Schroff erhebt sich das Eis des Gletschers rechts und links vom Pistenrand im Skigebiet Saas-Fee. In der Sonne schimmern die Eismassen bläulich. Das ganze Jahr locken breite, gleichmäßig geneigte Carvingpisten, flache Anfängerhänge und unpräparierte Skirouten Skiurlauber in das Schweizer Skigebiet. Insgesamt gibt es 100 Pistenkilometer auf bis zu 3.600 m zu entdecken. Ich war zum Skifahren in Saas-Fee und zeige euch meine Highlights. 

Lohnt sich Skiurlaub in Saas-Fee?

In Saas-Fee warten bis zu 9 km lange Pisten auf Skifahrer und Snowboarder. Einige starten richtig weit oben. Die U-Bahn bringt Wintersportler auf bis zu 3.600 m, an den Fuß des Allalinhorns. Dort liegt auch das höchste Drehrestaurant der Welt. Selbst im Sommer sind im Gletscherskigebiet bis zu 20 Kilomter an Skiabfahrten präpariert. Außerdem gibt es in der Freien Ferienrepublik Saas-Fee einen großen Freestyle-Park mit einer 120 m langen Halfpipe. Das alles haben wir uns angeschaut.

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Instatipp: Vom höchsten Punkt des Skigebiets führt eine Piste direkt an eindrucksvollen Eisskulpturen vorbei. Dort lohnt es sich, stehen zu bleiben und Fotos zu machen (siehe Titelbild).

Anreise nach Saas-Fee

Doch zunächst müssen wir irgendwie hinkommen! Wer im Winter nach Saas-Fee mit dem Auto anreist, benötigt eine Schweizer Vignette für 40 CHF und muss in der Regel ein Stück mit dem Autozug fahren. Von München aus gilt es den im Winter gesperrten Furkapass mit dem Furka-Autoverlad zu umfahren. Die Fahrt auf dem Zug dauert etwa 15 Minuten und es sind mit Kosten von etwa 33 CHF zu rechnen. Anschließend geht es mit dem PKW weiter bis vor die Tore von Saas-Fee. Ab dem Parkplatz ist der Skiort autofrei. Wir lassen das Auto also stehen, verzichten auf die eingerichteten Skibuslinien und gehen zu Fuß in den Ort.

Ein Dorf wie aus dem Wintermärchen

Schon auf dem Weg zur Seilbahn bewundern wir die umliegenden 4.000er. Rechts von uns erhebt sich der 4.405 m hohe Dom. Vor uns liegen das Allalinhorn (4.027 m) und dahinter das Strahlhorn mit einer Höhe von 4.190 m. Die riesigen Berggipfel sind tief verschneit, aber auch Saas-Fee selbst versinkt während unseres Aufenthalts im Februar im Schnee. Dank der traditionellen Architektur, die Berghütten-Flair ausstrahlt, fühlen wir uns wie im Winterwunderland. So können wir es kaum noch erwarten, gleich in die Gondel zu steigen und der Bergwelt auf den Skipisten noch näher zu kommen.

Sonnencreme und Kälteschutz nicht vergessen

Wir möchten natürlich zuerst ganz nach oben zum höchsten Punkt. In der Gondel gehen wir nochmal durch, ob wir alles dabei haben. Ich taste im Rucksack nach Sonnencreme. Schließlich geht es auf über 3.000 Meter hinauf und auf dieser Höhe macht sich die Sonneneinstrahlung gerade im Hochwinter bemerkbar. Zusätzlich kann auch die Kälte zum Problem werden. Schon im Tal liegen die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Weiter oben sind es dann – 10 Grad Celsius. Ich ziehe ein zusätzliches Tuch um den Hals. Das schützt vor Sonne und Kälte gleichermaßen.

Skifahren mit Champagner Powder

Dick eingepackt und eingecremt kommen wir oben an und stehen direkt vor der mächtigen Eisflanke des Allalinhorns. Staunend blicken wir uns um. Rund herum erheben sich die Riesen der Schweizer Alpen. Doch nicht nur das Staunen lässt den Mund offen stehen, sondern auch die Atemluft macht sich in der Höhe bemerkbar. Wir genießen schnaufend die Aussicht, bevor wir endlich die Ski anschnallen. Der Boden ist eiskalt und knirscht unterm Belag. Es dauert eine Weile, bis wir uns an die Pistenverhältnisse gewöhnt haben. Doch wenig später ziehen wir unsere Spuren nahezu allein über super breite Gletscherpisten. „Gleich nochmal!“ denke ich. Gesagt, getan.

Fazit

Wir fahren bis uns zu kalt wird. Und noch ein bisschen länger. Dann kehren wir ein. Nicht etwa ins höchste Drehrestaurant der Welt, sondern ins Restaurant am Längfluh. Im zweiten Stock wird man bedient. Während wir auf unser Essen zu Schweizer Preisen warten, schaue ich aus den großen Panorama-Fenstern auf die imposante Bergwelt. Sattgesehen habe ich mich noch lange nicht. Für einen Aufenthalt in Saas-Fee sollte man mehr als nur einen Tag Zeit einplanen. Doch noch ist unser Skitag ja nicht vorbei. Und dank der Höhenlage staubt der Schnee in Saas-Fee sogar noch am Nachmittag. Perfekt!

Lage

Praktische Links

Gut zu wissen

Ein Tagesskipass in Saas-Fee kostet 75 CHF. Der 6-Tages-Skipass liegt bei 365 CHF für einen Erwachsenen. Wer über eine Woche Skiurlaub in Saas-Fee nachdenkt, sollte deshalb eine Saisonkarte in Betracht ziehen. Die sogenannte WinterCARD kostet nämlich für das gesamt Saastal nur 255 CHF. Die Saisonkarte wird allerdings durch Crowdfunding unterstützt und ist nur erhältlich, wenn bis zum 31. Oktober 2018 mindeste 66.666 Bestellungen eingehen.

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