Die Grachten, das Rijksmuseum und das Anne-Frank-Haus. Amsterdam hat seine weltweit bekannten Sehenswürdigkeiten, vor denen täglich hunderte Besucher Schlange stehen. Es gibt aber auch interessante Orte in der Hauptstadt der Niederlande, die bisher von Touristen noch unentdeckt sind. Wir haben eine Auswahl mit interessanten Orten zusammengestellt und geben euch einen Überblick zu den besten Sehenswürdigkeiten in Amsterdam. Außerdem haben wir ein paar Tipps, wie ihr in Amsterdam auch noch Geld sparen könnt.

Die besten Sehenswürdigkeiten in Amsterdam im Überblick

Vor unserer Haustür, im Westen von Deutschland, liegt die wunderschöne Stadt Amsterdam. Sie ist die Hauptstadt der Niederlande und mit ca. 873.000 Einwohnern auch die bevölkerungsreichste. Verbunden durch den Nordseekanal mit der Nordsee ist die facettenreiche Stadt vor allem durch ihre Grachten und zahllosen Fahrräder weltberühmt. In der historischen Altstadt stehen prächtige Bürgerhäuser und Kirchen, die ihren Ursprung teilweise bereits im 16. Jahrhundert haben.

Außerdem gilt Amsterdam als kultureller Mittelpunkt der Niederlande. Zahlreiche Museen wie beispielsweise das Van Gogh Museum sind weit über die Grenzen Amsterdams bekannt. Die Stadt hat aber noch viele weitere Gesichter: Wollt ihr eine Brauereiführung machen, die hippe Künstlergemeinde kennenlernen oder einfach durch das Rotlichtviertel De Wallen schlendern?

#amsterdam

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1. Grachten: Bootstour durch Amsterdam

(c) Nikolay Nachev

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Entstehung:17. Jahrhundert
Must-See:Gouden Bocht
Beste Reisezeit:April bis Juni

Sie sind aus Amsterdams Straßen- (oder in dem Fall Kanal-) Bild gar nicht mehr wegzudenken. Die großen Touristenboote in allen Farben, die funktionieren wie Hop-on-Hop-off-Busse. Intimer sind dagegen örtliche Anbieter, die private Touren mit einem kleinen Boot mit individuellen Informationen offerieren. Wer möchte, kann auch ein Tretboot ausleihen und selbst durch die Kanäle fahren.

Wichtig: Bitte GPS dabeihaben, sonst wird der Rückweg eine Herausforderung, denn für das ungeschulte Auge sehen die Grachten am Ende doch alle gleich aus.

2. Anne-Frank-Haus: Museum über die NS-Verfolgung

© Anne Frank House / Cris Toala Olivares
Gründung:1960
Must-See:Tagebücher
Beste Reisezeit:Ganzjährig

Sie ist eine der wohl bekanntesten Autorinnen der Welt, die traurige Berühmtheit erlangte. Anne Frank versteckte sich mit ihrer Familie in Amsterdam vor den deutschen Besatzungstruppen, wurde aber schließlich doch entdeckt und kam in einem Konzentrationslager ums Leben. Ihr Tagebuch ist eines der meistgelesenen Werke der Welt und das Haus, das als Versteck diente, ist heute ein Museum über die nationalsozialistische Verfolgung und Unterdrückung.

Ein wichtiger Besuch bei einer Reise nach Amsterdam. Wer nicht anstehen will (und das kann wirklich Stunden dauern), reserviert ein Ticket online.

3. Heineken Experience: Führung durch die Brauerei

Heineken
(c) Boris Trost
Gründung:1864
Must-Do:Brauereiführung
Beste Reisezeit:Ganzjährig

Die Niederländer sind sehr stolz auf ihre Braukunst und auf ihr Heineken. Der Rest der Welt fragt sich allerdings sehr oft, warum das so ist? Die Antwort gibt es in der Heineken Experience. Das interaktive Museum mitten im Stadtzentrum von Amsterdam bietet eine tolle Besichtigung der Brauerei vom Hopfen bis zum Biergenuss. Tickets kauft ihr online. Hier könnt ihr zwischen einer Tour mit oder ohne persönlichem Guide wählen.

