Für viele gibt es nichts Schöneres, als zu reisen. Allerdings kommt man nicht mehr umhin, sich über die Folgen für Umwelt und für die jeweiligen Länder Gedanken zu machen. Schließlich hinterlässt jeder Flug einen CO2-Fußabdruck und Massentourismus kann der örtlichen Kultur erheblichen Schaden zufügen. Wir haben einige Tipps zusammengestellt, wie ihr nachhaltiger und umweltbewusst reisen könnt und den sanften Tourismus fördert.

Die besten Tipps, um umweltfreundlich zu reisen

Rund 1,3 Milliarden Menschen reisen mittlerweile um die Welt. Die Zahl hat sich in den letzten 15 Jahren verdoppelt. Vor allem Städtereise haben stark zugenommen. Bewohner klagen dadurch über steigende Mietpreise in bestimmten Wohnvierteln. Für die Natur ist vor allem die An- und Abreise ein Problem. Sie sorgt für einen wachsenden CO2-Ausstoß. Vor Ort könnten Touristen auch Schaden durch übermäßigen Wasserverbrauch, durch Müll oder unvorsichtiges Verhalten anrichten.

#aktivitäten #sehenswürdigkeiten

Instatipp: Respektiere die Kultur des jeweiligen Reiselandes. Ohne Einverständnis solltest du keine fremden Personen fotografieren, diese im Internet hochladen oder in deinen Storys veröffentlichen. Vor allem nicht von Kindern.

Plastikmüll vermeiden

Gerade in asiatischen Ländern ist Plastik ein großes Problem. Das wird Reisenden unangenehm bewusst, wenn sie an den wunderschönen Stränden sehen, wie viel Müll angeschwemmt wird. Um nachhaltiger zu reisen, könnt ihr zum Beispiel auf den obligatorischen Stromhalm oder die Plastiktüte verzichten. Wer möchte, kann sich auch eine wiederverwendbare Trinkflasche kaufen und diese vor Ort immer wieder auffüllen. So reduziert ihr euren eigenen Plastikverbrauch schon erheblich. In vielen Regionen gibt es auch CleanUp-Aktionen, bei denen man mit den Locals in Kontakt tritt, wie zum Beispiel die Grachtenfahrten mit Plastiksammeln in Amsterdam.

Tierquälerei: Ganz genau prüfen

Shows mit tanzenden Affen, Elefantenreiten, mit Delfinen schwimmen oder Whale Watching. Es gibt zahlreiche Aktivitäten mit Tieren und nur die wenigsten davon sind artgerecht. Prüft deswegen ganz genau, auf welchen Anbieter ihr euch einlasst. Dabei solltet ihr auch bedenken, dass die Betreiber vor Ort den Hype um Nachhaltigkeit verstanden haben und entsprechende Logos vorzeigen. Ob diese gültig sind, ist eine ganz andere Frage. Wer Sicherheit möchte, verzichtet am besten gänzlich auf Aktivitäten mit Tieren oder macht sich erst vor Ort selbst ein Bild, anstatt direkt online zu buchen.

Nachhaltig Fliegen durch CO2-Kompensation

Stimmt schon, manche Länder sind einfach ein bisschen zu weit weg, um sie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Nutzt trotzdem so oft wie möglich Bus und Bahn, so seht ihr auch deutlich mehr von dem Land, als wenn ihr einfach darüber hinwegfliegt. Als Faustregel gilt: Flüge unter einer Distanz von 800 Kilometern sollten vermieden werden. Nutzt auch die Möglichkeit, für die entstandene CO2-Emission durch einen Flug zu spenden. Im Internet gibt es Emissionsrechner, die eine Kompensationssumme ausrechnen. Diese könnt ihr an ein Klimaschutzprojekt spenden.

All-Inclusive-Hotels und Kreuzfahrtschiffe

Stellt euch einmal eine typische Touristenhochburg vor. Von der örtlichen Kultur ist dort ja kaum noch etwas übrig. Denn wer All-inclusive oder Halbpension bucht, hat kaum noch Anreize, in ein lokales Restaurant in der Nähe zu gehen. Dies gilt auch für Kreuzfahrtschiffe. Um das nicht zu unterstützen, könnt ihr einfach auf die Hotelgiganten verzichten und stattdessen in einem Homestay übernachten. Tipp: Auf ILikeLocal können Reisende mit Einheimischen in Kontakt treten, Aktivitäten und Aufenthalte buchen und gleichzeitig die Familien vor Ort unterstützen. Diese erhält 100 Prozent des Preises.

Geldgeschenke, Spenden und Freiwilligenarbeit

In ärmeren Ländern betteln oft Kinder um Geld. Es wird davon abgeraten, ihnen Geld zu spenden. Denn langfristig ermutigt dieses Verhalten, die Schule abzubrechen. Besser ist es, wohltätige Einrichtungen, denen ihr vertraut, zu unterstützen. Dies können Geldspenden sein oder eventuell auch Kleiderspenden für Kinderheime. Vorsicht allerdings bei Anbietern, die von euch Geld verlangen, damit ihr dort Freiwilligenarbeit leisten könnt. Darunter gibt es sehr viele schwarze Schafe und oftmals ist der Voluntärtourismus alles andere als nachhaltig.

Praktische Links

Gut zu wissen

Mittlerweile gibt es auch zahlreiche Reiseportale, die sich dem möglichst nachhaltigen Reisen widmen. Wer also nicht selber suchen möchte und umfassende Angebote schätzt, der schaut am Besten auf Seiten wie Bookitgreen, Fairunterwegs oder Bookdifferent. Die Seiten bieten beispielsweise Übernachtungen in Bio-Hotels, liefern Verhaltenstipps vor Ort oder spenden einen Teil des Preises an wohltätige Organisationen. Sicher werdet ihr nicht allein sämtliche Umweltprobleme oder sozialen Schäden beheben, die durch das Reisen entstehen, aber viele kleine Schritte führen ja auch zum Ziel.

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