Wie wäre es mit Skiurlaub im Zillertal in Tirol? Schließlich könnt ihr hier gleich vier Skigebiete in einer Urlaubswoche besuchen. So habt ihr jeden Tag die Qual der Wahl, ob es nach Mayrhofen, zum Hintertuxer Gletscher, in die Zillertal Arena oder auf die Pisten von Fügen-Kaltenbach geht. Für welches der vier Skigebiete würdet ihr euch entscheiden?

Lohnt sich ein Skiurlaub im Zillertal in Österreich?

Das Zillertal liegt in Tirol, nicht weit von Innsbruck entfernt. Insgesamt gibt es in dem Tal rund 500 Pistenkilometer zu erkunden. Davon befindet sich der Großteil in der Zillertal Arena, dem größten Skigebiet des Zillertals. Tagesausflügler halten meist im Skigebiet Fügen-Kaltenbach an, denn das liegt am Anfang des Tals. Oberhalb von Mayrhofen könnt ihr euch auf anspruchsvolle Abfahrten freuen. Mit der Harakiri gibt es hier eine der steilsten Pisten der Alpen. Und besonders schneesicher sind die Pisten am Hintertuxer Gletscher. Denn bei diesem Gletscherskigebiet geht’s auf über 3.000 Meter hinauf.

Ins Zillertal kommt ihr bequem mit der Bahn. Bis nach Jenbach geht es mit dem Eurocity. Ab München dauert die Fahrt rund 1,5 Stunden. Von dort steigt ihr in die Zillertalbahn um, die bis nach Mayrhofen fährt. Falls eure Unterkunft noch weiter hinten im Tal liegt, könnt ihr die letzten Meter mit dem Skibus zurücklegen. Der Bus ist außerdem im Zillertaler Superskipass inklusive. Mit dieser Liftkarte könnt ihr jeden Tag in einem anderen Zillertaler Skigebiet skifahren.
— 
#skiurlaub

Fototipp: Folgt HOME of TRAVEL auf Instagram, um neue Aktivitäten und interessante Orte für eure nächste Reise zu finden. Außerdem stellen wir regelmäßig interessante Reiseblogger vor, die von ihren Abenteuern berichten. Hier abonnieren >

1. Fügen-Kaltenbach: Erste Ferienregion im Zillertal

© Andi Frank
Pistenkilometer:114 km
Höchster Punkt:2.378 m
Längste Abfahrt:11 km
Einkehrtipp:Kristallhütte
Webcam:aktuelle Bilder von der Piste

Über 100 Pistenkilometer erstrecken sich von Kaltenbach über Hochfügen bis zum Spieljoch oberhalb von Fügen. Besonders ist, dass ihr jeden Morgen bereits ab 7:30 Uhr ins Skigebiet starten könnt. Die ersten Abfahrten zum Sonnenaufgang haben etwas Magisches. Nachmittags lohnt sich ein Besuch der Kristallhütte. Auf der großen Sonnenterrasse findet auch häufig Live-Musik statt. Dann könnt die Skipause mit herrlicher Aussicht und DJ-Klängen genießen.

Auch Freerider kommen gerne in das Skigebiet am Eingang des Zillertals. Über 10 km Skirouten und viele Möglichkeiten zu spannenden Tiefschneeabfahrten warten auf Skifahrer mit breiten Brettern und Snowboarder. Gerade die Hänge rund um Hochfügen halten bei guten Bedingungen mit unvergessliche Powder-Runs bereit. Denkt daran, die Tiefschneeabfahrten nur mit der obligatorischen Notfallausrüstung (LVS-Gerät, Schaufel und Sonde) zu machen und nehmt euch im besten Fall einen ausgebildeten Skiführer mit.

Tipp: Für Alpinisten gibt es einen Winterklettersteig. Wer schwindelfrei und trittsicher ist, kann den Klettersteig mit der Schwierigkeit B/C vom Hirschbichllift zur Wedelhütte in Angriff nehmen. Mit Skischuhen und Ski am Rücken sollte der Steig jedoch nicht unterschätzt werden.

2. Zillertal Arena: Das größte Skigebiet im Zillertal

© Zillertal Arena
Pistenkilometer:150 km
Höchster Punkt:2.500 m
Längste Abfahrt:10 km
Einkehrtipp:Rössl Alm
Webcam:aktuelle Bilder von der Piste

In der Zillertal Arena, die sich von Zell am Ziller über Gerlos bis nach Königsleiten erstreckt, warten 150 Pistenkilometer auf Skifahrer und Snowboarder. Damit ist das Skigebiet das größte im Zillertal. Die jüngsten Wintersportler können sich von Maskottchen Funty durch das Gebiet begleiten lassen. Der gelbe Elefant taucht immer mal wieder auf. Zum Beispiel an der neuen Funty-Piste bei der Rosenalmbahn. Adrenalinjunkies treffen sich hingegen im Action-Park Kreuzwiese. Hier gibt es einen Bagjump, um die ersten Sprünge zu trainieren und jeden Dienstag werden um 11:00 Uhr Freestyle-Kurse angeboten.

