Die Cilffs of Moher sind die Krönung Irlands! An der Westküste ragen die imposantesten Klippen der Grünen Insel senkrecht aus dem Meer. Ein sensationeller Ausblick auf die kilometerlange Steilküste belohnt meine schweißtreibende Wanderung über den Cliff Walk hinauf. Tief unter mir rauscht der Atlantik. Kein Wunder, dass hier Szenen für „Harry Potter“ und für „Star Wars“ gedreht wurden.

Lohnt sich die Wanderung zu den Cliffs of Moher?

Der Besuch dieser majestätischen Steilküste lohnt sich absolut: Hier fällt der Fels bis zu 214 Meter senkrecht ins Meer ab, die Brandung knabbert regelrecht am Stein. Die 8 Kilometer langen Cliffs of Moher sind ein einzigartiges Naturerlebnis!

Allerdings finde ich, dass die Fahrt hierher nur die zweitbeste Lösung ist. Zwar schützen beim Besucherzentrum hohe Steinplatten vor der Abbruchkante, diese versperren aber auch die freie Aussicht. Wenn ihr genügend Zeit habt und gut zu Fuß seid, ist eine Wanderung nach oben definitiv die bessere Wahl. So erlebt ihr die erhabene Natur, den rauen Wind und das Kreischen der Möwen viel unmittelbarer.

Instatipp: Am späten Nachmittag scheint die Sonne auf die Klippen und lässt sie rötlich schimmern. Auch im Nebel und im Regen findet ihr Bedingungen vor, die tolle atmosphärische Fotos ermöglichen. Ein paar hundert Meter vom Besucherzentrum Richtung Südwesten habt ihr einen super Blick auf die Cliffs.

Anreise zu den Cliffs

Mit dem Auto oder dem Linienbus kommt ihr bequem von Galway oder Ennis nach Doolin. Von dort geht’s weiter bis zur Haltestelle bei den Cliffs of Moher. Von der Straße aus sieht man noch nichts von den Klippen, dafür aber den riesigen Parkplatz.

Ich bin mit dem Bus von Ennis nach Doolin gefahren, der dafür über eine Stunde gebraucht hat. Aber Vorsicht: Der letzte Bus von den Cliffs fährt schon am späten Nachmittag!

Wanderung von Doolin zu den Cliffs of Moher

Start:Doolin
Ziel:Cliffs of Moher
Länge:8 km (Hinweg)
Empfohlene Dauer:4 Stunden
Beste Reisezeit:Frühjahr bis Herbst

Eine Tageswanderung führt von Doolin über den höchsten Punkt der Cliffs und „Hag’s Head“, ihrem westlichsten Zipfel bis nach Liscannor. Knapp 20 Kilometer geht es an der spektakulären Küste entlang. Ich habe mich entschieden, die Strecke in Etappen zu laufen. Allein von Doolin hinauf sind es 8 Kilometer. Für mich ein unvergleichliches Erlebnis: Von Minute zu Minute gewinne ich an Höhe in dieser berauschenden Natur.

Feste Schuhe mit gutem Profil sind für die Wanderung absolut zu empfehlen. Am besten Trekkingschuhe anziehen, denn es kann sein, dass ihr matschige Stellen nicht umgehen könnt. Wetterfeste Kleidung ist an der irischen Atlantikküste angesagt.

Am Start meiner Wanderung war es neblig und regnerisch. Gerade das erzeugte eine verwunschene Atmosphäre. Als ich mich dem höchsten Punkt näherte, stürzten dichte Nebelbänke die Steilküste hinab. Ein Naturerlebnis, das man kaum auf ein Foto bannen kann.

Cliff Walk mit tollen Aussichten

Im Hafendörfchen Doolin geht es nach links auf den „Cliff Walk“. Es lohnt sich, diese Strecke kurz zu verlassen, um Doonagore Castle zu bewundern, einen  mittelalterlichen, gleichwohl bewohnten Rundturm. Auf dem Trail steigt allmählich das Gelände an. Links erstrecken sich sattgrüne, mauerumgrenzte Felder, rechts tost die Brandung.

Anfangs ist die Küste zwar zerklüftet, aber noch nicht steil. Immer mehr gewinne ich an Höhe. An jeder Kurve wartet eine noch tollere Aussicht. Statt mich zu beeilen, lasse ich mich auf die Landschaft ein. Am Klippenrand blüht es, die Möwen kreischen, ein kleiner Wasserfall stürzt in die Tiefe.

Weiter oben führt der Weg ein Stück weit ins Landesinnere. Als ich wieder an die Klippen herankomme, sind sie schon majestätisch hoch. Eine Möwe steht direkt an der Abbruchkante, doch die kann fliegen. Unterschätzt die Klippen und ihre Fallwinde nicht! Kein Instagram-Selfie rechtfertigt es, sich in Lebensgefahr zu begeben.

Faszinierende Steilküste Irlands

Kurz vor dem  O’Briens Tower, einem alten Aussichtsturm von 1835, wird es sehr voll. Ich erreiche die höchste Stelle der Cliffs. Als Wanderer kommt man umsonst hierher. Das Besucherzentrum „Atlantic Edge“ kostet Eintritt. Es bietet eine informative Ausstellung und ist in den Fels hinein gebaut. Hier sind die Zugänge barrierefrei.

Richtung Südwesten gibt es wieder weniger Besucher. Ich genieße die faszinierende Steilküste mit der fernen Landspitze Hag’s Head im Abendlicht. Ein Felsvorsprung sieht wie ein Hund von oben aus. Als Brandungspfeiler ragt eine schmale Felsnadel aus dem Meer, die von Seevögeln umschwirrt wird. Hier oben fühle ich mich eins mit der Natur.

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Fazit

Klar, die Cliffs of Moher sollten auf jeder To-Do-Liste einer Irland-Reise stehen. Auch wenn sie nicht die höchsten Klippen in Irland sind, sie sind definitiv die grandiosesten!

Von der ersten Minute an haben sich meine Eindrücke gesteigert. Das erlebt ihr nur auf einer solchen Wanderung, die wie ein spektakuläres Drama auf den Höhepunkt zuführt. Ganz oben ballen sich die Besuchermassen, besonders in der Hauptsaison. Nicht nur um diese zu umgehen, ist eine Klippenwanderung die beste Option.

Einen Besuch der Cliffs of Moher könnt ihr gut mit einem Aufenthalt in Doolin verbinden. Abends in den Pubs erlebt ihr Folksessions. Hier starten Schiffstouren, auf denen ihr die Cliffs vom Meer aus bewundern könnt. Auch das Seebad Lahinch oder der Fischerhafen Liscannor lohnen einen Besuch.

Lage

Praktische Links

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