Eine spektakuläre Wendeltreppe schraubt sich in großen Windungen hinunter in die Liechtensteinklamm, und ich lehne mich vorsichtig über das Geländer. Rund 30 Meter unter uns rauscht die Großarler Ache mit voller Kraft durch die Schlucht. Feiner Sprühnebel liegt in der Luft, und je tiefer wir steigen, desto dunkler, enger und mystischer wird es. Die moderne Helix-Treppe ist zwar das bekannteste Fotomotiv der Liechtensteinklamm, aber der beeindruckendste Teil dieser tiefen Schlucht wartet für mich eigentlich erst danach.
Lohnt sich der Besuch der Liechtensteinklamm im Pongau?






Die Liechtensteinklamm bei St. Johann im Pongau im Salzburger Land zählt mit ihren bis zu 300 Meter hohen Felswänden zu den tiefsten Schluchten der Alpen. Besucher wandern auf gesicherten Stegen, über viele Stufen und durch kurze Tunnel etwa einen Kilometer tief in die insgesamt vier Kilometer lange Klamm hinein.
Das bekannteste Highlight ist die moderne Helix-Wendeltreppe, über die man hinunter in die Schlucht gelangt. Für den Besuch sollte man etwa 1 bis 1,5 Stunden einplanen. Die Liechtensteinklamm ist besonders an heißen Sommertagen ein beliebtes Ausflugsziel, da es in der engen Schlucht angenehm kühl bleibt.
Fototipp: Wenn ihr die moderne Helix-Wendeltreppe von ganz oben mit einem Weitwinkel fotografiert, bekommt ihr die geschwungenen Linien gemeinsam mit den steilen Felswänden und der tief unten rauschenden Ache auf ein Bild. Dreht die Belichtung leicht herunter, um die mystische Stimmung in der Schlucht noch stärker zu unterstreichen.
Anreise nach St. Johann im Pongau
| Lage: | St. Johann im Pongau |
| Tiefe der Klamm: | 300 Meter |
| Ticketpreis: | ab 15,00 € |
| Öffnungszeiten: | Mai bis Oktober |
| Must-See: | „Helix“-Wendeltreppe |
Die Liechtensteinklamm liegt wenige Kilometer südlich von St. Johann im Pongau im Salzburger Land und eignet sich perfekt für eine entspannte öffentliche Anreise. Ihr könnt mit dem Zug von München nach Salzburg Hauptbahnhof fahren und anschließend weiter bis St. Johann im Pongau. Vom Ortszentrum bringt euch die Citybuslinie 51 bis zur Haltestelle Liechtensteinklamm/Glückauf. Von dort aus sind es etwa 15 Gehminuten bis zum Eingang der Klamm.
Mit dem Auto ist die Klamm von München aus in etwa zweieinhalb Stunden erreichbar. Über die A8 fährt man nach Salzburg und anschließend weiter auf der A10 Tauernautobahn Richtung Pongau (Vignettenpflicht). Nach St. Johann folgt man der Beschilderung Richtung Alpendorf/Liechtensteinklamm noch etwa vier Kilometer bis zum kostenlosen Parkplatz. Von dort sind es nur noch wenige Minuten bis zum Eingang und Kassenbereich der Schlucht.
Online-Ticket-Ermäßigung nutzen
Wenn ihr euch auf den Weg in die Liechtensteinklamm macht, solltet ihr auf jeden Fall festes Schuhwerk dabeihaben. Die vielen Stufen, Stege und Tunnel können durch den feinen Sprühnebel schnell nass und rutschig werden. Eine leichte Regenjacke kann ebenfalls angenehm sein, denn im unteren Teil der Schlucht liegt ständig Feuchtigkeit in der Luft.
Die Klamm ist zwar eine perfekte Abkühlung an heißen Sommertagen, gleichzeitig aber auch ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Wer die Liechtensteinklamm etwas ruhiger erleben möchte, sollte möglichst früh am Morgen kommen. Ein guter Tipp ist außerdem, das Eintrittsticket vorab online für 15,00 € zu kaufen. So sichert ihr euch nicht nur den Eintritt zur gewünschten Zeit, sondern spart auch noch einen Euro.
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Über die „Helix“-Wendeltreppe 30 Meter in die Tiefe
Noch bevor wir richtig in die Liechtensteinklamm eintauchen, erwartet uns das wohl bekannteste Fotomotiv der Klamm. Nach knapp zehn Minuten, in denen wir entlang der ersten moosigen Felswände und über die rauschende Großarler Ache spazieren, taucht die moderne Helix-Wendeltreppe mitten in der Klamm auf. Obwohl es sich um eine riesige Stahlkonstruktion inmitten der rauen Natur handelt, schraubt sie sich überraschend elegant entlang der schroffen Felswände in die Tiefe der Schlucht.
Wir gehen langsam Stufe für Stufe rund 30 Meter nach unten. Das Donnern des Wassers wird immer lauter und feiner Sprühnebel zieht durch die enge Klamm. Ein Blick nach unten über das Geländer oder zwischen den Gitterstäben lohnt sich. Schon hier merkt man, warum die Liechtensteinklamm zu den beeindruckendsten Schluchten Österreichs zählt.
Beeindruckender Wasserfall am Ende der Klamm
Nach der Wendeltreppe führt der Weg auf schmalen Holzstegen immer tiefer in die Liechtensteinklamm hinein. Mal geht es durch einen kurzen Tunnel, dann wieder über kleine Brücken direkt entlang der steilen Felswände. Tief unter uns tost ununterbrochen die Großarler Ache durch die enge Schlucht. Da es in den letzten Tagen viel geregnet hat, führt der Fluss ordentlich viel Wasser.
Je tiefer wir in die Klamm hineingehen, desto enger wird sie. An manchen Stellen kann man erkennen, wie das Wasser den Stein im Laufe von Jahrtausenden glattgeschliffen hat. Nach etwa einem Kilometer erreichen wir schließlich den Endpunkt des begehbaren Teils der Liechtensteinklamm. Hier öffnet sich die Schlucht wieder etwas, sodass man direkt auf den beeindruckenden Liechtensteinklamm-Wasserfall mit einer Fallhöhe von rund 50 Metern blickt. Der Rückweg führt auf demselben Weg über die vielen Stufen zurück. Insgesamt sollen es 440 Stufen sein. Gezählt habe ich sie selbst aber ehrlich gesagt leider nicht.
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Fazit
Die Liechtensteinklamm zählt für mich definitiv zu den beeindruckendsten Klammen im Salzburger Land. Vor allem die Kombination aus der modernen Helix-Wendeltreppe und den engen Felswänden ist gelungen. Etwas schade finde ich, dass die Wendeltreppe bei den Besuchern schon mehr Aufmerksamkeit bekommt als die Klamm mit ihrer wilden, wunderschönen Natur. An sonnigen Tagen ist die Vielzahl der Besucher deutlich zu spüren, weshalb ich jederzeit wieder einen Regentag vorziehen würde.
Wenn ihr noch mehr Ausflugsziele in der Umgebung sucht, lohnt sich ein Besuch der Eisriesenwelt bei Werfen, der größten Eishöhle der Welt. Ebenfalls schön ist eine Wanderung am Gernkogel oberhalb von St. Johann, wo besonders Familien rund um den Geisterberg viele Erlebnisstationen finden.
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