Indien zieht seit Jahrhunderten Reisende magisch an. Dieses riesige Land ist mit einem faszinierenden Reichtum an Attraktionen gesegnet, die nicht nur euren Urlaub, sondern auch euer Leben bereichern werden. Vom Hochgebirge bis zur Wüste, vom Dschungel bis zur Megacity, vom Traumstrand bis zur mysteriösen Tempelstãtte: Indien ist in all seinen Facetten sehenswert. Wir haben eine Auswahl mit interessanten Orten zusammengestellt und geben euch einen Überblick zu den besten Sehenswürdigkeiten in Indien.

Die besten Sehenswürdigkeiten in Indien im Überblick

Nicht vergessen: Indien ist ein Subkontinent. Von (sub)tropisch bis arktisch gibt es hier alle Klimazonen. In Kerala erlebt ihr eine bezaubernde Welt am Wasser. In Rajasthan lockt die Wüste mit märchenhaften Palästen und in Agra, nicht weit von der Hauptstadt Neu-Delhi, thront das legendäre Taj Mahal.

Im Himalaya könnt ihr die karge Schönheit von Ladakh ergründen, an den Stränden von Goa seid ihr den Hippies auf der Spur und auf den Andamanen findet ihr bestimmt eure Trauminsel. Die Vielfalt dieses Landes drückt sich in seinen 1,38 Mrd. Bewohnern aus, die Hindus, Muslime, Christen oder Buddhisten sind. Habt Mut für diese Reise, die auch eine Reise zu euch selbst sein wird!

#indien

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1. Taj Mahal in Agra: Denkmal einer unsterblichen Liebe

© Sean Hsu
Entstehung:1653
Must-See:Marmorkuppel
Beste Reisezeit:September bis März

Das Taj Mahal gilt als absolutes Traumziel der meisten Indien-Reisenden. Dieses überirdisch wirkende Monument erhebt sich wie eine Fata Morgana über der nordindischen Ebene. Großmogul Shah Jahan errichtete dieses Mausoleum im Jahre 1653 zum Gedenken an seine über alles geliebte Ehefrau Mumtaz Mahal, die bei der Geburt ihres 14. Kindes verstorben war.

Schon von weitem wird dich dieses atemberaubende Bauwerk mit seiner anmutigen weißen Marmorkuppel und den vier eleganten Minaretten in seinen Bann ziehen. Auch das Rote Fort kündet von glorreicher Pracht.

2. Backwaters in Kerala: Einzigartiges Wasserstraßennetz

© Mivr
Fäche: 1.900 km²
Must-Do:Hausboot mieten
Beste Reisezeit:Oktober bis März

Das tropische Klima in Kerala führt dazu, dass Wasser in Hülle und Fülle vorhanden ist. Die Ufer der zahllosen Kanäle sind von üppig grüner Vegetation gesäumt. Holzhäuser auf Stelzen verstecken sich hinter Bananenstauden, Palmenhainen und exotischen Blumen. Ab und zu baden lachende Kinder im Wasser. 900 km lang ist das Netz der Wasserstraßen, die seit Jahrhunderten das Leben der Menschen bestimmen.

Fähren verkehren zwischen Kollam, Aleppey und Kottayam. Ihr könnt aber auch ein Hausboot mieten oder Kajaktouren durch verwunschene Seitenkanäle unternehmen.

3. Palolem Beach: Relaxter Traumstrand in Goa

© lena_serditova
Länge:Ca. 2,5 Kilometer
Must-Do:Yoga
Beste Reisezeit:November bis April

Jahrhundertelang herrschten in Goa die Portugiesen: Eine einzigartige portugiesisch-indische Mixtur ist entstanden. In Alt-Goa könnt ihr prächtige Kirchen aus der Kolonialzeit bestaunen. Doch die meisten Reisenden kommen nach Goa, um die langen, traumhaften Strände und die anbrandenden Wellen des Arabischen Meeres zu genießen. Hier an der Westküste Indiens erlebt ihr die schönsten Sonnenuntergänge.

Der Palolem Beach im Süden Goas gehört zu den ruhigeren Stränden, an denen sich Backpacker und junge Familien wohlfühlen. In der geschützten Bucht könnt ihr Kajak fahren, Stand-Up-Paddling betreiben oder Yoga-Kurse besuchen.