Wer Lust auf eine eine Kombination mit weiteren Sehenswürdigkeiten in Amsterdam hat, wählt die „Rock the City“ – Tour. Nach der Brauereibesichtigung könnt ihr mit dem Heineken im Gepäck sogar noch eine geführte Grachtenfahrt machen.

4. Vondelpark: Fahrradfahren im bekanntesten Stadtpark

Vondelpark
(c) Kirk Fisher

Auch interessant: Fahrradfahren in Amsterdam

Fläche:47 Hektar
Must-See:Teehaus
Beste Reisezeit:Mai bis Oktober

Im Vondelpark treffen sich alle: Touristen, die Amsterdam per Fahrrad erkunden, einheimische, Künstler und Sportler. Ursprünglich wurde der Park als englischer Landschaftsgarten angelegt, welcher ein idyllisches Bild aus sich schlängelnden Wegen und Teichen bildet. Die grüne Oase wurde nach dem niederländischen Schriftsteller Joost van den Vondel benannt. Ihm wurde 1867 sogar ein Denkmal gesetzt.

Hier findet ihr außerdem Cafés oder Restaurants zum Einkehren, eine Freilichtbühne für Open-Air Konzerte und weitläufige Flächen zum Spazierengehen oder Picknicken.

5. De Wallen: Das Rotlichtviertel von Amsterdam

DeWallen
(c) PublicDomainPictures
Ort:Oude Kerk
Must-Do:Bar besuchen
Beste Reisezeit:Ganzjährig

Amsterdam ohne seine rot erleuchteten Fenster und leichtbekleideten Damen wäre wohl nicht Amsterdam. Im mittelalterlichem Stadtzentrum, welches von Kanälen und engen Gassen mit traditionellen Bars geprägt ist, wird das Geschäft mit dem Sex gemacht, auch wenn meist außer Gucken nicht viel passiert. Das Viertel gehört zu den ersten auf der Welt, in denen Prostitution erlaubt wurde. Für die Schaufenster, in denen die Sexarbeiterinnen sitzen, wurde Amsterdam schon früh bekannt.

Selbstredend: Im Rotlichtviertel bitte keine Fotos von den Frauen machen. Sonst kann es nämlich passieren, dass das Handy in die Gracht fliegt.

6. Bloemenmarkt: Farbenfrohe Attraktion in der Innenstadt

Bloemenmarkt
(c) OshDesign
Ort:Singel (Gracht)
Must-Do:Spazierengehen
Beste Reisezeit:April bis September

Ebenfalls als eine der Top-Sehenswürdigkeiten in Amsterdam gilt der Blumenmarkt mit seinem vielfältigen und großen Angebot an Pflanzen und Blumen. Auf dem täglich geöffneten Markt, findet ihr die Marktstände auf (festliegenden) Booten, weshalb er auch als schwimmender Markt bezeichnet wird. Ein toller, bunter Ort zum Spazierengehen entlang der Singelgracht zwischen Koningsplein und Muntplein.

Ebenfalls beliebt: Das Cannabis Starter Kit. Touristen sollten hierbei allerdings beachten, dass die Freude daran nur sehr kurz währen wird, weil die Einfuhr in andere EU-Länder möglicherweise untersagt ist. Das Gleiche gilt übrigens für Weed-Lollis und ähnliches.

7. Rijksmuseum: Niederländisches Nationalmuseum

RijksmuseumAmsterdam
(c) Abhishek Baadkar
Gründung:1800
Must-See:Werke Rembrandts
Beste Reisezeit:Ganzährig

Das Rijksmuseum in Amsterdam ist ein Gigant in Sachen Kunstgeschichte. Hier findet ihr nicht nur eine große Sammlung der Malerei aus dem Goldenen Zeitalter der Niederlande, sondern auch asiatische Kunstobjekte und Artefakte zur niederländischen Geschichte. Für dieses riesige Bauwerk und die umfassenden Ausstellungen sollten Besucher locker einen ganzen Tag einplanen.

