Der tropische Inselstaat Indonesien bietet faszinierende Attraktionen gleich dutzendfach. Begeistert ihr euch für majestätische Vulkane, undurchdringliche Regenwälder, sehenswerte Tempelanlagen oder Traumstrände, in diesem südostasiatischen Land werdet ihr garantiert fündig. Wir haben eine Auswahl mit interessanten Orten zusammengestellt und geben euch einen Überblick zu den besten Sehenswürdigkeiten in Indonesien.

Die besten Sehenswürdigkeiten in Indonesien im Überblick

Jede der 6.044 bewohnten indonesischen Inseln hat ihren eigenen Charakter. Java mit der Hauptstadt Jakarta und der kulturellen Metropole Yogyakarta ist das Herz des überwiegend muslimischen Landes. Hier findet ihr einzigartige Tempelruinen wie Borobudur. Auf der bezaubernden Nachbarinsel Bali ist der Hinduismus bis heute lebendig. Reist ihr weiter Richtung Osten nach Flores und Komodo, befindet ihr euch im Reich der Riesenechsen.

Auf Borneo, Sumatra oder Sulawesi haben sich schützenswerte Urwaldgebiete erhalten, die ihr auf euren Expeditionen erkunden könnt. Die Besteigung eines der zahllosen Vulkane ist der sprichwörtliche Höhepunkt einer jeden Indonesienreise. Dieses tropische Land wird von Trocken- und Regenzeiten geprägt und von der Vielfalt der Kulturen seiner 273 Millionen Einwohner.

#indonesien

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1. Tegallalang: Strahlend grüne Reisterrassen auf Bali

© Akarat Phasura

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Einwohner:4,3 Millionen
Must-Do:Bali Swing
Beste Reisezeit:April bis Oktober

Schon seit vielen Jahrzehnten kommen Globetrotter aus aller Welt nach Bali und lassen sich von der üppig-grünen Vegetation, den majestätischen Vulkanen und den außergewöhnlich freundlichen Menschen bezaubern. Bis heute hebt sich diese Insel vom Rest Indonesiens ab, denn Bali besitzt eine eigentümlich hinduistische Kultur, die ihr nirgendwo sonst auf der Welt findet. Jeden Tag schmücken die Balinesen ihre märchenhaften Tempel und schenken ihren Göttern Opfergaben.

Die herrlichen Reisterrassen wurden schon vor Jahrhunderten angelegt und sehen aus wie ein einzigartiges Kunstwerk. Verpasst nicht den Schaukelspaß vor diesem märchenhaften Urwaldhintergrund!

2. Nationalpark Komodo: Zerklüftete Insel im blauen Pazifik

© Thrithot
Fläche:1817 km²
Must-See:Komodowarane
Beste Reisezeit:April bis Oktober

Komodo, Rinca und das umliegende Meer bilden den Komodo-Nationalpark. Hier sind die Komodowarane zu Hause. Wenn ihr glaubt, Dinos oder Drachen gibt es vielleicht doch heute noch, diese Riesenechsen könnten euch bestärken. Die „Ora“, wie sie vor Ort genannt werden, werden bis zu 3 Meter lang und 80 Kilogramm schwer. Auf Trekkingtouren erblickt ihr sie, aber Vorsicht: Die sind wirklich gefährlich!

Kakadus, Büffel oder Javaneraffen werden euch ebenfalls begegnen. Auf Schnorchel- oder Tauchgängen, per Kajak oder an den rosafarbenen Stränden erlebt ihr unvergessliche Stunden.

3. Tumpak Sewu Waterfall: Eindrucksvoller Wasserfall auf Java

© tampatra
Fallhöhe:120 Meter
Must-See:Vulkan Semeru
Beste Reisezeit:April bis Oktober

In Ost-Java gibt es herrliche, bisher wenig bekannte Naturschönheiten zu entdecken. Nahe Malang stürzen riesige Wassermassen den senkrechten Fels hinunter. Das Rauschen des Tumpak-Sewu-Wasserfalls ist schon von weitem zu hören. Vom Dorf Sigorenggo lauft ihr ein paar Minuten, um zur Aussichtsplattform zu gelangen.