4. Varanasi: Heilige Stadt am Ganges

© Roop Dey
Einwohner:Ca. 1,2 Millionen
Must-Do:Bootsfahrt
Beste Reisezeit:Oktober bis März

Eine unvergleichliche Atmosphäre herrscht in Varanasi  am Westufer des Ganges: In diesem Fluss zu baden, bedeutet für die Gläubigen eine spirituelle Reinigung. Uralte Tempel reihen sich an den Ghats, den Treppenstufen, wie Perlen an einer Schnur. Asketen, die Sadhus genannt werden, huldigen meditierend ihrem Gott Shiva. Den Verstorbenen ist es das größte Glück, in Varanasi verbrannt und ihre Asche dem Fluss überantwortet zu werden.

Fahrt ihr bei Sonnenaufgang mit dem Boot am Flussufer entlang, könnt ihr die Rituale beinahe hautnah miterleben.

5. Wüste Thar: Eindrucksvolle Sanddünen in Rajasthan

© rohit
Fläche:273.000 km²
Must-Do:Kamelsafari
Beste Reisezeit:November bis Februar

In Rajasthan wird er wahr, euer Traum von Tausendundeiner Nacht! In Jaipur, Jodhpur oder Udaipur könnt ihr die märchenhaften Paläste der Maharadschas besuchen. Reist ihr weiter nach Westen, dringt ihr immer tiefer in die Wüste Thar vor. Das sagenumwobene Jaisalmer wird von der Goldenen Festung überragt. Hier locken Wüstentouren mit dem Kamel. Eine Nacht unter dem sternenklaren Himmel wird euch unvergesslich sein, aber nehmt warme Kleidung mit!

Unterwegs auf den spektakulären Sanddünen spürt ihr, was es heißt, auf einem „Wüstenschiff“ zu sitzen.

6. Minakshi-Tempel: Spektakuläre Tempeltürme

© thomasp24
Entstehung:12. Jahrhundert
Must-See:Götterstatuen
Beste Reisezeit:Oktober bis März

Minakshi, der kriegerischen Gemahlin des Gottes Shiva ist dieser atemberaubende Tempel geweiht. Die gesamte Altstadt von Madurai richtet sich nach diesem Heiligtum aus. Die bis zu 60 Meter aufragenden Tortürme geleiten euch in das Tempelinnere. Solche Gopurams sind eine Spezialität der drawidischen Baukunst in Südindien.

Geschmückt  sind sie mit Tausenden von Götterstatuen, die in ebenso vielen Farben leuchten. Schon von weitem wird die Skyline der uralten Stadt von diesen Monumenten beherrscht.

7. Ellora Caves: Mystische Höhlentempel

© Mazur Travel
Entstehung:5. Jahrhundert
Must-See:Skulpturen
Beste Reisezeit:Oktober bis März

In Aurangabad befindet sich nicht nur das Grabmal Bibi-Ka-Maqbara, die kleine Schwester des Taj Mahal. Von hier aus könnt ihr auch die Höhlen von Ajanta und Ellora besuchen, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. In Ajanta sind Jahrtausende alte, farbenprächtige buddhistische Malereien zu sehen, die Prinzessinnen von betörender Schönheit zeigen. Die Höhlentempel von Ellora wurden direkt aus dem Fels gehauen und mit meisterhaften Skulpturen verziert.

Hier lebten buddhistische, hinduistische oder jainistische Mönche und Asketen. Der Kailasa-Tempel ist besonders beeindruckend, er bildet den heiligen Berg Kailash im Himalaya nach.

8. Munnar Tea Plantations: Hinreißende Teepflanzungen

© ninelutsk
Höhe:1.461 Meter
Must-Do:Wandern
Beste Reisezeit:Juni bis Dezember

Indien gehört zu den wichtigsten Teeanbaugebieten dieser Erde. Nicht nur in Assam oder Darjeeling, sondern auch in den Western Ghats im tiefen Süden wachsen die begehrten Pflanzen, deren getrocknete Blätter so anregend wirken. Auf geführten Wanderungen kannst du bei Munnar Plantagen besuchen, die in vielstimmigen Grüntönen leuchten.

Die Natur hier wirkt wie verzaubert, wenn sich die Nebelschwaden an den Berghängen entlang hangeln und ab und zu den Blick auf die Gipfel freigeben.

9. Delhi: Multikulturelle Megacity

© imagedb.com
Einwohner:Ca. 29,69 Millionen
Must-See:Akshardham-Tempel
Beste Reisezeit:Dezember bis April

Delhi ist Millionen-Metropole und Schmelztiegel Nordindiens. Wer sich hier zurechtfindet, hat den Härtetest bestanden. Aber keine Angst, wenn ihr gut handelt, sind die Taxis nicht gar zu überteuert. Versäumt nicht das wehrhaft-elegante Rote Fort oder die riesige Jama Masjid. Aus zerstörten Hindu-Tempeln stammen die Säulen der Ruinenstätte Qutb Minar, Triumph der vermeintlichen Herrschaft des Islam.

