Amsterdam hat seine Klassiker, die Jeder einmal gesehen haben sollte. Dazu gehören interessante Orte wie das Anne Frank Haus, die Grachten und das Rotlichtviertel. Aber dort ist es auch entsprechend voll, weil diese Sehenswürdigkeiten zu den bekanntesten Attraktionen der niederländischen Hauptstadt zählen. Ein paar Geheimtipps sind da schon fast unbezahlbar. Ich wohne in Amsterdam und zeige euch die fünf schönsten Plätze in Amsterdam ohne Touristen.

Sehenswürdigkeiten in Amsterdam ohne Touristen

Vor allem am Wochenende gibt es kaum ein Durchkommen in Amsterdam. Lange Warteschlangen bilden sich vor dem Anne Frank Haus. Boote stauen sich vor den Brücken in den Amsterdamer Grachten und Fahrradfahrer drängeln durch die schmalen Straßen im Zentrum. Im vergangenen Jahr zählte Amsterdam rund 17 Millionen Touristen. Zum Vergleich: In der Stadt wohnen gerade einmal 800.000 Menschen. Was also tun, um die Touristenströme zu vermeiden?

#amsterdam #sehenswürdigkeiten

Instatipp: Bloggerin Lesia hat für Besucher der Stadt auf ihrer Webseite eine Übersicht mit typischen Fotospots in Amsterdam zusammengestellt. Falls jemand vorher recherchieren und entsprechend planen möchte.

Grachtenfahrt mit Plastik sammeln

Anbieter für Grachtenfahrten gibt es in der Stadt mittlerweile fast genauso viele wie Touristen selbst. Allerdings gibt es nur eine Organisation, die dabei auch den Umweltschutz in den Fokus stellt, nämlich Plastic Whale Amsterdam. Während einer Fahrt durch die Kanäle wird Besuchern ein Fischernetz in die Hand gedrückt und dann heißt es, Plastik angeln. Nebenbei gibt es dann noch wichtige Informationen zur Stadt und ihrer Geschichte. Ein weiterer Vorteil: Das Boot ist angenehm klein – im Vergleich zu den Hop-on Hop-off Giganten und die Ansagen kommen nicht vom Band, sodass auch Zeit für Fragen bleibt.

Entspannen im Flevopark

Der Amsterdamer Vondelpark steht unbestreitbar in jedem Reiseführer und auf jeder Webseite ganz weit oben. Was gut ist, denn dann haben Insider im Flevopark ihre Ruhe. Der gemütliche Park im Osten der Stadt grenzt an das Gewässer Nieuwe Diep mit seinen Segelschiffen und Hausbooten und ist vom Stadtzentrum per Fahrrad in weniger als 20 Minuten zu erreichen. Besonders zu empfehlen ist auch das Café De Nieuwe Diep im Herzen des Park, mit einer Terrasse direkt an einem kleinen Teich gelegen mit einem Blick auf wunderschöne alte Trauerweiden.

Mit der Fähre übers Nieuwe Meer

Wer in Amsterdam Urlaub macht, kommt um Boote nicht herum. Touristen haben dabei die Wahl zwischen Tretbooten, Sight Seeing Cruisern, Kanus oder Fähren. Letztere fährt vom Paviljoen Aquarius im Amsterdamer Süden übers Nieuwe Meer auf die andere Seite ins Naturschutzgebiet Amsterdamse Bos. Die Fahrt kostet pro Person 1 Euro. Dort angekommen angekommen, grasen sogar Kühe auf der Weide. Wer schon einmal da ist, kann sich auch ein Kanu ausleihen und durch die kleinen Wasserstraßen fahren. Hat ein bisschen was vom Spreewald und das Beste: Man hat seine Ruhe.

Spaziergang am Nieuwendammerdijk in Noord

Amsterdam-Besucher, die sich in den Nordteil der Stadt verirren, fahren meist mit den Fähren zur NDSM-Werft, zum Flohmarkt in den IJ-Hallen oder zum Beachclub Plek. Dabei hat Noord auch noch ein echtes Holland-Feeling zu bieten, mit kleinen urigen und bunten Häusern, gemütlichen Cafés, einem Yachthafen und Fahrrad-Idylle. Wer genau diese Kulisse erleben möchte, setzt mit der Fähre zur IJplein in Noord über und spaziert bis zum Café ‚t Sluisje am Nieuwendammerdijk. Zugegeben, ganz nah ist es nicht, trotzdem lohnt es sich, weil sich Menschen nicht ständig gegenseitig auf die Füße treten.

Amsterdam bei Nacht erleben

Wenn alle anderen feiern und das holländische Bier trinken, ist eine großartige Gelegenheit, die Stadt von ihrer besten Seite zu erleben. Mein Tipp lautet daher: Wartet bis es dunkel ist und sich die Touristen verzogen haben und dann geht zu den Anlegern vor der Hermitage oder der Amsterdamer City Hall, wo spät am Abend keine Touristenboote mehr anlegen und schaut euch an, wie wunderschön die Lichter aussehen, die sich in der Gracht spiegeln und wie leise die Stadt plötzlich sein kann, die tagsüber so hektisch und überlaufen ist.

Lage

Praktische Links

Gut zu wissen

Wer mit dem Fahrrad in Amsterdam unterwegs ist und sich nicht ständig Sorgen machen möchte, Fußgänger zu überfahren, dem rate ich, eine Radtour nach Muiden zu machen. Dort findet ihr ein wunderschönes kleines Dorf mit einer Schleuse mitten im Zentrum vor. Der Weg dorthin führt zwischen Lämmern und Segelschiffen am Ijsselmeer entlang. Dieser Ausflug lohnt sich unbedingt für diejenigen, die eine Pause von den vielen Menschen in Amsterdam brauchen.

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