Am besten vorher das Ticket online kaufen, das spart Zeit. Mit dem Audio Guide könnt ihr dann durch die Jahrhunderte schlendern.

8. Rembrandtplein: Zentraler Platz mit Nachtwache-Statuen

Nachtwache
(c) WeltraumReporter
Entstehung:1852
Must-See:Statuen
Beste Reisezeit:April bis Oktober

Der Rembrandtplein, benannt nach dem berühmten Maler, ist ebenfalls ein typischer Touristen-Hotspot. Der Platz liegt in der Mitte der Stadt. Hier könnt ihr Selfies mit den Statuen der Nachtwache machen oder Getränke in den umliegenden Bars und Clubs konsumieren, denn dieser Platz entwickelte sich zum Zentrum des Nachtlebens. Dementsprechend müsst ihr auch mit etwas überteuerten Cocktails rechnen.

Tipp: In einer der Seitenstraßen befindet sich das Café Bolle Jan. Am Abend werden hier holländische Schlager gesungen.

9. Dam: Mittelalterlicher Stadtkern von Amsterdam

Dam
(c) Nick Fisher
Entstehung:13. Jahrhundert
Must-See:Königspalast
Beste Reisezeit:April bis Oktober

Der hier im 13. Jahrhundert errichtete Damm im Fluss Amstel ist der Namensgeber für den berühmten Platz. Der Dam wird auch als das Herz von Amsterdam bezeichnet. Hier befindet sich auch der dominierende Königspalast, welcher kaum zu übersehen ist. Auch, wenn das Äußere etwas schmucklos wirkt, ist das Innere mit wunderschönen Details gestaltet.

Auf dem Dam-Platz finden täglich Demos, Kundgebungen und künstlerische Vorführungen statt.

10. NDSM-Werft: Hippe Künstlergemeinde

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Lage:Amsterdam-Noord
Must-See:Street Art
Beste Reisezeit:Mai bis Oktober

Ihr sucht den hippen, modernen Teil von Amsterdam? Dann solltet ihr unbedingt die NDSM-Werft besuchen. Diese alternative, künstlerische Gegend in Amsterdam-Noord bietet Künstlern und Start Ups eine gigantische Fläche, um der Kreativität freien Lauf zu lassen. Neben Beach Clubs und mehreren Cafés gibt es unter anderem einen Hotelkran, Ateliers und reichlich Street Art.

Zu empfehlen ist auch der monatlich stattfindende größte Flohmarkt Europas. Dort gibt es alles von Fahrrädern über Möbel, Kleidung und Instrumente.

11. Albert Cuyp: Größter Freiluftmarkt der Niederlande

© bennnn
Stadtviertel:De Pijp
Must-Do:Bummeln
Beste Reisezeit:Ganzjährig

Der im Jahr 1904 eröffnete Albert Cuyp ist von einem ganz normalen Wochenmarkt mit Handkarren und Straßenverkäufern mittlerweile zum größten Tagesmarkt in den Niederlangen gewachsen. Der Markt befindet sich im Stadtviertel De Pijp und bietet mit seinen rund 300 Ständen und einer Länge von ca. 1 km eine riesige Auswahl. Von Nahrung wie Gemüse, Obst, und Fleisch über Kleidung oder Blumen bis zu Schmuck und elektronischen Artikeln sollte wirklich für jeden etwas dabei sein.

Auf dem Markt ist zwar fast immer sehr viel los, empfehlenswert ist aber durchaus ein Besuch am Vormittag unter der Woche, um wenigstens eine kleine Chance zu haben entspannt durch die Stände zu bummeln.

