Die 7 besten Sehenswürdigkeiten auf Helgoland

Helgoland fühlt sich ein bisschen an wie „ganz weit weg“. Schließlich gilt sie als Deutschlands einzige Hochseeinsel. Rot leuchtende Felsen, salzige Luft, kreischende Seevögel und auf der Düne warten mit etwas Glück Kegelrobben in der ersten Reihe, eine wahrhaft tierische Attraktion. Helgoland ist mit seinen besonderen Sehenswürdigkeiten und Ausflugszielen einzigartig und kompakt genug für spontane Entdecker-Runden beim Tagesausflug, aber gleichzeitig abwechslungsreich genug für ein ganzes Wochenende oder sogar längere Urlaube mitten in der Nordsee; vorausgesetzt, ihr berücksichtigt unsere Reisetipps für Helgoland.

Top-Sehenswürdigkeiten auf Helgoland im Überblick

Deutschlands einzige Hochseeinsel liegt rund 50 Kilometer vom Festland entfernt und ist vor allem für ihre markanten Buntsandstein-Felsen, wie der Langen Anna sowie der Vogelwelt am Lummenfelsen bekannt. Helgoland besteht aus der etwa 1 Quadratkilometer großen Hauptinsel und der rund 0,7 Quadratkilometer großen Badedüne, die meist einfach nur „Düne“ genannt wird. Hier bietet sich vor allem der Besuch in den Wintermonaten Dezember und Januar an, wenn die berühmten Keggelrobben die Düne zur Kinderstube erklären.

Rund 1.300 Menschen leben auf der auto- und fahrradfreien Insel, die sich in das flache Unterland am Hafen und das höher gelegene Oberland gliedert. Beide Teile sind durch einen kostenpflichtigen Aufzug sowie mehrere Treppen miteinander verbunden.
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#helgoland #nordsee

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1. Lange Anna: Helgolands berühmtestes Wahrzeichen

Panoramablick auf die Küste mit roten Klippen während des Sonnenuntergangs, das Meer im Hintergrund mit reflektierenden Farben.
©Artur

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Höhe:47 m
Buntsandstein:25.000 Tonnen
Must-Do:Rundwanderung

Wenn ihr nur eine Sehenswürdigkeit auf Helgoland sehen wollt, dann diese: Die Lange Anna ist der ikonische, freistehende Brandungspfeiler aus rotem Fels und wirkt in echt noch beeindruckender als auf Fotos.

Unter euch brandet das Meer gegen die Felsküste, über euch ziehen Seevögel ihre Kreise – und je nach Licht glüht der rote Buntsandstein fast dramatisch. Gerade am späten Nachmittag lohnt es sich, ein bisschen zu bleiben: Dann kippt die Stimmung von „helles Nordsee-Blau“ zu „goldener Sonnenuntergang“. Nutzt am besten die etwa 3 km lange Rundwanderung auf dem Helgoländer Oberland, um zum Aussichtspunkt auf die Lange Anna zu gelangen.

2. Düne Helgoland: Kegelrobben beobachten

Lage:Düne (Nebeninsel bzw. Sandbank)
Must-Do:Keggelrobben beobachten
Beste Reisezeit:Dezember bis Januar

Die Düne Helgolands gilt als Kinderstube der berühmten Kegelrobben. Besonders im Dezember lassen sich die Tiere hier sehr gut beobachten, wenn zahlreiche Jungtiere am Strand geboren werden. In den vergangenen Jahren hat sich die Population wieder deutlich erholt. Teilweise liegen mehrere Hundert Kegelrobben gleichzeitig am Strand und können aus sicherer Entfernung beobachtet werden.

Dabei ist es besonders wichtig, den Tieren mit Respekt zu begegnen und ausreichend Abstand zu halten. Nur so können sie sich ungestört ausruhen und ihre Jungen versorgen. Für die Beobachtung solltet ihr deshalb am besten ein Fernglas oder ein Teleobjektiv einpacken und euch niemals eigenständig nähern. Im Sommer könnt ihr die Düne übrigens super zum Baden in der Nordsee nutzen.

3. Lummenfelsen: Legendäre Vogelklippe auf Helgoland

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Lage:Am Rundwanderweg
Vogelarten:über 300
Namensgeber:Trottellumme

Am Lummenfelsen herrscht während der Brutsaison ein beeindruckendes Spektakel: Tausende Seevögel kreisen über der roten Klippe und besetzen dicht gedrängt die schmalen Felsvorsprünge. Das nur etwa 1,1 Hektar große Gebiet ist das kleinste Naturschutzgebiet Schleswig-Holsteins und eines der kleinsten Deutschlands.

Besonders häufig seht ihr Dreizehenmöwen, rund 3.000 Paare der Trottellumme, die in Deutschland nur auf Helgoland brütet sowie die großen Basstölpel. Achtet außerdem auf die grünen Spitzen zwischen den Felsen: Dort wächst der Klippenkohl, eine seltene Wildform des Gemüsekohls.