Für Kilometer-Sammler gibt es in der Zillertal Arena die Höhenfresser-Tour. Das ist die längste Abfahrt im Zillertal. Vom Übergangsjoch geht es über 10 Kilometer hinab ins Tal. Und auch der Name der Piste kommt nicht von ungefähr. Insgesamt werden nämlich knapp 2.000 Höhenmeter überwunden. Vor allem auf dem letzten Stück, wenn die Piste dann schwarz markiert ist, kommen selbst geübte Skifahrer ins Schwitzen.

3. Mayrhofen: Bereit für die berüchtigte Harakiri?

Am Penken: Die Harakiri-Piste ©Tupungato
Pistenkilometer:142 km
Höchster Punkt:2.500 m
Längste Abfahrt:5,5 km
Einkehrtipp:Schneekarhütte
Webcam:aktuelle Bilder von der Piste

Wer die Kanten zum Glühen bringen möchte, ist in Mayrhofen goldrichtig. Am Sportberg Penken wartet die sagenumwobene Harakiri. Mit bis zu 78 % Gefälle ist sie eine der steilsten Pisten Österreichs. Um die Schwünge sicher zu meistern, könnt ihr am sogenannten Devil’s Run bereits üben. Die Abfahrt vom Horberg ist ebenfalls schwarz markiert und sorgt für heiße Oberschenkel. Versprochen. Um die nötigen Kraftreserven bereitzuhalten, empfehlen wir zuvor einen Einkehrschwung in der Schneekarhütte. Die gläserne Pyramide ist architektonisch eine Besonderheit im Skigebiet. Im Inneren wärmt ein Kamin und es gibt leckere Flammkuchen und fluffige Germknödel.

Oberhalb von Mayrhofen lohnt sich auch ein Abstecher zum Ahorn. Der Berg ist für seine Genießerpisten bekannt und besonders bei Familien und Anfängern beliebt, weil die Abfahrten nicht so steil sind. Aber auch sportliche, geübte Fahrer wissen die breiten Pisten zu schätzen. Denn durch die gleichmäßige Neigung laden sie zum Carven ein. Außerdem gibt es mit einer Länge von 5,5 km eine super lange Abfahrt bis ins Tal.

4. Hintertuxer Gletscher: Das ganze Jahr über Skifahren

Auch interessant: Kajakfahren in der Eishöhle am Hintertuxer Gletscher

Pistenkilometer:62 km
Höchster Punkt:3.250 m
Längste Abfahrt:7 km
Einkehrtipp:Spannagelhaus
Webcam:aktuelle Bilder von der Piste

Der Hintertuxer Gletscher am Ende des Zillertals ist ein Ganzjahresskigebiet. Das heißt, ihr könnt hier nicht nur im Winter, sondern auch im Sommer Skifahren. Das liegt vor allem an der Höhenlage. Denn die insgesamt 62 Pistenkilometer reichen bis auf über 3.250 Meter hinauf. Ganzjährig lohnt sich auch ein Besuch des Natur Eis Palasts. Hier taucht ihr in die Welt des ewigen Eis ein und kommt an skurrilen Eisskulpturen vorbei. Der Zugang ist nur mit Helm und Guide gestattet. Höhepunkt ist die kurze Bootstour durch die unterirdische Gletscherwelt.

Eine Piste, die ihr im Hochwinter nicht verpassen solltet, ist die „Schwarze Pfanne“. Die lange Talabfahrt führt über knapp 7 km bis nach Hintertux hinab und ihr habt währenddessen stets einen tollen Panoramablick. Die Piste ist übrigens auch Teil der Gletscherrunde. Diese Skirunde führt über 60 Pistenkilometer und über 15.000 Höhenmeter einmal durch den gesamten Skiverbund bis ins Skigebiet Mayrhofen. Zwischendurch müsst ihr allerdings ein kurzes Stück mit dem Skibus fahren.

Weitere Winteraktivitäten im Zillertal

Das Zillertal hält auch abseits der Pisten jede Menge Action und gemütliche Aktivitäten bereit. Beim Skitourengehen und Langlaufen könnt ihr euch auspowern, beim Winterwandern oder einer Pferdekutschfahrt die verschneite Landschaft genießen und auf insgesamt 48 km Rodelstrecken die Geschwindigkeit spüren. Etwa die Hälfte der Rodelbahnen ist nachts sogar beleuchtet.

Außerdem hat das Zillertal kulinarisch einiges zu bieten. Im Restaurant Guat’z Essen gibt’s hauptsächlich saisonales Gemüse aus dem eigenen Permakultur-Garten. Das vegetarische Restaurant, das fast alles selbst anbaut, ist mit drei Hauben ausgezeichnet. Wer hingegen eher traditionelle Küche bevorzugt, wird im gesamten Zillertal fündig. Hier gibt’s Tiroler Spezialitäten in allen Variationen.

Lage

Praktische Links

Kommentar verfassen