„Seit über einem Jahr, redete ich davon, wie mich diese Gebirgsformation in den Dolomiten einfach fasziniert. Die Seceda ist eine der meistfotografierten Landschaftsmotive in den Südtiroler Alpen und hat mich magisch angezogen.“, sagt Fotograf Daniel Kogler in seinem Film. „Auf die Frage, ob wir eine Wanderung zur Seceda besser zum Sonnenaufgang oder -untergang machen, gab es für mich nur eine Antwort – beides!“

Lohnt sich eine Wanderung zur Seceda in Gröden?

Die Seceda ist ein 2.519 Meter hoher Gipfel in Südtirol und weit über die Grenzen Italiens bekannt. Dies liegt vor allem an ihrer markanten Form. Zur einen Seite fällt der Berg steil ab, zur anderen Seite erstreckt sich eine flach ansteigende Alm, über die leichte Wanderwege führen. Dadurch, dass die Wege familienfreundlich sind, zieht es viele Hobby- und Berufsfotografen in diesen Teil der Dolomiten. Von St. Ulrich in Gröden (Val Gardena) fährt außerdem eine Kabinenbahn fast bis zum Gipfel der Seceda.

#gröden #wandern

Instatipp: Direkt neben der Bergstation der Fermeda-Bahn positioniert man die Kamera mit Stativ am besten direkt entlang des Absperrzaunes. So sind die steil abfallenden Felsstürze mittig im Bild.

Anreise nach Gröden

Das Grödnertal ist am schnellsten über die Brennerautobahn (A22) erreichbar. Von der Abfahrt Klausen-Gröden sind es dann noch 20 Minuten Autofahrt taleinwärts, immer gut beschildert. Wir starten von St. Christina in Gröden mit der Col Raiser-Seilbahn hinauf auf 2.100 Meter und bringen unser Gepäck auf die etwa 20 Gehminuten entfernte Fermeda-Hütte, wo wir die Übernachtung reserviert haben. Pizza aus dem hauseigenen, gemauerten Pizzaofen, mit Liebe eingerichtete Zimmer und optimale Lage für den Aufstieg auf die Seceda, zeichnen diese idyllische Unterkunft aus.

Schroff abbröckelnde Felsen

Voller Vorfreude auf das schon oft auf Fotos gesehene Landschaftsbild, bezwingen wir die 450 Höhenmeter auf den Gipfel der Seceda noch am selben Nachmittag. Dass es hier wirklich besonders schön sein muss, sieht man unschwer an der Ausrüstung der vielen weiteren Fotografen. Oben angekommen, spürt man ein besonderes Flair. Der Kontrast zwischen der herbstlichen Wiese nach Süden und den schroff abbröckelnden Felsen nach Norden ist atemberaubend.

Einfache Wanderung mit vielen Hütten

Bei diesem Panorama über die zackigen Spitzen der Dolomiten zückt selbst jeder Nicht-Fotoprofi sein Smartphone, um ein Erinnerungsbild zu machen. Gut, dass die Wanderung keine besondere Wanderausrüstung erfordert – es reicht festes Schuhwerk, um auf die Seceda zu gelangen. Die Wanderwege sind zudem gut beschildert und es gibt zahlreiche Hütten im Umkreis. Einkehrtipp: Die urige Pieralongia Alm ist nur 45 Minuten entfernt und für ihr nettes Hüttenpersonal, schmackhafte Köstlichkeiten und dem atemberaubenden Rundblick bekannt.

Sonnenaufgang am nächsten Morgen

Noch imposanter als der Sonnenuntergang war für uns allerdings der Sonnenaufgang am nächsten Morgen. Die Morgenröte zeigt sich schon früh. So bleibe ich beim Raufgehen immer wieder stehen – denn ich will den Moment auf keinen Fall verpassen, wenn der erste Sonnenstrahl aufblitzt. Die Aussicht ist bereits unterwegs gigantisch. Der Blick reicht von der Seiser Alm über den Langkofel und dem Sellastock bis hin zu schneebedeckten Bergen am Horizont. Als dann die ersten Sonnenstrahlen über den Geislerspitzen aufblitzen, strahle auch ich vor Glück.

Fazit

Wir haben sicher den halben Vormittag auf der Seceda verbracht – einfach um die Landschaft zu beobachten und um uns mit den anderen Frühaufstehern auszutauschen. Ein japanisches Pärchen hat sogar Hochzeitskleid und Anzug mit nach oben gebracht, um dort ein paar Aufnahmen für das Hochzeitsalbum schießen zu lassen. Die Seceda ist touristisch bereits sehr überlaufen, aber wer einmal live diese eindrucksvollen Gebirgsformationen gesehen hat, wird sicher zuhause erzählen, dass sich der Besuch dort mehr als nur gelohnt hat.

Lage

Praktische Links

Gut zu wissen

Auf der Seceda und im gesamten Grödnertal gibt es noch mehr Wanderwege über grüne Almwiesen, vorbei an kleinen Bergseen und imposanten Felsformationen. Profis kommen auf den vielen Berg- und Klettertouren auf ihre Kosten. Außerdem gibt es zahlreiche Mountainbike-Strecken. Zwar kann man auch im Winter in Gröden wandern, allerdings eignet sich die Region dann besser zum Skifahren. Gröden gehört zum Skiverbund Dolomiti Superski und ist damit eines der größten Skigebiete der Welt.

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