Kanufahren ist eine der besten Möglichkeiten, die Natur und eine neue Region zu entdecken. Das Wasser kühlt angenehm den Boden des Kanus, so dass es im Sommer nicht zu heiß wird und die Wellen plätschern sanft vor sich hin. Doch wo kann ich besonders gut Kanufahren? Was sind die besten Kanutouren? Wir zeigen zehn Reviere in Europa, wo es besonders schöne Kanustrecken und Mehrtagestouren zum Kanuwandern gibt.

Die schönsten Orte zum Kanufahren im Überblick

Durch seine abwechslungsreiche Landschaft hat Europa eine große Vielfalt an Natur zu bieten, die jährlich Tausende von Kanutouristen anziehen. Dazu gehören die klassischen Gebiete in Deutschland wie die Donau, die Seenplatte oder der Spreewald. Aber seid ihr auch schonmal in einem Fjord oder durch eine Klamm gepaddelt? Nachfolgend haben wir eine Liste mit Kanurevieren erstellt, die unsere Blogger am schönsten fanden. Darunter sind auch zahlreiche Tourentipps für Anfänger und Familien mit Kindern sowie Fortgeschrittene und Profis. Wenn ihr weitere Vorschläge oder Feedback habt, nutzt gerne die Kommentarfunktion am Ende des Artikels.

#kanufahren

Instatipp: Vorsicht mit dem Selfie im Kanu, denn bei ungeschickten Bewegungen kann das Boot kentern. Während der Kanufahrt das Smartphone am besten in einem Frischhaltebeutel sicher verstauen oder einfach gleich mit einer wasserdichten Actioncam filmen.

Norwegen: Kajaktour durch den Geirangerfjord

Beeindruckende Felswände, die sich aus dem Wasser erheben und dazu riesige Wasserfälle, die zum Beispiel den Namen „Seven Sisters“ tragen. Auf einer 7-tägigen Kanutour durch den Geirangerfjord sehen Reisende die beeindruckende Natur Norwegens aus einer ganz besonderen Perspektive. Es kann auf Campingplätzen oder in der freien Natur übernachtet werden. Gestartet wird in Geiranger.

#norwegen

Frankreich: Wassersport im Schluchtengebiet Gorges du Tarn

© Tourisme Aveyron

Diese Region ist ein absolutes Paradies für alle, die verrückt nach Wasser sind. Denn in dem südfranzösischen Schluchtengebiet Gorges du Tarn stürzen sich Abenteurer entweder mit den Füßen voran beim Canyoning in die Fluten oder lassen sich beim Rafting von der Strömung mitreißen. Der obere Teil der Dourbie gehört übrigens zu den anspruchsvollsten Kajakstrecken in Europa.

#frankreich

Mecklenburg-Vorpommern: Tagestour auf der Seenplatte

Warum nur einen See erkunden, wenn es auch gleich vier davon sein können? Kanufahrer gleiten auf der Vier-Seen-Rundtour durch schmale Kanäle und die großen Wasserflächen der Mecklenburgischen Seenplatte und erleben die Natur aus einer ganz besondere Perspektive. Diese Tagestour mit mehrere Rastmöglichkeiten ist 17 km lang, wofür etwa 4 bis 5 Stunden eingeplant werden sollten.

#mecklenburgischeseenplatte

Nordirland: Unterwegs auf dem Lough Erne Canoe Trail

© Tourism Ireland

Kanufahren ist für ein paar Stunden auf dem örtlichen See oder eben auch als Trekking-Variante über mehrere Tage möglich. So zum Beispiel in Nordirland, auf dem 50 Kilometer langen Lough Erne Canoe Trail, mit zahlreichen Möglichkeiten zum Wildcampen in der Natur. Was es zu sehen gibt? Verzweigte Buchten, schmale Kanäle und hübsche kleine Inseln, auf denen auch übernachtet werden kann.

#nordirland

Polen: Kanuwandern in Masuren

Dichte, sattgrüne Wälder, rauschendes Schilf und tiefhängende Äste, die bis ins Wasser reichen. Die Region Masuren in Polen ist schon fast malerisch. Besonders beliebt ist das Paddeln auf der Krutynia ab Sorkwity bis zu den Großen Masurischen Seen. Auf der 100 km langen Mehrtagestour geht’s durch 16 Seen, vorbei an verschlafenen Dörfern und durch wunderschöne Waldgebiete.