Frühmorgens ist es hier am schönsten: Die Sonne beginnt das Tal zu streicheln und in der Ferne den majestätischen Semeru, den höchsten Vulkan Javas, zu beleuchten. Auf schmalen Pfaden könnt ihr hinunterlaufen und auf den anmutigen transparenten Wasservorhang hinaufblicken.

4. Kelingking Beach: Traumstrand als T-Rex auf Nusa Penida

© praphab144

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Höhe:Ca. 200 m
Must-See:Kelingking Viewpoint
Beste Reisezeit:Mai bis Oktober

Wollt ihr erahnen, wie Bali früher war, dann auf nach Nusa Penida, der kleinen Schwester im Süden. Eine turbulente Überfahrt bringt euch auf die raue Insel mit den grandiosen Stränden. Kelingking Beach ist ein verstecktes Juwel: Der bezaubernde Sandstrand wird von Steilküste umschlossen. Die Aussicht von oben ist wunderschön und ein echter Instagram-Hotspot.

Es wurden zwar Treppenstufen in den Felsen gehauen, trotzdem ist der Abstieg wackelig und nicht ganz ungefährlich. Aber wie heißt es so schön: No risk, no fun!

5. Gunung Rinjani: Beeindruckender Vulkan auf Lombok

Höchster Punkt:3.726 Meter
Must-Do:Baden in heißen Quellen
Beste Reisezeit:April bis Oktober

Von Bali aus kommt ihr mit dem Schnellboot zur weniger touristischen Insel Lombok. Hier thront der mächtige Gunung Rinjani im gleichnamigen Nationalpark über einer traumhaften Landschaft. Seid ihr geübte Bergwanderer, könnt ihr auf mehrtägigen Trekkingtouren zu heißen Quellen wandern und den Gipfel erklimmen. Von hier habt ihr einen tollen Blick auf die gigantische Caldera samt Kratersee. Lohnenswert sind übrigens auch die nördlich gelegenen Gili-Inseln, echte Traveller-Hotspots. Hier gibt es absolute Traumstrände mit türkisfarbenem Wasser und ein cooles Nachtleben.

Südlich der Hauptinsel bei Kuta warten unberührte Sandbuchten auf euch, die von steilen Felsklippen umgeben sind. Vor allem Surfer, die sich in wilde Brandungswellen stürzen wollen, sind hier richtig.

6. Faminseln: Maritimes Paradies vor der Küste Neuguineas

Inseln:1.800
Must-Do:Schnorcheln
Beste Reisezeit:Mai bis September

Lichtjahre von der modernen Zivilisation entfernt scheint die Inselgruppe Raja Ampat zu sein. Von dichtem Dschungel bewachsen, verteilen sich 1.800 Eilande vor der Küste der Vogelkop-Halbinsel West-Papuas. Hier findet ihr einzigartig schöne Tauch- und Schnorchelgründe: Farbenprächtige Hart- und Weichkorallen, riesige Mantarochen, Barrakudas und bunte Fischschwärme tummeln sich bei den Faminseln, die Teil des Archipels sind.

Auf Pianynemo könnt ihr spektakuläre Bergwanderungen unternehmen und das Panorama der kleinen Inselchen genießen, die beinahe unwirklich aus dem Pazifik ragen.

7. Yogyakarta: Javas kulturelles Herz

© Timelapse4K
Einwohner:Ca. 512.000
Must-See:Borobudur
Beste Reisezeit:März bis November

Die indonesische Hauptinsel Java hat eine überwiegend muslimische Bevölkerung. Doch bis vor etwa fünf Jahrhunderten lebten hier Hindus und Buddhisten. Die Spuren dieser Weltreligionen sind bis heute erfahrbar. Yogyakarta gilt als Kulturhauptstadt des Landes. Hier könnt ihr traditionelle Maskentänze, Puppenspiele und Schattentheater wie das Wayang Kulit erleben.

