Lichtern, mit dem Rauschen des Meeres im Ohr und dem warmen Sommerwind im Gesicht ist schon wirklich einmalig.

Sonnenuntergang am Venice Beach

Wenn die Sonne untergeht am Venice Beach, erlebt man eine ganz besondere Stimmung – und dafür muss man nicht einmal Romantiker sein. Denn der Sonnenuntergang taucht die hübschen Strandvillen, den breiten Sandstreifen und die Palmen in wunderschön weiches rotgoldenes Licht und die Surfer zeichnen sich mit ihren Boards nur noch als dunkle Silhouetten ab. Von irgendwo klingt Musik und die Sonne versinkt im Meer mit dem Versprechen auf einen morgigen heißen Tag am Venice Beach. Hach!

Fazit

Venice Beach ist kein Traumstrand, zumindest nicht, was die Landschaft angeht. Da gibt es sicher schönere, aber darum geht es auch gar nicht, sondern um das entspannte Gesamtpaket mit Surfern, Strandvillen, Graffiti und Kunst. Deswegen ist Venice perfekt, um nach ein paar Wochen Roadtrip oder einem Besuch der gigantischen Stadt Los Angeles noch ein bisschen auszuspannen. In Venice heißt es ausschlafen und sich durch die geöffnete Balkontür vom Meeresrauschen und Möwen wecken zu lassen. Sollte meiner Meinung nach jeder einmal im Leben gemacht haben.

Lage

Praktische Links

Gut zu wissen

Wer auch den Rest von Los Angeles, also etwa den Walk of Fame und Hollywood besichtigen möchte, hat von Venice Beach aus einen sehr guten Ausgangspunkt. Denn dort verläuft auch die Route zweier Hop-On-Hop-Off-Busse. Üblicherweise bin ich kein sehr großer Fan dieser Touristeneinrichtung, in LA macht sie aber durchaus Sinn, weil dort sehr weite Strecken zu überbrücken sind und an die Sehenswürdigkeiten sonst niemals an einem Tag schaffen würde. Ein Busfahrer riet uns übrigens zum Verzicht auf die Studio-Tour-Route, da man die Gebäude ohnehin nur von außen sehen würde.

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