#polen

Schweden: Das Paddelparadies im Värmland

© Värmland Kanutouren

Wenn ein See einfach nicht ausreicht, dann ist wohl Värmland in Schweden ideal, denn dort warten nicht weniger als 10.000 Seen auf Kanufahrer. Im Glaskogen, einem großen Naturreservat, gibt es kleine und große Seen, wie den Värmeln oder Glafsfjorden, die erpaddelt werden wollen. Zahlreiche Anbieter vor Ort haben Kanus die geliehen werden können, und auch Unterkünfte zum Übernachten.

#schweden

Österreich: Kanufahren am Tiroler Lech (für Erfahrene)

Auf dem Lech in Tirol bietet sich Kanufahrern ein besonders schönes Naturerlebnis in der traumhaften Bergkulisse der Alpen. Die Tour für Fortgeschrittene führt durch eine weite Auenlandschaft und ist rund 40 km lang, wofür zirka 6 Stunden eingeplant werden sollten. Ein ideales Basislager ist der Campingplatz in Häselgehr, um aus der Kanutour einen kleinen Kurzurlaub zu machen.

#tirol

Slowenien: Flusswandern durch Schluchten und Höhlen

Auch auf der Soca in den Julischen Alpen in Slowenien wartet eine traumhafte Bergkulisse mit türkis-blauem Wasser und unberührter Natur. Besonders sehenswert sind die Jahrtausende alten Höhlen aus weißem Gestein und die vielen Klammen. Aber keine Sorge, die Touren sind nicht nur für Profis, sondern auch für Anfänger geeignet. Zentrum für Wassersportaktivitäten ist Bovec im Socatal.

#slowenien

Brandenburg: Paddeltour im schönen Spreewald

Der Spreewald ist berühmt für seine Wasserstraßen, die bereits seit Jahrhunderten als Transportwege genutzt werden. Eine wunderschöne Kanutour führt mit drei Übernachtungen ab Lübben mitten durch das UNESCO-Biosphärenreservat. Besonders sehenswert sind unterwegs der Schlossberghof in Burg und das Gurkenmuseum in Lehde mit traditionellen Spreewaldgehöften.

#deutschland

Italien: Kajakfahren an der Cinque Terre Küste

Wer an Cinque Terre denkt, hat sofort das Bild von bunten Häuschen vor Augen, die sich an der Steilküste festzuklammern scheinen. Dass man dort aber auch Kajakfahren kann, ist eher noch ein Geheimnis. Ab Monterosso geht es vorbei an versteckten Buchten, steilen Kliffen und einem Strand, an dem auch Pause gemacht wird. Für die Tour sind ungefähr 5 Stunden angesetzt.

#italien

Lage

Kanu, Kajak oder Kanadier?

Eigentlich sind sie doch alle kleine Boote mit Paddel, oder nicht? Also wo genau liegt nun der Unterschied zwischen Kanu, Kajak und Kanadier?

Kanu ist im Deutschen der Überbegriff für Kajaks und Kanadiers. Letztere werden häufig für Mehrtagestouren und Strecken auf ruhigen Gewässern genutzt. Auch passt viel Gepäck hinein und Kanadier sind gerade bei Familien sehr beliebt. Ursprünglich stammt es von den nordamerikanischen Ureinwohnern.

Das Kajak wiederum geht auf die Kultur der Inuit zurück. Es ist geschlossen, mit einer Sitzluke und die Füße werden in den Bug des Bootes gestreckt. Das Kajak ist deutlich flacher und kleiner als der Kanadier und ist daher auch wendiger, für zum Beispiel Wildwasser und starke Strömung. Hier wird auch ein Doppelpaddel benutzt.

Wichtige Regeln und Techniktipps

Kanufahren an sich ist nicht schwer, wenn man ein paar Regeln beachtet. Ihr solltet beim Einsteigen das Kanu immer im rechten Winkel zum Ufer positionieren und vorher klären, wer hinten und vorne sitzt.

Wenn ihr dann losfahrt, gehört eine Hand auf den Schaft des Paddels, die andere an den Schaft dicht am Blatt. Wenn ihr vorwärts kommen wollt, ist es ratsam, dass beide Paddel jeweils auf einer Seite des Bootes sind.

Es kann durchaus sein, dass ihr wegen der Strömung, wegen einer Kollision mit anderen oder aus Ungeschick ins Wasser fallt. In der Regel ist das nicht schlimm, denn ihr werdet einfach nur nass. Wer sich aber unsicher fühlt, kann auch eine Schwimmweste tragen

Praktische Links

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