Eigentlich sind wir es gewohnt, fast überall einreisen zu dürfen – oft sogar visafrei. Da ist es seltsam, wenn es plötzlich heißt, dass man etwas nicht besuchen darf. Es gibt weltweit verbotene Orte, die entweder aus historischen, sozialen oder politischen Gründen nicht zugänglich sind. Oft hat dies den Grund, um diese Orte zu bewahren. Dadurch entwickelt sich eine Art Mysterium, denn was man nicht haben darf, will man ja bekanntlich umso mehr.

Die verbotenen Orte der Erde im Überblick

Zu den verbotenen Orten zählt etwa die Groß-Schreine von Ise in Japan, die der Sonnen- und Lichtgöttin Amaterasu geweiht ist. Genauso spirituell wird es in der Lagune von Venedig. Auf der Insel Poveglia treiben angeblich Geister ihr Unwesen. Keinen Besuch möchte man auch der Insel Queimada Grande in Brasilien abstatten. Dort sollen sich zahlreiche giftige Schlangen tummeln. Klingt gruselig? Dann wartet mal, bis ihr die Orte in der nachfolgenden Liste kennengelernt habt.

#hotspots

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North Sentinel Island im Indischen Ozean

Ende 2018 machten die Inselgruppe der Andamanen Schlagzeilen, als ein Missionar dort von den Einwohnern mit einem Pfeil erschossen wurde. Die Sentinelesen, die dort unweit von Sumatara isoliert leben, lehnen den Kontakt mit Fremden rigoros ab. So wurden auch schon Fischerboote und Forschungshubschrauber das Ziel von Angriffen mit Pfeil und Bogen. Diese Insel, die zu Indien gehört, ist damit sicher kein Ort, an dem ihr ein paar entspannte Tage am Strand verbringen könnt.

#indien

Geheim-Bibliothek im Vatikan

Spätestens seit dem Hype um Illuminati von Dan Brown ranken sich zahlreiche Mysterien um den Vatikan. Dass es dort eine Geheim-Bibliothek gibt, macht die Sache nicht besser. In den unterirdischen Räumen befinden sich Dokumente mit päpstlichen Registern, Aktenbündeln und Rechnungsbüchern. Einige reichen bis ins achte Jahrhundert zurück. In den Gewölben liegen zum Beispiel Briefe von Michelangelo. Zutritt haben jedoch nur einige wenige ausgewählte Wissenschaftler.

#italien

Höhle von Lascaux in Frankreich

Foto: Prof_saxx (gemeinfrei)

Wer gerne auf seinen Reisen Höhlen erkundet, bekommt im Nordwesten von Frankreich an der Höhle von Lascaux leider die rote Karte gezeigt. Dort heißt es: Zutritt verboten! Die Höhle gehört seit 1979 zum UNESCO-Welterbe und enthält Höhlenmalereien aus mehreren tausend Jahren. Um unmittelbare Zerstörungen zu verhindern, wurde eine Kopie der Höhle gebaut und für Besucher zugänglich gemacht. Einige Nachbildungen sind auch im Museum für Prähistorische Kunst in Montignac zu sehen.

#frankreich

Global Seed Vault auf Spitzbergen

Foto: Miksu (CC BY-SA 3.0)

Auf Spitzbergen in Norwegen steht der weltweit größte Saatgut-Tresor, um den Erhalt und den Schutz von Pflanzenarten zu sichern. Im Global Seed Vault werden Saatkörner für Lebensmittel wie Kartoffeln, Getreide oder Früchte gelagert. Im Katastrophenfall könnten diese dann ausgeliefert und nachgezüchtet werden. Der Tresor liegt 120 Meter unter der Erde in einer alten Kohlegrube. Die Temperatur beträgt -18 Grad Celsius. Nur Mitarbeiter dürfen diesen Ort besuchen.

#spitzbergen

Area 51 in den USA

Aliens? Aliens! In Nevada im Nordwesten der USA liegt wohl das berühmteste militärische Sperrgebiet der Welt, nämlich die Area 51. Was dort jedoch vor sich geht, weiß niemand so ganz genau – nicht einmal der amerikanische Präsident selbst, sondern nur eine Handvoll Agenten. Das Gebiet der Area 51 ist zwar absolute Sperrzone und die Existenz lange Zeit geheim gehalten. Die Grenze, die sehr deutlich das Zugangsverbot kennzeichnet, ist ein beliebtes Fotomotiv bei Reisenden.

#usa

Lage

Praktische Links

Gut zu wissen

Mittlerweile hat sich unter Reisenden ein Trend entwickelt, der sich Dark Tourism nennt. Dabei werden (verlassene) Orte besucht, in denen sich Düsteres zugetragen hat. So zum Beispiel in Fukushima in Japan oder Tschernobyl in der Ukraine. Wer nicht selbst hinreisen will, kann dem Neuseeländer David Farrier zusehen. Für die Netflix-Serie „Dark Tourist“ hat der Journalist die mystischen Orte der Welt besucht, unter anderem auch ein Voodoo-Festival in Benin oder einen Zauberwald in Japan.

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