Nicht weit entfernt befindet sich das sagenhafte, über 1.000 Jahre alte buddhistische Heiligtum Borobudur. Großartig restauriert, überragt es die weite Ebene und verkörpert den heiligen Berg Meru. Die gigantische hinduistische Tempelanlage Prambanan gehört ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe.

8. Tangkoko-Naturreservat: Ursprüngliche Landschaften auf Sulawesi

© michalknitl
Fläche:8.890 Hektar
Must-See:Koboldmakis
Beste Reisezeit:Juni bis Oktober

Am Nordzipfel der zerklüfteten Insel Sulawesi liegt das Tangkoko-Naturreservat. Für indonesische Verhältnisse ist dieses kostbare Refugium außergewöhnlich gut zu erreichen. Sandstrände und farbenfrohe Korallenriffe säumen die Küste. Im Landesinneren breiten sich 88 Quadratkilometer ursprüngliche Regenwälder aus. Hornvögel und Hammerhühner, aber auch Koboldmakis sind hier zuhause.

Diese kleinen, den Affen verwandten Tiere mit ihren riesigen Augen und Ohren sind nachtaktiv. Sie springen bis zu 5 Meter weit auf der Jagd nach Insekten. Wandert ihr mit einem Guide, werdet ihr bestimmt diesen zauberhaften Wesen begegnen.

9. Sumatra: Tiefe Regenwälder im Westen Indonesiens

© fabio lamanna
Fläche:473.481 km²
Must-See:Danau Toba
Beste Reisezeit:April bis Oktober

Im Westen erstreckt sich das bezaubernde Sumatra. Die größte, ganz zu Indonesien gehörende Insel ist vielerorts von tiefem Regenwald bedeckt. Der Danau Toba gilt als größter See Südostasiens. An diesem Kratersee lebt das Volk der Batak mit seiner faszinierenden Kultur. Auf Pulau Samosir, der Insel im See, könnt ihr unvergessliche Wanderungen mit Blick auf bewaldete Berge und Gewürznelkenplantagen unternehmen.

Im Gunung Leuser Nationalpark begebt ihr euch auf die Spuren von Nashörnern, Tigern und Orang-Utans. Ganz im Süden, bei Krui locken einige der besten Surfspots des Landes.

10. Nationalpark Tanjung Puting: Wilde Orang-Utans auf Borneo

© Lukas
Orang-Utans:Ca. 6.000
Must-Do:Bootstour
Beste Reisezeit:April bis Oktober

Der indonesische Teil Borneos heißt Kalimantan. Wenn ihr einmal leibhaftige Orang-Utans in der Wildnis erleben wollt, seid ihr im Tanjung Puting Nationalpark genau richtig. Ein Flughafen ist ganz in der Nähe, von dort aus kommt ihr relativ einfach zum Sungai Sekonyer: Auf einem Hausboot könnt ihr euch über diesen Fluss schippern lassen. Gemächlich zieht der immergrüne Dschungel an euch vorbei.

Ihr stoppt an Fütterungsstationen und an einem Rehabilitationszentrum für diese bedrohten Menschenaffen. Mit etwas Glück könnt ihr in diesem UNESCO-Biosphärenreservat auch Nasenaffen erspähen.

Weitere Reiseziele in Südostasien

Schon gewusst? Ein Direktflug von Deutschland nach Indonesien dauert etwa 14 Stunden. Seid ihr maximal 30 Tage im Land unterwegs, braucht ihr einen Reisepass, aber kein Visum. Aber wenn ihr dieses Land ausgiebig entdecken wollt, lohnt es sich, über eine mehrmonatige Reise nachzudenken: Vielleicht anlässlich eines Sabbaticals? Dann könnt ihr euch gemächlich mit Fähren und Überlandbussen von Insel zu Insel hangeln. Corona-Sonderregelungen beachten.

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