12. Van-Gogh-Museum: Gigantische Sammlung aus kunstvollen Werken

© Jan Kees Steenman
Gründung:1962
Must-Do:Museumkaart nutzen
Beste Reisezeit:Ganzjährig

Van Gogh ist einer der berühmtesten Maler der Geschichte – nicht nur wegen der Sache mit dem Ohr. Kunstinteressierte können im Van Gogh Museum durchaus einen ganzen Tag verbringen, um 200 Gemälde und 400 Zeichnungen von Van Gogh zu bewundern. Die Sammlung beherbergt auch Werke anderer Künstler, unter anderem von Monet, Gauguin und Pissarro. Hier wird dringend empfohlen, die Tickets vorher online zu kaufen, um lange Wartezeiten zu verhindern.

Spartipp: Wer zwei oder drei Museen besucht, sollte sich die Museumkaart kaufen. Die Karte ist 1 Jahr gültig und ermöglicht den kostenlosen Zutritt.

13. A’DAM Toren: Schaukelspaß mit Panoramablick

© Maria Sbytova
Gründung:1962
Must-Do:Schaukeln
Beste Reisezeit:Mai bis September

Ein Panoramablick über die Stadt mit ihrem Fahrradverkehr und ihren Grachten gibt es von der Aussichtsplattform A’DAM Toren. Zu sehen sind das historische Zentrum von Amsterdam, der pulsierende Hafen und die berühmten Grachten. Auf dem Gebäude befindet sich auch eine Schaukel, welche ein tolles Foto liefert, wenn ihr knapp 100 Meter über dem Abgrund baumelt.

Wer Geld sparen will, geht ein paar Schritte weiter und nutzt die kostenlose Dachterrasse des Nemo Science Museums.

14. Jordaan: Urtypisches Stadtviertel

© FSEID
Einwohner:Ca. 19.400
Must-See:Grachtenhäuser
Beste Reisezeit:Mai bis September

Amsterdam wie aus dem Bilderbuch! Grachtenhäuser, Blumen und schmale Gassen voller Fahrräder. Jordaan ist ein richtig urtypisches und zugegeben ziemlich reiches Amsterdamer Viertel. Im Gegensatz zum Grachtengürtel geht es hier viel ruhiger zu. Ein Spaziergang lohnt sich sicher. Gerne auch verbunden mit einem Besuch des Noordermarkts. Für eine kleine Pause bieten die Seitenstraßen süße Cafés und authentische Boutiquen.

Schaut euch auch unbedingt die Hausboote in den Grachten des Jordaan-Viertels an. Sie zählen zu den schönsten in ganz Amsterdam.

15. Foodhallen: Große Essensvielfalt unter einem Dach

Auch interessant: Foodhallen in Amsterdam: Essen in lässiger Atmosphäre

Lage:Bellamyplein 5
Must-Do:Gourmet-Bitterballen probieren
Beste Reisezeit:Ganzjährig

Ihr seid auf der Suche nach einer großen Vielfalt an Küchen aus der ganzen Welt und wollt dabei nicht lange durch die Straßen irren? Dann geht doch einfach in die Foodhallen. Sie zählen zu den wenigen noch existierenden Insidertipps in Amsterdam. Ob Bierspezialitäten, guten Weißwein mit Käse, bestes Fleisch mit Rotwein oder einfach ein Gin Tonic. Die Foodhallen bieten eine riesige Auswahl an gutem Essen, die ihr hier unter einem Dach erleben könnt.

Um euch erstmal einen Überblick zu verschaffen, solltet ihr am besten zunächst eine Runde drehen. An vielen Ständen werden auch eher Snacks als komplette Mahlzeiten angeboten, so dass ihr euch auch durch mehrere Stände futtern könnt.

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Süße Grachten, hübsche kleine Häuser, schmale Straßen, Fahrräder und holländisches Lebensgefühl. Wer mehr Zeit hat, besucht auch Rotterdam und Den Haag und staunt, dass der Unterschied zu Amsterdam kaum größer sein könnte.

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