Um uns herum ragen die Berggipfel des Dachsteinmassivs in die Höhe. Teilweise sind sie noch umspannt von Nebelschwaden. Doch der Wetterbericht verspricht gegen Mittag noch eine Wetterbesserung. Perfekt, dann geht es für uns auf der Dachsteinüberquerung von Ramsau über den Hallstätter Gletscher am Fuße des Dachsteins bis nach Obertraun im Salzkammergut. Die Tour ist auch als Österreichs National Skitour bekannt.

Lohnt sich die Dachsteinüberquerung nach Obertraun?

Der Dachstein mit seinen 2.995 Metern ist der höchste Berg der Steiermark und von Oberösterreich. Am Fuße des Gipfels liegt das gleichnamige Skigebiet. Dank Höhenlage ist es bis weit in den Sommer hinein geöffnet und startet bereits früh im Herbst in die Skisaison. Neben den fünf Gletscherpisten gibt es noch einige Varianten zu entdecken, darunter die Edelgries-Abfahrt, und ein paar spannende Attraktionen für Besucher, wie zum Beispiel eine Hängebrücke, einen Eispalast mit Eisfiguren und eben die Dachstüberquerung nach Obertraun im Salzkammergut.

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Instatipp: Auf den ersten Metern der Dachsteinüberquerung ist der Hohe Dachstein bereits eindrucksvoll zu sehen. Hier lohnt sich ein Abstecher auch zu Fuß für all jene, die nicht bis nach Obertraun fahren, aber trotzdem ein Foto vor dem eindrucksvollen Berg haben möchten.

Anreise nach Ramsau am Dachstein

Die Anreise nach Ramsau am Dachstein dauert ab München rund 2,5 Stunden. Über die A8 geht es zum Grenzübergang Walserberg nach Österreich. Hier fällt Maut an. Ebenso gebührenpflichtig ist die Straße, die von Ramsau zur Talstation der Gletscherbahn führt. Die Maut kostet nochmal 14 Euro. Wer allerdings die Gletscherbahn nach oben nutzt, kann an der Bergstation das Ticket entwerten lassen. Dann fällt auf der Fahrt nach unten am Ende des Skitags keine Gebühr an und die Mautstraße bleibt kostenlos.

Mit der Gletscherbahn auf den Hunerkogel

Um halb neun kommen wir am Parkplatz an und schlüpfen in die Skischuhe. Dann geht’s zur Liftkasse. Das Tagesticket am Dachstein kostet für Erwachsene in der Hauptsaison 53,50 Euro. Gültig sind die Skipässe dann allerdings nicht nur im Gletscherskigebiet, sondern im gesamten Skiverbund Ski amadé. Noch hängen Nebel im Tal. Doch je höher wir kommen, umso klarer wird es. Der Wetterbericht sagt gegen Mittag sogar noch besseres Wetter voraus. Darauf verlassen wir uns jetzt mal.

Schwindelerregende Ausblicke auf der Hängebrücke

Die Ski lassen wir zuerst links liegen. Eine Hängebrücke hat unsere Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Unterhalb des Gipfels des Hunerkogels ist sie imposant über dem Abgrund gespannt. Beim Drüberlaufen schaukelt sie. Instinktiv halte ich mich rechts und links fest, während ich mich staunend umschaue. Man kann von hier aus bis nach Slowenien blicken. Noch eindrucksvoller ist am Ende der Hängebrücke die sogenannte „Treppe ins Nichts“. Und die macht ihrem Name alle Ehre. Gläserne Stufen lassen beim Runterlaufen das Gefühl aufkommen, als marschiere man geradewegs in den Abgrund.

Aussichtsreiche Skitour am Hallstätter Gletscher

Wieder mit festem Boden unter den Füßen, schnalle ich die Ski an. 18 Kilometer liegen nun vor uns. Am Einstieg herrscht eisiger Wind. Doch die Kälte hält nicht lange an. Beim Überwinden des ersten Gegenanstiegs wird’s schon gleich wieder warm. Etwa drei Stunden sind laut Tourenbeschreibung bis zum Ziel vorgesehen. Wir benötigen mehr Zeit. Immer wieder müssen wir stehenbleiben. Sei es zum Fotos machen oder einfach nur zum Staunen. Hinter jeder Kurve erhaschen wir einen neuen Blickwinkel auf das Dachsteinmassiv und den Hallstätter Gletscher. Es gibt so viel zu sehen.

Fazit

Immer wieder gilt es leichte Gegenanstiege zu überwinden, die sind jedoch alle auch mit dem normalen Pistenski machbar. Außerdem führt die Tour dauerhaft über eine präparierte Streckenführung entlang. So ist sie auch für Skifahrer machbar, die ansonsten nur im Skigebiet unterwegs sind. Ein bisschen Kondition gehört trotzdem dazu. Zurück geht es mit der Bahn oder mit einem Shuttle-Bus. Wer sich übrigens nicht alleine auf den Weg machen möchte, kann an einer der geführten Touren teilnehmen, oder sich selbst einen Skiführer organisieren. Landschaftlich ist die Tour sicherlich ein Must-Do.

Lage

Praktische Links

Gut zu wissen

Die Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut gilt als besonders schützenswert. Die Natur mit ihren schroffen Felsen und engen Tälern ist einzigartig und auch kulturell wird der Gegend einiges an Bedeutung zugemessen. Bereits seit über 4.000 Jahren leben hier Menschen. Der Region wird sogar das älteste Salzbergwerk der Welt zugeschrieben. Im Dezember 1997 wurde Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut deshalb die Auszeichnung als UNESCO Weltnatur- und Kulturerbe verliehen. Damit ist das Gebiet eine von zehn UNESCO-Welterbestätten in Österreich.

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