4. Hummerbuden: Bunte, maritime Holzhäuser auf Helgoland

Bunte Häuser am Hafen reflektieren sich im Wasser an einem sonnigen Tag.
©Christian Horz
Lage:Direkt am Hafen
Früher:Schuppen der Hummerfischer
Must-See:Deutschlands kleinster Baumarkt

Die farbenfrohen Hummerbuden sind meist das Erste, was ihr bei der Ankunft im Hafen seht. Wenn ihr das Schiff verlasst, führt der Weg automatisch an den denkmalgeschützten Holzhäuschen vorbei. Früher dienten sie den Helgoländer Hummerfischern als Schuppen und Werkstätten.

Heute sind darin kleine Geschäfte, Souvenirläden und Modeboutiquen untergebracht. Sogar Deutschlands kleinster Baumarkt ist hier zu finden. Auch wenn ihr nichts kaufen möchtet, lohnt sich ein Spaziergang entlang der bunten Buden; vor allem am frühen Abend.

5. Fischrestaurants: Delikatesse Helgoländer Hummer probieren?

Blick auf eine bunte Stadtdachlandschaft mit Meer im Hintergrund und einem Hafen.
Auf Helgoland findet ihr zahlreiche Fischrestaurants in Unter-, aber auch Oberland. ©Jan Wagner
Delikatesse:Hummer
Schonzeit:Juli bis August
Restaurant-Tipp:Helgoländer Fährhaus

Der Helgoländer Hummer gilt als seltene Delikatesse der deutschen Hochseeinsel. Im vergangenen Jahrhundert wurde er stark überfischt, wodurch die Bestände deutlich zurückgingen. Mittlerweile erholt sich die Population langsam wieder. Wer Fisch und Meeresfrüchte mag, sollte deshalb eines der urigen Fischrestaurants auf Helgoland besuchen.

Ein besonderer Tipp ist das Helgoländer Fährhaus, das neben Fischgerichten auch vegane Burger anbietet. Informiert euch vorab über die Öffnungszeiten der Restaurants, da diese je nach Saison stark variieren können. Besonders in der Hauptreisezeit empfiehlt es sich außerdem, rechtzeitig einen Tisch zu reservieren.

6. Museum Helgoland: Insel- und Naturgeschichten

Bunte Strandhäuser neben einem Leuchtturm, umgeben von grüner Vegetation und Blumen im Vordergrund.
©Stefan Simmerl
Lage:Am Kurpark
Must-See:Mini Hummerbuden
Außenbereich:Freilichtmuseum

Das Museum Helgoland beschäftigt sich sowohl mit der bewegten Geschichte der Insel als auch mit ihrer besonderen Natur. Die kleine, liebevoll gestaltete Ausstellung vermittelt einen guten Überblick über das Leben auf Helgoland, die Fischerei und die Entwicklung der Insel.

Im Außenbereich erwartet euch zusätzlich ein kleines Freilichtmuseum mit nachgebauten Hummerbuden und weiteren historischen Elementen. Das Museum liegt an der Nordseehalle südlich des Kurparks und ist vom Ortszentrum aus bequem zu Fuß erreichbar. Besonders bei wechselhaftem Wetter lohnt sich ein Besuch.

7. Bunkerstollen: Helgolands unterirdische Geschichte

Dunkler, länglicher Tunnel mit Betonwänden und Decke, beleuchtet von Deckenlampen, und Sitzbänken an den Wänden.
©Boris
Lage:Zentrum am Aufzug
Must-Do:Spaziergang durch Tunnel
Eintritt:ab 4,- Euro

Aufgrund ihrer strategischen Lage in der Nordsee wurde die Insel im Zweiten Weltkrieg zu einer Seefestung ausgebaut. Unter Helgoland entstanden kilometerlange Tunnel, Versorgungsanlagen und Luftschutzbunker, die der Bevölkerung während der Bombenangriffe Schutz boten.

Teile der unterirdischen Anlagen könnt ihr heute bei einer Führung besichtigen. In den kühlen und engen Gängen wird die bewegte Geschichte der Insel besonders greifbar. Da es unterirdisch deutlich kälter ist als draußen, solltet ihr auch im Sommer eine Jacke mitnehmen.

Weitere Reisetipps an der Nordsee

Schon gewusst? Um Deutschlands einzige Hochseeinsel zu erreichen, müsst ihr das Schiff nehmen oder auf ein Privatflugzeug setzen. In der Sommersaison starten Fähren und Katamarane unter anderem in Cuxhaven, Büsum, Hamburg und Brunsbüttel. Im Winter ist die Anreise per Schiff nur ab Cuxhaven möglich. Der Flugplatz liegt auf der Düne, von wo euch die Dünenfähre zur Hauptinsel bringt. Autos und Fahrräder müssen übrigens auf dem Festland bleiben. Für längere Wege oder den Gepäcktransport stehen auf Helgoland elektrisch betriebene Taxis zur Verfügung.

Helgoland besitzt übrigens eine zoll- und steuerrechtliche Sonderstellung. Deshalb werden viele Waren ohne Mehrwert- und Verbrauchsteuer angeboten. Vor allem Spirituosen, Zigaretten, Parfum und Kosmetik sind häufig günstiger, weshalb manche Tagesgäste vor allem zum Einkaufen auf die Insel fahren.

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