Doch von wegen: Der Akshardham-Tempel, Delhis größtes Hindu-Heiligtum, stammt von 2005 und ist eine absolute Augenweide. Der Tempel der Bahai wurde einer Lotosblüte nachempfunden. Hier sollen sich alle Religionen zuhause fühlen.

10. Ladakh: Geheimnisvolles West-Tibet im Himalaya

© ZoltanJozsef
Fläche:59.146 km²
Must-Do:Trekkingtour
Beste Reisezeit:Mai bis Oktober

Im äußersten Nordwesten Indiens seid ihr in einer ganz anderen Welt: Ladakh wird von buddhistischen Klosterburgen geprägt, die sich spektakulär an schroffe, karge Berghänge schmiegen. Diese über 3.500 Meter hoch gelegene Region erinnert an das benachbarte Tibet. Hier jedoch erlebt ihr die buddhistische Mönchskultur noch ungestört. Die pittoreske Altstadt von Leh wird von einem mittelalterlichen Palast überragt.

Zu majestätischen Klöstern wie Alchi oder Thiksey könnt ihr wandern oder auf mehrtägigen Trekkingtouren steile Pässe überwinden. Aber akklimatisiert euch erstmal, um die gefährliche Höhenkrankheit zu vermeiden!

11. Harmandir Sahib: Goldener Tempel von Amritsar

© jura_taranik
Entstehung:16. Jahrhundert
Must-See:Innenräume
Beste Reisezeit:August bis April

Verführerisch ragt ein glitzernder Marmortempel aus dem heiligen Wasserbassin. Teile der Fassade sowie die Kuppel sind mit Gold überzogen, das in der Sonne strahlt. Ihr seid im spirituellen Zentrum der Sikhs angekommen! Diese Religionsgemeinschaft verbindet Aspekte des Hinduismus und des Islam miteinander. Im Tempelinneren hört ihr ergreifende Gesänge, die aus dem heiligen Buch Guru Granth Sahib stammen.

Gastfreundschaft wird großgeschrieben im Lande der Sikhs: Im Guru-Ka-Langar könnt ihr gegen eine Spende mit Tausenden anderen Pilgern essen.

12. Ranthambhore-Nationalpark: Tiger-Safari in der Wildnis

© Saurin
Fläche:282 km²
Must-See:Königstiger
Beste Reisezeit:August bis April

Unweit von Sawai Madhopur erstreckt sich das ehemalige Jagdrevier eines Maharadschas. Es hat seinen Namen von der alten Festung, die sich auf einem weithin sichtbaren Berg erhebt. In dem 282 Quadratkilometer großen Ranthambore Nationalpark leben etwa 60 Königstiger. Sie durchstreifen die Savanne oder verstecken sich im Gebüsch des Dschungels. Frühmorgens oder nachmittags könnt ihr im offenen Fahrzeug auf Safari gehen und eurer Glück versuchen.

Falls sich die Tiger gerade nicht zeigen: Im Park gibt es über 300 Vogelarten sowie Leoparden, Goldschakale und Lippenbären.

13. Radhanagar Beach auf den Andamanen: Trauminseln im Indischen Ozean

© Juergen Wallstabe
Inseln:204
Must-Do:Tauchen
Beste Reisezeit:Dezember bis April

1.370 Kilometer vom indischen Festland entfernt könnt ihr euch euren Traum vom Inselparadies verwirklichen. Die Andamanen werden von herrlich weißen Sandstränden vor einer zauberhaften Dschungelkulisse geprägt. Hier könnt ihr klasse Tauchgänge und Schnorcheltouren unternehmen. Der Radhanagar Beach auf Havelock Island erstreckt sich in einer sanft gebogenen Bucht und gehört zu den schönsten Perlen dieser Inselgruppe.

North Sentinel aber dürft ihr nicht betreten. Hier lebt eines der letzten unberührten Völker dieser Erde. Sie wissen sich zu wehren und zielen, wenn nötig, mit Pfeilen auf ungebetene Besucher.

Weitere Reisetipps in der Nähe

Schon gewusst? Reist ihr nach Indien, müsst ihr vorher online ein E-Visum beantragen, das 30 Tage oder länger gültig ist. Der Direktflug dauert etwa 8 Stunden. Besonders spannend ist es, große Distanzen mit dem Zug zu überwinden, vielleicht im Schlafwagen?

Vorsicht: Der Gebrauch von Cannabis oder „Bhang“ ist nur in bestimmten Orten legal und wird ansonsten rigoros verfolgt. Aber die überwältigenden Eindrücke dieses Landes sind sowieso schon eine besondere Herausforderung für Körper, Geist und Seele.

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